Boris Grebenshikov und Aquarium bringen eine neue Platte und die alten Codes des russischen Rock nach Wien
Boris Grebenshikov tritt am Dienstag, dem 16. Juni 2026, um 20:00 Uhr im Simm City Festsaal Zentrum in Wien auf. Er kommt mit Aquarium auf die Bühne, einer Gruppe, die weit mehr ist als nur ein einzelner Name aus der Rockgeschichte. Für das Publikum aus dem russischsprachigen Raum ist Aquarium ein kulturelles Erkennungszeichen, und für neugierige Hörerinnen und Hörer außerhalb dieses Kreises einer der interessantesten Zugänge zu einer Welt, in der Rock auf Poesie, Folk, Reggae, keltische Motive und kammermusikalische Details trifft.
Dieses Konzert ist nicht nur als Erinnerung an die Vergangenheit gedacht. Der Wiener Auftritt ist Teil der aktuellen Konzertphase, in der Grebenshikov und Aquarium das Album "Strange News from Another Star" vorstellen, das zunächst am 15. Januar 2026 auf Bandcamp und danach am 18. Februar 2026 in einer breiteren digitalen Ausgabe veröffentlicht wurde. In der Ankündigung des Wiener Programms wird besonders die Verbindung neuer Lieder und Aquarium-Klassiker aus verschiedenen Perioden hervorgehoben, was ein wichtiger Hinweis für alle ist, die sich fragen, was für einen Abend sie erwarten können: keinen musealen Überblick über die Karriere, sondern ein Konzert, das ältere Lieder neben neues Material stellt.
Der Kartenverkauf für diese Veranstaltung läuft. Für Fans, die aus Kroatien, Slowenien, Ungarn oder anderen Ländern der Region anreisen, ist Wien eine praktische Station, weil es zwischen größeren mitteleuropäischen Terminen der Tournee liegt und die Gelegenheit bietet, Grebenshikov in einem Raum zu hören, der keine riesige Arena ist.
Warum Boris Grebenshikov wichtig ist
Grebenshikov, oft an den Initialen BG erkannt, nimmt in der Biografie von Aquarium den Platz des Autors, Sängers, Gitarristen und der zentralen Figur ein. Aquarium entstand 1972 in Leningrad und hat mehrere völlig unterschiedliche musikalische Epochen überlebt: von der sowjetischen Underground-Szene über den späten Durchbruch in Richtung Westen bis hin zu einer langen Phase internationaler Tourneen und Aufnahmen mit Musikern aus verschiedenen Traditionen.
Seine Bedeutung liegt nicht nur darin, dass er früh die russische Sprache mit dem Rockidiom verband. Das Besondere liegt in der Art, wie die Lieder den Raum zwischen populärer Melodie und literarischem Bild erweitern. Am selben Abend kann man bei ihm eine akustische Ballade, meditativen Folk, einen Rhythmus, der Reggae heraufbeschwört, eine Violine, die das Lied in Richtung eines kammermusikalischen Tons zieht, und eine Flöte hören, die eine keltische oder östliche Spur öffnet. Deshalb sind Vergleiche mit Bob Dylan, David Bowie oder Marc Bolan nicht bloß Etiketten, sondern der Versuch, einem fremden Publikum zu erklären, wie breit das Gebiet ist, das BG abdeckt.
Für diejenigen, die zum ersten Mal kommen, wäre die kürzeste Beschreibung folgende: Aquarium ist eine Band, in der sich das Lied selten geradeaus bewegt. Die Texte sind nicht nur Geschichten, sondern Bilder; die Arrangements sind nicht nur Begleitung, sondern kleine Landschaften. Bekannte Titel wie "Gorod Zolotoy" und "Rock and Roll is Dead" werden oft als Einstiegspunkte in diese Welt genannt, doch der Wiener Abend sollte nicht als Warten auf einen einzigen Refrain betrachtet werden. Grebenshikovs stärkere Seite ist gerade die Kontinuität: Lieder aus verschiedenen Zeiten bleiben offen für eine neue Lesart.
