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Bridgit Mendler dementiert “Once Again...” EP und stoppt Spekulationen über Musik-Comeback im Streaming

Bridgit Mendler stellte klar, dass die überraschende EP “Once Again...” kein autorisiertes Musik-Comeback ist. Nachdem sechs Songs auf ihren Streaming-Profilen erschienen waren, erklärte der ehemalige Disney-Star, die Veröffentlichung stamme nicht von ihr; Spotify entfernte das Projekt. Der Fall zeigt, wie falsch zugeordnete Releases Fans und Kataloge verwirren können

· 9 Min. Lesezeit
Bridgit Mendler dementiert “Once Again...” EP und stoppt Spekulationen über Musik-Comeback im Streaming Karlobag.eu / Illustration

Bridgit Mendler dementierte die überraschende EP: „Once Again...“ ist nicht meine offizielle Rückkehr zur Musik

Bridgit Mendler, die frühere Disney-Schauspielerin und Popsängerin, hat dementiert, dass die plötzlich veröffentlichte EP „Once Again...“ ihre offizielle Rückkehr zur Musik sei. Die Veröffentlichung erschien Anfang Juni auf ihren Profilen bei Streamingdiensten, darunter Spotify und Apple Music, was unter Fans sofort Spekulationen auslöste, dass die Songwriterin hinter „Ready or Not“ und „Hurricane“ nach einer mehrjährigen Veröffentlichungspause auf die Musikszene zurückkehre. Mendler erklärte jedoch in einem Beitrag auf X, dass die Veröffentlichung nicht von ihr stamme und dass das Publikum nicht rätseln müsse, wenn sie sich tatsächlich entscheide, zur Musik zurückzukehren.

Nach Informationen, die Hollywood Life veröffentlichte, war die EP „Once Again...“ auf den Profilen von Bridgit Mendler als neue Veröffentlichung gekennzeichnet und enthielt sechs Songs: „Flowers“, „Cold“, „Mercy“, „Long Run“, „Loyalties“ und „Oxygen“. Da es sich um eine Künstlerin handelt, deren Musikkatalog seit Jahren nicht wesentlich durch neue Solo-Veröffentlichungen erweitert wurde, genügte allein das Erscheinen der EP, um in sozialen Netzwerken großes Interesse auszulösen. Ein Teil der Fans deutete die Veröffentlichung als Ende der musikalischen Pause, doch Mendler stoppte solche Deutungen schnell.

Die Veröffentlichung löste Spekulationen aus, Mendler stoppte sie schnell

Mendler schrieb laut einem Beitrag, über den amerikanische Medien berichteten, es tue ihr leid, das Publikum zu enttäuschen, aber die Veröffentlichung auf Spotify „sei nicht sie gewesen“. Anschließend fügte sie hinzu, dass das Publikum es sicher wissen werde, wenn es sich tatsächlich um ihre neue Musik handle. Eine solche Formulierung ließ die Möglichkeit einer künftigen musikalischen Rückkehr offen, machte zugleich aber klar deutlich, dass „Once Again...“ kein autorisiertes Projekt ist, das als Fortsetzung ihrer Diskografie betrachtet werden könnte.

Nach einer von Hollywood Life wiedergegebenen Erklärung eines Spotify-Sprechers wurde die umstrittene Veröffentlichung aus dem Profil der Künstlerin entfernt. In derselben Erklärung hieß es, der Schutz der Identität von Künstlern sei eine der Prioritäten der Plattform und Spotify investiere weiterhin in Systeme zur Erkennung und Verhinderung falsch zugeordneter oder nicht autorisierter Veröffentlichungen. Damit wurde bestätigt, dass es sich nicht nur um eine Unannehmlichkeit für das Publikum handelt, sondern auch um eine Frage der Kontrolle über die Identität von Künstlern im digitalen Musikumfeld.

Derzeit ist nicht offiziell bestätigt, wer die Quelle der Veröffentlichung war, wie die EP auf die Profile von Bridgit Mendler gelangte oder ob es sich um einen technischen Fehler, eine falsche Zuordnung oder eine andere Form nicht autorisierter Verbreitung handelte. Die verfügbaren Informationen deuten lediglich darauf hin, dass Mendler nicht hinter der Veröffentlichung stand und dass Spotify die Veröffentlichung nach eigener, gegenüber Medien abgegebener Erklärung von ihrem Profil entfernte. In solchen Fällen müssen Musikplattformen meist feststellen, ob das Problem in den Metadaten, beim Vertrieb oder im eigentlichen Prozess der Verknüpfung einer Veröffentlichung mit einem Künstlerprofil entstanden ist.

Warum die Fans an die Rückkehr glaubten

Die Reaktion des Publikums war nicht überraschend, weil Bridgit Mendler Anfang der 2010er-Jahre einen erkennbaren Übergang aus dem Disney-Fernsehbereich in die Popmusik vollzogen hatte. Apple Music gibt im Profil der Künstlerin an, dass ihr Debütalbum „Hello My Name Is...“ aus dem Jahr 2012 die Top 40 der Billboard-200-Charts erreichte, während zu ihren bekanntesten Songs weiterhin „Ready or Not“, „Hurricane“, „Determinate“ und Songs aus dem Film „Lemonade Mouth“ gehören. Dasselbe Profil nennt, dass sie 2017 mit den Singles „Temperamental Love“, „Can’t Bring This Down“ und „Diving“ zur Musik zurückkehrte, worauf kein größeres Soloalbum folgte.

