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Italien dominiert Karate-Europameisterschaft in Frankfurt, Kroatien holt sechs Medaillen im starken Auftritt

Italien beendete die Karate-Europameisterschaft in Frankfurt an der Spitze des Medaillenspiegels mit vier Einzeltiteln und drei Mannschaftsgolden. Kroatien bestätigte seine Stärke mit sechs Medaillen, Titeln für Ema Sgardelli, Sadea Bećirović und Daniela Topić sowie starken Auftritten im Kumite und Para-Karate

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Italien dominiert Karate-Europameisterschaft in Frankfurt, Kroatien holt sechs Medaillen im starken Auftritt Karlobag.eu / Illustration

Italien beendete die Karate-Europameisterschaft nach den Finalkämpfen in Frankfurt an der Spitze der Rangliste

Die Karate-Europameisterschaft der Senioren 2026 endete am Sonntag, dem 24. Mai, in Frankfurt, und die italienische Nationalmannschaft verließ den Wettbewerb als erfolgreichste Delegation des Turniers. Laut der Mitteilung der Europäischen Karate Föderation gewann Italien am Ende der Meisterschaft sieben Goldmedaillen und insgesamt neun Medaillen und belegte damit den ersten Platz in der gesamten Medaillenwertung. Die Türkei und Kroatien beendeten den Wettbewerb dahinter mit jeweils sechs Medaillen und bestätigten damit, dass die Finalphase in Deutschland eine breite Verteilung des Erfolgs unter den führenden europäischen Karate-Nationen brachte. Die Meisterschaft fand vom 20. bis 24. Mai in der Eissporthalle Frankfurt statt, einer Mehrzweckhalle im Osten der Stadt, und versammelte laut Ankündigung der Organisatoren mehr als 500 Sportler aus 50 Ländern. Der Schlusstag war den Teamdisziplinen und den letzten Para-Karate-Kategorien gewidmet, während die individuellen Finalauftritte einen Tag zuvor stattfanden.

Die italienische Nationalmannschaft prägte den Schlusstag

Der größte Teil der italienischen Dominanz wurde gerade in den Teamdisziplinen bestätigt, in denen Italien drei von vier Goldmedaillen gewann. Laut dem Bericht der Europäischen Karate Föderation besiegte das italienische Männer-Kata-Team im Finale die Türkei mit 6:1 und ging damit im Vergleich zum Silber des Vorjahres einen Schritt weiter. In der Frauen-Team-Kata war Italien noch überzeugender und besiegte Portugal mit 7:0. Damit erreichte das italienische Frauen-Kata-Team nach der Bronze des Vorjahres den höchsten Platz auf dem Siegerpodest und festigte zusätzlich die Gesamtplatzierung seiner Nationalmannschaft.

Das dritte Teamgold gewann Italien im Männer-Team-Kumite. Die Europäische Karate Föderation gab an, dass das italienische Team im Finale gegen die Türkei den Kampf kontrollierte und den Titel aus dem Vorjahr verteidigte. Dieses Ergebnis hat zusätzliches Gewicht, weil es Italien den dritten Europameistertitel in Folge in dieser Disziplin brachte, was die Kontinuität seiner Stärke im kämpferischen Teamprogramm bestätigt. Das einzige Teamgold, das nicht an Italien ging, gewann Deutschland, das auf heimischer Tatami den Titel im Frauen-Team-Kumite gegen Frankreich verteidigte. Laut EKF handelte es sich um eine Neuauflage des letztjährigen Finales, und das heimische Publikum in Frankfurt spielte eine wichtige Rolle in der Atmosphäre des abschließenden Duells.

Vier einzelne italienische Goldmedaillen vor der Finalphase

Der italienische Erfolg war nicht nur auf den Teamteil der Meisterschaft beschränkt. Am Tag vor dem Ende des Turniers, am Samstag, dem 23. Mai, gewann Italien vier einzelne Goldmedaillen, was die Grundlage für den späteren Sprung an die Spitze der Gesamtwertung legte. Clio Ferracuti wurde Europameisterin im Kumite der Frauen über 68 Kilogramm, nachdem sie im Finale die Französin Clémence Péa mit 10:2 besiegt hatte. Die Europäische Karate Föderation hob hervor, dass Ferracuti von Beginn des Kampfes an dominierte und ihren ersten kontinentalen Titel nach der Bronze aus dem Jahr 2023 gewann.

