Hapoel Beer Sheva und Sabah FK vor dem Tor zur Ligaphase
Hapoel Beer Sheva und Sabah FK trennt nur noch eine K.-o.-Hürde von einem Platz in der Ligaphase der Champions League. Das Hinspiel der Play-off-Runde bringt den israelischen und den aserbaidschanischen Meister zusammen, zwei Mannschaften, die im Laufe des Sommers bereits mehrere anspruchsvolle europäische Hürden überwunden haben und mit sehr konkreten Ergebnissen im Rücken in die letzte Qualifikationsrunde gehen.
Ein wichtiges Detail für Fans, die eine Reise planen, ist der Austragungsort. Hapoel Beer Sheva wird diese Begegnung nicht im Turner Stadium in Be'er Sheva austragen. Der Verein hat seine europäischen Heimspiele ab der Play-off-Runde nach Bukarest verlegt und wird Sabah FK deshalb im Rapid-Giulești Stadium empfangen. Das Spiel ist für den 19. August angesetzt, während das Rückspiel am 25. August im Tofiq Bahramov Republican Stadium in Baku vorgesehen ist.
Das verändert den klassischen Heimvorteil vollständig. Hapoel wird formal Gastgeber sein, aber nicht die vertraute Umgebung des Turner haben, während Sabah ebenfalls auf einen neutraleren Platz kommt, als ihn die Mannschaft in Israel erwartet hätte. Für die Fans bedeutet das, dass Bukarest zum tatsächlichen Reiseziel dieser Begegnung geworden ist. Tickets für dieses Spiel sind bei den Fans gefragt.
Worum es geht
Die Bedeutung könnte kaum größer sein. Der Sieger des Duells zieht in die Ligaphase der Champions League ein, und beide Mannschaften haben bis zu diesem Punkt bereits einen Weg zurückgelegt, der gezeigt hat, dass sie sowohl zu Hause als auch auswärts Spiele gewinnen können.
Hapoel Beer Sheva eliminierte in der vorherigen Runde FK Crvena Zvezda mit Siegen in beiden Spielen. Die erste Begegnung endete 1:0, und im Rückspiel in Belgrad gewann die Mannschaft von Rán Kozuch mit 2:0. Igor Zlatanović eröffnete in der zweiten Halbzeit nach einer Vorlage von Javon East den Torreigen, anschließend traf East selbst zum 2:0-Endstand. Hapoel setzte sich damit insgesamt mit 3:0 durch, ohne gegen einen Gegner, der vor dem Play-off eine ernsthafte Prüfung darstellte, ein Gegentor zu kassieren.
Sabah erreichte die letzte Runde auf dramatischerem Weg. Nach einer 1:2-Auswärtsniederlage bei Aarhus antwortete die Mannschaft von Valdas Dambrauskas im Rückspiel mit einem 4:0-Sieg in Baku. Das Gesamtergebnis von 5:2 verwandelte eine unangenehme Ausgangslage nach dem ersten Spiel in einen der überzeugendsten Siege von Sabah auf seinem Qualifikationsweg.
Hapoels Weg zum Play-off
Die Ergebnisse der letzten Europapokalspiele zeigen, warum Hapoel mit viel Selbstvertrauen in dieses Duell geht.
- Vikingur Reykjavik - Hapoel Beer Sheva 2:1
- Hapoel Beer Sheva - Vikingur Reykjavik 2:0
- Hapoel Beer Sheva - FK Crvena Zvezda 1:0
- FK Crvena Zvezda - Hapoel Beer Sheva 0:2
Besonders bemerkenswert ist die Art und Weise, wie Hapoel gegen Crvena zvezda spielte. Im ersten Spiel beschrieb der Verein seine Spielweise als intensiv und auf hohem Pressing basierend. Genau dieser Druck führte nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Abwehr zum Treffer von Zahi Ahmad. Hapoel musste später sogar mit einem Spieler weniger auskommen, verteidigte das 1:0 jedoch erfolgreich.
Das Rückspiel lieferte eine noch überzeugendere Bestätigung. Statt sich zurückzuziehen und den knappen Vorsprung zu verteidigen, suchte Hapoel in Belgrad den Moment zum Angriff und fand ihn über Zlatanović und East. Das ist ein wichtiges Signal für Sabah: Der israelische Meister ist keine Mannschaft, die zwingend lange Ballbesitzphasen benötigt, um Gefahr zu erzeugen.
