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Schweiz besiegt Malta in Lugano 6:1 und gewinnt Gruppe B2 in der WM-Qualifikation der Frauen 2027 klar

Die Schweiz besiegte Malta in Lugano am fünften Spieltag der Gruppe B2 in der Qualifikation zur Frauen-WM 2027 mit 6:1. Das Team von Rafel Navarro führte zur Pause 4:1, Riola Xhemaili traf doppelt, und der klare Sieg bestätigte Platz eins sowie eine bessere Ausgangslage für die Playoffs. Malta glich durch Kailey Willis nur kurz aus

· 11 Min. Lesezeit
Schweiz besiegt Malta in Lugano 6:1 und gewinnt Gruppe B2 in der WM-Qualifikation der Frauen 2027 klar Karlobag.eu / Illustration

Die Schweiz besiegte Malta in Lugano mit 6:1 und bestätigte den ersten Platz in Gruppe B2

Die Schweizer Frauenfußballnationalmannschaft erzielte einen überzeugenden Sieg gegen Malta in der fünften Runde der Ligaphase der UEFA Women's European Qualifiers für die FIFA Women's World Cup 2027, indem sie ihre Gegnerinnen mit 6:1 besiegte. Laut dem offiziellen Spielbericht von SFV Play wurde die Partie am 5. Juni 2026 in der AIL Arena in Lugano mit Beginn um 19:30 Uhr ausgetragen, und die Heimmannschaft führte bereits zur Pause mit 4:1. Malta verkürzte Mitte der ersten Halbzeit kurzzeitig den Rückstand, konnte die Ergebnisoffenheit gegen eine technisch und offensiv besser aufgelegte Schweiz jedoch nicht aufrechterhalten. UEFA bestätigte in der Übersicht der fünften Runde das Ergebnis von 6:1 in Gruppe B2, in der sich am selben Tag auch Türkiye und Nordirland gegenüberstanden. Der Schweizerische Fußballverband teilte nach dem Duell mit, dass die Schweiz mit dem Sieg gegen Malta den ersten Platz in der Gruppe gesichert habe, was dem Spiel eine breitere wettbewerbliche Bedeutung als nur den hohen Sieg selbst verleiht.

Früher Druck und eine Antwort Maltas, die den Spielverlauf nicht änderte

Laut dem offiziellen Spielverlauf von SFV Play ging die Schweiz bereits in der 9. Minute in Führung, als Sydney Schertenleib zum 1:0 traf. Die Heimmannschaft gab von Beginn an ein hohes Tempo vor und schuf schnell mehrere Situationen vor dem maltesischen Tor, und den Druck konkretisierte sie in der 23. Minute zusätzlich durch einen Treffer von Seraina Piubel. Malta gelang es trotz eines schwierigen Starts in die Begegnung, in der 21. Minute durch Kailey Willis zu reagieren, die zum 1:1 traf und die Gastnationalmannschaft kurzzeitig ins Spiel zurückbrachte. Dieser Treffer blieb Maltas einziger offensiver Beitrag auf der Anzeigetafel, während die Schweiz bis zum Ende des ersten Durchgangs erneut vollständige Kontrolle herstellte. Riola Xhemaili traf in der 38. Minute, und Aurélie Csillag erhöhte zwei Minuten später auf 4:1, womit die Begegnung praktisch schon vor der Pause in Richtung eines sicheren Heimsiegs gelenkt war.

Ein solcher Verlauf der ersten Halbzeit beschreibt gut den Unterschied in der Chancenverwertung und im Spielrhythmus. Malta kam in einer Phase zum Ausgleich, in der es zeigte, dass es Räume nutzen kann, wenn sich eine Gelegenheit bietet, konnte der Schweizer Breite im Angriff aber nicht länger standhalten. Die Schweiz kam in kurzen Abständen zu Abschlüssen, und der offizielle Spielbericht verzeichnet eine Reihe von Chancen und Versuchen der Heimspielerinnen in beiden Halbzeiten. Im Unterschied zur Begegnung im März, als die Schweiz auf Malta mit 4:1 gewann, brachte dieses Duell eine noch deutlichere Heimkontrolle und einen effizienteren Abschluss. Nach den verfügbaren offiziellen Angaben spiegelte der 4:1-Halbzeitstand nicht nur den frühen Vorsprung wider, sondern auch die Fähigkeit der Schweiz, nach einem Gegentor schnell zu reagieren.