Matteo Avanzini brachte Italien Gold im Männer-Kumite über 84 Kilogramm, indem er den türkischen Vertreter Uğur Aktaş mit 4:1 besiegte. Laut EKF fügte der amtierende Weltmeister damit seinem Weltmeistertitel die europäische Krone hinzu, nachdem er im vergangenen Jahr auf europäischer Ebene Bronze gewonnen hatte. Im Männer-Kumite bis 67 Kilogramm besiegte Luca Maresca den Franzosen Younesse Salmi mit 6:4 und errang den Titel in seinem ersten europäischen Finale. Das vierte einzelne italienische Gold kam in der Frauen-Kata, wo Terryana D’Onofrio ihren Europameistertitel mit einem 4:3-Sieg gegen die Spanierin Paola García Lozano verteidigte.

Kroatien unter den erfolgreichsten Nationalmannschaften

Kroatien beendete den Wettbewerb in Frankfurt unter den Nationalmannschaften mit den meisten gewonnenen Medaillen, mit insgesamt sechs Medaillen. Besonders ragte Ema Sgardelli heraus, die in der Kumite-Kategorie bis 50 Kilogramm den dritten Europameistertitel in Folge gewann. Laut dem Bericht der Europäischen Karate Föderation besiegte Sgardelli im Finale die Bulgarin Teodora Tsaneva mit 5:1 und setzte ihre Dominanzserie in ihrer Kategorie fort. Dieses Ergebnis bestätigt zusätzlich ihren Status als eine der beständigsten Wettkämpferinnen im europäischen Karate.

Das zweite kroatische Gold im individuellen Teil gewann Sadea Bećirović in der Kumite-Kategorie bis 68 Kilogramm. In ihrem ersten kontinentalen Finale besiegte sie die Französin Thalya Sombe mit 4:1. Die EKF gab an, dass Bećirović vor dieser Meisterschaft zwei Silbermedaillen von Karate One Series A-Turnieren hatte, in Frankfurt aber das größte Ergebnis ihrer Karriere erzielte. Kroatien setzte seine Goldserie auch im Para-Karate fort, wo Daniela Topić in der Frauen-Kategorie K22 die Slowakin Lucia Vlkova mit 38,4 zu 36,8 besiegte. Damit beendete Kroatien das Turnier als eine der herausragenden Nationalmannschaften, unmittelbar hinter dem führenden Italien im Gesamteindruck der Finalphase.

Frankfurt als Rückkehr Deutschlands zu großen Karate-Wettbewerben

Die Organisation der Meisterschaft in Frankfurt hatte auch einen breiteren sportlichen Kontext. Laut der Ankündigung der Europäischen Karate Föderation kehrte Deutschland mit diesem Turnier nach acht Jahren zur Organisation großer Karate-Veranstaltungen zurück, beziehungsweise nach dem Karate One Premier League-Wettbewerb, der 2018 in Berlin stattfand. Deutschland war auch früher Gastgeber großer Karate-Veranstaltungen gewesen, darunter Europameisterschaften und die Weltmeisterschaft 2014 in Bremen. Die Eissporthalle Frankfurt, eine Halle mit mehr als 3500 Plätzen für Zuschauer, diente als Zentrum des fünftägigen Wettbewerbs.