Zlatanović ist der Mittelstürmer, der Hapoel im Strafraum Abschlussstärke verleiht, während East bereits gegen Crvena zvezda gezeigt hat, dass er gleichzeitig Vorbereiter und Vollstrecker sein kann. Zahi Ahmad sorgte im Hinspiel der vorherigen Runde für den Sieg, und ein Mittelfeld mit Spielern wie Kings Kangwa, Eliel Peretz und Lucas Ventura gibt dem Trainer mehrere unterschiedliche Möglichkeiten, die Mannschaftsteile miteinander zu verbinden.
Sabah hat bereits gezeigt, dass es auswärts gewinnen kann
Auch Sabahs Qualifikationsweg bietet Hapoel genügend Stoff zur Warnung. Der aserbaidschanische Meister hat das Play-off nicht allein durch seine Spiele in Baku erreicht.
- Sabah FK - The New Saints 2:0
- The New Saints - Sabah FK 1:2
- Sabah FK - KuPS 1:0
- KuPS - Sabah FK 0:2
- Aarhus - Sabah FK 2:1
- Sabah FK - Aarhus 4:0
In den ersten beiden Qualifikationsduellen gewann Sabah alle vier Spiele. Besonders wichtig ist der 2:0-Auswärtssieg bei KuPS, weil er zeigt, dass die Mannschaft von Dambrauskas auch außerhalb von Baku ein K.-o.-Spiel kontrollieren kann. Gegen Aarhus kassierte sie erstmals eine Niederlage, doch die Reaktion im Rückspiel fiel noch stärker aus.
Im aktuellen Kader von Sabah stehen Kaheem Parris, Aleksey Isaev, Ivan Lepinjica, Umarali Rakhmonaliev, Rodrigo Fernandes, Tymoteusz Puchacz und Akim Zedadka. Parris hat in der diesjährigen Qualifikation bereits getroffen, und die Mischung von Spielern aus unterschiedlichen Fußballschulen gibt Dambrauskas viel Spielraum für Veränderungen während einer Partie.
Ende Juli verlor Sabah Aaron Malouda, der zum Basel wechselte. Der Verein teilte mit, dass Malouda im Trikot von Sabah insgesamt 31 Spiele bestritten und neun Tore erzielt hatte, sodass sein Abgang mitten im Qualifikationssommer eine Veränderung in der offensiven Rotation bedeutete. Dennoch zeigte das 4:0 gegen Aarhus, dass die Mannschaft auch ohne ihn über genügend offensive Lösungen verfügt.
Wo das Spiel entschieden werden könnte
Das interessanteste taktische Duell könnte entstehen, wenn Hapoel Sabahs Spielaufbau aggressiver unter Druck setzt. Gegen Crvena zvezda führte ein solcher Ansatz bereits zu einem Tor. Wenn es Hapoel gelingt, die ersten Passoptionen zuzustellen und Sabah früher zu langen Bällen zu zwingen, könnte der formale Gastgeber die Partie über Raumkontrolle, zweite Bälle und Druck rund um den Strafraum bestimmen.
Sabah kommt allerdings aus einer Qualifikation, in der die Mannschaft gezeigt hat, dass sie nicht das gesamte Spiel dominieren muss, um zu einem Ergebnis zu kommen. Die beiden Auswärtssiege gegen The New Saints und KuPS geben Dambrauskas ein Argument dafür, die Partie in Bukarest nicht unnötig zu öffnen. In einem Duell mit Rückspiel in Baku kann auch ein Ergebnis mit wenigen Toren sehr wertvoll sein.
Für Hapoel wird deshalb Geduld wichtig sein. Wenn zu früh eine große Zahl von Spielern nach vorne geschoben wird, könnte das Sabahs schnelleren Spielern Räume hinter dem Ball eröffnen. Findet der israelische Meister andererseits ein frühes Tor, wird der Gast gezwungen sein, offener zu spielen, als ihm möglicherweise lieb ist.
Zlatanović und East sind derzeit besonders wichtig, weil sie gemeinsam das Rückspiel der vorherigen Runde unmittelbar entschieden haben. Sabah muss nicht nur auf klassische Zuspiele zum Mittelstürmer achten, sondern auch auf die Bewegungen um ihn herum. Easts Vorlage für Zlatanović und anschließend sein eigener Treffer in Belgrad sind ein gutes Beispiel dafür, wie gefährlich Hapoel werden kann, wenn die Offensivspieler während eines Angriffs ihre Rollen tauschen.
Ausfälle könnten Hapoels Abwehr beeinflussen
Nach aktuellen Daten von FotMob hat Hapoel Beer Sheva vor dem Spiel mehrere gesundheitliche Probleme. Djibril Diop wird mit einer Oberschenkelverletzung geführt, Pedro Amador mit einer Achillessehnenverletzung und João Victor mit einer Verletzung der hinteren Oberschenkelmuskulatur. Bei Sabah sind in derselben Übersicht derzeit keine nicht verfügbaren Spieler aufgeführt.