Xhemaili als zweifache Torschützin, Reuteler mit dem fünften Treffer

In der Fortsetzung des Spiels musste die Schweiz kein Risiko eingehen, schuf aber weiterhin Chancen und hielt den Druck auf die maltesische Abwehr aufrecht. SFV Play gibt an, dass Riola Xhemaili in der 54. Minute einen Strafstoß verschoss, was einer der wenigen Momente war, in denen die Heimmannschaft eine klare Gelegenheit nicht nutzte. Der Fehlschuss beeinflusste das Kräfteverhältnis nicht wesentlich, denn Géraldine Reuteler traf in der 70. Minute zum 5:1. Xhemaili trug sich in der Schlussphase dennoch erneut in die Torschützinnenliste ein und stellte in der 81. Minute den Endstand von 6:1 her. Ihr zweiter Treffer rundete ein Spiel ab, in dem die Schweiz die offensive Last auf mehrere Spielerinnen verteilte, und die zweifache Torschützin hob sich trotz des vergebenen Elfmeters zusätzlich hervor.

Laut dem offiziellen Spielbericht nahm Nationaltrainer Rafel Navarro in der zweiten Halbzeit Wechsel vor, mit denen er die Intensität aufrechterhielt, unter anderem nachdem Sydney Schertenleib zu Beginn der Fortsetzung durch Lija Kamber ersetzt worden war. Im Spiel standen auch erfahrene Leistungsträgerinnen wie Lia Wälti, Géraldine Reuteler, Noelle Maritz und Ana-Maria Crnogorčević, was bestätigt, dass die Schweiz die Begegnung als wichtigen Schritt in Richtung Abschluss der Gruppe verstand. Malta versuchte seinerseits, die Mannschaft durch Wechsel zu beleben, und der offizielle Bericht nennt unter anderem die Einwechslungen von Emma Xuereb, Tammy Falzon und Jade Flask. Tammy Falzon erhielt in der 86. Minute eine Verwarnung, während zuvor in der ersten Halbzeit auch Oceane Virginie Grange verwarnt worden war. Die disziplinarischen Details änderten nichts am Gesamtbild eines Duells, in dem die Heimmannschaft deutlich mehr gefährliche Situationen hatte.

Die AIL Arena eröffnete ein offizielles Spiel mit einem hohen Ergebnis

Einen besonderen Kontext erhielt das Spiel durch den Austragungsort. FC Lugano hatte vor der Begegnung bekanntgegeben, dass das Duell zwischen der Schweiz und Malta das erste offizielle Spiel im neuen Stadion AIL Arena sein werde, was für den Fußball im Tessin als historischer Moment bezeichnet wurde. Auch das offizielle UEFA-Spielprofil nennt die AIL Arena in Lugano als Austragungsort, und im Spielbericht werden ein klarer Abend und ein hochwertiger Rasen als Wetter- und Platzbedingungen angegeben. Dieser Umstand verstärkte zusätzlich den symbolischen Wert des Sieges der Heimmannschaft, besonders weil er mit der Bestätigung des ersten Platzes in der Gruppe zusammenfiel. Für die Schweiz war es auch eine Fortsetzung der wettbewerblichen Stabilität nach einem anspruchsvollen Zyklus, in dem die Nationalmannschaft laut UEFA-Erklärung zur Bildung der Ligen nach der UEFA Women's Nations League von Liga A in Liga B der Qualifikation gekommen war.

Das Spiel in Lugano war das fünfte von sechs Spielen der Schweiz in Gruppe B2. Laut UEFA-Spielplan hatte die Schweiz in den ersten vier Runden Nordirland mit 2:0, Malta auswärts mit 4:1 und Türkiye zu Hause mit 3:1 besiegt, während sie im April gegen Türkiye 1:1 spielte. Mit dem 6:1-Sieg gegen Malta kam sie auf 13 Punkte aus fünf Auftritten, bei einer Tordifferenz von 16:4. Türkiye besiegte am selben Tag Nordirland mit 2:1 und erreichte 10 Punkte, doch der Schweizer Vorsprung und die bessere direkte Bilanz bedeuteten, dass der erste Platz nicht mehr gefährdet war. Damit blieb das abschließende Auswärtsspiel bei Nordirland wichtig für den Rhythmus und die Bestätigung der guten Form, jedoch nicht mehr für die Entscheidung über den Gruppensieg selbst.

