Wolf Alice auf einem Dach in Manhattan: neues Album, bekannte Songs und eine Open-Air-BĂŒhne am East River
Wolf Alice kommt mit dem Konzert "The Clearing: Live From New York City" nach New York, dessen Titel den Auftritt mit der aktuellen Karrierephase der britischen Band verbindet. Das Konzert findet auf The Rooftop at Pier 17 statt, einer Open-Air-BĂŒhne fĂŒnf Stockwerke ĂŒber dem East River mit Blick auf die Brooklyn Bridge und die Skyline von Lower Manhattan. Der Einlass beginnt um 18:00 Uhr, das Programm um 19:00 Uhr, und das Ende ist spĂ€testens fĂŒr 22:00 Uhr vorgesehen.
Wolf Alice kommt mitten in einem Tourplan nach New York, der europĂ€ische Festivals mit nordamerikanischen Terminen verbindet. Als besonderer Gast wurde Witch Post bestĂ€tigt, ein schottisch-amerikanisches Duo, das aus Dylan Fraser und Alaska Reid besteht. Ihre Kombination aus dĂŒstererem Indie-Rock, Popmelodik und folkloristischer Symbolik passt gut zu einem Abend, dessen Hauptact den Weg von leisen, weitlĂ€ufigen Arrangements bis zu lauten Gitarrenhöhepunkten zurĂŒcklegen wird.
Die Eintrittskarten fĂŒr diese Veranstaltung sind sehr gefragt.
Warum sich Wolf Alice nur schwer auf ein Genre reduzieren lÀsst
Wolf Alice wurde 2010 in London gegrĂŒndet. Den Kern der Band bilden Ellie Rowsell, Joff Oddie, Theo Ellis und Joel Amey. Im Laufe ihrer Karriere haben sie einen Katalog aufgebaut, in dem Alternative Rock, Grunge, Shoegaze, Dream Pop, Folk und direkterer Pop-Rock aufeinandertreffen. Deshalb wirken ihre Konzerte nicht wie eine Abfolge von Songs mit derselben IntensitĂ€t. Die Band kann von einem beinahe geflĂŒsterten Intro in massiven GitarrenlĂ€rm ĂŒbergehen und anschlieĂend zu einer prĂ€zisen Melodie zurĂŒckkehren, die das Publikum ohne zusĂ€tzliche Aufforderung mitsingt.
"My Love Is Cool" stellte die Band mit Songs wie "Bros", "Giant Peach" und "Moaning Lisa Smile" einem breiteren Publikum vor. "Visions of a Life", der Gewinner des Mercury Prize 2018, erweiterte die Bandbreite von der romantischen Synth-Indie-Single "Don't Delete the Kisses" bis zum aggressiveren "Yuk Foo". "Blue Weekend" entwickelte die filmische AtmosphÀre der Band durch Songs wie "The Last Man on Earth", "Smile" und "How Can I Make It OK?" weiter.
LangjĂ€hrige Fans kommen wegen der Songs, die die Band seit mehr als einem Jahrzehnt begleiten, wĂ€hrend neuere Hörer durch die Melodien und die ĂŒppigeren Arrangements des aktuellen Albums einen zugĂ€nglichen Einstieg erhalten. Das Konzert ist besonders attraktiv fĂŒr Liebhaber des britischen Alternative Rock, aber auch fĂŒr ein Publikum, fĂŒr das die Trennung zwischen Indie, Rock und Pop nicht mehr wichtig ist.
"The Clearing" als neuer Ausgangspunkt fĂŒr Konzerte
Das vierte Studioalbum "The Clearing" wurde am 22. August 2025 veröffentlicht und enthĂ€lt 11 Songs. Es wurde gemeinsam mit dem Produzenten Greg Kurstin aufgenommen, und im Klang ist eine Verschiebung hin zum klassischen Pop und Rock der 1970er-Jahre zu spĂŒren, ohne die Kontraste aufzugeben, an denen Wolf Alice zu erkennen ist. Gitarren bleiben wichtig, doch Klavier, vielschichtige Begleitstimmen und Arrangements, die sich nach und nach öffnen, erhalten mehr Raum.
"Bloom Baby Bloom" reprĂ€sentiert die direkteste Rockseite dieser Phase. Ellie Rowsell nutzt ihre Stimme in dem Song als wichtigsten TrĂ€ger der Spannung. "The Sofa" bewegt sich auf einen nachdenklicheren Abschluss und ein GefĂŒhl der Ruhe nach einer Phase von Ehrgeiz und Druck zu. "White Horses" gibt dem Schlagzeuger Joel Amey mehr stimmlichen Raum, wĂ€hrend "Just Two Girls" die heiterere und gesprĂ€chigere Seite des Albums zeigt.
