Union Berlin - Borussia Dortmund: Der Bundesliga-Tabellenführer kommt nach Köpenick
Der 1. FC Union Berlin und Borussia Dortmund treffen am Samstag, dem 17. Oktober 2026, um 15:30 Uhr im Stadion An der Alten Försterei in Berlin aufeinander. Die Begegnung des sechsten Spieltags der deutschen Bundesliga bringt zwei Mannschaften zusammen, die völlig unterschiedlich in die Saison gestartet sind. Dortmund reist als Tabellenführer an, während Union versucht, den Aufwärtstrend nach dem ersten Ligasieg gegen den SV Elversberg fortzusetzen.
Der Punkteabstand ist groß, doch die Gastgeber haben einen wichtigen Grund für Optimismus. Union besiegte Elversberg am 10. Oktober durch ein Tor von Livan Burcu in der 81. Minute mit 1:0 und blieb damit zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Dortmund hatte einen Tag zuvor gegen Werder bereits mit 2:0 geführt, kassierte dann jedoch zwei späte Gegentreffer zum 2:2-Endstand. Beide Mannschaften gehen somit mit klaren Aufgaben in die Begegnung in Berlin: Union möchte beweisen, dass der Sieg kein Zufall war, während Borussia die Kontrolle zurückgewinnen will, die dem Verein die Tabellenführung eingebracht hat.
Das Stadion An der Alten Försterei bietet Platz für 22.012 Zuschauer, wobei sich die überwiegende Mehrheit der Plätze auf Stehplatztribünen befindet. Diese Anordnung sorgt für eine unmittelbare Nähe zwischen Publikum und Spielfeld, was besonders interessant ist, wenn eine Mannschaft aus der Bundesliga-Spitze zu Gast ist. Die Eintrittskarten für diese Begegnung sind bei den Fans sehr gefragt, insbesondere wegen der begrenzten Kapazität und des Verfahrens zur Verteilung der Plätze bei den Heimspielen von Union.
Bundesliga: Tabellenplatz eins gegen den Kampf um den Ausweg aus dem Tabellenkeller
Laut der am 11. Oktober verfügbaren Tabelle, noch vor Abschluss aller Begegnungen des fünften Spieltags, belegt Borussia Dortmund mit 13 Punkten aus fünf Spielen den ersten Platz. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovač hat vier Siege und ein Unentschieden erreicht, dabei elf Tore erzielt und lediglich vier Gegentreffer kassiert. Bayern München liegt mit elf Punkten unmittelbar hinter Dortmund, weshalb ein weiterer Erfolg in Berlin für die Fortsetzung des Kampfes an der Tabellenspitze wichtig wäre.
Union Berlin steht mit vier Punkten, einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen auf dem 16. Tabellenplatz. Das Torverhältnis von 5:17 verdeutlicht, wie schwierig es bisher war, ein Gleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung herzustellen. Besonders auffällig ist die 0:7-Niederlage gegen Bayern, nach der der Sieg über Elversberg die dringend benötigte Ruhe brachte.
Für Union würde ein positives Ergebnis gegen den Tabellenführer mehr bedeuten als nur eine Verbesserung in der Tabelle. Es wäre ein Zeichen dafür, dass Trainer Mauro Lustrinelli eine stabilere Spielerkombination und ein System findet, das auch gegen die stärksten Gegner bestehen kann. Dortmund hingegen möchte nicht zulassen, dass sich das Unentschieden gegen Werder zum Beginn einer Negativserie entwickelt.
Die Form von Union Berlin: Ein Sieg, der die Stimmung verändert
Der Saisonauftakt verlief für Union äußerst unangenehm. Am ersten Spieltag trennte sich die Mannschaft von Eintracht Frankfurt mit 3:3, wobei Tim Skarke in der Nachspielzeit den dramatischen Ausgleich erzielte. Danach folgten eine 0:4-Niederlage bei Bayer Leverkusen, ein 1:3 gegen den FC Schalke 04 sowie eine 0:7-Auswärtsniederlage bei Bayern München.
