Planst du einen Fußballbesuch in Hartberg? TSV Hartberg und Sturm Graz treffen am 8. August 2026 in der österreichischen Bundesliga in der Profertil Arena Hartberg aufeinander. Informiere dich über Form, Taktik und Anreise und plane rechtzeitig den Kauf deiner Tickets
TSV Hartberg - Sturm Graz: Leitfaden zum steirischen Duell in der Profertil Arena
TSV Hartberg und Sturm Graz treffen am 8. August 2026 in der zweiten Runde der österreichischen Bundesliga aufeinander, beim ersten Heimauftritt Hartbergs in der neuen Ligasaison. Der Anpfiff ist für 19:30 Uhr in der Profertil Arena Hartberg am Otto-Gerlitz-Platz 2 angesetzt. Die Begegnung findet nur eine Woche nach unterschiedlichen, aber gleichermaßen frustrierenden Ligaauftakten statt: Hartberg verlor in Salzburg durch ein Tor von Karim Konaté in der 89. Minute mit 0:1, während Sturm in Innsbruck gegen WSG Tirol nach einer verspielten Führung 1:1 spielte.
Nach dem samstäglichen Teil der ersten Runde hat Sturm einen Punkt, während Hartberg noch ohne Punkt ist. Der Gastgeber möchte eine zweite Niederlage vermeiden, während der Vizemeister der vergangenen Saison nicht mit einem zweiten Unentschieden starten will.
Die Eintrittskarten für diese Begegnung sind bei den Fans sehr gefragt. Hartberg füllte beim vorherigen Heimspiel gegen Sturm Graz im November 2025 alle 5.085 Plätze, und auch dieser Termin verbindet eine lokale Rivalität, eine kurze Anreise für die Gästefans und Hartbergs ersten Ligaheimauftritt der Saison.
Was sie in der ersten Runde gezeigt haben
Hartberg tat gegen Salzburg lange Zeit genau das, was die Mannschaft auch gegen Sturm benötigen wird: Sie machte das Zentrum dicht, verteidigte den Strafraum mit vielen Spielern und versuchte, den Raum hinter der hoch stehenden Abwehr anzugreifen. Salzburg hatte 73,1 Prozent Ballbesitz, 36 Abschlüsse und 19 Eckbälle, doch nur sieben Schüsse gingen auf das Tor. Ármin Pécsi wehrte sechs davon ab, und Hartberg hielt bis zur 89. Minute das 0:0, ehe Konaté eine Flanke von Dominik Schmid per Kopf verwertete.
Fünf Abschlüsse insgesamt und nur ein Schuss auf das Tor lassen zu wenig Spielraum für Fehler. Gegen Sturm muss die Mannschaft von Markus Schopp kompakt bleiben, nach Ballgewinnen jedoch die Flügelspieler und Angreifer schneller einbeziehen.
Szymon Włodarczyk brachte Sturm in der 29. Minute in Führung, nachdem Jon Gorenc Stanković Emran Soglo mit einem langen Pass gefunden hatte und dieser einen flachen Ball vor das leere Tor spielte. Michael Olakigbe glich in der 42. Minute aus, indem er den Raum zum Eindringen in den Strafraum nutzte und ins lange Eck schoss. Sturm übte nach der Pause Druck aus, fand jedoch keinen zweiten Treffer. Hartberg kann daher darauf setzen, dass eine disziplinierte Linie und Druck auf den Passgeber die Läufe der Gäste hinter die Abwehr verlangsamen können.
Sturm kommt in einem dichten Spielplan
Die Mannschaft von Fabio Ingolitsch reist zwischen zwei Europapokalspielen gegen Fenerbahçe nach Hartberg. Das Hinspiel ist für den 5. August in Istanbul angesetzt, das Rückspiel findet am 11. August in Graz statt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sturm mit einer Reservemannschaft antreten wird, erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit von Rotation und einer gezielten Steuerung der Einsatzminuten.