Das neue Material klingt nicht wie eine Kopie der frĂŒhen Singles. "The Clearing" gehört zu einer Band, die nicht mehr beweisen muss, dass sie laut sein kann. Dynamik entsteht auch durch ZurĂŒckhaltung, eine VerĂ€nderung der Stimmfarbe, eine Pause zwischen den Tönen oder ein Arrangement, das sich erst im Finale ausweitet. Auf einer Open-Air-BĂŒhne können solche Unterschiede besonders deutlich hervortreten: Sanftere Teile bekommen mehr Luft, wĂ€hrend GitarrenschlĂ€ge den Raum kraftvoller durchbrechen.
Was frĂŒhere Auftritte ĂŒber das Live-Repertoire verraten
Die genaue Setlist fĂŒr New York wurde nicht veröffentlicht und sollte nicht im Voraus angenommen werden. FrĂŒhere Konzerte der Tour zeigen dennoch ein klares Muster. Wolf Alice verbindet einen groĂen Teil des Materials von "The Clearing" mit wichtigen Songs aus frĂŒheren Phasen. Bei Auftritten Ende 2025 wurden neue StĂŒcke wie "Thorns", "Bloom Baby Bloom", "White Horses", "Just Two Girls", "The Sofa" und "Play It Out" gemeinsam mit Ă€lteren Favoriten wie "Bros", "Silk", "Giant Peach", "Smile", "The Last Man on Earth" und "Don't Delete the Kisses" gespielt.
Das ist keine BestĂ€tigung dafĂŒr, dass jeder dieser Songs am Pier 17 aufgefĂŒhrt wird. Die Liste zeigt vielmehr die Dramaturgie der aktuellen Auftritte. Das neue Album nimmt einen wichtigen Platz ein, doch das Konzert bleibt ein Ăberblick ĂŒber die gesamte Karriere. Leise Balladen schaffen Raum fĂŒr die Stimme von Ellie Rowsell, wĂ€hrend lautere Songs das Verhalten des Publikums verĂ€ndern und ruhigeres Zuhören in eine kollektive Bewegung verwandeln.
Rezensionen der Tour heben die FĂ€higkeit der Band hervor, groĂe BĂŒhnen nicht in kalte, distanzierte Produktionen zu verwandeln. Die visuelle IdentitĂ€t der Phase von "The Clearing" setzt auf Glanz und Glam-Rock-Details, doch die Hauptwirkung geht weiterhin von der Darbietung der vierköpfigen Band aus. Auf einem Dach mit einer KapazitĂ€t von etwa 3.500 Personen kann dieser Ansatz ein GefĂŒhl der NĂ€he bewahren, das in gröĂeren Arenen leichter verloren geht.
Witch Post eröffnet den Abend
Witch Post besteht aus Dylan Fraser aus Schottland und Alaska Reid aus dem US-Bundesstaat Montana. Das Duo verbindet atmosphĂ€rische Indie-Musik, rauere alternative Gitarren und Pop, der absichtlich aus dem gewohnten Rahmen verschoben klingt. Ihre im MĂ€rz 2026 veröffentlichte EP "Butterfly" fĂŒhrt die Motive von Verwandlung, Folklore und doppelten IdentitĂ€ten aus der frĂŒheren Veröffentlichung "Beast" fort.
Es lohnt sich, frĂŒh genug hineinzugehen, um auch die Vorgruppe zu hören. Witch Post ist nicht nur ein logistischer Zusatz vor dem Hauptauftritt. Ihr Klang teilt mehrere BerĂŒhrungspunkte mit Wolf Alice: das Interesse an AtmosphĂ€re, den Kontrast zwischen Sanftem und Rauem sowie eine Vorliebe fĂŒr Songs, die nicht in einem einzigen Genre-Rahmen bleiben. Da Warteschlangen, Sicherheitskontrollen und TaschenĂŒberprĂŒfungen den Einlass verlangsamen können, birgt eine Ankunft unmittelbar vor 19:00 Uhr das Risiko, den Beginn des Abends zu verpassen.
The Rooftop at Pier 17 verÀndert die Art, wie das Konzert erlebt wird
The Rooftop at Pier 17 wurde im Sommer 2018 als Konzertort eröffnet. Die FlĂ€che umfasst ungefĂ€hr 65.000 QuadratfuĂ und bietet in einer Stehplatzanordnung Platz fĂŒr bis zu 3.500 Personen. Das ist groĂ genug fĂŒr eine kraftvolle Produktion und eine breite BĂŒhne, aber deutlich kleiner als die New Yorker Arenen. Das Publikum bleibt deshalb nĂ€her am KĂŒnstler, insbesondere im vorderen und mittleren Bereich der StehflĂ€che.