Das ist besonders wichtig, weil das Play-off in eine dicht gedrängte Spielplanung fällt. Hapoel hat am 15. August ein Heimspiel in der Liga gegen Hapoel Haifa, während Sabah am selben Tag gegen Kəpəz spielt. Die Trainer müssen daher zwischen dem nationalen Wettbewerb und einem Spiel abwägen, das nur wenige Tage später über den gesamten europäischen Herbst entscheiden kann.
Es ist nicht bestätigt, dass jeder der aufgeführten Ausfälle von Hapoel definitiv auch am Spieltag gelten wird, weshalb die endgültigen Aufstellungen erst nach den letzten Informationen der Vereine beurteilt werden sollten.
Keine direkte Vergangenheit als Orientierung
Die verfügbaren Datenbanken zeigen kein vorheriges direktes Duell zwischen Hapoel Beer Sheva und Sabah FK. Das bedeutet, dass die Trainer kein aktuelles H2H-Muster haben, auf das sie sich stützen können. Die Analyse wird stärker darauf basieren, wie beide Mannschaften die vorherigen Runden bewältigt haben, als auf der Geschichte dieses konkreten Duells.
Hapoels Serie gegen Crvena zvezda zeigt eine sehr stabile Defensivstruktur und die Fähigkeit, Fehler zu bestrafen. Sabahs Serie gegen Aarhus zeigt etwas anderes - die Fähigkeit, ein komplettes Duell innerhalb kurzer Zeit zu drehen. Genau deshalb wird das Ergebnis des Hinspiels nicht zwingend klar bestimmen, wer am Ende weiterkommt. Sabah hat bereits in diesem Sommer gezeigt, wie stark sich das Bild zwischen zwei Abenden verändern kann.
Rapid-Giulești Stadium verändert den Charakter des Heimspiels
Das Rapid-Giulești Stadium befindet sich an der Adresse Calea Giulești 18 in Bukarest. Quellen zur rumänischen Meisterschaft geben eine Kapazität von ungefähr 14.000 Plätzen an. Es handelt sich um eine kompakte Fußballarena mit Tribünen nahe am Spielfeld, doch Hapoel wird dort nicht über die gewohnte Routine aus der eigenen Stadt verfügen.
Für den israelischen Verein ist Bukarest ab der Play-off-Runde das neue europäische Zuhause. Frühere Heimspiele der Qualifikation wurden im Haladás Sportkomplexum im ungarischen Szombathely ausgetragen. Der Umzug nach Rumänien bedeutet, dass sich die Mannschaft erneut an operative Abläufe, den Platz, die Umkleideräume und die Anreise zum Stadion anpassen muss.
Auch aus Sicht der Fans ist die Situation ungewöhnlich. Statt nach Beer Sheva zu reisen, fahren praktisch beide Fangruppen in ein drittes Land. Dadurch kann sich die Verteilung des Publikums von einem normalen europäischen Heimspiel unterscheiden. Plätze auf den Tribünen verschwinden schnell, wenn ein Spiel über den Einzug in die Ligaphase entscheidet, weshalb es sinnvoll ist, die Reiseplanung gemeinsam mit dem Ticket zu organisieren.
Anreise zum Stadion
Für Besucher, die nach Bukarest kommen, sind einige konkrete Informationen nützlich:
- Die Adresse der Arena lautet Calea Giulești 18, București.
- Die Kapazität beträgt ungefähr 14.000 Zuschauer.
- In der Nähe des Stadions verkehren die Straßenbahnlinien 41 und 44.
- Auch die Buslinien 178 und N110 bedienen das Gebiet Giulești.
- Die Metrolinie M1 kann als Teil der Anreise aus anderen Stadtteilen genutzt werden.
Bei größeren Spielen in Giulești verlängert der öffentliche Nahverkehr gelegentlich den Betrieb einzelner Linien nach Spielende, doch eine solche Änderung sollte nicht im Voraus vorausgesetzt werden. Es lohnt sich, den Fahrplan des öffentlichen Verkehrs am Spieltag selbst zu überprüfen.
Die Anreise mit dem Auto ist möglich, doch das Stadion liegt in einem dicht bebauten Stadtgebiet, und die Verfügbarkeit von Parkplätzen kann am Tag einer großen Veranstaltung begrenzt sein. Deshalb ist der öffentliche Nahverkehr für Besucher, die Bukarest nicht kennen, die sicherere Option.
