Deschamps gibt Frankreichs Kader für die Weltmeisterschaft bekannt: Mbappé führt 26 Spieler für das letzte große Turnier des Trainers an
Die französische Fußballnationalmannschaft hat ihre endgültige Spielerliste für die Weltmeisterschaft 2026 erhalten, und Didier Deschamps gab am 14. Mai im Abendprogramm von TF1 26 Namen bekannt, mit denen er versuchen wird, Frankreich noch einmal in die Endphase des größten Fußballwettbewerbs zu führen. Laut der Mitteilung des Französischen Fußballverbands handelt es sich um eine Nationalmannschaft, die als Erste der FIFA-Rangliste und als eine der erfahrensten Mannschaften unter den europäischen Titelkandidaten in das Turnier geht. Die Liste ist auch wegen des Kontexts von Deschamps' Amtszeit wichtig: Laut FIFA und früheren öffentlichen Mitteilungen wird der Trainer nach der Weltmeisterschaft 2026 die Bank Frankreichs verlassen, womit ein Zeitraum endet, der 2012 begann. In diesem Zeitraum gewann Frankreich die Weltmeisterschaft 2018, spielte 2022 im Finale und blieb unter den stabilsten Nationalmannschaften des Weltfußballs.
Laut FFF wird die Nationalmannschaft vor der Abreise nach Nordamerika ab dem 29. Mai ein Trainingslager im Nationalen Fußballzentrum Clairefontaine absolvieren. Frankreich wird anschließend zwei Vorbereitungsspiele bestreiten: gegen die Elfenbeinküste am 4. Juni in Nantes und gegen Nordirland am 8. Juni in Lille. Beim Turnier selbst wurde Frankreich in Gruppe I eingeteilt, in der es gegen Senegal, Irak und Norwegen spielen wird. Das erste Spiel ist für den 16. Juni gegen Senegal im MetLife Stadium in East Rutherford vorgesehen, das zweite am 22. Juni gegen Irak in Philadelphia und das dritte am 26. Juni gegen Norwegen in Foxborough. Laut der Mitteilung des FFF wird die französische Basis während des Turniers in Boston beziehungsweise im Bundesstaat Massachusetts sein.
Die Liste von 26 Spielern kombiniert Kontinuität und neue Lösungen
Auf der Torwartliste stehen Mike Maignan, Robin Risser Birckel und Brice Samba. In der Abwehr stehen Lucas Digne, Malo Gusto, Lucas Hernandez, Théo Hernandez, Ibrahima Konaté, Jules Koundé, Maxence Lacroix, William Saliba und Dayot Upamecano. Das Mittelfeld bilden N'Golo Kanté, Manu Koné, Adrien Rabiot, Aurélien Tchouaméni und Warren Zaïre-Emery. Im Angriff stehen Maghnes Akliouche, Bradley Barcola, Rayan Cherki, Ousmane Dembélé, Désiré Doué, Jean-Philippe Mateta, Kylian Mbappé, Michael Olise und Marcus Thuram. Laut der offiziellen Seite des FFF mit der letzten Auswahl handelt es sich um eine Aufteilung, die klar die Breite im offensiven Bereich zeigt, aber auch Deschamps' Wunsch, ein bewährtes Rückgrat in Abwehr und Mittelfeld zu behalten.
Die größte Aufmerksamkeit zieht erwartungsgemäß Kylian Mbappé auf sich, der Kapitän und herausragendste Spieler dieser Generation. Der FFF führt in der statistischen Übersicht der Liste an, dass Mbappé mit 96 Einsätzen der erfahrenste Spieler auf der Liste und mit 56 Treffern für die Nationalmannschaft der beste Torschütze unter den Nominierten ist. Diese Angabe unterstreicht zusätzlich seine Rolle in der Mannschaft, besonders weil Frankreich auf Angreifer setzt, die bereits gezeigt haben, dass sie in großen Spielen Verantwortung übernehmen können. Neben Mbappé zählen zu den Spielern mit großer internationaler Erfahrung Ousmane Dembélé, N'Golo Kanté, Adrien Rabiot und Lucas Digne, während der jüngere Teil der Liste Spieler wie Désiré Doué, Rayan Cherki, Maghnes Akliouche und Warren Zaïre-Emery bringt.