Das bekannteste Element des Veranstaltungsortes ist die Stadt. Die BĂŒhne befindet sich ĂŒber dem East River, und der Blick umfasst die Brooklyn Bridge und die Wolkenkratzer von Lower Manhattan. Im Juli fĂ€llt der Beginn des Programms mit dem Abendlicht zusammen, sodass sich die visuelle Kulisse im Verlauf des Konzerts allmĂ€hlich verĂ€ndert.
Das akustische Erlebnis unterscheidet sich von dem einer geschlossenen Halle. Es gibt nicht denselben langen Nachhall von WĂ€nden und Decke, sodass Stimme, Schlagzeug und Gitarren offener wirken können. Gleichzeitig können Wind und Wetter die Klangwahrnehmung in verschiedenen Bereichen des Daches beeinflussen. FĂŒr eine Band, deren Musik auf groĂen dynamischen Unterschieden beruht, ist das eine interessante Kombination: Die leiseren Teile bleiben dem Raum ausgesetzt, wĂ€hrend laute Höhepunkte eine unmittelbare Wirkung erhalten.
Es lohnt sich, die Eintrittskarten rechtzeitig zu sichern.
Wichtige Informationen fĂŒr die Anreise
The Rooftop at Pier 17 befindet sich an der Adresse 89 South Street, an der Kreuzung von Fulton Street und South Street im Viertel Seaport in Lower Manhattan. Der Haupteingang fĂŒr Konzerte liegt auf der zur Brooklyn Bridge gerichteten GebĂ€udeseite, neben dem ebenerdigen Riverdeck. Besucher, die einen barrierefreien Eingang benötigen, können die AufzĂŒge in der NĂ€he der Abendkasse auf der Westseite des GebĂ€udes benutzen.
- Einlass: 18:00 Uhr
- Programmbeginn: 19:00 Uhr
- Ende: spÀtestens um 22:00 Uhr
- Adresse: 89 South Street, New York, NY 10038
- Format: Open-Air-Konzert, unabhÀngig vom Regen
- Besondere GĂ€ste: Witch Post
Die U-Bahn ist eine praktische Wahl. Die Station Fulton Street wird von den Linien A, C, J, Z, 2, 3, 4 und 5 bedient. Die Linie E hÀlt am Komplex Chambers Street-World Trade Center, von wo aus der Weg zum Pier 17 zu Fuà fortgesetzt wird. FahrgÀste, die mit dem PATH-Zug anreisen, können am World Trade Center aussteigen und der Fulton Street in Richtung Wasser folgen.
Die FĂ€hre legt am Pier 11/Wall Street an. Von dort geht man an der Uferpromenade entlang nach Norden zum Pier 17. Buslinien halten im Bereich der Water Street. Die Anreise mit dem Auto ist möglich, und in der Umgebung gibt es mehrere Parkmöglichkeiten, doch Verkehr und Parkplatzsuche in Lower Manhattan können eine prĂ€zise Planung erschweren. Besucher von auĂerhalb New Yorks sollten zusĂ€tzliche Zeit fĂŒr Umstiege und den FuĂweg von der Station einplanen.
Einlassregeln, die man vor der Abfahrt kennen sollte
Der Veranstaltungsort fĂŒhrt bei allen GĂ€sten eine Sicherheitskontrolle durch. Taschen dĂŒrfen höchstens 14 x 14 x 6 Zoll groĂ sein und werden kontrolliert. GröĂere Taschen und RucksĂ€cke sind nicht erlaubt, und die VerfĂŒgbarkeit der SchlieĂfĂ€cher im Erdgeschoss ist begrenzt. Am einfachsten ist es, mit einer kleinen Tasche oder ganz ohne Tasche zu kommen.
Regenschirme sind nicht erlaubt, obwohl das Konzert auch bei Regen stattfindet. Bei wechselhaftem Wetter ist eine leichte wasserdichte Jacke oder ein Poncho praktischer, der anderen Besuchern nicht die Sicht versperrt. Wenn sich Gewitter mit Blitzen nĂ€hern, kann die AuffĂŒhrung vorĂŒbergehend unterbrochen werden, und das Publikum sollte den Anweisungen des Personals folgen.
