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Hotel für Arbeit auf Reisen wählen: WLAN, ruhiges Zimmer und wirklich nutzbarer Arbeitsplatz

Ein Hotelzimmer mit Arbeitsecke ist nicht automatisch für konzentriertes Arbeiten geeignet. Vor der Buchung sollte man WLAN im Zimmer, Tischgröße, Stuhl, Licht, Lärm vom Flur und die Möglichkeit eines ruhigeren Zimmers prüfen

· 14 Min. Lesezeit

Wenn die „Arbeitsecke“ im Hotel nicht ausreicht: Woran man ein Zimmer erkennt, in dem man wirklich arbeiten kann

Hotelzimmer werden immer häufiger nicht nur als Orte zum Ausruhen verkauft, sondern auch als vorübergehende Büros. Deshalb werden auf Fotos neben dem Bett, dem Blick aus dem Fenster und dem Badezimmer immer häufiger auch der Schreibtisch, der Stuhl, Steckdosen und das Versprechen eines schnellen Internets hervorgehoben. Für Reisende, die während ihres Aufenthalts einen Videoanruf führen, einen Bericht schreiben, Dokumente bearbeiten oder mehrere Stunden konzentriert arbeiten müssen, können solche Details entscheidend sein. Das Problem besteht darin, dass der Ausdruck „Arbeitsecke“ in einer Hotelbeschreibung nicht immer einen funktionalen Arbeitsplatz bedeutet. Manchmal handelt es sich lediglich um einen schmalen Konsolentisch, einen dekorativen Stuhl, schwache Beleuchtung, einen lauten Flur und ein Wi-Fi-Signal, das in der Ausstattungsliste gut aussieht, aber versagt, sobald eine Videokonferenz beginnt.

Nach Angaben der Global Business Travel Association werden Geschäftsreisen weiterhin als wichtiger Teil der wirtschaftlichen Aktivität betrachtet, und in ihrem Bericht für 2025 gibt die Organisation an, dass ihr Business Travel Index 72 Länder und 44 Branchen umfasst. Gleichzeitig erkennen Hotelketten und Buchungsplattformen zunehmend, dass ein Teil der Gäste nicht nur eine Übernachtung sucht, sondern auch Bedingungen zum Arbeiten. Hilton hebt beispielsweise im Angebot für die Tagesnutzung von Zimmern WorkSpaces einen geräumigen Schreibtisch, einen ergonomischen Stuhl und Wi-Fi hervor, was zeigt, dass das Arbeiten aus dem Hotelzimmer zu einem Marktsegment geworden ist, das wichtig genug ist, um dafür eigene Produkte zu entwickeln. Dennoch sind solche Dienstleistungen nicht in allen Häusern Standard, und der Unterschied zwischen einem gut ausgestatteten Zimmer und einer Marketingformulierung zeigt sich oft erst nach dem Einchecken.

Fotos zeigen häufig den Raum, aber nicht die Arbeitsbedingungen

Bei der Buchung einer Unterkunft spielen Fotos eine große Rolle, doch sie zeigen selten das, was für mehrere Stunden Arbeit wichtig ist. Ein Weitwinkelobjektiv kann einen Schreibtisch größer wirken lassen, als er ist, und ein ordentlich platzierter Laptop auf einem Werbebild sagt nichts über die Höhe des Tisches, die Qualität des Stuhls, die Lage der Steckdosen oder die Stärke der Beleuchtung aus. Wenn auf dem Foto nur ein kleiner runder Tisch neben einem Sessel zu sehen ist, reicht das oft für einen Kaffee oder ein kurzes Durchsehen der E-Mails, aber nicht für ernsthafte Arbeit am Laptop. Besonders problematisch ist es, wenn die einzige Arbeitsfläche so platziert ist, dass man Laptop, Notizbuch und Ladegerät nicht daraufstellen kann, ohne ständig Dinge umzuräumen.

Ein zusätzliches Risiko ist die Beleuchtung. Hotelzimmer sind häufig zur Entspannung gestaltet, mit warmem und gedämpftem Licht, nicht zum Lesen von Dokumenten oder Arbeiten am Bildschirm. Der Schreibtisch kann auf dem Foto gut aussehen, aber wenn er sich in einer dunklen Ecke befindet, ohne Schreibtischlampe oder neben Licht, das Spiegelungen auf dem Bildschirm erzeugt, wird die Arbeit anstrengend. Für Videoanrufe ist auch die Position des Lichts wichtig: Wenn das Fenster hinter dem Rücken liegt, ist das Gesicht im Schatten, und wenn sich die einzige Lichtquelle über dem Bett befindet, kann der Bildausschnitt unprofessionell wirken. Solche Details sind keine Kleinigkeiten für diejenigen, die aus dem Zimmer an einer Besprechung teilnehmen oder mit sensiblen Dokumenten arbeiten müssen.

