Wolfmother in Solothurn: Hardrock, der aus nächster Nähe am besten funktioniert
Wolfmother kommt am 25. August 2026 in die Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn, zu einem Zeitpunkt, an dem sich ihre Konzertgeschichte erneut stark um das Album dreht, das sie vor zwei Jahrzehnten auf die weltweite Rockbühne katapultierte. Die australische Band unter der Führung von Andrew Stockdale absolviert im Sommer eine umfangreiche Europatournee, und Solothurn ist eine von mehreren Schweizer Stationen in einem sehr dicht gedrängten Zeitplan. Am Tag zuvor tritt die Band in Rubigen auf, am Tag danach in Lausanne, wodurch dieses Konzert genau in der Mitte des intensiven Schlussteils der europäischen Etappe liegt.
Für das Publikum ist das eine gute Nachricht, denn die aktuellen Auftritte zeigen die Band in einem Format, das auf dem basiert, wofür Wolfmother am bekanntesten ist: dichte Fuzz-Gitarren, Stockdales hohe Stimme, eine kraftvolle Rhythmussektion und Songs, die keine große Bühnenkonstruktion benötigen, um Wirkung zu erzielen. "Woman", "Joker & The Thief", "Dimension", "White Unicorn" und "Mind's Eye" bilden weiterhin den Kern der Identität der Band, doch die aktuellen Konzerte sind nicht nur eine nostalgische Rückkehr in die Vergangenheit.
Es lohnt sich, die Tickets rechtzeitig zu sichern.
Warum diese Tournee für die Geschichte von Wolfmother wichtig ist
Das Debütalbum "Wolfmother" ist ein zentraler Punkt in der Karriere der Band geblieben. Das Album verband Hardrock, Psychedelik und die Wucht der Riffs der siebziger Jahre mit der Energie der damals neuen Generation von Gitarrenbands. Der Song "Woman" brachte Wolfmother bei der Verleihung 2007 einen Grammy für die beste Hardrock-Darbietung ein, während Stücke wie "Joker & The Thief", "Dimension" und "White Unicorn" im Laufe der Zeit zu Konzertstandards wurden.
Das zwanzigjährige Jubiläum dieser Phase wurde Anfang 2026 auch mit einer neuen Vinyl-Ausgabe des Debütalbums gefeiert. Gleichzeitig erhielt der Katalog der Band durch die ersten physischen Veröffentlichungen des Albums "Rock'n'Roll Baby" von 2019 und "Rock Out" von 2021 erneut größere Aufmerksamkeit. Das bedeutet, dass die aktuelle Phase von Wolfmother einen doppelten Charakter besitzt: Einerseits feiert sie das Album, das ihren Durchbruch definierte, andererseits richtet sie die Aufmerksamkeit wieder auf Material, das wesentlich später entstanden ist.
"Rock Out" erklärt besonders gut, warum Wolfmother weiterhin wie eine Band klingt, die an die unmittelbare Kraft von Riffs glaubt. Andrew Stockdale schuf den größten Teil des Materials während einer Zeit, in der das Konzertleben zum Stillstand gekommen war, und das Ergebnis ist ein rauerer, direkterer Rock, der sich problemlos neben die älteren Songs einfügt. Bei jüngsten Auftritten stehen "Rock Out" und "Feelin Love" neben Klassikern des ersten Albums, sodass der Unterschied zwischen den Phasen nicht zu einem scharfen Bruch wird, sondern zur Fortsetzung derselben Idee - zuerst die Gitarre, alles andere danach.
- "Woman" bleibt einer der bekanntesten Songs der Band und ein mit einem Grammy ausgezeichneter Trumpf bei Konzerten.
- "Joker & The Thief" funktioniert regelmäßig als einer der Höhepunkte des Auftritts.
- "Dimension" und "White Unicorn" kommen bei den aktuellen Konzerten oft sehr früh und bestimmen schnell das Tempo des Abends.
- Neueres Material wie "Rock Out" und "Feelin Love" zeigt, dass das Programm nicht ausschließlich auf das erste Album beschränkt ist.
Was die jüngsten Konzerte zeigen
Den nützlichsten Hinweis darauf, was in Solothurn zu erwarten ist, geben die Auftritte, die Wolfmother nur wenige Wochen und Tage vor der Ankunft im Kofmehl gespielt hat. Berichte aus Madrid, London, Düsseldorf und Erlangen beschreiben ein sehr ähnliches Muster: wenig Bühnenbild, wenige lange Ansprachen und viel ununterbrochenes Spielen. Im Mittelpunkt stehen das Trio, die Lautstärke, der Rhythmus und Stockdales unverwechselbare Gitarrenmotive.
Beim Konzert in Erlangen am 4. August hatte die Band keine Vorgruppe. Ein Bericht über den Auftritt beschreibt ein Publikum, das sowohl aus jüngeren Rockfans als auch aus Besuchern bestand, die die Band seit Jahren verfolgen, mit besonders starken Reaktionen auf "Woman", "Mind's Eye", "New Moon Rising", "Colossal" und "Joker & The Thief". Ein ähnlicher Eindruck kommt aus Düsseldorf, wo das Konzert ohne große Einleitung begann und sofort mit "Dimension" startete, gefolgt von "White Unicorn", "Woman" und "Apple Tree".