Laut der Statistik des FFF haben die 26 ausgewählten Spieler insgesamt 763 Einsätze für die französische Nationalmannschaft, was einem Durchschnitt von 29,35 Einsätzen pro Spieler entspricht. Der Verband gibt an, dass fünf Spieler mehr als 50 Einsätze haben und dreizehn mindestens 30 Einsätze. Gleichzeitig haben acht Spieler noch nicht mehr als zehn Einsätze erreicht, was zeigt, dass Deschamps nicht ausschließlich die erfahrensten Spieler gewählt hat, sondern Raum für jene gelassen hat, die die Nationalmannschaft auch nach 2026 tragen sollen. Eine solche Struktur der Liste passt zu seinem langjährigen Ansatz: Stütze auf Spieler, die die Anforderungen großer Wettbewerbe kennen, bei kontrollierter Einbindung jüngerer und technisch ausgeprägterer Lösungen.
Risser als dritter Torwart und die Erklärung des Trainers
Eines der Themen von Deschamps' Pressekonferenz war die Wahl des dritten Torwarts. Laut dem Bericht des FFF von der nach Bekanntgabe der Liste abgehaltenen Konferenz sprach der Trainer besonders über Robin Risser Birckel und erklärte, dass die Entscheidung nach sportlichen Kriterien getroffen wurde. Deschamps führte an, dass Risser eine sehr gute Saison hatte, und erinnerte daran, dass andere Optionen durch mangelnde Spielminuten oder gesundheitliche Umstände belastet waren. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch, dass Hugo Lloris, der langjährige Kapitän und Weltmeister von 2018, nicht über eine Kandidatur für den Platz des dritten Torwarts nachgedacht habe.
Die Wahl Rissers ist deshalb nicht nur eine technische Frage des Auffüllens der Liste. Im Nationalmannschaftsfußball hat der dritte Torwart oft eine wichtige Rolle in der täglichen Arbeit, bei der Aufrechterhaltung der Trainingsintensität und der Stabilität der Kabine, auch wenn er während der Spiele nicht in den Vordergrund tritt. Deschamps hat über die Jahre gezeigt, dass er solche Rollen nicht oberflächlich betrachtet, sondern als Teil des gesamten Gleichgewichts der Mannschaft. Maignan bleibt die erste Wahl zwischen den Pfosten, Samba bringt Erfahrung und Zuverlässigkeit, und Risser wurde als jüngere Lösung berufen, die nach Einschätzung des Trainers durch ihre sportliche Leistung einen Platz auf der Liste verdient hat.
Frankreich geht mit einer starken Klub-Basis in das Turnier
Die statistische Übersicht des FFF zeigt auch die Vielfalt der Klubherkunft der französischen Nationalspieler. Nach diesen Angaben kommen acht Spieler aus der französischen Ligue 1, sieben aus der englischen Premier League, vier aus der italienischen Serie A und drei aus der spanischen La Liga. Eine solche Verteilung bestätigt, dass Frankreich weiterhin Spieler aus den stärksten europäischen Ligen schöpft, aber auch, dass die heimische Meisterschaft eine bedeutende Rolle bei der Bildung der Nationalmannschaft hat. Die Ligue 1 ist besonders vertreten durch Spieler wie Brice Samba, Lucas Hernandez, Warren Zaïre-Emery, Bradley Barcola, Ousmane Dembélé und Désiré Doué.
Die Premier League ist durch Defensiv- und Offensivprofile wie Ibrahima Konaté, William Saliba, Malo Gusto, Maxence Lacroix, Rayan Cherki und Jean-Philippe Mateta vertreten, während die Serie A Spieler wie Mike Maignan, Manu Koné, Adrien Rabiot und Marcus Thuram bringt. Aus La Liga kommen Jules Koundé, Aurélien Tchouaméni und Kylian Mbappé. Für Deschamps ist das wichtig, weil es ihm ermöglicht, verschiedene Wettkampfgewohnheiten zu kombinieren: die körperlichen Anforderungen des englischen Fußballs, die taktische Disziplin der italienischen Meisterschaft, die technische Qualität des spanischen Umfelds und die französische Schule, die in den letzten Jahrzehnten eine große Zahl von Spielern für das höchste Niveau hervorgebracht hat.
Laut FFF umfasst die Liste auch neun Spieler, die in dieser Saison Finalisten europäischer Klubwettbewerbe waren. Diese Angabe deutet darauf hin, dass ein Teil der Nationalspieler nach einem sehr anspruchsvollen Abschluss der Klubsaison in die Vorbereitung kommt, aber auch mit dem Wettkampfrhythmus von Spielen unter hohem Druck. Für den Trainer ist das ein Vorteil und eine Herausforderung. Der Vorteil ist die Erfahrung, in Spielen zu spielen, die über Trophäen entscheiden, und die Herausforderung ist das Management der körperlichen Belastung im Zeitraum vom Ende Mai bis zum Beginn des Turniers.