Vor der Buchung sollte man daher mehr als nur ein Werbefoto betrachten. Es ist sinnvoll zu prüfen, ob die Fotos das tatsächliche Zimmer der ausgewählten Kategorie zeigen oder nur ein repräsentatives Beispiel. Wenn ein Hotel mehrere Zimmertypen anbietet, kann ein Schreibtisch in einer teureren Kategorie vorhanden sein, aber nicht im Standardzimmer. Besonders sollte man auf Beschreibungen wie „desk“, „work desk“, „laptop-friendly workspace“ oder „ergonomic chair“ achten, aber auch auf Fotos, die bestätigen, dass diese Beschreibung nicht nur ein allgemeiner Zusatz ist. Wenn die Arbeit nicht verschoben werden kann, ist es vernünftig, dem Hotel vor der Buchung eine kurze Anfrage zu senden und eine Bestätigung zu verlangen, dass die konkrete Zimmerkategorie über einen Arbeitstisch, einen bequemen Stuhl und eine Steckdose in der Nähe verfügt.

Internet ist nicht nur eine Frage der Bezeichnung „kostenloses Wi-Fi“

Kostenloses Wi-Fi ist heute eine übliche Hotelausstattung, doch diese Bezeichnung allein sagt nicht genug aus. Für das Versenden von E-Mails oder das Surfen im Web kann auch ein bescheideneres Signal ausreichen, aber Videoanrufe, Bildschirmfreigaben, Arbeit in der Cloud und die Übertragung größerer Dateien erfordern eine stabilere Verbindung. Die Federal Communications Commission weist in ihrem Leitfaden für Breitbandinternet darauf hin, dass der Bedarf von der Anzahl der Geräte und der Anspruchsintensität der Aktivitäten abhängt, und zu den anspruchsvolleren Aktivitäten zählen auch Fernarbeit und Videokonferenzen. Microsoft warnt in der technischen Dokumentation für Teams, dass Probleme wie unterbrochene Anrufe, Roboterstimmen, Störgeräusche und langsames Arbeiten mit unzureichender Bandbreite, Verzögerung, Paketverlust oder Netzwerkeinschränkungen zusammenhängen können.

Für den Gast bedeutet das, dass es nicht reicht zu fragen, ob das Hotel Internet hat. Wichtiger ist die Frage, ob es in den Zimmern ein stabiles Signal gibt, ob das Netzwerk im gesamten Objekt gleich ist, ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung besteht, ob ein schnelleres Paket kostenpflichtig ist und ob eine kabelgebundene Verbindung oder ein Zimmer näher an einem Zugangspunkt möglich ist. In der Praxis kommt es vor, dass Wi-Fi in der Lobby sehr gut ist, aber an den Enden der Flure, in höheren Etagen oder in Zimmern mit dickeren Wänden schwach ist. Wenn das Hotel in einem älteren Gebäude untergebracht ist, kann das Signal von Zimmer zu Zimmer variieren. Für einen Arbeitsaufenthalt ist es daher sinnvoll, ein Zimmer in dem Teil des Hauses zu verlangen, in dem die Abdeckung nachweislich gut ist, insbesondere wenn Videoanrufe zu einer genau festgelegten Zeit geplant sind.

Bewertungen anderer Gäste können helfen, sollten aber selektiv gelesen werden. Ein Kommentar, dass „das Internet gut war“, bedeutet nicht viel, wenn der Gast keine Videoanrufe geführt oder größere Dateien verschickt hat. Viel hilfreicher sind Bewertungen, die konkrete Situationen erwähnen: Fernarbeit, Online-Besprechungen, Stabilität der Verbindung im Zimmer, Upload-Geschwindigkeit und Unterbrechungen. Die Europäische Kommission begrüßte 2025 den Verhaltenskodex für Online-Bewertungen und Rezensionen touristischer Unterkünfte und betonte die Notwendigkeit zuverlässigerer und transparenterer Bewertungen sowie die Unterscheidung tatsächlicher Gästeerfahrungen von sonstigen Kommentaren. Das ist auch für die Einschätzung der Arbeitsbedingungen wichtig, denn gerade aus detaillierten und überprüfbaren Erfahrungen zeigt sich meist der Unterschied zwischen formal verfügbarem Internet und einer Verbindung, auf die man sich verlassen kann.

