Plane deinen Besuch beim Fußballspiel St. Gallen - Benfica in der Europa-League-Qualifikation im Berit Sitterstadion in St.Gallen. Die Partie findet am 23. Juli um 20:00 Uhr statt. Prüfe vor der Anreise Verkehr, Einlasszeiten und den Kauf deiner Tickets
St. Gallen und Benfica eröffnen ein Hin- und Rückspiel mit hohem Einsatz
St. Gallen und Benfica treffen am 23. Juli um 20:00 Uhr im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League aufeinander. Der Gastgeber empfängt den portugiesischen Vertreter in einem Stadion, das in älteren Spielplänen und Datenbanken noch als Kybunpark erscheint, seit dem 1. Juli 2026 jedoch den Namen Berit Sitterstadion trägt. Die Adresse bleibt unverändert - Zürcherstrasse 464, am westlichen Rand von St.Gallen.
Es ist ein Spiel, das sofort das Gewicht der gesamten Europapokalsaison trägt. Das Rückspiel findet am 30. Juli in Lissabon statt, und der Sieger des Duells zieht in die dritte Qualifikationsrunde ein, wo der Gewinner der Paarung Sturm Graz - Hearts wartet. Der Verlierer beendet seinen europäischen Weg nicht, sondern wechselt in die dritte Qualifikationsrunde der Conference League. Für beide Vereine ist der Verbleib im Kampf um die Europa League die klare Priorität.
Das Interesse des heimischen Publikums hat bereits beantwortet, was für ein Abend erwartet wird. Die öffentlich zugänglichen Bereiche des Stadions waren schon vor dem Spiel ausverkauft, sodass die Tribünen lange vor dem ersten Pfiff voll sein werden. Die Eintrittskarten für diese Begegnung waren unter den Fans sehr gefragt.
St. Gallen startet als Pokalsieger und Schweizer Vizemeister
Der Gastgeber geht mit greifbarem Kapital aus der vergangenen Spielzeit in die neue Saison. St. Gallen gewann 2025/26 den Schweizer Cup durch einen 3:0-Sieg gegen Stade Lausanne-Ouchy im Finale und beendete die Meisterschaft als Vizemeister. Eine solche Saison hat die Erwartungen erhöht, gleichzeitig aber den Spielraum für einen langsamen Start in die europäische Qualifikation verkleinert.
Die Mannschaft von Enrico Maaßen, der seit Juni 2024 Cheftrainer ist und einen Vertrag bis 2028 besitzt, zeigte während der Vorbereitung zwei sehr unterschiedliche Gesichter. Gegen den SCR Altach gewann sie mit 3:2, wobei Lukas Görtler, Thimoté Baldé und Betim Fazliji trafen. In einem offenen Spiel gegen Lyon verlor sie mit 3:6, obwohl Christian Witzig, Mihailo Stevanovic und Görtler zeigten, dass St. Gallen auch gegen einen hochwertigen Gegner Chancen herausspielen kann. Der letzte Test endete mit einer 0:3-Niederlage gegen Norwich City, wobei alle drei Gegentore bereits in der ersten Halbzeit fielen.
- 27. Juni: St. Gallen - SCR Altach 3:2
- 11. Juli: St. Gallen - Lyon 3:6
- 17. Juli: St. Gallen - Norwich City 0:3
Die Ergebnisse sind in der Vorbereitung nicht der einzige Maßstab, doch das Muster ist klar. St. Gallen kann schnell spielen, viele Spieler nach vorne schieben und Angriffswellen erzeugen, aber der Raum hinter der ersten Pressinglinie bleibt anfällig. Gegen Benfica wird jeder ungenaue Spielaufbau aus der letzten Linie oder jeder Ballverlust im Mittelfeld deutlich teurer sein als in einem Freundschaftsspiel.
Der letzte Test offenbarte einen möglichen taktischen Entwurf
Gegen Norwich City begann St. Gallen mit Watkowiak im Tor sowie Gaal, Stanic und Okoroji in der Abwehrreihe. Vandermersch und Stevanovic hielten die Breite, während Görtler und Boukhalfa im Zentrum arbeiteten. Daschner, Witzig und Baldé waren für die Verbindung des Spiels und das Besetzen des Raums vor dem gegnerischen Strafraum zuständig.