Erfahrung bei großen Wettbewerben bleibt die Grundlage
Deschamps' Liste stützt sich stark auf Spieler, die den Druck von Endphasen bereits kennen. Laut FFF haben fünfzehn der 26 berufenen Spieler bei der Euro 2024 gespielt, elf waren Teil der Weltmeisterschaft 2022, und neun spielten bei der Euro 2020. Auf der Liste stehen auch vier Weltmeister von 2018: Lucas Hernandez, N'Golo Kanté, Ousmane Dembélé und Kylian Mbappé. Diese Kontinuität ist besonders wichtig für eine Nationalmannschaft, die nicht versucht, ein Team von Grund auf neu aufzubauen, sondern eine Generation weiterzuentwickeln, die bereits einen Titel gewonnen und ein weiteres WM-Finale gespielt hat.
Gleichzeitig enthält die Liste auch sechs Spieler, die der FFF mit der olympischen Generation von 2024 verbindet: Manu Koné, Maghnes Akliouche, Rayan Cherki, Désiré Doué, Jean-Philippe Mateta und Michael Olise. Ihre Anwesenheit zeigt, dass sich in der Nationalmannschaft schrittweise zwei Erfahrungsebenen verbinden. Die eine ist die Erfahrung von Endphasen im Seniorenbereich und Spielen um Trophäen, die andere ist die wettbewerbliche Frische von Spielern, die in jüngeren oder olympischen Zyklen hervorstachen. Eine solche Verbindung kann im Format der erweiterten Weltmeisterschaft wichtig sein, wo die Tiefe des Kaders und die Möglichkeit zur Rotation ein größeres Gewicht haben können als bei früheren Turnieren mit einer geringeren Zahl von Spielen.
Frankreich wird dabei ein Gleichgewicht zwischen individueller Qualität und kollektiver Disziplin finden müssen. Deschamps wurde während seiner Amtszeit häufig für einen pragmatischen Ansatz, die Anpassung an den Gegner und die Betonung defensiver Stabilität erkannt. In der aktuellen Auswahl hat er genug Spieler für verschiedene Systeme, von festeren Formationen mit zusätzlicher Sicherheit im Mittelfeld bis zu Varianten mit einer größeren Zahl offensiv ausgerichteter Spieler. Genau deshalb spricht die Liste nicht nur von Namen, sondern auch von der Möglichkeit, dass Frankreich sich während des Turniers taktisch verändern kann, ohne einen großen Qualitätsabfall zu erleiden.
Gruppe I bringt unterschiedliche Herausforderungen
Laut der Mitteilung des FFF wird Frankreich in Gruppe I gegen Senegal, Irak und Norwegen spielen. Senegal bringt eine körperlich starke und international erfahrene Nationalmannschaft, und das Auftaktspiel der Gruppe kann großen Einfluss auf das Kräfteverhältnis haben. Irak ist ein Gegner, der Konzentration und Geduld verlangen wird, besonders wenn Frankreich mehr Ballbesitz haben und einen tiefen Block durchbrechen müssen wird. Norwegen wiederum stellt ein europäisches Duell mit erkennbarem Angriffspotenzial dar, und das Spiel in Foxborough könnte entscheidend für die endgültige Platzierung in der Gruppe sein.
Der Spielplan wird auch eine Anpassung an verschiedene Orte in den Vereinigten Staaten von Amerika erfordern. Frankreich wird laut FFF im Gebiet von Boston stationiert sein, aber in East Rutherford, Philadelphia und Foxborough spielen. Obwohl die Entfernungen innerhalb der amerikanischen Ostküste weniger anspruchsvoll sind als in einigen anderen Gruppen, werden organisatorische Details und Erholung zwischen den Spielen wichtig sein. Die Weltmeisterschaft 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und Mexiko statt, und das erweiterte Wettbewerbsformat legt zusätzlichen Nachdruck auf die Breite des Kaders und die Qualität der Vorbereitung.