Lärm ist oft entscheidend und in der Zimmerbeschreibung selten sichtbar

Ruhe ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Arbeit, lässt sich aber vor der Ankunft am schwersten beurteilen. Ein Hotelzimmer kann einen guten Schreibtisch und solides Internet haben und dennoch für konzentriertes Arbeiten unbrauchbar sein, wenn es neben dem Aufzug, dem Eisautomaten, Servicetüren, einer Bar, der Lüftungsanlage oder einer stark befahrenen Straße liegt. Lärm vom Flur ist besonders häufig in Hotels mit hohem Gästewechsel, späten Ankünften und frühen Abreisen. Für jemanden, der im Zimmer nur schläft, kann das akzeptabel sein, aber für eine Person, die ein Gespräch mit einem Kunden führt oder einen komplexen Text schreibt, wird eine solche Umgebung schnell zum Problem.

Bei der Buchung lohnt es sich daher, die Lage des Zimmers zu prüfen, nicht nur die Ausstattung. Es ist gut, ein Zimmer abseits von Aufzug, Treppenhaus, Serviceräumen und Veranstaltungsflächen zu verlangen. Wenn das Hotel ein Restaurant, einen Club, Konferenzräume oder eine Terrasse hat, sollte geprüft werden, ob sich Zimmer über oder neben diesen Bereichen befinden. In Stadthotels ist es sinnvoll zu fragen, ob es Zimmer zum Innenhof oder zur ruhigeren Gebäudeseite gibt. In Objekten an Flughäfen oder stark befahrenen Straßen ist die Schalldämmung der Fenster wichtig, und in Apartment- und Boutique-Hotels kann die Raumaufteilung entscheidend sein, weil Rezeption, Café oder Gemeinschaftsbereich manchmal denselben Flur mit den Gästen teilen.

Schreibtisch, Stuhl und Steckdosen sollten als grundlegende Infrastruktur geprüft werden

Wenn es um das Arbeiten aus dem Hotelzimmer geht, ist der Tisch nur der Anfang. Die Höhe der Arbeitsfläche, die Tiefe des Schreibtisches, die Stabilität des Stuhls und die Lage der Steckdosen beeinflussen unmittelbar, ob man länger als eine halbe Stunde arbeiten kann. Ein Stuhl, der auf dem Foto gut aussieht, kann zu niedrig, zu hart oder ohne Rückenlehne sein, die normales Sitzen ermöglicht. Dekorative Sessel und Hocker sind kein Ersatz für einen Arbeitsstuhl. Wenn der Gast mit dem Laptop auf dem Schoß am Bettrand sitzen muss, ist das Zimmer nicht arbeitsfunktional, unabhängig davon, dass in der Beschreibung eine „Arbeitsecke“ steht.

Steckdosen sind genauso wichtig. Ältere Hotels haben oft zu wenige davon, oder sie befinden sich hinter dem Bett, unter dem Tisch oder an schwer zugänglichen Stellen. Für die Arbeit werden gewöhnlich ein Laptop-Ladegerät, ein Mobiltelefon, Kopfhörer, manchmal ein zusätzlicher Monitor, ein Kartenlesegerät oder andere Ausrüstung benötigt. Wenn man ins Ausland reist, sollte man auch die Art der Steckdosen prüfen und einen Adapter mitnehmen, aber auch ein Verlängerungskabel, wenn das Hotel dies erlaubt. USB-Anschlüsse im Zimmer können helfen, doch man sollte sich nicht nur auf sie verlassen, weil sie häufig nicht leistungsstark genug für alle Geräte sind. Das beste Zimmer ist eines, in dem der Laptop geladen werden kann, ohne Kabel quer über den Durchgang zu ziehen und ohne Möbel umzustellen.

Eine praktische Prüfung vor der Buchung kann sehr einfach sein. Man sollte ein Foto des Tisches in voller Breite suchen, prüfen, ob ein Stuhl mit Rückenlehne zu sehen ist, ob es Beleuchtung an der Arbeitsfläche gibt und ob Steckdosen in der Nähe liegen. Wenn diese Details fehlen, kann man dem Hotel eine Frage mit drei konkreten Punkten senden: ob das Zimmer einen richtigen Schreibtisch hat, wie der Stuhl beschaffen ist und ob es eine Steckdose am Tisch gibt. Die Antwort sollte man aufbewahren, besonders bei teureren oder nicht erstattbaren Buchungen. Die Europäische Kommission betont im Zusammenhang mit Unterkunftsplattformen, dass eine klarere Darstellung von Angeboten und Preisen Verbrauchern beim informierten Vergleich hilft, und derselbe Grundsatz gilt auch für Ausstattungsmerkmale, die für einen Arbeitsaufenthalt entscheidend sind.