Gegen Elversberg zeigte sich ein anderes Bild. Lustrinelli nahm im Vergleich zum Spiel in München drei Änderungen an der Startelf vor. Zeno Van Den Bosch, Kastriot Imeri und Tim Skarke erhielten von Beginn an ihre Chance, während Frederik Rönnow im Tor stand. Die Defensive wirkte organisierter, und Union erhöhte allmählich den Druck.
Besonders wichtig war die Rolle der Einwechselspieler. Burcu ersetzte Imeri und erzielte anschließend nach einer Aktion, die sich im Anschluss an einen Eckball entwickelte, den Siegtreffer. Für junge Spieler wie Burcu und Mekhi Gray, der ebenfalls eine Einsatzmöglichkeit erhielt, war die letzte Partie ein Beweis dafür, dass sie in einem schwierigen Moment zum Ergebnis beitragen können.
Gegen Dortmund wird Union kaum mit derselben Zeit zur Organisation seiner Angriffe rechnen können. Der Gast verfügt über ein besseres Ballbesitzspiel, schnellere Umschaltbewegungen und eine größere Auswahl an offensiven Lösungen. Deshalb wird entscheidend sein, inwieweit die Gastgeber die Disziplin aus der Begegnung mit Elversberg wiederholen können, ohne sich zu weit in Richtung des eigenen Strafraums zurückzuziehen.
Borussia Dortmund: Hervorragender Start und ein Warnsignal gegen Werder
Borussia eröffnete die Bundesligasaison mit einem 2:0-Sieg gegen den Hamburger SV und besiegte anschließend die TSG Hoffenheim mit 3:2, den SC Paderborn 07 mit 3:0 sowie den VfB Stuttgart mit 1:0. Vier Siege in Folge ermöglichten es Dortmund, als Tabellenführer in die Länderspielpause zu gehen.
Die Fortsetzung der Bundesliga gegen Werder zeigte jedoch auch eine andere Seite der Mannschaft. Nach einer torlosen ersten Halbzeit ging Dortmund in der 80. Minute durch ein Tor von Daniel Svensson in Führung. Nico Schlotterbeck erhöhte den Vorsprung fünf Minuten später, doch Ludovit Reis verkürzte in der 88. Minute, bevor Niclas Füllkrug in der zweiten Minute der Nachspielzeit ausglich.
Für Kovač ist ein solcher Spielverlauf ein ernstes Warnsignal. Dortmund besitzt die Qualität, auch nach längeren Phasen geduldigen Spiels Chancen herauszuarbeiten, doch zwei späte Abwehrfehler zeigten, dass die Konzentration bis zum Schlusspfiff auf demselben Niveau bleiben muss.
Ein zusätzlicher Faktor wird der Spielplan sein. Vor dem Gastspiel bei Union steht für Borussia am 14. Oktober eine Europapokalbegegnung gegen FK Bodø/Glimt in Norwegen auf dem Programm. Die Reise und ein weiteres Pflichtspiel können die Auswahl der Startelf in Berlin beeinflussen, besonders auf Positionen, die viele Sprints und wiederholte defensive Rückwärtsbewegungen erfordern.
Unions Schlüsselspieler: Rönnow, Schäfer, Khedira und Burcu
Frederik Rönnow wird einer der wichtigsten Spieler der Heimmannschaft sein. Gegen Elversberg hielt er seinen Kasten sauber, während die Begegnung mit Dortmund eine deutlich größere Anzahl schwieriger Situationen mit sich bringen könnte. Seine Einschätzung hoher Bälle, seine Reaktionen im Strafraum und seine Kommunikation mit den Innenverteidigern werden für die Stabilität der heimischen Abwehr wichtig sein.