Die Öffnungszeit der Eingänge für dieses Spiel wurde in den geprüften Quellen bislang nicht öffentlich bestätigt. Für Fans ist es daher praktischer, eine frühere Ankunft im Stadiongebiet einzuplanen, anstatt sich auf eine genaue Einlasszeit zu verlassen, die noch nicht veröffentlicht wurde.
Bukarest als Gastgeber für Fans aus mehreren Ländern
Bukarest ist ein großes Verkehrszentrum Südosteuropas, und das Spiel in Giulești schafft ein völlig anderes Reiseprofil als eine Begegnung in Beer Sheva oder Baku. Die Fans von Hapoel reisen für ein Spiel ihres eigenen Vereins ins Ausland, auch die Anhänger von Sabah verlassen ihr Land, und gleichzeitig ist das Stadion die Heimstätte von Rapid București.
Giulești liegt westlich des Zentrums von Bukarest und ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Für Besucher, die den Verkehr rund um das Stadion vermeiden möchten, ist es sinnvoll, ausreichend Zeit zwischen der Ankunft in der Stadt und dem Spielbeginn einzuplanen. Nach großen Fußballspielen entsteht der größte Andrang gewöhnlich genau auf den Verkehrswegen unmittelbar rund um die Arena.
Die Atmosphäre dürfte deshalb auch ohne klassische Heimumgebung interessant sein. Hapoels Fans haben die Mannschaft bereits zu europäischen Auswärtsspielen begleitet, darunter rund 300 Anhänger, die der Verein nach dem Sieg in Belgrad erwähnte. Sabah wiederum kommt aus einer Qualifikationskampagne, die in Baku ein 4:0 und großes Interesse rund um den Verein hervorgebracht hat.
Eine Form, die wenig Raum für Fehler lässt
Hapoel erzielte in den letzten beiden Spielen gegen Crvena zvezda drei Tore und kassierte keines. Sabah erzielte allein im Rückspiel gegen Aarhus vier Treffer. Diese Zahlen garantieren kein offenes Spiel, zeigen aber, dass beide Mannschaften nach ihren besten Ergebnissen unter dem größten Druck in das Play-off gehen.
Für Hapoel wird entscheidend sein, die Intensität aus der vorherigen Runde auf das neue Stadion zu übertragen und dabei die defensive Disziplin nicht zu verlieren. Für Sabah besteht die Priorität darin, Phasen des Drucks des Gastgebers zu überstehen und das Duell in einem Zustand zu halten, in dem das Rückspiel in Baku seine volle Bedeutung behält.
Auch die Reaktion nach dem ersten Tor wird wichtig sein. Hapoel zeigte gegen Crvena zvezda, dass es einen Vorsprung verteidigen kann, selbst wenn die Umstände des Spiels schwieriger werden. Sabah zeigte gegen Aarhus, dass ein Rückstand aus dem Hinspiel die Mannschaft nicht aus dem Gleichgewicht bringen muss. Das sind zwei unterschiedliche Arten von Erfahrung, die nun in derselben K.-o.-Runde aufeinandertreffen.
Für Fans, die nach Bukarest kommen, ist dies eine Begegnung mit klarer sportlicher Bedeutung und nicht nur ein weiterer Qualifikationsabend. Eine Mannschaft zieht nach dem Rückspiel in die Ligaphase ein, während die andere dieses Ziel nach einem ganzen Sommerweg verfehlt. Es lohnt sich, Tickets rechtzeitig zu sichern und vor der Reise den Termin, die Einlassbestimmungen und die Verkehrsinformationen für das Rapid-Giulești Stadium erneut zu überprüfen.
Quellen:
- Hapoel Beer Sheva FC - Berichte über die Siege gegen FK Crvena Zvezda, Trainer Rán Kozuch, den Kader und die Verlegung der europäischen Heimspiele nach Bukarest.
- Sabah FC - Spielplan, Ergebnisse gegen The New Saints, KuPS und Aarhus, aktueller Kader sowie Angaben zu Trainer Valdas Dambrauskas und dem Transfer von Aaron Malouda.
- Report.az - Bestätigung des Austragungsortes des Hinspiels in Bukarest sowie des Ortes und Termins des Rückspiels in Baku.
- FotMob - aktuelle Form der Mannschaften, Liste der verletzten Hapoel-Spieler, H2H-Daten und Informationen über das Rapid-Giulești Stadium.
- LPF2 Romania - Adresse und Kapazität des Stadions in Giulești.
- București FM und Moovit - öffentlicher Nahverkehr im Stadiongebiet und Linien, die Besucher in Giulești bedienen.