Eine solche Anordnung deutet darauf hin, dass der Gastgeber auch gegen Benfica einen aggressiven Beginn mit drei Verteidigern im Spielaufbau und hoch positionierten Außenspielern suchen könnte. Der Vorteil besteht in der Möglichkeit, entlang der Seitenlinie schnell eine zahlenmäßige Überlegenheit herzustellen. Das Risiko entsteht, wenn der Gegner das Pressing überspielt: Dann bleiben die äußeren Innenverteidiger ungeschützt, und die Rückwärtsbewegung der Flügelspieler wird entscheidend.
Görtler ist die wichtigste Figur für den Rhythmus der Mannschaft. Der Kapitän muss Räume schließen, das Pressing steuern und gleichzeitig in den Abschluss nachrücken. Witzig kann den Ball zwischen den Linien annehmen, während Baldé die Tiefe angreifen kann. Für St. Gallen wird Energie allein nicht ausreichen; der Gastgeber muss die Momente auswählen, in denen die gesamte Mannschaft nach vorne rückt.
Ausfälle bleiben eine wichtige Unbekannte
Im letzten Test fehlten May, Kleine-Bekel, Ambrosius, Neziri, Weibel, Efekele und Scherrer verletzungsbedingt. Diese Information bedeutet nicht, dass jeder von ihnen auch gegen Benfica fehlen wird, zeigt jedoch, dass Maaßen im letzten Abschnitt der Vorbereitung mit begrenzten Möglichkeiten arbeitete, besonders in der Defensive. Die endgültige Verfügbarkeit der Spieler wird wichtig sein, weil Benfica Verzögerungen in Zweikämpfen und eine schlechte Absicherung des Raums hinter den Außenpositionen bestraft.
Benfica kommt mit einem neuen Trainer und einer starken Angriffsachse
Benfica beendete die portugiesische Meisterschaft 2025/26 mit 80 Punkten auf dem dritten Platz. In 34 Spieltagen gelangen 23 Siege und 11 Unentschieden, ohne Niederlage und mit einem Torverhältnis von 74:25. Die Statistik beschreibt eine Mannschaft, die äußerst schwer zu besiegen war, aber auch zu viele Unentschieden für einen Verein verzeichnete, der regelmäßig den ersten Platz angreift.
Im Sommer übernahm Marco Silva die Mannschaft. Seine erste europäische Aufgabe kommt früh, bevor die Automatismen vollständig aufgebaut sind, doch Benfica verfügt über Spieler, die ein Spiel auch ohne lange Anpassungszeit entscheiden können. Die letzte Generalprobe vor der Reise in die Schweiz endete mit einem 2:0-Sieg gegen Villarreal CF. Rafa traf in der 53. und Vangelis Pavlidis in der 76. Minute.
Pavlidis ist der natürliche Mittelpunkt des Angriffs. Er kann den Ball unter Druck behaupten, die Innenverteidiger binden und Hereingaben aus einer zurückgezogenen Ausgangsposition angreifen. Rafa bringt Beschleunigung und Läufe in den Raum zwischen Mittelfeld- und Abwehrlinie. Georgiy Sudakov bietet Pässe durch enge Korridore an, während Fredrik Aursnes und Richard Ríos für Stabilität im Ballbesitz sorgen können. Im Tor steht Anatoliy Trubin, dessen Ruhe am Ball den Spielaufbau gegen hohes Pressing erleichtert.
Für die Gäste wird Geduld entscheidend sein. St. Gallen wird mit einem vollen Stadion im Rücken wahrscheinlich versuchen, das Spiel mit starkem Pressing zu eröffnen, aber Benfica muss nicht in jeder Aktion mit demselben Rhythmus antworten. Längere Ballbesitzphasen, Seitenwechsel und die Suche nach Pavlidis, nachdem die heimische Mittelfeldlinie herausgezogen wurde, könnten effektiver sein als das Erzwingen eines frühen letzten Passes.
Das erste direkte Duell ohne alte H2H-Geschichte
St. Gallen und Benfica sind bisher noch nicht aufeinandergetroffen, sodass keine früheren Ergebnisse ein fertiges Muster liefern. Der Unterschied bei der internationalen Erfahrung spricht für die portugiesische Mannschaft, doch das Hinspiel in St.Gallen bietet einen Kontext, der sich nicht allein auf die Namen der Spieler reduzieren lässt.