Im Mittelfeld setzt Union auf Rani Khedira, Michel Aebischer und András Schäfer. Khedira sorgt für Absicherung vor der Abwehrreihe, während Schäfer beim Pressing und beim Weiterleiten des Balles an die Angreifer helfen kann. Gerade Schäfer sorgte gegen Elversberg mit Standardsituationen und Distanzschüssen für Gefahr.
Livan Burcu hat nach seinem Siegtreffer ein starkes Argument für mehr Einsatzminuten geliefert. Seine Fähigkeit, Räume zwischen den gegnerischen Mannschaftsteilen anzugreifen, könnte wichtig werden, wenn Dortmund seine Außenspieler weit nach vorne schiebt. Auch Tim Skarke verdient aufgrund seiner Schnelligkeit und seiner Fähigkeit, den Raum hinter der Abwehr anzugreifen, besondere Aufmerksamkeit.
Leopold Querfeld, Felix Uduokhai, Zeno Van Den Bosch und Tom Rothe stehen als Optionen für die Defensive zur Verfügung. Lustrinelli muss entscheiden, ob er die Struktur beibehält, die den Sieg gegen Elversberg brachte, oder die Anzahl der Spieler in der letzten Linie an das andere Angriffsprofil von Borussia anpasst.
Dortmunds Stars: Guirassy, Schlotterbeck und die Spieler zwischen den Linien
Serhou Guirassy bleibt die zentrale Figur im Dortmunder Angriff. Sein Wert beschränkt sich nicht auf den Abschluss von Angriffen. Gegen Werder war er an der Entstehung des Führungstores beteiligt, indem er seine körperliche Stärke und seine Bewegungen auf der rechten Seite nutzte, bevor er den Ball in den Strafraum spielte. Unions Innenverteidiger müssen auch auf seine Ablagen in Richtung der Mittelfeldspieler achten.
Nico Schlotterbeck bringt Zweikampfstärke in der Defensive mit, verfügt aber auch über die Fähigkeit, Angriffe mit präzisen Pässen einzuleiten. Sein Kopfballtor gegen Werder ist ein weiterer Hinweis darauf, wie gefährlich Dortmund nach Eckbällen sein kann.
Daniel Svensson ist für das Spiel über die Außenbahn wichtig, während Felix Nmecha, Jobe Bellingham und Marcel Sabitzer unterschiedliche Möglichkeiten im Mittelfeld bieten. Ethan Nwaneri und Konstantinos Karetsas können das Mittelfeld mit den Angreifern verbinden. Gegen Werder bereitete Karetsas Schlotterbecks Treffer mit einem Eckball vor und zeigte damit, wie viel er auch nach einer Einwechslung beitragen kann.
Gregor Kobel im Tor sowie Waldemar Anton und der junge Joane Gadou in der Verteidigung geben Kovač zusätzliche Sicherheit. Die endgültige Auswahl der Spieler wird jedoch auch vom Auftritt in Norwegen und vom Gesundheitszustand der Mannschaft unmittelbar vor der Abreise nach Berlin abhängen.
Taktische Erwartungen: Kann Union Dortmunds Spiel über die Breite stoppen?
Im Spiel gegen Elversberg setzte Union auf eine Viererabwehrkette und ein stark besetztes zentrales Mittelfeld. Dortmund trat gegen Werder mit drei Innenverteidigern, Außenspielern, die die gesamte Seite abdecken, und einem offensiven Duo hinter Guirassy an.
Dieser Unterschied könnte entscheidend sein. Wenn Dortmund mit seinen Außenspielern die Außenverteidiger von Union zurückdrängt, werden die Gastgeber weniger Möglichkeiten für schnelle Umschaltaktionen haben. Gleichzeitig lassen die hoch positionierten Dortmunder Außenspieler Raum für Konter, falls Union den Ball im Mittelfeld erobern kann.