Die heimische Nationalmannschaft nutzte den Vorteil des Auftritts vor eigenem Publikum in mehreren Schlüsselmomenten. Das sichtbarste Ergebnis kam im Frauen-Team-Kumite, wo Deutschland den Europameistertitel gegen Frankreich verteidigte. Im Para-Karate gewann Anna Thorwirth Gold in der Kategorie K30 für Sportlerinnen im Rollstuhl, indem sie die Engländerin Helen Marsh mit 40,0 zu 38,7 besiegte. Das heimische Fest vervollständigte Mike Richter, der in der Kategorie K21 für Männer mit intellektuellen Beeinträchtigungen den Spanier Carlos Huertas Ruiz mit einem minimalen Vorsprung von 38,3 zu 38,2 besiegte. Laut EKF handelte es sich um einen der spannendsten Abschlüsse des Para-Karate-Programms.

Para-Karate brachte zusätzliche sportliche Geschichten der Finalphase

Der Schlusstag der Meisterschaft in Frankfurt brachte auch mehrere wichtige Ergebnisse im Para-Karate. Der französische Vertreter Nohan Dudon gewann Gold in der Kategorie K10 für Sportler mit Sehbeeinträchtigung, indem er den rumänischen Vertreter Dorin Alexe mit 41,3 zu 39,7 besiegte. In der Frauen-Kategorie K10 siegte Veronika Kamenská aus Tschechien, die die türkische Vertreterin Suna Saraçoğlu mit 40,0 zu 38,6 besiegte. Diese Ergebnisse rundeten das Programm der Para-Karate-Disziplinen ab, das auch in diesem Jahr fester Bestandteil der Senioren-Europameisterschaft war.

Die Türkei gewann Gold im Para-Karate durch Berkay Uslu in der Kategorie K30 für Sportler im Rollstuhl. Uslu besiegte in einem rein türkischen Finale Ahmet Kayra Ödemiş mit 42,0 zu 41,1. Einen Tag zuvor hatte Italien im Para-Karate zusätzliche Gründe zur Zufriedenheit, weil Federica Yakymashko den Titel in der Frauen-Kategorie K21 gewann, während Mattia Allesina in der Männer-Kategorie K22 siegte. Die EKF beschrieb Yakymashkos Sieg als bedeutende Überraschung, weil sie im Finale die ungarische Favoritin Olívia Kákosy besiegte.

Auch die Türkei, Frankreich, Aserbaidschan und Griechenland zu Europameistertiteln

Obwohl Italien die erfolgreichste Nationalmannschaft war, bestätigte die Finalphase in Frankfurt die Breite der europäischen Konkurrenz. Der türkische Kata-Athlet Enes Özdemir gewann den zweiten Europameistertitel in Folge in der Männer-Kata, indem er den Italiener Alessio Ghinami besiegte. Die Türkei kam auch durch Ömer Faruk Yürür im Männer-Kumite bis 75 Kilogramm zu Gold, wo er den Finalkampf gegen den Franzosen Kilian Ciz überzeugend mit 6:0 gewann. Laut EKF kam Yürür nach Frankfurt als Finalist, der zuvor mehrere Silbermedaillen bei Karate One Premier League-Wettbewerben hatte, und das europäische Gold markierte einen wichtigen Schritt in seiner Karriere.

Die Aserbaidschanerin Madina Sadigova gewann den Titel im Frauen-Kumite bis 55 Kilogramm mit einem 9:6-Sieg gegen die türkische Vertreterin Zümre Rezzan Im. Der griechische Vertreter Christos-Stefanos Xenos brachte die europäische Krone in der Kategorie bis 60 Kilogramm zurück, indem er den serbischen Wettkämpfer Aleksandar Vučković mit 7:0 besiegte. Die Europäische Karate Föderation gab an, dass Xenos den Titel in dieser Kategorie bereits 2024 gewonnen hatte, und das Ergebnis aus Frankfurt bestätigte seine Rückkehr an die Spitze. In der Kategorie bis 84 Kilogramm gewann Eduard Gasparian Gold, der im Finale gegen den Griechen Konstantinos Mastrogiannis nach einem 6:6-Unentschieden dank der Senshu-Regel, also des ersten unbeantworteten Punktes, siegte.