Was der erste Platz der Schweiz bringt

Laut UEFA-Erklärung zum Wettbewerbssystem werden die europäischen Qualifikationen für die Weltmeisterschaft 2027 in drei Ligen gespielt, und die Ligaphase verläuft über sechs Runden zwischen Februar und Juni 2026. Nur die Siegerinnen der Gruppen der Liga A fahren direkt zur Endrunde in Brasilien, während die übrigen direkten Plätze und die zusätzliche europäische Position für das interkontinentale Play-off in zwei Play-off-Runden im Oktober sowie im November und Dezember 2026 entschieden werden. Für Nationalmannschaften aus Liga B, einschließlich der Schweiz, bedeutet der erste Platz in der Gruppe keine automatische Qualifikation für die Weltmeisterschaft, bringt aber einen günstigeren Status in den Play-offs. UEFA gibt an, dass die vier Gruppensiegerinnen der Liga B in der ersten Play-off-Runde in einem Weg sein werden, in dem sie mit den Nationalmannschaften gekreuzt werden, die in den Gruppen der Liga B Zweite und Dritte werden, sowie mit den viertplatzierten Nationalmannschaften der Liga A. Die Gruppensiegerinnen der Liga B werden gesetzt sein und das Rückspiel zu Hause austragen, was im K.-o.-Format ein wichtiger sportlicher Vorteil ist.

Der erste Platz hat auch eine zusätzliche Dimension, weil UEFA das Qualifikationssystem mit Auf- und Abstieg für den nächsten Zyklus der UEFA Women's Nations League verbindet. Nach den von UEFA veröffentlichten Regeln schaffen die Gruppensiegerinnen der Liga B den Aufstieg in Liga A. Für die Schweiz ist das eine wichtige Rückkehr auf eine höhere Ebene des europäischen Nationalmannschaftsfußballs, besonders weil der aktuelle Qualifikationszyklus sowohl als Weg zur Weltmeisterschaft als auch als Möglichkeit zur Stabilisierung des Status unter stärkeren europäischen Nationalmannschaften dienen sollte. Der hohe Sieg gegen Malta kann deshalb als Ergebnis betrachtet werden, das Punktewert, Tordifferenzwert und psychologischen Wert besitzt. In den Play-offs wird laut UEFA-Kalender die erste Runde vom 7. bis 13. Oktober 2026 stattfinden, und die zweite vom 26. November bis 5. Dezember 2026.

Malta blieb ohne Punkte, aber mit noch einem Spiel zum Abschluss des Zyklus

Malta kam nach Lugano als Nationalmannschaft, die in den vorherigen Gruppenspielen einen schweren Spielplan und eine Serie von Niederlagen hatte. Laut UEFA-Ergebnissen eröffnete Malta die Qualifikation mit einer 0:3-Niederlage gegen Türkiye, verlor danach 1:4 gegen die Schweiz, 0:4 gegen Nordirland sowie 2:4 gegen dieselbe Nationalmannschaft im Rückspiel. Nach der 1:6-Niederlage in Lugano blieb es ohne Punkte, mit vier erzielten und 21 kassierten Toren. Dennoch zeigte der Treffer von Kailey Willis, dass Malta auch im Spiel gegen die insgesamt erfolgreichste Nationalmannschaft der Gruppe zu einem Moment offensiver Effizienz kommen konnte. Für die Mannschaft von Manuela Tesse bleibt das abschließende Spiel gegen Türkiye am 9. Juni 2026 im Centenary Stadium eine Gelegenheit, den Qualifikationszyklus mit einem besseren Ergebnis und einem klareren wettbewerblichen Bild für die weitere Entwicklung zu beenden.