Für Union werden drei Dinge besonders wichtig sein: die Räume vor den eigenen Innenverteidigern zu schließen, den Außenverteidigern rechtzeitig Unterstützung zu geben und Standardsituationen präzise auszuführen. Beim letzten Sieg sorgten gerade Standards mehrfach für Gefahr vor dem gegnerischen Tor.
Dortmund wird wahrscheinlich versuchen, das Ballbesitzspiel zu bestimmen und die Gastgeber zu einer breiten Verteidigung zu zwingen. Kovač muss jedoch ein Gleichgewicht zwischen Druck und Absicherung hinter dem Ball finden. Unions Niederlage gegen Bayern bedeutet nicht, dass die Berliner automatisch wieder so viele Räume zulassen werden, insbesondere nach dem defensiv deutlich besseren Auftritt gegen Elversberg.
Der mögliche Spielverlauf hängt deshalb stark vom ersten Tor ab. Eine frühe Dortmunder Führung würde Union zu größeren Risiken zwingen, während eine lange torlose Phase die Bedeutung von Standardsituationen, Zweikämpfen und den Reaktionen von der Ersatzbank erhöhen würde.
Direkte Duelle: Dortmunds Dominanz und die Berliner Ausnahme
Die jüngere Geschichte der direkten Duelle spricht deutlich für Borussia. Dortmund gewann die letzten drei Bundesligabegegnungen gegen Union ohne Gegentor, darunter beide Spiele der Saison 2025/2026.
Die letzten fünf Bundesligabegegnungen:
- 24.01.2026. - Union Berlin 0:3 Borussia Dortmund
- 31.08.2025. - Borussia Dortmund 3:0 Union Berlin
- 22.02.2025. - Borussia Dortmund 6:0 Union Berlin
- 05.10.2024. - Union Berlin 2:1 Borussia Dortmund
- 02.03.2024. - Union Berlin 0:2 Borussia Dortmund
Das auffälligste Ergebnis darunter ist Dortmunds 6:0-Sieg aus dem Februar 2025, doch Union hat auch Erfahrung damit, diesen Gegner vor den eigenen Fans zu besiegen. Im Oktober 2024 feierte die Mannschaft im Stadion An der Alten Försterei einen 2:1-Erfolg.
Interessant ist, dass Union in den vergangenen Spielzeiten Dortmund zu Hause auch dann schlagen konnte, wenn die Gäste über den individuell besser besetzten Kader verfügten. Der Grund liegt nicht nur in der Unterstützung durch die Fans, sondern auch in der Fähigkeit, den Gegner in Kämpfe um zweite Bälle, Zweikämpfe und Standardsituationen zu verwickeln. Genau dieses Szenario möchten die Gastgeber wiederholen.
Borussia verfügt allerdings über genügend Erfahrung mit diesem Auswärtsspiel. Nach den letzten drei direkten Duellen, in denen Dortmund insgesamt zwölf Tore erzielte, reist die Mannschaft mit großem Selbstvertrauen an, ist sich aber auch bewusst, dass frühere Ergebnisse keine Punkte im Voraus garantieren.
Verletzungen und mögliche Ausfälle vor dem Spiel
Die personelle Situation beider Mannschaften muss bis zu den letzten Trainingseinheiten beobachtet werden. In den verfügbaren Übersichten zu Verletzungen und Ausfällen bei Union werden Josip Juranović, Marvin Friedrich, Andrej Ilić, Stanley N'Soki und Andrik Markgraf genannt. Einige Angaben zu den erwarteten Rückkehrterminen sind nur ungefähr, weshalb sie nicht als Bestätigung verstanden werden sollten, dass alle genannten Spieler gegen Dortmund fehlen werden.
Oliver Burke ist ein Beispiel dafür, wie schnell sich die Situation ändern kann. Obwohl er in früheren Verletztenübersichten auftauchte, wurde er am 10. Oktober gegen Elversberg eingewechselt. Daher wäre es nicht gerechtfertigt, ihn schon im Voraus als sicheren Ausfall einzustufen.