Der Gastgeber besitzt den Vorteil voller Tribünen und die klare Notwendigkeit, vor dem Rückspiel ein Ergebnis zu erzielen, das sich in Lissabon verteidigen lässt. Benfica verfügt über eine größere Kaderbreite und mehr Spieler, die an Partien gewöhnt sind, in denen ein einziges Detail das gesamte Duell verändert. Gerade deshalb könnten die ersten 20 Minuten der interessanteste Teil des Abends werden: St. Gallen wird versuchen, die Energie des Stadions in Druck umzuwandeln, während der Gast den ersten ruhigen Ausweg aus dieser Welle sucht.
Vier Punkte, die das Spiel in eine Richtung lenken können
- Das erste Pressing der Gastgeber: St. Gallen muss aggressiv sein, ohne die Fehler aus der ersten Halbzeit gegen Norwich City zu wiederholen.
- Der Raum entlang der Seitenlinien: Die hohen Positionen von Vandermersch und Stevanovic können den Angriff öffnen, aber auch Raum für Benficas Umschaltspiel hinterlassen.
- Pavlidis gegen die heimischen Innenverteidiger: Die Art und Weise, wie St. Gallen sein Spiel mit dem Rücken zum Tor kontrolliert, wird bestimmen, wie lange Benfica sich im letzten Drittel festsetzen kann.
- Standardsituationen: In einem Duell, in dem der Gastgeber einen offenen Schlagabtausch vermeiden muss, könnten eine Ecke oder ein Freistoß der klarste Weg zum Tor sein.
Benfica wird wahrscheinlich mehr Ballbesitz haben, doch Ballbesitz allein wird nicht ausreichen. Wenn der Gastgeber das Zentrum schließt und die Gäste zu vorhersehbaren Flanken zwingt, wird das Publikum jeden gewonnenen Zweikampf in einen zusätzlichen Impuls verwandeln. Andererseits könnte ein frühes Tor von Benfica den anfänglichen Schwung dämpfen und St. Gallen dazu zwingen, mehr Risiken einzugehen als geplant.
Berit Sitterstadion: volle Kapazität für einen europäischen Abend
Das Stadion wurde 2008 eröffnet und fasst insgesamt 20.660 Zuschauer, wenn Sitz- und Stehplätze zusammengerechnet werden. Die öffentlich zugänglichen Sektoren sind für dieses Spiel bereits ausverkauft. Die Plätze auf den Tribünen waren schnell vergriffen.
Besonders wichtig wird der heimische Stehplatzsektor D sein, der früher als die übrigen Eingänge öffnet. Wenn St. Gallen ins hohe Pressing geht, kann die Reaktion des vollen Heimsektors das Spiel zusätzlich beschleunigen, und Benfica muss in diesen Momenten beim ersten Pass präzise bleiben. Die Atmosphäre ersetzt keine taktische Disziplin, kann dem Gastgeber aber helfen, mehrere Minuten lang ein Tempo aufrechtzuerhalten, das ohne die Unterstützung der Tribünen nur schwer zu halten wäre.
Das Stadion liegt westlich des Stadtzentrums, neben einem Einkaufsgebiet und in der Nähe des Bahnhofs St.Gallen Winkeln. Dadurch ist es mit Zug und Bus gut erreichbar, während die Anreise mit dem Auto wegen der begrenzten und kostenpflichtigen Parkplätze mehr Planung erfordert.
Anreise, Eingänge und Bezahlung
- Zug: Der Bahnhof St.Gallen Winkeln liegt in fußläufiger Entfernung zum Stadion.
- Bus: Die Linie 151 verbindet Gossau, die Arena und den Hauptbahnhof, während die Linie 158 über Herisau, Winkeln und die Arena in Richtung Abtwil fährt.
- Zusätzlicher Verkehr: Für Spiele wird ein zusätzlicher Bus von der Südseite des Hauptbahnhofs in St.Gallen organisiert.
- Parken: Die Zahl der Plätze ist begrenzt, und kostenpflichtige Parkhäuser befinden sich in der Shopping Arena und im Westcenter.
- Eingänge: Die meisten Tore öffnen 60 Minuten vor dem Anpfiff, während Sektor D 90 Minuten vor dem Spiel geöffnet wird.