Der Maltesische Fußballverband hatte zuvor bekanntgegeben, dass Malta nach dem Aufstieg aus Liga C in diese Qualifikationsgruppe gekommen war, den es sich durch einen guten Auftritt in der UEFA Women's Nations League verdient hatte. Nach der Auslosung erinnerte die MFA daran, dass die Gegnerinnen in Gruppe B2 die Schweiz, Nordirland und Türkiye seien, und Trainerin Manuela Tesse betonte damals, dass die höhere Ebene stärkere Gegnerinnen mit sich bringe. Genau das zeigte sich in den Spielen gegen die Schweiz, die in den zwei direkten Begegnungen dieses Zyklus insgesamt zehn Tore erzielte. Laut SFV Play umfasst die gesamte direkte Bilanz zwischen der Schweiz und Malta nun sechs Spiele, vier Schweizer Siege und zwei Unentschieden, bei einer gesamten Tordifferenz von 28:4 zugunsten der Schweiz. Diese Angaben bestätigen, dass Maltas Herausforderung gegen die Schweiz schon vor der Begegnung in Lugano selbst äußerst anspruchsvoll war.

Gruppe B2 vor der letzten Runde

Nach der fünften Runde hat Gruppe B2 eine klare Hierarchie erhalten. Die Schweiz steht mit 13 Punkten an der Spitze, Türkiye hat 10, Nordirland sechs, und Malta ist ohne Punkte. Laut UEFA-Spielplan empfängt Nordirland in der letzten Runde am 9. Juni 2026 um 19:00 Uhr die Schweiz, während Malta zur selben Zeit gegen Türkiye spielt. Der SFV-Kalender nennt Mourneview Park in Lurgan als Austragungsort des Spiels Nordirland-Schweiz, und die MFA kündigte für das Spiel Malta-Türkiye das Centenary Stadium an. Obwohl der erste Platz der Schweiz nicht mehr infrage steht, bleibt die letzte Runde wichtig für die Einteilung vor den Play-offs, für den Status der übrigen Nationalmannschaften und für den Gesamteindruck des Qualifikationszyklus. Besonders wird verfolgt werden, wie die Schweiz nach gesicherter Spitze in die Begegnung geht, während Malta versuchen wird, einen Gruppenabschluss ohne Punkte zu vermeiden.

Der breitere Rahmen des Wettbewerbs unterstreicht zusätzlich die Bedeutung dieser Qualifikation. FIFA gibt an, dass die FIFA Women's World Cup 2027 in Brasilien vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 ausgetragen wird und dass es die erste Ausgabe des Turniers in Südamerika sein wird. UEFA hat veröffentlicht, dass Europa 11 direkte Plätze bei der Endrunde und einen Platz im interkontinentalen Play-off hat. Deshalb fügen sich auch Spiele in Liga B, obwohl sie keine direkte Qualifikation bringen, in den breiteren Kampf um die verbleibenden europäischen Positionen ein. Die Schweiz tat mit dem 6:1-Sieg gegen Malta das, was notwendig war: Sie bestätigte ihre Stärke in der Gruppe, sicherte sich die beste Position für den weiteren Weg und eröffnete in Lugano eine neue Stadiongeschichte mit einem Ergebnis, das im offiziellen Debüt der AIL Arena vermerkt bleiben wird.

Quellen:
- UEFA – offizieller Überblick über Ergebnisse und Spielplan der UEFA Women's European Qualifiers für die FIFA Women's World Cup 2027, einschließlich Gruppe B2 und fünfter Runde (Link)
- UEFA – Erklärung des Qualifikationssystems, der Ligaphase, der Play-offs, der europäischen Plätze und des Wettbewerbskalenders (Link)
- SFV Play / Schweizerischer Fußballverband – offizieller Spielbericht Schweiz-Malta 6:1, Torschützinnen, Spielverlauf, Aufstellungen, Stadion und direkte Bilanz (Link)
- FC Lugano – Ankündigung des Spiels in der AIL Arena und Angabe, dass die Begegnung zwischen der Schweiz und Malta das erste offizielle Spiel im neuen Stadion war (Link)
- Malta Football Association – Angaben zur Auslosung der Gruppe B2, zum Eintritt Maltas in Liga B und zum Kontext der Qualifikationsgruppe (Link)
- FIFA – offizielle Informationen zur FIFA Women's World Cup Brazil 2027, zum Gastgeber und zu den Terminen der Endrunde (Link)

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