Auf den Verletztenlisten von Borussia stehen Emre Can, Giannis Konstantelias, Filippo Mane und Justin Lerma. Julian Ryerson verpasste die Partie gegen Werder wegen einer Rippenverletzung. Die endgültige Einschätzung seiner Einsatzfähigkeit gegen Union hängt vom Heilungsverlauf ab.
Schlotterbeck spielte gegen Werder nach Problemen mit den Bändern während seiner Nationalmannschaftseinsätze, während Karetsas in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Das sind wichtige Hinweise, sie garantieren jedoch nicht, dass alle verfügbaren Spieler nach dem europäischen Auswärtsspiel die gleiche Einsatzzeit erhalten.
Stadion An der Alten Försterei: Fußball auf Tribünen, auf denen überwiegend gestanden wird
Das Stadion An der Alten Försterei befindet sich in Köpenick im Südosten Berlins, an der Adresse An der Wuhlheide 263, 12555 Berlin. Es wurde am 7. August 1920 eröffnet und in den folgenden Jahrzehnten mehrfach modernisiert.
Seine größte Besonderheit ist die Verteilung der Zuschauerplätze. Von insgesamt 22.012 Plätzen sind ganze 18.395 als Stehplätze vorgesehen, während es 3.617 Sitzplätze gibt. Deshalb verfolgen die Zuschauer in großen Teilen des Stadions die Begegnungen stehend und in unmittelbarer Nähe zum Spielfeld.
Eine der wichtigsten Renovierungsphasen fand zwischen 2008 und 2009 statt, als mehr als 2.300 Freiwillige an den Arbeiten beteiligt waren. Die Fans wurden dadurch zu tatsächlichen Mitgestaltern der Erneuerung ihres Stadions und waren nicht nur dessen Besucher. Die Haupttribüne wurde später im Zuge der Bauarbeiten von 2012 bis 2013 errichtet.
Bei den Spielen von Union ist das Fanlied "Eisern Union" ein wichtiger Bestandteil der Identität der Tribünen. Besonders eindrucksvoll ist der gemeinsame Gesang der zahlreichen Zuschauer in den Stehplatzbereichen. Der Besuch von Dortmund, dessen Fans ebenfalls eine ausgeprägte Kultur der organisierten Unterstützung pflegen, schafft einen interessanten Kontrast zwischen den rot-weißen und den schwarz-gelben Tribünen.
Aufgrund der im Verhältnis zum Interesse an der Bundesliga relativ geringen Kapazität empfiehlt es sich, Eintrittskarten rechtzeitig zu sichern. Für diese Begegnung hat Union bereits ein Verfahren zur Verlosung der Heimtickets unter Vereinsmitgliedern organisiert, wobei die Anmeldungen Anfang Oktober stattfanden. Die Verfügbarkeit der Plätze und die Zutrittsbedingungen für den entsprechenden Bereich sollten vor der Reiseplanung überprüft werden.
Wie kommt man zum Stadion und was sollte man vor dem Einlass wissen?
Union empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da die Zahl der Parkplätze in unmittelbarer Stadionnähe sehr begrenzt ist. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem gewählten Eingang gelten, denn Heim- und Gästefans nutzen unterschiedliche Bereiche.
- Adresse: Stadion An der Alten Försterei, An der Wuhlheide 263, 12555 Berlin.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der S-Bahn-Linie S3 bis zum Bahnhof Köpenick fahren, von dort sind es etwa 15 Minuten Fußweg über die Hämmerlingstraße.
- Anreise vom Flughafen BER: Mit den Linien S45 oder S9 in Richtung Schöneweide fahren, anschließend mit der Straßenbahnlinie 60 oder 67 bis zur Haltestelle Alte Försterei.