Das neue Album als Rahmen des Konzerts
"Strange News from Another Star" gibt dem Auftritt einen wichtigen Kontext. Das Album ist mit einem internationalen Team von Musikern und Mitwirkenden verbunden, und die Diskografieseite selbst nennt eine reiche Liste von Instrumenten und Beteiligten: Klavier, Harmonium, Hammond, Wurlitzer, Flöte, Pfeifen, Violine, Banjo, Ukulele, Kantele, Bodhrán, Oboe und Posaune. Das steht im Einklang mit Grebenshikovs Karriere: Er beschränkt sich selten auf ein einziges Genre, daher klingt die neue Phase nicht wie eine einfache Erneuerung eines alten Rezepts.
Für den Wiener Auftritt angekündigt sind Boris Grebenshikov an Gesang und Gitarre, Konstantin Tumanov an Akkordeon und Keyboards, Brian Finnegan an der Flöte, Andrey Surotdinov an der Violine, Alexander Titov am Bass, Liam Bradley an Percussion und Schlagzeug sowie Gleb Grebenshikov an der Percussion. Eine solche Besetzung erklärt gut, warum das Konzert sowohl Rockenergie als auch ein feineres, beinahe kammermusikalisches Gewebe haben kann. Flöte und Violine sind bei Aquarium kein Schmuck, der am Rand eines Liedes erscheint; sie sind oft Teil der erkennbaren Klangfarbe, besonders wenn Grebenshikovs Gesang sich in einen erzählerischen, ruhigeren Ton verschiebt.
Was das Publikum erwarten kann
Die Konzertankündigung spricht vom neuen Album und von Aquarium-Klassikern aus allen Perioden, bringt jedoch keine vollständige Setlist. Das ist wichtig: Es besteht kein Grund, die Reihenfolge der Lieder zu erraten oder Titel zu versprechen, die für Wien nicht bestätigt sind. Dennoch kann man auf Grundlage des angekündigten Konzepts einen Abend mit mehreren deutlich unterschiedlichen Schichten erwarten.
- Neues Material - Lieder aus der aktuellen Phase, verbunden mit dem Album "Strange News from Another Star".
- Aquarium-Klassiker - älteres Repertoire, das das Publikum mit verschiedenen Jahrzehnten und mit der Geschichte des russischen Rock selbst verbindet.
- Akustische und poetische Momente - Raum für Grebenshikovs Stimme, Text und Gitarre, ohne das Bedürfnis nach einer großen Produktionsgeste.
- Folk, Reggae und keltische Spuren - Elemente, die seit Langem Teil seiner musikalischen Sprache sind, besonders durch Flöte, Violine und Rhythmusgruppe.
Dies ist ein Konzert für langjährige Fans, die wissen, warum man bei Grebenshikovs Auftritten auch zwischen den Zeilen zuhört. Doch es ist nicht nur für Eingeweihte geschlossen. Für diejenigen, die erst in seinen Katalog eintreten, kann der Wiener Auftritt ein guter Anfang sein, weil er das neue Album, bekanntere Teile des Repertoires und eine Darbietung in einem Saal verbindet, in dem Details näher zu hören sind als in großen Hallen.
Es lohnt sich, die Karten rechtzeitig zu sichern. Das Publikum für Grebenshikov in Mitteleuropa kommt oft aus mehreren Städten und mehreren Sprachen: Ein Teil der Hörerinnen und Hörer verfolgt Aquarium seit Jahrzehnten, ein Teil kommt wegen des kulturellen Gewichts des Namens, und ein Teil aus Neugier auf einen Autor, der die russische dichterische Tradition mit einem globalen musikalischen Wortschatz verbunden hat.
Simm City Festsaal Zentrum: ein Saal, der das Publikum nah an der Bühne hält
Das Simm City Festsaal Zentrum befindet sich im 11. Wiener Bezirk, Simmering, an der Adresse Simmeringer Hauptstraße 96A. Es handelt sich um einen Konzert- und Mehrzwecksaal innerhalb des Zentrum Simmering, was den Besucherinnen und Besuchern die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtert, aber auch die Orientierung vor und nach dem Konzert.
Die Kapazität des Saales hängt von der Bestuhlung ab. Für eine Stehkonzertvariante werden 800 Personen angegeben, während Sitzkonfigurationen je nach Anordnung 496 oder 490 Plätze in Reihen haben, mit zusätzlichen Varianten für Tische und andere Formate. Für ein Konzert wie dieses ist besonders wichtig, dass Simm City keine gesichtslose Megahalle ist. Der Raum ist groß genug für den vollen Klang der Band, aber kompakt genug, um das Gefühl der Nähe zum Künstler zu bewahren.
