Deep Purple im Klosterhof Wiblingen: Hard Rock unter einer barocken Fassade
Deep Purple treten am 28. Juni 2026 ab 19:00 Uhr im Klosterhof Wiblingen in Ulm auf, im Rahmen des Tourneezyklus "Mad In Europe 2026". Das ist ein Konzert, das sich nicht nur auf Nostalgie stützt. Es stützt sich auf eine seltene Verbindung: eine Band, deren Klang den Hard Rock mitgeprägt hat, eine neue Karrierephase, geprägt vom Album "SPLAT!", und den offenen Hof eines barocken Klosterkomplexes, der einem Rockkonzert eine andere Geometrie verleiht als eine Arena oder ein Club.
Für das Publikum, das wegen der Riffs, des Hammond-Sounds, des treibenden Schlagzeugs und der sängerischen Ausstrahlung von Ian Gillan kommt, ist Ulm-Wiblingen einer jener Sommertermine, die sich auf natürliche Weise in den Reiseplan einfügen. Für Besucher, die Deep Purple vor allem durch "Smoke on the Water", "Highway Star" oder "Black Night" kennen, bietet das Konzert eine Begegnung mit einer Band, die weiterhin an neuem Material arbeitet und nicht nur ihren Katalog pflegt.
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Warum dieser Auftritt in der aktuellen Phase der Band wichtig ist
Deep Purple entstand 1968 und nimmt in der Rockgeschichte den Platz einer Band ein, die Blues, ein klassisch geprägtes Gefühl für Dramatik, progressive Formen und harte Energie miteinander verband. Die Rock & Roll Hall of Fame nahm Deep Purple 2016 auf und beschrieb die Band als Formation, die mit markanten Riffs und hoher Spielintensität dazu beitrug, dem Heavy Metal den Weg zu bereiten.
Die heutige Besetzung besteht aus Ian Gillan, Roger Glover, Ian Paice, Don Airey und Simon McBride. Es ist eine Formation, in der Stimme, Bass und Schlagzeug aus dem Kern der klassischen Deep-Purple-Geschichte weiterhin auf der Bühne stehen, während McBride an der Gitarre neue Schärfe einbringt. Don Airey, langjähriger Meister der Keyboards, bewahrt eine wichtige Dimension der Band: Deep Purple war nie nur gitarrenbasierter Hard Rock, sondern auch ein Zusammenstoß von Gitarre und Orgel, Rhythmus und improvisatorischem Raum.
Den aktuellen Kontext liefert das Album "SPLAT!", angekündigt für den 3. Juli 2026 bei earMUSIC. Die Band stellt es als neues Studiokapitel vor, erneut mit Produzent Bob Ezrin, während Ian Gillan es mit einer Energie verbindet, die an den Geist der frühen Siebzigerjahre-Phase der Band anknüpft. Das erste Material aus dem Album, "Arrogant Boy" und "Diablo", zeigt, dass Deep Purple 2026 nicht nur als Institution des Rock auftreten, sondern als Formation, die will, dass neue Riffs neben den alten Favoriten bestehen.
Wichtig ist, die Erwartung nicht in eine erfundene Setlist zu verwandeln. Das Repertoire für Ulm wurde nicht als fertige Songliste veröffentlicht. Dennoch hebt die Ankündigung des Konzerts in Ulm einen Katalog hervor, in dem "Smoke on the Water", "Highway Star", "Child in Time", "Strange Kind of Woman", "Black Night" und "Woman From Tokyo" zum Kern gehören, an dem das Publikum die Band erkennt. Dazu öffnen die aktuelle Tourneephase und das neue Album Raum für neueres Material, allerdings ohne Garantie, welche Songs genau im Klosterhof gespielt werden.
Der Klang, den das Publikum erwarten kann
Deep Purple live beruht auf der Spannung zwischen Präzision und Freiheit. Ihre bekanntesten Songs sind nicht als glatter Radio-Pop gebaut, sondern als Stücke von Rockarchitektur: Das Riff öffnet die Tür, der Rhythmus erhöht die Temperatur, die Keyboards weiten den Raum, und der Gesang tritt als Erzähler und als zusätzliches Instrument ein. Deshalb kann das Konzert sowohl für ein Publikum attraktiv sein, das jeden Übergang auf "Machine Head" kennt, als auch für Besucher, die hören möchten, wie eine der grundlegenden Hard-Rock-Formationen in der heutigen Besetzung klingt.