Hoteleinrichtungen können helfen, sind aber nicht immer ein Ersatz für das Zimmer

Einige Hotels bieten Lobbys mit Arbeitstischen, Business-Center, Coworking-Zonen, Besprechungsräume oder Tagesmiete privater Räume an. Das kann hilfreich sein, wenn das Zimmer nicht ideal ist, doch Verfügbarkeit und Nutzungsregeln sollten geprüft werden. Eine Lobby kann wie ein angenehmer Arbeitsbereich wirken, ist aber oft laut, stark frequentiert und ungeeignet für Gespräche mit vertraulichen Informationen. Ein Business-Center kann Öffnungszeiten, eine begrenzte Anzahl von Plätzen oder zusätzliche Kosten haben. Besprechungsräume werden meistens im Voraus reserviert und sind keine Lösung für einen ungeplanten Videoanruf.

Wichtig ist auch zu prüfen, ob man vor dem Check-in oder nach dem Check-out arbeiten kann. Die Standardzeit für den Zimmerbezug liegt häufig am Nachmittag, und der Check-out am Morgen, was genau dann eine Lücke schaffen kann, wenn der Gast einen ruhigen Raum benötigt. Wenn der Reisende früh ankommt oder spät abreist, sollte er im Voraus fragen, ob ein früherer Check-in, späterer Check-out, eine Tagesmiete des Zimmers oder die Nutzung eines ruhigen Bereichs im Hotel möglich ist. Ohne diese Prüfung kann es leicht passieren, dass der Arbeitstag in der Lobby beginnt, mit Koffern und instabilem öffentlichem Wi-Fi, obwohl das Zimmer formal gebucht ist.

Wie man Bewertungen liest und vor der Buchung die richtigen Fragen stellt

Bewertungen sollten gezielt gelesen werden, nicht nur anhand der Gesamtbewertung. Ein Hotel kann wegen seiner Lage, des Frühstücks, des freundlichen Personals oder des Designs eine hohe Bewertung haben, aber das bedeutet nicht, dass es gut zum Arbeiten ist. Die Suche in Kommentaren nach Begriffen wie Wi-Fi, internet, desk, noise, meeting, call, remote work oder business liefert oft konkretere Antworten als die Durchschnittsbewertung. Besonders nützlich sind neuere Kommentare, weil sich Netzwerk, Objektmanagement und Zustand der Zimmer ändern können. Wenn sich mehrere Gäste über schwaches Signal, Lärm oder unbequeme Stühle beschweren, sollte man das Risiko ernst nehmen.

Man sollte subjektive und überprüfbare Beschwerden unterscheiden. Die Aussage, dass ein Zimmer „klein“ sei, kann von Erwartungen abhängen, aber Aussagen, dass Wi-Fi im Zimmer nicht funktioniert, dass es keinen Tisch gibt, dass man den Aufzug hört oder dass der Arbeitsstuhl eigentlich ein Plastikstuhl ist, geben ein konkreteres Bild. Nützlich ist auch ein Blick auf die Antworten des Hotels auf Bewertungen. Wenn das Hotel auf Anmerkungen zum Internet konkret antwortet, etwa dass das Netzwerk aufgerüstet wurde oder dass Zimmer mit besserer Abdeckung angeboten werden, ist das ein besseres Zeichen als eine allgemeine Entschuldigung. Wenn sich dieselbe Beschwerde monatelang ohne klare Antwort wiederholt, ist das Risiko größer.

Die beste Anfrage an das Hotel ist kurz und präzise. Statt zu fragen „ist das Zimmer gut zum Arbeiten“, ist es besser zu schreiben, dass ein stabiles Wi-Fi im Zimmer für Videoanrufe, ein Schreibtisch mit normalem Stuhl, eine ruhigere Zimmerlage und die Möglichkeit zur Nutzung eines Bereichs vor dem Check-in oder nach dem Check-out benötigt werden. Wenn das Hotel unbestimmt antwortet, zum Beispiel nur, dass „alle Zimmer Wi-Fi haben“, löst das die Frage der Stabilität nicht. Wenn es konkret antwortet, den Zimmertyp, die Arbeitsfläche, die Verfügbarkeit einer ruhigeren Seite und eventuelle Zusatzoptionen nennt, ist die Buchung sicherer. Für wichtige geschäftliche Verpflichtungen ist es sinnvoll, einen flexiblen Tarif in Betracht zu ziehen, weil die Möglichkeit, die Unterkunft zu wechseln, wertvoller sein kann als eine kleine Ersparnis bei einem nicht erstattbaren Preis.