Vor dem Unentschieden in der Liga hatte Sturm drei Pflichtspielsiege in Folge ohne Gegentor gefeiert. Im Pokal besiegte die Mannschaft Seekirchen mit 3:0 und anschließend Heart of Midlothian mit 4:0 und 2:0. Simon Seidl und Emran Soglo trafen im Rückspiel in Edinburgh, während Soglo danach auch Włodarczyk gegen WSG eine Vorlage gab. Diese Serie zeigt, wie viel Sturm über die linke Seite erreichen kann, wo Soglo Breite, Geschwindigkeit und Läufe in die Abschlusszone miteinander verbindet.
Ingolitsch setzte in der ersten Runde auf eine Dreierkette und sehr aktive Außenspieler. Mit dem Ball verbreiterte sich die Struktur zu einem 3-4-3, während sie sich ohne Ball zu einem kompakteren Block zusammenzog.
Die wichtigste personelle Einschränkung von Sturm ist bereits bekannt: Angreifer Amady Camara steht wegen einer Muskelverletzung mehrere Wochen nicht zur Verfügung. Sein Ausfall erhöht zusätzlich die Bedeutung von Włodarczyk, Seedy Jatta und den weiteren Angriffsoptionen in einer Phase mit Spielen im Abstand von drei oder vier Tagen.
Sturms Schlüsselspieler
- Szymon Włodarczyk - erzielte Sturms erstes Ligator der Saison und greift ständig den Raum zwischen den Innenverteidigern an.
- Emran Soglo - Torschütze in Edinburgh und Vorlagengeber in Innsbruck, wichtig für die Breite und den letzten Pass von der linken Seite.
- Simon Seidl - hatte in der ersten Runde die meisten Abschlüsse für Sturm und kann sowohl aus dem Halbraum als auch mit Läufen aus der Tiefe angreifen.
- Jon Gorenc Stanković - Kapitän und Organisator, wichtig beim ersten Pass und mit langen Bällen, die Linien überspielen.
- Albert Vallci - erfahrener Verteidiger, der im letzten direkten Duell in diesem Stadion traf.
Hartberg sucht unter Schopp nach mehr Gefahr nach vorne
Markus Schopp kehrte im Mai 2026 nach Hartberg zurück und führt erneut eine Mannschaft, die er gut kennt. Der Kader wurde im Sommer auf mehreren Positionen verändert. Zu den neuen Namen gehören Torhüter Ármin Pécsi, Magnus Dalpiaz, Florian Gerstl, Agustín Urrutia, Angelo Gattermayer und Oliver Lukic, während Nikolaus Feldhofer und Matthias Postl aus dem Vereinssystem hochgezogen wurden.
In Salzburg wurden Pazourek und Gattermayer zur Halbzeit eingewechselt, später folgten Urrutia, Feldhofer und Drew. Diese Spieler geben Schopp die Möglichkeit, während des Spiels Geschwindigkeit und Geradlinigkeit zu erhöhen.
Gattermayer und Drew sorgen für mehr Direktheit, Pazourek für Vorstöße über die Seite und Urrutia für Präsenz im Angriff. Ein Heimspiel verlangt mehr als bloßes Überleben ohne Ball.
Lukas Fridrikas wird nicht Teil dieses Plans sein. Der kreative Angreifer erholt sich von einer Kreuzbandoperation, und der Verein hat seinen Ausfall als langfristig bezeichnet. Dadurch fehlt Hartberg der Spieler, der im letzten direkten Duell per Strafstoß traf. Ohne ihn geht ein größerer Teil der Verantwortung für die Verbindung zwischen Mittelfeld und Angriff auf Kainz, Hoffmann, Gattermayer, Drew und Urrutia über.
Was Hartberg besser machen muss
- Nach Ballgewinnen schneller nach vorne spielen, anstatt sofort wieder unter eine neue Druckwelle zu geraten.
- Die Zahl unnötiger defensiver Standardsituationen verringern, nach denen Sturm seine Innenverteidiger in den Strafraum schicken kann.
- Soglo dazu zwingen, mehr zu verteidigen als anzugreifen, indem der Raum hinter seiner Ausgangsposition genutzt wird.
- Den ersten langen Ball besser behaupten, damit das Mittelfeld Zeit hat, sich in den Angriff einzuschalten.