Ian Paice und Roger Glover geben die rhythmische Stabilität, ohne die Deep Purple nicht dieselbe Wucht hätte, Don Airey bewahrt die klangliche Breite der Keyboards, und Simon McBride hat an der Gitarre eine anspruchsvolle Aufgabe: in Songs zu stehen, deren Riffs Teil des allgemeinen Rockgedächtnisses sind, und dabei nicht wie eine Kopie der Vergangenheit zu klingen. Gerade diese Kombination macht dieses Konzert interessant. Das Publikum kommt nicht nur, um kanonische Stücke zu hören, sondern auch eine Besetzung, die sie im gegenwärtigen Moment aufführt.
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Klosterhof Wiblingen als offene Rockbühne
Kloster Wiblingen befindet sich im Stadtteil Ulm-Wiblingen, an der Adresse Schlossstraße 38. Der Komplex ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, gegründet 1093, und erhielt sein heutiges barockes Erscheinungsbild durch einen großen Eingriff, der 1714 begann. Die Klosterbibliothek gilt als eines der eindrucksvollen Beispiele der Rokokoarchitektur, während die Kirche und die Flügel des Komplexes einen monumentalen Rahmen für einen Besuch vor dem Konzert oder während eines Aufenthalts in der Stadt bilden.
Für das Konzert ist der Klosterhof entscheidend, der Hof des Komplexes, der sich Ende Juni in einen Open-Air-Raum verwandelt. Vom 26. bis 28. Juni 2026 sind im Klosterhof drei Konzertabende mit den Künstlern Wincent Weiss, Montez und Deep Purple angekündigt. Damit beschließt Deep Purple das Wochenendprogramm in einem Raum, in dem Pop und Rock auf barocke Fassaden, die Symmetrie des Hofes und den offenen Himmel treffen.
Ein solcher Raum verändert die Art des Hörens. In einer geschlossenen Halle stützt sich der Klang auf Dach, Wände und akustische Bearbeitung. Im Klosterhof hängt das Erlebnis von der Open-Air-Produktion, der Anordnung des Publikums und den sommerlichen Bedingungen ab. Der Vorteil ist ein Gefühl von Weite und visuellem Kontrast: elektrischer Hard Rock im Hof eines alten Klosterkomplexes, mit Architektur, die keine für eine Tournee gebaute Kulisse ist, sondern ein realer Teil der Stadt und ihrer Geschichte.
Grundinformationen für Besucher
- Veranstaltung: Deep Purple - "Mad In Europe 2026"
- Ort: Klosterhof Wiblingen, Kloster Wiblingen, Schlossstraße 38, 89079 Ulm-Wiblingen
- Beginn: 19:00 Uhr
- Format: Open-Air-Konzert im Klosterhof
- Gültigkeit des Tickets: Das Ticket gilt für den Tag des Konzerts
- Bestätigter Künstler: Deep Purple; zusätzliche Gäste oder Vorgruppen für diesen Auftritt werden in den verwendeten Ankündigungen nicht genannt
Publikum: Für wen das Konzert besonders interessant ist
Dies ist ein Konzert für mehrere Publikumstypen zugleich. Die ersten sind langjährige Fans, die Deep Purple durch verschiedene Besetzungen, Alben und Epochen begleitet haben. Die zweiten sind Liebhaber von Hard Rock und klassischem Rock, die vielleicht nicht mit Deep Purple aufgewachsen sind, aber sehr gut wissen, wie stark ihre Sprache spätere Bands beeinflusst hat. Für beide Gruppen ist dasselbe wichtig: "Highway Star" oder "Smoke on the Water" sind keine Museumsstücke, wenn sie von einer Band gespielt werden, die weiterhin reist, aufnimmt und in neue Tourneezyklen eintritt.
Die dritten sind Besucher, die das Konzert wegen des Ortes wählen. Der Klosterhof Wiblingen kann auch Menschen anziehen, denen Ambiente, Reise und ein ganztägiger Aufenthalt in der Stadt wichtig sind. Ein solcher Besuch kann mit einem Spaziergang durch Ulm beginnen, mit einem kurzen Ausflug nach Wiblingen, mit der Besichtigung des Klosterkomplexes, sofern es zeitlich möglich ist, und mit einem abendlichen Rockkonzert enden.