Die Vorbereitungsspiele gegen die Elfenbeinküste und Nordirland werden daher nicht nur eine Formalität sein. Sie werden Deschamps dazu dienen, den körperlichen Zustand der Spieler nach der Klubsaison zu überprüfen, die Mannschaftsteile einzuspielen und möglicherweise Zweifel im Verhältnis zwischen Mittelfeld und Angriff zu lösen. Besonders beobachtet wird der Zustand der Spieler, die nach Verletzungen zurückkehrten oder einen anspruchsvollen Saisonabschluss hatten. Laut FFF erwähnte der Trainer auf der Konferenz, dass einzelne Spieler im März wegen Verletzungen fehlten, ihre Rückkehr aber erwartet wurde, darunter Koundé, Saliba, Koné, Barcola und Mateta.
Deschamps' letzte Liste hat symbolisches Gewicht
Diese Liste hat auch eine starke symbolische Dimension, weil es sich laut FFF um Deschamps' siebte Endphase eines großen Wettbewerbs als Trainer handelt, wenn man Europa- und Weltmeisterschaften zählt. Auf der Pressekonferenz sagte er, dass die Entscheidung über die Liste eine besondere Emotion mit sich bringt, aber dass die gesamte Energie auf die bevorstehende Weltmeisterschaft gerichtet ist. FIFA hatte zuvor bekannt gegeben, dass Deschamps nach dem Turnier 2026 die Funktion des Trainers Frankreichs verlassen wird, was bedeutet, dass dies seine vierte und letzte Weltmeisterschaft auf der Bank der Nationalmannschaft sein wird.
Seine Amtszeit hat schon jetzt einen außergewöhnlichen Platz in der Geschichte des französischen Fußballs. Deschamps war Kapitän der Nationalmannschaft, die 1998 Frankreichs ersten Weltmeistertitel gewann, und danach gewann er 2018 als Trainer den zweiten. Frankreich spielte unter seiner Führung das Finale der Weltmeisterschaft 2022, und die Kontinuität der Ergebnisse festigte den Status der Nationalmannschaft als eine der stabilsten im modernen internationalen Fußball. Deshalb wird das Turnier 2026 sowohl als sportliches Ziel als auch als Schlusskapitel des langen Trainerzyklus betrachtet werden.
Für die Spieler kann ein solcher Kontext eine zusätzliche Motivation, aber auch zusätzlichen Druck bedeuten. Mbappé und seine Mitspieler gehen mit dem Ruf von Favoriten, mit einem tiefen Kader und mit einem Trainer in den Wettbewerb, der die Anforderungen des Turnierfußballs sehr gut kennt. Gleichzeitig erlaubt die Weltmeisterschaft selten, sich nur auf vergangene Erfolge zu verlassen. Frankreich wird seine Qualität in jedem Spiel bestätigen, den Rhythmus steuern, Verletzungen vermeiden und das innere Gleichgewicht in einer Kabine bewahren müssen, in der erfahrene Sieger und eine neue Generation aufeinandertreffen.
Frankreichs Kader für die Weltmeisterschaft 2026
Torhüter:
- Mike Maignan
- Robin Risser Birckel
- Brice Samba
Verteidiger:
- Lucas Digne
- Malo Gusto
- Lucas Hernandez
- Théo Hernandez
- Ibrahima Konaté
- Jules Koundé
- Maxence Lacroix
- William Saliba
- Dayot Upamecano
Mittelfeldspieler:
- N'Golo Kanté
- Manu Koné
- Adrien Rabiot
- Aurélien Tchouaméni
- Warren Zaïre-Emery
Angreifer:
- Maghnes Akliouche
- Bradley Barcola
- Rayan Cherki
- Ousmane Dembélé
- Désiré Doué
- Jean-Philippe Mateta
- Kylian Mbappé
- Michael Olise
- Marcus Thuram
Quellen:
- Fédération Française de Football – offizielle Bekanntgabe der Liste von 26 Spielern, des Vorbereitungsplans, der Basis und der Gruppenspiele (Link)
- Fédération Française de Football – offizielle Seite der letzten Auswahl mit Spielernamen nach Positionen (Link)
- Fédération Française de Football – statistische Übersicht der Liste, der Zahl der Einsätze, Tore, Klubligen und Erfahrung bei großen Wettbewerben (Link)
- Fédération Française de Football – Zusammenfassung von Deschamps' Pressekonferenz nach Bekanntgabe der Liste (Link)
- FIFA – Mitteilung über Deschamps' Ankündigung, nach der Weltmeisterschaft 2026 die Bank Frankreichs zu verlassen (Link)