Der Wettbewerb hatte auch Qualifikationsbedeutung

Die diesjährige Europameisterschaft war nicht nur wegen der Medaillen wichtig. Laut der Ankündigung der Europäischen Karate Föderation dienten die Teamdisziplinen in Frankfurt auch als Qualifikationsweg zum Karate World Cup, der später im Verlauf der Saison stattfindet. Die EKF gab vor dem Turnier an, dass sich in den vier Teamkategorien die bestplatzierten Teams qualifizieren, darunter Gold-, Silber- und Bronzemedaillengewinner sowie ein zusätzliches fünftplatziertes Team, das vom späteren Sieger besiegt wurde. Deshalb hatten die Teamkämpfe zusätzliches wettkampfsportliches Gewicht, besonders für Nationalmannschaften, die mit dem Ziel nach Frankfurt kamen, sich einen Auftritt auf der nächsten großen internationalen Bühne zu sichern.

Das Turnier umfasste dem Format nach 12 Einzelkategorien, vier Teamdisziplinen und Para-Karate-Kategorien. Die Ausscheidungen fanden von Mittwoch bis Freitag statt, während die Medaillenkämpfe und Finals am Samstag und Sonntag angesetzt waren. Ein solcher Zeitplan ermöglichte es, dass sich die Finalphase schrittweise zu den Teamfinals hin aufbaute, die am Ende die italienische Überlegenheit zusätzlich betonten. Laut dem Abschlussbericht der EKF beendete Italien die Meisterschaft mit insgesamt neun Medaillen und sieben Goldmedaillen als führende europäische Karate-Nation in der Senioren-Konkurrenz 2026.

Medaillen bestätigten Wandel und Kontinuität im europäischen Karate

Die Frankfurter Meisterschaft zeigte gleichzeitig die Kontinuität etablierter Namen und die Ankunft neuer Champions. Terryana D’Onofrio, Enes Özdemir und Ema Sgardelli verteidigten oder setzten Serien europäischer Titel fort, während Clio Ferracuti, Luca Maresca, Sadea Bećirović und Altana Basangova wichtige Durchbrüche in der Senioren-Konkurrenz erzielten. Basangova gewann laut EKF in der Kategorie bis 61 Kilogramm Gold bei ihrem ersten internationalen Auftritt, indem sie die kroatische Vertreterin Mia Greta Zorko mit 6:4 besiegte. Solche Ergebnisse zeigen, dass sich im europäischen Karate parallel zwei wichtige Dynamiken abspielen: die Bestätigung bereits bekannter Champions und der schnelle Aufstieg neuer Wettkämpfer.

Für Italien endete die Meisterschaft in Frankfurt nahezu ideal, weil die Nationalmannschaft individuelle Erfolge, Teamdominanz und Ergebnisse im Para-Karate verband. Für Deutschland hatte das Turnier zusätzlichen Wert als Gastgeber-Rückkehr auf die Landkarte großer internationaler Karate-Veranstaltungen, mit gewonnenen Goldmedaillen und starker Unterstützung des Publikums. Kroatien bestätigte mit mehreren Titeln und insgesamt sechs Medaillen seinen Platz unter den stärksten europäischen Nationalmannschaften. Nach fünf Wettkampftagen in Frankfurt bekam das europäische Senioren-Karate neue Champions, aber auch eine klare Bestätigung, dass der Kampf um die kontinentale Spitze im weiteren Verlauf der Saison äußerst ausgeglichen bleiben wird.

Quellen:
- European Karate Federation – Abschlussbericht über die Senioren-Europameisterschaft in Frankfurt 2026 und die gesamte Medaillenwertung (link)
- European Karate Federation – Bericht über die individuellen Finals und Para-Karate-Ergebnisse des vierten Wettkampftages (link)
- European Karate Federation – Ankündigung und grundlegende Informationen über die Meisterschaft, den Ort, den Zeitplan und die Qualifikationsbedeutung der Teamdisziplinen (link)

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Schlagwörter Karate-Europameisterschaft Karate Frankfurt Italien Karate Kroatien Karate Ema Sgardelli Sadea Bećirović Daniela Topić Kumite Kata Para-Karate
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