Anreise nach Ulm-Wiblingen und Bewegung rund um den Veranstaltungsort
Kloster Wiblingen liegt ungefähr 5 Kilometer vom Zentrum Ulms entfernt. Für Besucher, die mit dem Zug anreisen oder in der Stadt übernachten, ist der öffentliche Verkehr eine praktische Option. Informationen des Komplexes nennen die Anreise mit der Linie 4 von der Haltestelle Ehinger Tor bis zur Haltestelle Kloster Wiblingen. Andere Informationsmaterialien für Besucher erwähnen auch die Haltestelle Pranger, daher lohnt es sich vor der Abfahrt, den aktuellen Fahrplan zu prüfen und die Route nach dem Ausgangspunkt in Ulm auszuwählen.
Für die Anreise mit dem Auto werden 100 öffentliche Parkplätze für Pkw in fußläufiger Entfernung zum Komplex genannt, außerdem drei Plätze für Busse oder Wohnmobile. Da es sich um einen Konzertabend handelt, kann eine frühere Anreise Stress beim Parken und beim Einlass verringern. Das ist besonders wichtig für Reisende, die den Stadtteil Wiblingen nicht kennen oder das Konzert mit einer Besichtigung verbinden möchten.
Ulm ist eine Stadt an der Donau, mit historischem Zentrum, alten Gassen und dem Ulmer Münster als dem bekanntesten Punkt der Stadt. Für internationale Besucher ist es ein Vorteil, dass das Konzert nicht auf einem isolierten Festivalfeld stattfindet, sondern in einer städtischen Zone, zu der die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxi oder Auto geplant werden kann, mit Rückkehr Richtung Zentrum nach dem Konzert.
Wie man den Konzerttag plant
Das Konzert sollte am besten als abendlicher Höhepunkt behandelt werden, nicht als einziger Programmpunkt des Tages. Da der Auftritt um 19:00 Uhr beginnt, können Besucher aus anderen Städten früher in Ulm ankommen, genug Zeit für Unterkunft oder Mittagessen lassen und sich dann ohne Eile auf den Weg nach Wiblingen machen. Sommerliche Open-Air-Konzerte haben einen anderen Rhythmus als Hallenkonzerte: Das Publikum sammelt sich früher, der Raum füllt sich allmählich, und Wetterbedingungen können das Komfortgefühl beeinflussen.
Praktisch ist es, das mitzunehmen, was die Regeln der Organisation am Konzerttag erlauben, jedoch ohne Annahmen über das Mitbringen von Essen, Getränken, großen Taschen oder professioneller Ausrüstung. Solche Regeln können von Produktion und Sicherheitsplan abhängen, daher lohnt es sich, sie unmittelbar vor der Abfahrt zu prüfen. Sicher für die Planung sind die Adresse, das Open-Air-Format und der Beginn um 19:00 Uhr.
Es lohnt sich, Tickets rechtzeitig zu sichern.
Was vor der Abfahrt zu prüfen ist
- Fahrplan: öffentlicher Verkehr nach Wiblingen, besonders die Rückfahrt nach dem Konzert.
- Wettervorhersage: Ein Open-Air-Raum bedeutet, dass die Kleidung an die Abendtemperatur und möglichen Regen angepasst werden sollte.
- Einlassregeln: erlaubte Taschengrößen, Mitnahme von Gegenständen und eventuelle Sicherheitshinweise.
- Ankunftszeit: Eine frühere Ankunft hilft beim Parken, bei der Orientierung und beim Einlass in den Bereich.
- Plan nach dem Konzert: Die Rückkehr Richtung Ulmer Zentrum oder Unterkunft sollte besser vor Beginn des Auftritts geplant werden.