- Parken: Parkmöglichkeiten gibt es im Parkhaus Forum Köpenick in der Bahnhofstraße 33-38 oder auf dem P+R-Parkplatz am Bahnhof Altglienicke, von wo aus die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortgesetzt wird.
- Einlass: Bei Bundesligaheimspielen der Männer öffnen die Stadiontore in der Regel 120 Minuten vor Spielbeginn, was für diese Begegnung etwa 13:30 Uhr bedeuten würde, sofern es keine organisatorischen Änderungen gibt.
Die Gästefans sind im Sektor 5 untergebracht, der über den Zugang entlang des Flusses Wuhle aus Richtung der Straße An der Wuhlheide erreichbar ist. Die Heimbereiche sind mit den Nummern 1 bis 4 gekennzeichnet. Besucher sollten sich nach der Sektorbezeichnung auf ihrer Eintrittskarte und den Anweisungen des Ordnungsdienstes richten.
Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, ist besonders wichtig, nicht mit freien Parkplätzen direkt am Stadion zu rechnen. Der Verkehr vor dem Spiel kann stark sein, und die Anreise über das Forum Köpenick oder eine Kombination aus Parken und Bahnfahren ist häufig die praktischere Lösung.
Taschen und Rucksäcke, die größer als das Format A4 sind, dürfen nicht ins Stadion mitgenommen werden. Es besteht die Möglichkeit, bestimmte Gegenstände abzugeben, doch für eine schnellere Sicherheitskontrolle ist es am besten, möglichst wenig Gepäck mitzubringen. Die Eintrittskarte für das Spiel berechtigt nicht automatisch zur Nutzung des städtischen Nahverkehrs, weshalb ein entsprechender Fahrschein erforderlich ist.
Was können die Fans auf den Tribünen erwarten?
Wenn Union und Dortmund in einem Stadion mit einem hohen Anteil an Stehplätzen aufeinandertreffen, ist während der gesamten Partie mit intensiver Unterstützung zu rechnen. Die Fans von Union sind für ihre gemeinsamen Gesänge und die Betonung der Identität ihres Vereins aus Köpenick bekannt, während die Dortmunder Anhänger ihre eigene unverwechselbare Art der Unterstützung der Auswärtsmannschaft mitbringen.
Für Besucher, die zum ersten Mal ins Stadion An der Alten Försterei kommen, ist es besonders wichtig zu verstehen, dass Stehplatzbereiche ein anderes Erlebnis bieten als nummerierte Sitzplätze in großen modernen Arenen. In einigen Teilen der Tribünen stehen die Zuschauer während der gesamten Partie, singen und reagieren auf jede Spielaktion. Deshalb sollte die Platzwahl den eigenen Gewohnheiten und Erwartungen entsprechen.
Die Atmosphäre könnte noch intensiver werden, wenn Union früh mehrere Chancen herausspielt oder nach Standardsituationen gefährlich wird. Andererseits erwarten die Dortmunder Fans die Fortsetzung der erfolgreichen Saison und einen Sieg, der ihrer Mannschaft helfen würde, die Tabellenführung zu behaupten.
Die Plätze auf den Tribünen sind begrenzt, und die Ticketverteilung für diese Begegnung begann bereits in den ersten Oktobertagen. Besucher, die wegen des Spiels nach Berlin reisen, sollten vor der Buchung von Anreise und Unterkunft prüfen, ob geeignete Plätze verfügbar sind.
Berlin und Köpenick: Was kann man vor dem Fußballnachmittag besichtigen?
Das Stadion liegt weit entfernt von den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Zentrum Berlins, doch Köpenick besitzt seinen eigenen Charakter. Es handelt sich um einen historischen Stadtteil am Zusammenfluss von Dahme und Spree, mit einer erhaltenen Altstadt, Uferpromenaden und Grünflächen.
