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Schweiz besiegt Lettland 4:2 in Zürich und startet perfekt in die Eishockey-Weltmeisterschaft

Die Schweiz gewann in der Swiss Life Arena in Zürich mit 4:2 gegen Lettland und setzte ihren perfekten Start in die Eishockey-Weltmeisterschaft fort. Der Gastgeber brach den hartnäckigen lettischen Widerstand nach einem torlosen ersten Drittel, mit zwei Treffern von Damien Riat sowie wichtigen Beiträgen von Timo Meier und Dean Kukan

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Schweiz besiegt Lettland 4:2 in Zürich und startet perfekt in die Eishockey-Weltmeisterschaft Karlobag.eu / Illustration

Die Schweiz verbuchte gegen Lettland den zweiten Sieg und setzte ihren perfekten Start in die Weltmeisterschaft fort

Die Schweizer Eishockeynationalmannschaft setzte ihren perfekten Start bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 mit einem 4:2-Sieg gegen Lettland in der Swiss Life Arena in Zürich fort. Der Gastgeber des Turniers bezwang den widerstandsfähigen Gegner im zweiten und dritten Drittel, nachdem der erste Abschnitt torlos geendet hatte, und kam laut der offiziellen IIHF-Zusammenfassung zum zweiten Sieg in zwei Tagen. Die Begegnung der Vorrunde in Gruppe A wurde am 16. Mai 2026 ausgetragen, begann um 20:20 Uhr und endete um 22:36 Uhr vor 10.000 Zuschauern. Die Schweiz gab insgesamt 43 Schüsse auf das Tor ab, während Lettland mit 23 Schüssen abschloss, was genug über das Kräfteverhältnis aussagt, aber nicht darüber, wie lange die Partie offen blieb. Der lettische Torhüter Kristers Gudļevskis parierte laut offizieller Spielstatistik 39 Schüsse und hatte den größten Anteil daran, dass der Gastgeber geduldig den Weg zum Sieg suchen musste.

Der 4:2-Sieg bestätigte den ausgezeichneten Einstieg der Schweiz in die Meisterschaft, die vom 15. bis 31. Mai 2026 in der Schweiz, in Zürich und Fribourg, ausgetragen wird. Nachdem sie am Tag zuvor die Vereinigten Staaten von Amerika mit 3:1 bezwungen hatte, holte die Mannschaft von Nationaltrainer Jan Cadieux erneut drei Punkte in der regulären Spielzeit. Laut der am 17. Mai 2026 auf der offiziellen Wettbewerbsseite veröffentlichten Tabelle hatte die Schweiz nach zwei Runden sechs Punkte und ein Torverhältnis von 7:3, ebenso wie Finnland, das wegen des besseren Torverhältnisses in Gruppe A vor ihr lag. Lettland blieb nach seinem ersten Spiel im Turnier ohne Punkte, zeigte gegen den Gastgeber jedoch genug Disziplin und Widerstand, damit die Niederlage keine einfache Geschichte von Schweizer Dominanz wurde. In einem Wettbewerbsformat, in dem die vier besten Nationalteams aus jeder Gruppe ins Viertelfinale einziehen, kann jeder Punkt in der frühen Phase Bedeutung für die Tabelle, die Überkreuzung und den späteren Weg durch die K.-o.-Phase haben.

Gudļevskis hielt Lettland lange im Spiel

Der größte Teil der Partie war von Schweizer Initiative und einem außergewöhnlich beschäftigten lettischen Torhüter geprägt. Die IIHF hob in ihrem Spielbericht besonders Gudļevskis hervor, der bei seiner achten Weltmeisterschaft dem Druck des Gastgebers lange standhielt. Die Schweiz hatte im ersten Drittel 12 Schüsse auf das Tor, Lettland fünf, doch der Spielstand änderte sich nicht. Nino Niederreiter war zweimal nah an einem Treffer, und besonders gefährlich war seine Chance gegen Ende des Drittels, als der Puck nach einer Aktion hinter dem Tor am Gestänge landete. Auch Roman Josi zwang Gudļevskis in einem Vorstoß zu einer wichtigen Parade, während auf der Gegenseite Sandro Aeschlimann nach einem Durchbruch von Mārtiņš Dzierkals reagieren musste.