Auch die technischen Daten des Saales deuten auf ein Format hin, das ein ausgearbeitetes Konzertarrangement tragen kann: Die Standardbühne wird mit den Maßen 11 x 6 Meter angegeben, mit der Möglichkeit der Verkleinerung, und die Seite des Veranstaltungsortes nennt Ton- und Lichttechnik als Teil der Saalinfrastruktur. Für Grebenshikovs Konzert ist das relevant, weil Dynamik wichtiger ist als bloße Lautstärke. Das Publikum wird wahrscheinlich am meisten von einem klaren Verhältnis zwischen Gesang, Gitarre, Violine, Flöte, Keyboards und Rhythmus profitieren.
Praktisch für die Anreise
Simm City ist gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Der einfachste Orientierungspunkt ist Enkplatz, weil die Saalseite für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln die U3, die Station Enkplatz und den Ausgang Grillgasse nennt. In der Nähe halten auch die Straßenbahnlinien 6 und 71 sowie die Buslinien 15A und 76A, ebenfalls bei Enkplatz/Grillgasse. Für diejenigen, die mit dem Auto kommen, nennt der Saal die Zufahrt über die Simmeringer Hauptstraße 96A, die Garageneinfahrt von der Grillgasse 9 und die Nähe zur Ausfahrt A23 St. Marx.
- Adresse - Simmeringer Hauptstraße 96A, 1110 Wien.
- U-Bahn - U3, Station Enkplatz, Ausgang Grillgasse.
- Straßenbahn - Linien 6 und 71, Station Enkplatz/Grillgasse.
- Bus - Linien 15A und 76A, Station Enkplatz/Grillgasse.
- Auto - Garagenzufahrt ist von der Grillgasse 9 angegeben.
Da das Konzert für 20:00 Uhr angekündigt ist, lohnt es sich für Reisende, früher zu kommen und Gedränge am Eingang zu vermeiden. Der Saal nennt auch Zugänge durch das Einkaufszentrum während dessen Öffnungszeiten sowie aus der Garage, einschließlich Aufzugsoptionen.
Wien als natürliche Station für ein solches Konzert
Wien ist für Grebenshikovs Konzert eine logische Stadt. Es hat ein großes internationales Publikum, eine starke Konzertinfrastruktur und genug Reisende aus den Nachbarländern, damit der Auftritt nicht nur ein lokales Ereignis bleibt. Im Tourneeplan kommt Wien nach Prag und vor Ljubljana, was ihm eine mitteleuropäische Lage zwischen mehreren nahen, aber unterschiedlichen Konzertpublika gibt.
Für Besucherinnen und Besucher aus Kroatien oder der Region kann die Reise als Tagesausflug oder kurzer Städtetrip organisiert werden. Simm City liegt nicht im touristisch am stärksten exponierten Teil Wiens, sondern in Simmering, daher hat der Abend eher ein städtisches Konzertgefühl: U-Bahn, ein kurzer Spaziergang zum Saal und ein Raum, der sich nicht in Monumentalität verliert.
Karten für diese Veranstaltung sind gefragt. Das sollte nicht als Druck gelesen werden, sondern als praktischer Hinweis für ein Publikum, das eine Reise plant: Bei Konzerten mit Publikum aus mehreren Ländern ist es nicht nur wichtig, einen Platz im Saal zu finden, sondern auch Verkehr, Unterkunft und rechtzeitige Ankunft abzustimmen.
Für wen dieses Konzert besonders attraktiv ist
Das erste und klarste Publikum sind langjährige Hörerinnen und Hörer von Aquarium. Für sie kommt Grebenshikov nicht als Name, den man erklären muss, sondern als Autor, dessen Lieder bereits eine private Geschichte haben: Studentenzimmer, überspielte Kassetten, familiäre Emigrantenarchive, erste Konzerte und spätere Entdeckungen neuer Alben. Für solche Besucherinnen und Besucher kann der Wiener Auftritt eine Begegnung mit Liedern sein, die sich zusammen mit ihrem Leben verändert haben.