Für Fans, die früher in Berlin ankommen, ist die Altstadt Köpenick interessant, ein historischer Stadtkern mit Plätzen, kleinen Straßen und gastronomischen Einrichtungen. In der Nähe befindet sich Schloss Köpenick, ein barockes Schloss auf einer von Wasser umgebenen Insel. Dieser Teil der Stadt vermittelt ein anderes Bild von Berlin als die breiten Alleen und touristischen Viertel im Zentrum der Metropole.
Naturliebhaber können einen Spaziergang durch die Wuhlheide oder einen Besuch am Müggelsee in Betracht ziehen, einem der bekanntesten Naturgebiete im Südosten Berlins. Am Spieltag sollte allerdings genügend Zeit für die Rückkehr zum Stadion und die Sicherheitskontrollen eingeplant werden.
Für diejenigen, die ausschließlich wegen des Spiels anreisen, ist es am praktischsten, deutlich vor dem Anpfiff nach Köpenick zu kommen, einen kurzen Spaziergang durch die umliegenden Straßen zu unternehmen und die Tribünen ohne Eile zu betreten. So lässt sich auch das Zusammenkommen der Fans vor dem ersten Pfiff erleben und nicht nur die 90 Minuten Fußball.
Der Spielplan nach der Begegnung in Berlin
Für Union bietet das Spiel gegen Dortmund die Gelegenheit, den zweiten Heimauftritt in Folge in weitere Punkte umzumünzen. Nach dem schwierigen Saisonstart benötigen die Gastgeber Konstanz, insbesondere in der Defensive, da die hohe Zahl an Gegentoren in den ersten fünf Spieltagen das größte Problem darstellte.
Dortmund reist mit einer anderen Art von Druck an. Vier Siege und ein Unentschieden haben hohe Erwartungen geweckt, während der Spielplan mit einem europäischen Auswärtsspiel eine sorgfältige Steuerung der Einsatzzeiten erfordert. Kovač muss die Frische der Mannschaft bewahren, ohne in den Begegnungen, die über die Position an der Tabellenspitze entscheiden, an Qualität einzubüßen.
Für die Fans von Union wird besonders interessant sein, ob Livan Burcu an seine Leistung gegen Elversberg anknüpfen kann und ob Rönnow der Defensive erneut Stabilität verleiht. Bei Dortmund wird sich die größte Aufmerksamkeit auf Guirassy, das Spiel über die Außenpositionen und die Reaktion der Defensive nach der dramatischen Schlussphase gegen Werder richten.
Quellen:
- DFB Datencenter (datencenter.dfb.de) - Spielplan des sechsten Bundesligaspieltags, Ergebnisse der ersten fünf Spieltage und Bundesligatabelle.
- Bundesliga (bundesliga.com) - Spielberichte zu Union Berlin - SV Elversberg und Borussia Dortmund - Werder Bremen sowie Mannschafts- und Spielerstatistiken.
- 1. FC Union Berlin (fc-union-berlin.de) - Spielberichte gegen Elversberg und Eintracht Frankfurt, Mannschaftskader, Ticketverteilung, Stadionzugang und Besucherhinweise.
- Borussia Dortmund (bvb.de) - Spielbericht gegen Werder, Informationen zum Kader, zum Gesundheitszustand der Spieler und zum bevorstehenden europäischen Spielplan.
- Kicker (kicker.de) - Ergebnisse früherer direkter Duelle zwischen Union Berlin und Borussia Dortmund.
- FotMob (fotmob.com) - Übersicht möglicher Ausfälle und Spielvorschau mit dem Hinweis, dass sich der Gesundheitszustand der Spieler ändern kann.
- Stadion An der Alten Försterei (altefoersterei.berlin) - Stadionkapazität, Verteilung der Steh- und Sitzplätze sowie Geschichte der Renovierungsarbeiten.
- visitBerlin (visitberlin.de) - historische und touristische Informationen über Köpenick, Schloss Köpenick und das Gebiet rund um den Müggelsee.