- Mögliche Veränderungen in Sturms Aufstellung nach dem europäischen Auswärtsspiel in Istanbul ausnutzen.
Der direkte Vergleich macht Sturm Graz zum Favoriten
Seit der Saison 1974/75 haben die Vereine 22 Ligaspiele gegeneinander bestritten. Sturm hat 13 Siege, Hartberg vier, und fünf Begegnungen endeten ohne Sieger. Das gesamte Torverhältnis lautet 36:24 für Sturm.
Das letzte Duell fand am 10. Mai 2026 in der Profertil Arena statt. Sturm gewann vor 4.955 Zuschauern mit 4:2. Albert Vallci traf bereits in der zweiten Minute, Hartberg glich durch Luca Pazourek aus, und ein Eigentor von Benjamin Markuš sowie ein Treffer von Otar Kiteishvili brachten die Gäste nach 25 Minuten mit 3:1 in Führung. Lukas Fridrikas verkürzte per Strafstoß, ehe Luca Weinhandl den Endstand herstellte.
Das vorherige Duell in Graz endete jedoch 0:0. Hartberg zeigte damit, dass die Mannschaft Sturm verlangsamen kann, wenn sie kompakt bleibt und ein frühes Gegentor vermeidet. Gerade der Beginn der Partie ist entscheidend: Im Mai traf Sturm in Hartberg dreimal in den ersten 25 Minuten, sodass der Gastgeber den Rest des Abends damit verbrachte, den Schaden aufzuholen.
Der historische Vergleich und die Breite des Kaders drängen Sturm in die Favoritenrolle, doch der dichte Spielplan der Gäste und Hartbergs tiefer Block können die Partie unangenehm machen. Bei solchen regionalen Duellen verschwinden die Plätze auf den Tribünen schnell.
Taktische Details, die das Spiel entscheiden können
Das erste Duell wird Hartbergs rechte Seite gegen Soglo sein. Wenn der Gastgeber Sturms linkem Außenspieler erlaubt, den Ball ohne Druck anzunehmen, können die Gäste den Spielzug aus der ersten Runde wiederholen: ein langer Pass hinter die Mittelfeldlinie, Soglos Lauf in den Raum und ein flacher Ball zum Angreifer. Hartberg muss deshalb den Passgeber zustellen und gleichzeitig darauf achten, dass der Außenverteidiger in einer Zwei-gegen-eins-Situation nicht allein bleibt.
Das zweite Detail ist der Kampf um den zweiten Ball. Sturm schickt häufig einen Angreifer in Richtung der letzten Linie, während Seidl, Hödl und Fosso die Abpraller attackieren. Hartbergs Mittelfeld darf nicht zu tief neben den Innenverteidigern bleiben, da die Gäste sonst wiederholte Angriffe rund um den Strafraum erhalten würden.
Das dritte Detail ist Sturms Absicherung bei Umschaltsituationen. Hartbergs beste Chance könnte nach einem Ballverlust eines hoch stehenden Außenspielers entstehen, besonders wenn Gattermayer, Drew oder Pazourek Raum für einen vertikalen Vorstoß bekommen. Sturm verfügt über Qualität auf der Bank, trägt aber auch eine europäische Belastung. Daher könnte ein enges Spiel bis in die letzte halbe Stunde dem Gastgeber entgegenkommen.
Profertil Arena Hartberg und die Atmosphäre am Spielfeld
Die Profertil Arena Hartberg fasst 5.085 Zuschauer, darunter 3.000 überdachte Sitzplätze. Drei Tribünen sind überdacht, und das Stadion wurde 2025 umfassend erneuert: Eine neue Südtribüne wurde gebaut, die Haupttribüne erweitert, die Osttribüne renoviert und hinter der Südseite ein neuer Zuschauerbereich eröffnet.
Aufgrund der geringen Kapazität liegen die Tribünen nahe am Spielfeld, wodurch sich der Lärm schnell auf den Rasen überträgt. Das ist besonders sichtbar, wenn Sturm zu Gast ist, dessen Fans eine relativ kurze Anreise aus Graz haben. Erwartet wird eine geteilte, laute Atmosphäre mit blau-weißen Heimbereichen und starker Unterstützung der Gäste.