Das zweite Publikum sind Liebhaber poetischen Rocks. Wenn jemand Autoren hört, die Text, Atmosphäre und Interpretation in den Vordergrund stellen, ist Grebenshikov auch ohne vollständiges Verständnis der russischen Sprache eine natürliche Wahl. Seine Stimme, die Dynamik der Band und die Art des Liedaufbaus vermitteln oft eine Stimmung, bevor der Hörer jedes Bild übersetzt.
Das dritte Publikum sind diejenigen, die Konzerte mögen, in denen musikalische Breite hörbar wird. Die angekündigte Besetzung mit Flöte, Violine, Keyboards, Bass, Percussion und Gitarre ermöglicht einen Abend, in dem Lieder vom Akustischen ins Elektrische, vom Meditativen ins Rhythmische übergehen können.
Atmosphäre ohne leeren Glanz
Die beste Beschreibung der erwarteten Atmosphäre ist nicht "Spektakel", sondern Konzentration. Grebenshikovs Konzerte hängen stark von der Aufmerksamkeit des Publikums ab: von der Bereitschaft, einen Vers zu hören, einen Tempowechsel anzunehmen, ein älteres Lied in einem neuen klanglichen Gewand zu erleben. Simm City entspricht mit seiner kompakteren Kapazität und seiner Konzertausrichtung gut einer solchen Art von Abend.
In einem Saal dieser Größe kommt das Publikum nicht nur, um eine Figur auf einer fernen Bühne zu betrachten. Es kommt, um Nuancen zu hören: wie die Flöte dem Gesang antwortet, wie die Violine die Melodie zur Melancholie zieht, wie die Rhythmusgruppe das Lied ohne überflüssige Schwere hält, wie Grebenshikov zwischen den Liedern einen ruhigen, manchmal ironischen, manchmal fast rituellen Fluss des Abends baut. Das ist der Grund, weshalb das Wiener Konzert sowohl für diejenigen attraktiv ist, die Aquarium bereits live gehört haben, als auch für diejenigen, die dieser musikalischen Welt zum ersten Mal begegnen.
Was man vor dem Aufbruch wissen sollte
Das Konzert ist als Auftritt von Boris Grebenshikov und Aquarium im Simm City angekündigt, mit Beginn um 20:00 Uhr. Der angekündigte Programmrahmen umfasst das neue Album und Klassiker aus verschiedenen Perioden, doch die vollständige Reihenfolge der Lieder ist nicht veröffentlicht. Deshalb ist es am besten, ohne Erwartung zu kommen, dass der Abend wie eine Wunschliste funktioniert. Bei Grebenshikov ist oft wichtiger, wie sich die Lieder gegenseitig berühren, als nur, welche Lieder auftauchen.
Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die U3 bis zur Station Enkplatz am praktischsten. Wer mit dem Auto kommt, sollte die Garagenzufahrt im Voraus prüfen und genügend Zeit für den Einlass lassen. Besucherinnen und Besuchern, die am selben Tag reisen, wird empfohlen, die Rückkehr mit ausreichender Reserve zu planen.
Wenn das Ziel ist, einen Autor zu hören, der Jahrzehnte russischsprachiger Rockmusik geprägt hat und dennoch weiterhin neues Material veröffentlicht, bietet Wien einen sehr konkreten Reisegrund. Das neue Album gibt den gegenwärtigen Moment, der alte Katalog gibt Gewicht, und Simm City bietet einen Raum, in dem diese beiden Schichten ohne übermäßige Distanz zwischen Bühne und Publikum zusammentreffen können.
Quellen:
- BG | AQUARIUM - Konzertliste 2026-2027, Bestätigung des Wiener Datums und der umliegenden Tourneetermine.
- BG | AQUARIUM - Seite des Albums "Strange News from Another Star", Angaben zur Veröffentlichung, zu Musikern und Produktion.
- Seite der Ankündigung des Wiener Konzerts - Angaben zum Programm, zur angekündigten Besetzung und zur Dauer der Veranstaltung.
- SimmCity - Angaben zu Adresse, Kapazitäten, Bühne, öffentlichem Verkehr, Garage und Zugängen zum Saal.