Die Eintrittskarte umfasst die Fahrt in der zweiten Klasse innerhalb des OSTWIND-Netzes während der drei Stunden vor und der drei Stunden nach dem Spiel. Dies ist die einfachste Möglichkeit für Besucher, die aus dem Zentrum von St.Gallen oder aus umliegenden Städten anreisen. Im Stadion wird bargeldlos bezahlt, weshalb es sinnvoll ist, eine Karte oder eine andere unterstützte digitale Zahlungsmethode bereitzuhalten.
Wegen der ausverkauften öffentlichen Sektoren und des erhöhten Verkehrsaufkommens ist es nicht ratsam, die Ankunft unmittelbar vor 20:00 Uhr zu planen. Ein früherer Einlass verkürzt die Wartezeit bei den Kontrollen und lässt genügend Zeit, um den eigenen Sektor zu finden. Der Kartenverkauf für dieses Spiel verlief sehr schnell, und auch für das Rückspiel in Lissabon sollten die Eintrittskarten rechtzeitig gesichert werden.
St.Gallen als kurzer Zwischenstopp vor dem Spiel
St.Gallen ist eine Stadt in der Ostschweiz, die kompakt genug ist, um die zentralen Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu besichtigen. Der Stiftsbezirk und die Altstadt bieten einen ruhigeren Einstieg in den Spieltag, und das Stiftsgebiet gehört seit 1983 zum Weltkulturerbe. Besucher, die früher ankommen, können durch das Zentrum spazieren und anschließend mit Zug oder Bus weiter nach Winkeln und zum Stadion fahren.
Die Entfernung zwischen der Altstadt und dem Stadion sollte nicht unterschätzt werden. Das Berit Sitterstadion liegt nicht unmittelbar im Zentrum, sondern im westlichen Teil der Stadt. Der öffentliche Verkehr ist daher praktischer als der Versuch, die gesamte Strecke zu Fuß zurückzulegen, besonders wenn die Zeit für Einlass und Sicherheitskontrollen berücksichtigt wird.
So lässt sich der Abend im Stadion planen
Für Fans im Sektor D lohnt es sich, ungefähr zur Öffnung dieses Bereichs, 90 Minuten vor dem Anpfiff, anzukommen. Die übrigen Besucher können mit der Öffnung der Tore eine Stunde vor dem Spiel rechnen, doch ein volles Haus bedeutet, dass die größten Menschenmengen in den letzten 30 Minuten entstehen werden. Die in der Eintrittskarte enthaltene Fahrt erleichtert die Rückkehr nach dem Spiel, wenn viele Menschen gleichzeitig zum Bahnhof Winkeln und zu den Bushaltestellen aufbrechen.
Auf dem Spielfeld ist ein Aufeinandertreffen zwischen der Energie der Gastgeber und der größeren individuellen Qualität von Benfica zu erwarten. St. Gallen muss das Gleichgewicht zwischen mutigem Pressing und der Absicherung des Raums hinter der letzten Linie finden. Benfica muss zeigen, dass es ein Spiel auch dann kontrollieren kann, wenn Publikum und Gegner keinen ruhigen Beginn erlauben. Das erste Tor wird das Duell nicht entscheiden, könnte aber den Rhythmus dieses Abends und den Plan für das Rückspiel in Lissabon vollständig verändern.
Quellen:
- Spielplan der Europa League - Termine des Hin- und Rückspiels sowie der Weg der Vereine in der nächsten Qualifikationsrunde
- FC St.Gallen 1879 - ausverkaufte öffentliche Stadionbereiche, Vorbereitungsspiele, Ausfälle im letzten Test, Trainer und Angaben zum Stadion
- FC St.Gallen 1879 und das örtliche Verkehrsnetz - Anreise mit Zug und Bus, Parken, Öffnungszeiten der Eingänge und die in der Eintrittskarte enthaltene Fahrt
- SL Benfica - Sieg gegen Villarreal CF, die Torschützen Rafa und Vangelis Pavlidis sowie die Vorbereitung der Mannschaft auf die Reise in die Schweiz
- Sporting Life und Goal - Abschlusstabelle der portugiesischen Meisterschaft 2025/26
- ESPN - aktueller Kader von Benfica
- Stadt St.Gallen und St.Gallen-Bodensee Tourismus - Lage der Stadt, Altstadt und Stiftsbezirk