Für die Fans ist es wichtig, eine frühere Ankunft einzuplanen. Wegen des erwarteten Verkehrs hat der Verein empfohlen, sich rechtzeitig dem Stadion zu nähern.
Anreise, Parken und Eingänge
- Die Adresse des Stadions lautet Otto-Gerlitz-Platz 2, Hartberg.
- Die Außenkassen öffnen am Spieltag um 17:30 Uhr, sofern noch Eintrittskarten verfügbar sind.
- Die Eingänge öffnen um 18:00 Uhr, also 90 Minuten vor dem Anpfiff.
- Empfohlene Parkmöglichkeiten sind das Gebiet rund um die Hartberghalle, die Erlengasse, der Bereich beim Bahnhof, die Ressavarstraße und die städtische Garage im Zentrum.
- Von den genannten Parkplätzen sind es nur wenige Gehminuten bis zum Stadion, wegen des Andrangs sollte jedoch mit einer langsameren Zufahrt zur Stadt und zu den Eingängen gerechnet werden.
Hartberg ist eine kleine Stadt in der Oststeiermark, und das Stadion liegt nahe dem Zentrum. Besucher, die von außerhalb Österreichs anreisen, sollten die abendlichen Rückverbindungen über Graz oder Wien im Voraus prüfen.
Was die Fans auf dem Spielfeld erwarten können
Sturm wird wahrscheinlich versuchen, den Ballbesitz zu übernehmen, die Außenspieler nach vorne zu schieben und Hartberg tief zu halten. Der größte Vorteil der Mannschaft ist die größere Anzahl an Spielern, die eine Partie mit einer einzigen Aktion entscheiden können. Włodarczyk greift den Raum im Fünfmeterraum an, Seidl sucht den Abschluss aus der Tiefe, und Soglo kann an der Seitenlinie eine Überzahl schaffen.
Hartberg wird ein anderes Szenario suchen: einen kompakten Block, gewonnene zweite Bälle und schnelle Vorstöße in die Räume hinter Sturms Außenbahnen. Pécsi hat bereits in Salzburg gezeigt, dass er die Mannschaft im Spiel halten kann. Der Gastgeber kann jedoch nicht darauf setzen, dass der Torhüter erneut den ganzen Abend die Folgen der gegnerischen Dominanz korrigiert.
Das erste Tor könnte die Partie vollständig verändern. Geht Sturm früh in Führung, kann die Mannschaft den Rhythmus kontrollieren und Hartberg dazu zwingen, mehr Räume zu öffnen. Hält der Gastgeber dem anfänglichen Druck stand oder erzielt selbst das erste Tor, müssen die Gäste in einer Woche beschleunigen, in der sie zwischen zwei europäischen Spielen zu einem anspruchsvollen Liga-Auswärtsspiel reisen.
Es lohnt sich, die Eintrittskarten rechtzeitig zu sichern und früh genug ins Stadion zu kommen. Die Eingänge öffnen um 18:00 Uhr, und gerade die Zeit vor dem Anpfiff wird zeigen, wie stark der Gästesektor und die Heimtribünen die Stimmung bei Hartbergs erstem Ligaheimauftritt vor den eigenen Fans anheizen werden.
Quellen:
- Österreichische Fußball-Bundesliga - Spielplan der zweiten Runde, erste Tabelle, letzte Aufstellungen, direkter Vergleich und Daten zur Begegnung im Mai 2026.
- TSV Hartberg - Informationen zur Profertil Arena, zur Kapazität und Renovierung, zur Öffnung der Kassen und Eingänge, zum Parken, zum Kader sowie zur Verletzung von Lukas Fridrikas.
- SK Sturm Graz - Berichte aus den europäischen Spielen, Mannschaftskader, Trainer Fabio Ingolitsch und der bestätigte Ausfall von Amady Camara.
- Salzburger Nachrichten und kicker - Berichte und Statistiken zu den Ligaspielen Salzburg - Hartberg sowie WSG Tirol - Sturm Graz.
- ESPN - detaillierte Mannschaftszahlen von Hartbergs Auswärtsspiel in Salzburg.