Erlaubt ist eine leere, wiederverwendbare Wasserflasche, die nicht aus Glas besteht und höchstens 18 Unzen fasst. Speisen und GetrĂ€nke von auĂerhalb sind nicht gestattet. Professionelle Kameras, abnehmbare Objektive, Selfie-Sticks sowie Audio- und VideoausrĂŒstung sind ebenfalls verboten. Nach dem Scannen der Eintrittskarte ist kein erneuter Einlass möglich.
- Speichern Sie die mobile Eintrittskarte vor der Ankunft auf Ihrem Telefon.
- Kommen Sie wegen der Taschenkontrollen und der SicherheitsĂŒberprĂŒfung frĂŒher.
- Bringen Sie keinen Regenschirm, keine groĂe Tasche und keine professionelle FotoausrĂŒstung mit.
- Nehmen Sie Kleidung in mehreren Schichten mit, da sich Temperatur und Wind auf dem Dach verÀndern können.
- ĂberprĂŒfen Sie am Tag des Konzerts die aktuellen Informationen des Veranstaltungsortes.
FĂŒr wen dieser Abend am besten geeignet ist
LangjĂ€hrige Fans erhalten die Gelegenheit zu hören, wie Songs aus vier Albumphasen in einer einzigen Darbietung aufeinandertreffen. Wer Wolf Alice ĂŒber "The Clearing" entdeckt hat, kann ein Konzert erwarten, das nicht beim sanfteren Pop-Rock dieses Albums bleibt, sondern auch die lautere Geschichte der Band zeigt. Liebhaber von Shoegaze und Alternative Rock bekommen vielschichtige Gitarren, wĂ€hrend ein Publikum mit Vorliebe fĂŒr melodischen Pop von Songs wie "Don't Delete the Kisses", "The Sofa" und "Just Two Girls" angezogen wird.
Der Veranstaltungsort eignet sich fĂŒr Besucher, denen das GefĂŒhl der NĂ€he zum KĂŒnstler wichtig ist. Die KapazitĂ€t ist so weit begrenzt, dass sich Details der Darbietung ohne den Eindruck stadionĂ€hnlicher Entfernung verfolgen lassen, doch Raum und Produktion bleiben gröĂer als bei einem Clubkonzert. Die Stehplatzanordnung bedeutet, dass die Position im Publikum das Erlebnis verĂ€ndert: Der vordere Bereich bietet IntensitĂ€t und ein dichteres Publikum, wĂ€hrend die RĂ€nder und der hintere Bereich mehr Platz und einen besseren Blick auf die Stadt bieten.
Wie man den Abend im Seaport plant
Der Seaport ist ein historisches Hafenviertel an der Ostseite von Lower Manhattan, in der NĂ€he des Financial District. Die Umgebung des Pier 17 eignet sich fĂŒr eine Ankunft vor der TĂŒröffnung, da sich entlang des Ufers Promenaden, Restaurants und Bars befinden. Eine frĂŒhere Mahlzeit ist praktischer als der Versuch, die Veranstaltung zwischendurch zu verlassen, da ein erneuter Einlass nicht gestattet ist.
FĂŒr Panoramaaufnahmen sollte man vor Beginn des Hauptauftritts genĂŒgend Zeit einplanen. Sobald sich der Veranstaltungsort fĂŒllt, kann die Bewegung zwischen der StehflĂ€che und den DachrĂ€ndern langsamer werden. Das Konzert endet spĂ€testens um 22:00 Uhr, sodass mehr Möglichkeiten fĂŒr die RĂŒckfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Fortsetzung des Abends in Lower Manhattan bleiben. Vor der Abfahrt sollten mögliche Ănderungen beim Verkehr, Wetter und den Einlassregeln erneut ĂŒberprĂŒft werden.
Quellen:
- The Rooftop at Pier 17 - Datum, Ăffnungszeit der TĂŒren, Beginn und Ende des Programms, Adresse, Open-Air-Format, Einlassregeln und Verkehrsanbindung.
- The Seaport - BestĂ€tigung des Auftritts von Witch Post und Beschreibung der Lage des Konzertortes ĂŒber dem East River.
- Wolf Alice - aktueller Tourplan und Diskografie der Band.
- Sony Music Canada - Veröffentlichungsdatum, Kontext und wichtigste Singles des Albums "The Clearing".
- Official Charts - Geschichte der Band, Besetzung und Informationen zu Alben und Songs.
- The Guardian und The Soundboard Reviews - Beobachtungen zu Klang, Dynamik und Produktion frĂŒherer Auftritte der Tour.
- Partisan Records und Vogue - Profil des Duos Witch Post und Informationen zur Veröffentlichung "Butterfly".