Für das Publikum, das ihre Karriere verfolgte, konnte die plötzliche EP gerade deshalb glaubwürdig wirken, weil Mendler in der Vergangenheit bereits musikalische Wendungen vollzogen hatte. Nach dem Pop-Sound, der mit ihrer Zeit bei Disney Channel verbunden war, markierte die EP „Nemesis“ aus dem Jahr 2016 eine reifere Songwriter-Richtung mit Einflüssen aus alternativem R&B und elektronischer Produktion. Deshalb konnte auch eine unangekündigte Veröffentlichung mit neuen Songs als weitere unerwartete Rückkehr gedeutet werden, besonders in einer Zeit, in der Künstler Musik oft plötzlich und ohne lange Werbekampagne veröffentlichen.

Der Unterschied zwischen einer überraschenden Veröffentlichung und einer nicht autorisierten Veröffentlichung in der digitalen Distribution kann für das Publikum jedoch schwer erkennbar sein. Streamingdienste zeigen neue Veröffentlichungen häufig direkt auf offiziellen Künstlerprofilen an, sodass schon die bloße Präsenz eines Albums oder einer EP auf einem Profil den Eindruck von Authentizität erzeugt. In diesem Fall war Mendlers Reaktion die entscheidende Bestätigung, dass die Veröffentlichung nicht als ihre offizielle Musik behandelt werden darf. Ihre Nachricht erinnerte außerdem daran, dass selbst ein Profil auf einer großen Plattform nicht immer ein ausreichender Beweis dafür ist, dass eine Veröffentlichung vom Künstler selbst oder seinem Team stammt.

Das umfassendere Problem digitaler Kataloge

Der Fall „Once Again...“ fügt sich in ein umfassenderes Problem ein, mit dem die Musikindustrie in den letzten Jahren konfrontiert ist: Songs können aufgrund von Metadaten, ähnlichen Namen, automatisierter Distribution oder gezielter Ausnutzung des Systems fälschlich auf Profilen bekannter Künstler erscheinen. Im März 2026 stellte Spotify die optionale Funktion Artist Profile Protection vor, die sich derzeit in einer begrenzten Beta-Version befindet und mit der Künstler und ihre Teams Veröffentlichungen prüfen können, bevor sie auf einem Profil erscheinen. Laut einem Beitrag von Spotify for Artists besteht das Ziel darin, dass nur genehmigte Veröffentlichungen in den Katalog eines Künstlers, in Hörstatistiken und in Empfehlungen an Hörer aufgenommen werden.

Spotify führt in der offiziellen Dokumentation an, dass der Profilschutz das Genehmigen oder Ablehnen von Veröffentlichungen vor ihrem Erscheinen auf einem Profil ermöglicht und dass eine Veröffentlichung, die eine Genehmigung erfordert und auf die nicht reagiert wird, nicht als Veröffentlichung dieses Künstlers angezeigt werden sollte. In der Dokumentation heißt es außerdem, dass die Funktion weiterhin in der Beta-Version ist und einer begrenzten Gruppe von Künstlern zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass das System noch keine universelle Lösung für alle Fälle falscher Zuordnung ist, aber es zeigt, dass Plattformen das Problem als ernsthafte Herausforderung für Urheber, Plattenfirmen und Publikum erkennen.

Die Bedeutung solcher Werkzeuge wächst zusätzlich mit der Entwicklung generativer künstlicher Intelligenz und der immer einfacheren Musikdistribution. Im Fall von Bridgit Mendler gibt es derzeit jedoch keine bestätigten Informationen, dass die EP „Once Again...“ mit künstlicher Intelligenz verbunden ist. Am genauesten ist es, von einer nicht autorisierten oder falsch zugeordneten Veröffentlichung zu sprechen, weil Mendler die Urheberschaft nicht bestätigt hat und die Plattform die Veröffentlichung dem Medienbericht zufolge von ihrem Profil entfernte. Jede weitere Deutung der Ursache bleibt unbestätigt, solange sie nicht von der Künstlerin selbst, ihrem Team, dem Vertrieb oder der Plattform veröffentlicht wird.

Musikalische Pause und neuer beruflicher Schwerpunkt

Mendler trat in den letzten Jahren selten im Zusammenhang mit neuen Musikveröffentlichungen in Erscheinung, ist aber nicht aus der Öffentlichkeit verschwunden. Ihre Karriere nach der Disney-Zeit entwickelte sich in eine bildungsbezogene, technologische und unternehmerische Richtung. Northwood Space, das Unternehmen, das sie mitbegründet hat und als Geschäftsführerin leitet, wird als Anbieter von Infrastruktur für die Kommunikation mit Satelliten beschrieben, also als ein Unternehmen, das ein Bodennetz für die Datenübertragung zwischen Satelliten und der Erde entwickelt.