In London lag Ende Juli der Schwerpunkt noch deutlicher auf dem ersten Album. Laut einem Konzertbericht reagierte das Publikum schon sehr früh auf "Woman", während "Joker & The Thief" erneut als einer der Höhepunkte des Hauptteils des Auftritts diente. Solche Berichte bedeuten nicht, dass Solothurn ein identisches Repertoire bekommen wird. Die Setlists können sich von Abend zu Abend ändern. Dennoch zeigen sie die Richtung der aktuellen Tournee ausreichend deutlich: Wolfmother spielt derzeit ein Programm, das die frühen Klassiker stark bevorzugt und sorgfältig Songs aus späteren Phasen der Karriere einfügt.
Das Set in München am 15. August dauerte ungefähr anderthalb Stunden, doch die Konzertdauer in Solothurn sollte nicht im Voraus von einer anderen Stadt übernommen werden. Nützlicher ist die Struktur dieses Auftritts. Er begann mit "Dimension", "White Unicorn", "Woman" und "Apple Tree", enthielt "New Moon Rising", "Rock Out", "Mind's Eye", "California Queen", "Feelin Love", "Colossal" und "Joker & The Thief" und endete mit einer Zugabe mit "Victorious". Das ist ein guter Hinweis auf die Breite des Katalogs, den die Band derzeit auf die Bühne bringt, aber keine garantierte Setlist für das Kofmehl.
Kofmehl passt zu einer solchen Band
Das Konzert findet in der Halle statt, dem größeren Konzertraum der Kulturfabrik Kofmehl. In der technischen Dokumentation des Veranstaltungsortes wird für die Halle eine Kapazität von bis zu 900 Personen angegeben, während die kleinere Raumbar für deutlich intimere Veranstaltungen vorgesehen ist. Für Wolfmother ist genau dieses Verhältnis wichtig: ein Raum, der groß genug für einen vollen Rocksound und eine starke Reaktion des Publikums ist, aber ohne die Distanz, die große Arenen erzeugen.
Kofmehl entstand Anfang der neunziger Jahre als Kulturprojekt und wurde im Laufe der Jahre zu einem der wichtigeren Konzertorte in Solothurn. Das Programm verbindet regelmäßig internationale Künstler, Schweizer Bands, Clubabende, Comedy-Programme und andere kulturelle Formate. Die Halle selbst verfügt über ein professionelles Konzertsystem und eine Konfiguration, die für Bands ausgelegt ist, die einen kräftigen Bass, klare Schlagzeuge und genügend Raum brauchen, damit die Gitarre dominant bleibt, ohne Details zu verlieren.
Das ist für Wolfmother besonders relevant. Ihre Musik basiert häufig auf dem einfachen, aber körperlich kraftvollen Zusammenspiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug. Auf einem großen Festivalgelände kann dieser Sound massiv werden, aber in einer Halle von der Größe des Kofmehl bekommt das Publikum das Gefühl eines engeren Kontakts zur Band. Jüngste Tourberichte betonen häufig genau diese Unmittelbarkeit - Stockdale baut den Abend nicht um lange Geschichten oder große Produktionstricks auf, sondern um schnelle Übergänge von einem Song zum nächsten und um die Reaktion des Publikums.
Der Ticketverkauf für diese Veranstaltung läuft.
Für wen dieses Konzert am besten geeignet ist
Die offensichtlichste Zielgruppe für Wolfmother in Solothurn sind Hörer, die die Band über das erste Album entdeckt haben und dessen wichtigste Songs erneut in einer Konzertumgebung hören möchten. Die aktuelle Tournee gibt ihnen einen sehr guten Grund zur Rückkehr, da sich das Repertoire stark auf das Material stützt, das die Band geprägt hat.
Das Konzert ist jedoch nicht nur für langjährige Fans interessant. Wolfmother passt ganz natürlich zu einem Publikum, das Hardrock, Stoner Rock, Psychedelic Rock und Bands hört, die ihre Energie aus den siebziger Jahren beziehen, ohne zu versuchen, diese wörtlich zu kopieren. Wenn Black Sabbath, Led Zeppelin, Queens of the Stone Age, The White Stripes oder ähnlich riff-orientierter Rock auf der persönlichen Liste stehen, wird die Sprache, mit der Wolfmother auf der Bühne kommuniziert, sehr vertraut wirken.
Jüngste Konzertberichte zeigen außerdem eine gemischte Altersstruktur des Publikums. Das überrascht nicht. Ein Teil der Besucher begleitet die Band seit Mitte der 2000er Jahre, während Songs wie "Joker & The Thief" und "Woman" im Laufe der Jahre weiterhin durch Filme, Spiele, Sportveranstaltungen und Streaming zirkulierten. Das Ergebnis ist ein Konzert, bei dem Menschen, die das erste Album kauften, als es neu war, auf ein Publikum treffen können, das diese Songs viel später entdeckt hat.