Was dieses Konzert von einem Auftritt in der Arena unterscheidet
Deep Purple in einer Arena klingt oft wie eine Rockmaschine: Der Fokus liegt auf der Bühne, dem Licht, der Menge und der Entfernung zwischen den ersten Reihen und den höchsten Tribünen. Klosterhof Wiblingen bietet eine andere Logik. Das Konzert findet innerhalb eines Raumes statt, der seine eigene Geschichte, seine eigenen Proportionen und eine Architektur hat, die präsent bleibt, selbst wenn die Lichter auf die Bühne gerichtet werden.
Das ist für eine Band wie Deep Purple besonders interessant. Ihre Musik hat oft einen dramatischen Bogen: eine Einleitung, die wächst, ein Solo, das den Song erweitert, ein Finale, das nicht sofort schließt, sondern atmet. In einem barocken Hof kann dieses Gefühl zusätzliches visuelles Gewicht bekommen. Nicht wegen Effekten, die nicht angekündigt wurden, sondern wegen des Raumes selbst: harte Rockriffs gegenüber Fassaden, das Publikum unter dem Sommerhimmel, der Klang der Keyboards in einem offenen Hof.
Musikalischer Kontext: zwischen Katalog und neuem Album
"Mad In Europe 2026" kommt in einem Moment, in dem Deep Purple die Aufmerksamkeit wieder auf eine neue Studioveröffentlichung lenkt. "SPLAT!" erscheint wenige Tage nach dem Konzert in Ulm, was diesem Auftritt eine interessante Position verleiht: Das Publikum kommt unmittelbar vor der Veröffentlichung des Albums zum Konzert, in einer Phase, in der "Arrogant Boy" und "Diablo" bereits als Einführung in das neue Kapitel verfügbar sind.
"Diablo" wurde als klassischer Deep-Purple-Rocker angekündigt, aufgebaut auf Riff, Groove und der Chemie der Band im Studio, mit Gastgitarre von Keith Urban auf der Aufnahme. Das bedeutet nicht, dass dieser Gast beim Konzert in Ulm erwartet wird. Der Unterschied zwischen Studioveröffentlichung und Konzert-Line-up muss klar bleiben. Doch der Song selbst zeigt, wie die Band ihre gegenwärtige Ästhetik kommuniziert: Bewegung, Wucht, gemeinsames Spielen und das Gefühl, dass der Song aus der Interaktion der Musiker entsteht und nicht aus einem kalten Produktionsschema, sind weiterhin wichtig.
Der Klosterkomplex ist nicht nur eine Konzertadresse. Die Bibliothek, das Museum im Konventsgebäude und die Kirche St. Martin sind Teil des kulturellen Bildes Wiblingens. Wer früher ankommt, sollte die Öffnungszeiten für Besichtigungen prüfen, denn Konzertbetrieb und reguläre Besuche müssen nicht denselben Zeitplan haben. Schon die Ankunft in diesem Raum zeigt jedoch, warum der Klosterhof für sommerliche Auftritte genutzt wird: Der Hof hat genug Monumentalität, um dem Konzert einen Rahmen zu geben, aber auch genug Offenheit, damit Rock nicht wie ein Eindringling wirkt.
Vor der Abfahrt lohnt es sich, den musikalischen und praktischen Plan zu verbinden: Wetter, Verkehr und Einlassregeln prüfen, früh genug ankommen und Raum lassen für das, weshalb Deep Purple weiterhin mehrere Generationen anzieht - den Moment, in dem sich ein bekannter Riff über das Publikum erhebt und die Geschichte der Band aufhört, eine Information zu sein, und zu Klang im Raum wird.
Quellen:
- Deep Purple - biografische Angaben zur Band, aktuelle Besetzung, Tournee "Mad In Europe 2026", Album "SPLAT!" sowie die Singles "Arrogant Boy" und "Diablo".
- Stadt Ulm - Angaben zum Konzert in Ulm-Wiblingen, Termin, Ort und den genannten Klassikern der Band.
- Kloster Wiblingen - Angaben zur Reihe Open Airs vom 26. bis 28. Juni 2026, zum barocken Kontext des Klosterhofs, zur Adresse, zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zum Parken.
- Ulm/Neu-Ulm Tourismus - Angaben zur Lage des Klosters Wiblingen im Verhältnis zum Zentrum Ulms und zum touristischen Kontext der Stadt.
- Rock & Roll Hall of Fame - Kontext des Einflusses der Band und Aufnahme von Deep Purple im Jahr 2016.