Was nach der Ankunft zu tun ist, wenn das Zimmer nicht zum Arbeiten geeignet ist

Probleme sollten sofort gemeldet werden, nicht erst nach dem Aufenthalt. Wenn Wi-Fi nicht funktioniert, das Zimmer laut ist oder kein Arbeitstisch vorhanden ist, der in der Beschreibung genannt wurde, ist es am besten, die Rezeption zu kontaktieren, sobald das Problem bemerkt wird. Hotels können oft das Zimmer wechseln, eine andere Etage anbieten, Zugang zu einem ruhigeren Bereich ermöglichen oder das Netzwerk prüfen. Je konkreter die Meldung, desto leichter ist es, eine Lösung zu bekommen: Man sollte angeben, dass die Verbindung während eines Videoanrufs abbricht, dass das Signal am Arbeitstisch schwach ist oder dass der Lärm aus einem bestimmten Bereich kommt. Wenn die Arbeitsausstattung vor der Ankunft ausdrücklich bestätigt wurde, ist es sinnvoll, die Nachricht oder die Buchungsbestätigung zu zeigen.

Es ist auch gut, einen Ersatzplan zu haben. Mobiles Internet, ein zusätzliches Datenpaket, Kopfhörer mit besserem Mikrofon, ein kleines Verlängerungskabel und eine tragbare Lampe können einen Teil der Probleme mildern, aber kein völlig nicht funktionales Zimmer ersetzen. Für wichtige Besprechungen ist es klug, im Voraus einen nahegelegenen Coworking-Space, eine Bibliothek, ein Business-Center oder ein anderes Hotel mit Tagesmiete von Räumen zu finden. Ein solcher Plan ist besonders wichtig bei Reisen in Städte, in denen große Veranstaltungen stattfinden, weil es dann schwieriger ist, die Unterkunft im letzten Moment zu wechseln.

Wenn das Hotel das Problem nicht lösen kann und die Buchungsbeschreibung nicht dem tatsächlichen Zustand entsprach, sollte die Situation mit Fotos, einem Screenshot der Internetgeschwindigkeit, Notizen über die Zeiten der Unterbrechungen und der Kommunikation mit der Rezeption dokumentiert werden. Das kann für eine Beschwerde beim Hotel oder bei der Plattform, über die die Unterkunft gebucht wurde, wichtig sein. Die Europäische Kommission hat in Verfahren im Zusammenhang mit Online-Buchungen die Bedeutung einer klareren Darstellung von Angeboten, Preisen und Bedingungen hervorgehoben, damit Verbraucher Unterkünfte auf Grundlage genauer Informationen vergleichen können. Bei Arbeitsausstattungen ist dasselbe praktische Interesse offensichtlich: Der Gast muss wissen, was er tatsächlich bekommt, bevor er ein Zimmer bucht, in dem er arbeiten muss.

Arbeiten aus dem Hotelzimmer erfordert eine andere Art der Buchung

Die Buchung eines Hotels für einen Arbeitsaufenthalt ist nicht dasselbe wie die Buchung eines Hotels für den Urlaub. Lage, Frühstück und Design können weiterhin wichtig sein, reichen aber nicht aus, wenn aus dem Zimmer mehrere Stunden täglich gearbeitet werden muss. Am wichtigsten ist es, vier Dinge im Voraus zu prüfen: stabiles Internet im Zimmer, einen tatsächlichen Schreibtisch und Stuhl, eine ruhige Zimmerlage sowie die Möglichkeit, Probleme zu lösen, wenn die Bedingungen nicht der Beschreibung entsprechen. Fotos und kurze Ausstattungslisten sollten als erste Information verstanden werden, nicht als Beweis dafür, dass das Zimmer zum Arbeiten geeignet ist.

Quellen:
- Global Business Travel Association – Zusammenfassung des Berichts Business Travel Index Outlook 2025 (Link)
- Hilton – Beschreibung des Dienstes WorkSpaces by Hilton (Link)
- Federal Communications Commission – Leitfaden zu Breitbandgeschwindigkeiten (Link)
- Microsoft Learn – Dokumentation zu Netzwerkbedingungen für Microsoft Teams (Link)
- Europäische Kommission – Informationen zur transparenteren Darstellung von Angeboten auf Buchungsplattformen (Link)
- Europäische Kommission, Generaldirektion Mobilität und Verkehr – Mitteilung zum Verhaltenskodex für Online-Bewertungen von Unterkünften (Link)

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