Laut dem offiziellen Blog von Northwood gab das Unternehmen im Januar 2026 bekannt, 100 Millionen Dollar in einer Series-B-Finanzierungsrunde eingesammelt zu haben, und nannte außerdem einen Vertrag im Wert von 49,8 Millionen Dollar mit der United States Space Force zur Unterstützung des Satellite Control Network. Northwood betont in offiziellen Materialien, die Zeit verkürzen zu wollen, die für den Aufbau von Bodeninfrastruktur für Weltraummissionen erforderlich ist, mit einem Ansatz, den das Unternehmen mit Cloud-Computing-Infrastruktur vergleicht. Dieser Kontext erklärt, warum Mendler heute in der Öffentlichkeit häufig eher als Technologieunternehmerin denn als Popkünstlerin erwähnt wird.

Gerade deshalb löste das plötzliche Erscheinen einer angeblich neuen EP zusätzliche Aufmerksamkeit aus. Es handelt sich um eine Person mit einem ungewöhnlichen öffentlichen Weg: von Rollen in Serien und Filmen für ein junges Publikum über eine Popkarriere bis hin zu akademischer und technologischer Arbeit im Bereich der Weltrauminfrastruktur. Als auf Streamingdiensten eine neue Veröffentlichung unter ihrem Namen erschien, deutete ein Teil des Publikums dies als Rückkehr zu einer früheren Phase ihrer Karriere. Das Dementi zeigte jedoch, dass sich ein solcher Schluss nicht allein aus einem automatisch angezeigten Katalog auf einer Plattform ziehen lässt.

Was unbekannt bleibt

Nach Mendlers Dementi ist die wichtigste Frage nicht, ob das Publikum „Once Again...“ als ihr neues Projekt hören wird, sondern wie eine solche Veröffentlichung überhaupt mit ihrem Profil verknüpft werden konnte. In der digitalen Musikdistribution sind Metadaten entscheidend: Künstlername, Kennungen, Angaben zum Vertrieb, Urheberrechte, Markierungen als Haupt- oder Gastkünstler und Verknüpfungen mit bestehenden Profilen. Wenn nur ein Teil dieser Kette falsch eingestellt oder ausgenutzt wird, kann ein Song dort erscheinen, wo er nicht hingehört.

Die verfügbaren Informationen zeigen nicht, ob das Problem auf Ebene des Vertriebs, der Plattform oder eines dritten Beteiligten in der Distributionskette entstand. Unklar ist auch, ob die Songs von allen Diensten entfernt wurden, auf denen sie erschienen, oder nur vom Profil von Bridgit Mendler auf Spotify, denn die öffentlich verfügbare Erklärung von Spotify bezog sich auf die Entfernung von ihrem Profil auf dieser Plattform. Apple Music hob im öffentlich zugänglichen Profil der Künstlerin nach einer Prüfung der aktuellen Seite weiterhin frühere Veröffentlichungen und bekannteste Songs hervor, nicht aber eine offizielle neue EP mit dem Titel „Once Again...“.

Für Künstler können solche Vorfälle Folgen haben, die über eine kurzzeitige Verwirrung unter Fans hinausgehen. Eine nicht autorisierte oder falsch zugeordnete Veröffentlichung kann die Wahrnehmung der künstlerischen Richtung, Hörstatistiken, algorithmische Empfehlungen und das Vertrauen des Publikums beeinflussen. Für Hörer wiederum werfen solche Situationen die Frage auf, wie sich eine offizielle Veröffentlichung von Inhalten unterscheiden lässt, die lediglich auf einem offiziellen Profil erschienen sind. Mendler gab in diesem Fall daher die wichtigste Information direkt: „Once Again...“ ist nicht ihre Rückkehr zur Musik, und wenn die echte Rückkehr geschieht, wird die Botschaft nicht unklar sein.

Quellen:
- Hollywood Life – Bericht über das Erscheinen der EP „Once Again...“, Mendlers Dementi und Spotifys Erklärung zur Entfernung der Veröffentlichung (Link)
- Bridgit Mendler / X – Beitrag, in dem sie eine mögliche künftige musikalische Rückkehr kommentiert (Link)
- Spotify for Artists – offizielle Veröffentlichung über die Funktion Artist Profile Protection und die Kontrolle von Veröffentlichungen auf Künstlerprofilen (Link)
- Spotify Support – offizielle Dokumentation zum Schutz von Künstlerprofilen und zum Verfahren zur Genehmigung von Veröffentlichungen (Link)
- Apple Music – öffentliches Profil von Bridgit Mendler mit Überblick über Songs, Alben und frühere Veröffentlichungen (Link)
- Northwood Space – offizieller Blog über die Series-B-Finanzierungsrunde und den Vertrag mit der U.S. Space Force (Link)
- Northwood Space – offizielle Beschreibung der Mission und des geschäftlichen Schwerpunkts des Unternehmens (Link)

Schlagwörter Bridgit Mendler Once Again EP Spotify Streaming Musik-Comeback Disney-Star nicht autorisierte Veröffentlichung Popmusik

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