Praktische Informationen zur Anreise
Die Kulturfabrik Kofmehl befindet sich am Kofmehlweg 1 in Solothurn. Die Türen öffnen um 18:30 Uhr, der Konzertbeginn ist für 20:00 Uhr angekündigt. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre, ausgenommen Besucher, die in Begleitung ihrer Eltern kommen. Der Veranstaltungsort arbeitet an den üblichen Verkaufsstellen innerhalb des Gebäudes bargeldlos, mit Karten und unterstützten digitalen Zahlungsmethoden.
Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln verweist Kofmehl in seinen Informationen auf Verbindungen vom Hauptbahnhof Solothurn. Im aktuellen Netz des öffentlichen Verkehrs sind die Buslinien 6 und 8 angegeben, mit den Haltestellen Casablanca beziehungsweise Hunnenweg im Bereich des Kofmehl. Da sich Fahrpläne ändern können, ist es sinnvoll, die Verbindung für den Konzertabend vor der Fahrt zu überprüfen.
Für die Anreise mit dem Auto verfügt der Veranstaltungsort über separate Hinweise zur Zufahrt und zum Parken. Am besten plant man vor der Türöffnung zusätzliche Zeit ein, besonders wenn man von außerhalb Solothurns kommt. Der Hauptbahnhof verfügt außerdem über eine P+Rail-Infrastruktur, sodass eine Kombination aus Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln für Besucher möglich ist, für die eine solche Anreise praktischer ist.
- Ort: Kulturfabrik Kofmehl, Kofmehlweg 1, Solothurn, Schweiz.
- Türöffnung: 18:30 Uhr.
- Beginn: 20:00 Uhr.
- Raum: Halle.
- Mindestalter: 16 Jahre, mit Ausnahme der Anreise in Begleitung der Eltern.
- Öffentlicher Verkehr: Die Linien 6 und 8 fahren über die Haltestellen Casablanca und Hunnenweg im Bereich des Kofmehl.
Solothurn vor und nach dem Konzert
Für Besucher, die aus einer anderen Stadt kommen, eignet sich Solothurn gut für einige Stunden vor dem Konzert, da die historische Altstadt kompakt und gut zu Fuß zu erkunden ist. Die Stadt ist bekannt für ihre barocke Architektur, die Altstadt, die St.-Ursen-Kathedrale und Spaziergänge entlang der Aare. Dadurch lässt sich das Konzert leicht mit einer früheren Ankunft, einem Essen im Zentrum oder einem kurzen Spaziergang vor dem Weg zum Kofmehl verbinden.
Kofmehl nennt auf der Veranstaltungsseite auch mehrere Übernachtungsmöglichkeiten in Solothurn, was nützlich ist, wenn die Rückreise nach dem Konzert nicht praktisch ist. Für internationale Besucher hat die Stadt den Vorteil, dass das Konzert nicht an einem isolierten Ort außerhalb des Stadtgebiets stattfindet, sondern in einem Kulturraum, der mit dem städtischen Verkehr und den Angeboten der Stadt verbunden ist.
In konzerttechnischer Hinsicht ist es am wichtigsten, keinen Abend zu erwarten, der mit der Größe der Produktion beeindrucken möchte. Alles, was die aktuelle Tournee zeigt, deutet auf ein Wolfmother hin, das sich auf Songs, den Sound eines Trios und einen sehr direkten Kontakt zum Publikum verlässt. In einer Halle, die kleiner als ein Arenaformat ist, ergibt genau dieser Ansatz Sinn: Das Riff von "Joker & The Thief" braucht keinen großen Bildschirm, um eine Reaktion hervorzurufen, und "Woman" benötigt kein zusätzliches Bühnenbild, damit das Publikum die ersten Sekunden erkennt.
Die Plätze werden schnell knapp.
Quellen:
- Wolfmother - Zeitplan der Europatournee 2026 und Bestätigung der Auftritte in Solothurn, Rubigen und Lausanne.
- Kulturfabrik Kofmehl - Konzertseite, Termin, Türöffnung, Altersbeschränkung, Zahlungsmethode und Informationen zur Anreise.
- Kulturfabrik Kofmehl - technische Spezifikationen der Halle und Angabe zur Kapazität.
- Recording Academy / GRAMMY - Auszeichnung für den Song "Woman" in der Kategorie Beste Hardrock-Darbietung.
- V2 Records - Kontext zu den Alben "Rock'n'Roll Baby" und "Rock Out" sowie ihren physischen Veröffentlichungen.
- Setlist.fm - jüngste Setlists der Tournee 2026, darunter München und weitere europäische Auftritte.
- Tough Magazine, Frontstage Magazine und Rockportaal - Konzertberichte aus Erlangen, Düsseldorf und London während der Tournee 2026.
- Solothurn Tourismus - Informationen über die Kulturfabrik Kofmehl, die historische Altstadt und den städtischen Kontext.
- SBB - Informationen über den Hauptbahnhof Solothurn und die P+Rail-Infrastruktur.