Laut offiziellem Spielbericht gewann die Schweiz das Schussduell insgesamt mit 43:23, und besonders deutlich war der Unterschied im zweiten Drittel, in dem der Gastgeber 22 Schüsse hatte und Lettland nur sechs. Dieser Druck brachte nicht sofort ein Tor, weil Gudļevskis mit Hilfe der Abwehr die erste Welle der Schweizer Angriffe überstand. Die IIHF führt an, dass der junge lettische Verteidiger Alberts Smits in einem Moment einen Schuss von Timo Meier blockte und seinem Torhüter in einer Phase half, in der es schien, als sei ein Treffer nur eine Frage der Zeit. Lettland war in diesem Abschnitt überwiegend gezwungen, im eigenen Drittel zu verteidigen, doch seine Organisation und Geduld hielten die Partie ergebnismäßig im Gleichgewicht. Für die Schweiz bedeutete das, dass sie den Rhythmus ohne unnötige Nervosität halten musste, insbesondere weil sie vor heimischem Publikum und in der Favoritenrolle spielte.

Meier eröffnete die Partie, Balcers antwortete schnell

Die Schweiz durchbrach Lettlands Widerstand in der 31. Minute. Laut offiziellem Spielbericht traf Timo Meier nach einem Zuspiel von Nico Hischier bei 30:10 zum 1:0, in einer Aktion, in der der Schweizer Angriff den Raum schnell nutzte und endlich eine Lücke im lettischen Block fand. Es war ein Treffer, der nach einer langen Phase heimischer Dominanz kam, die Begegnung aber nicht sofort entschied. Lettland antwortete bereits bei 31:45, als Rūdolfs Balcers nach Vorlagen von Deniss Smirnovs und Sandis Vilmanis zum 1:1 traf. Die IIHF beschrieb diese Antwort als qualitativ gut ausgeführte Aktion, in der Lettland trotz des Drucks zeigte, dass es jede Schweizer Nachlässigkeit bestrafen kann.

Diese schnelle lettische Rückkehr war ein wichtiger psychologischer Moment der Partie. Die Schweiz hatte mehr Puckbesitz, mehr Schüsse und mehr Zeit im Angriff, befand sich aber in einer Situation, in der sie den Vorsprung erneut aufbauen musste. In der Schlussphase des zweiten Drittels nutzte der Gastgeber das Überzahlspiel. Damien Riat traf bei 37:18 zum 2:1, laut Spielbericht nach Zuspielen von Sven Andrighetto und Denis Malgin, nach einer präzisen Kombination, mit der die lettische Abwehr auseinandergezogen wurde. Dieser Treffer war einer der Schlüsselmomente der Begegnung, weil er der Schweiz vor der zweiten Pause die Ergebniskontrolle zurückgab. Lettland zahlte dabei den Preis für die Strafe gegen Ralfs Freibergs, der wegen Beinstellens bestraft wurde, und das Schweizer Powerplay zeigte sich geduldig genug, um einen solchen Fehler zu bestrafen.

Kukan und Riat brachten dem Gastgeber eine ruhigere Schlussphase

Das dritte Drittel brachte eine Entwicklung, in der die Schweiz den Vorsprung bestätigte, die Ungewissheit aber nicht vollständig vermied. Dean Kukan erhöhte bei 40:59 nach Vorlagen von Fabrice Marti und Timo Meier auf 3:1. Dieser Treffer war sehr wichtig, weil er weniger als eine Minute nach Beginn des letzten Abschnitts fiel, in einem Moment, in dem Lettland noch mit einem guten Angriff auf eine Rückkehr hoffen konnte. Die Schweiz erhielt dadurch Raum für ein kontrollierteres Spiel, während Lettland mehr riskieren und sich öffnen musste. Dennoch wurde die Partie auch dann nicht zu einer einseitigen Schlussphase, weil die lettische Mannschaft weiter über schnelle Ausbrüche und Überzahlspiel nach Chancen suchte.

Damien Riat erzielte bei 52:13 sein zweites Tor der Partie und erhöhte nach Zuspielen von Simon Knak und Dean Kukan die Führung auf 4:1. Laut IIHF-Bericht war Kukan an der Aktion beteiligt, die zu Riats zweitem Treffer führte, und Knak ermöglichte mit einem präzisen Zuspiel den Abschluss, der praktisch den Sieger entschied. Riat beendete die Partie mit zwei Toren, Kukan mit einem Tor und einer Vorlage, und Meier mit einem Tor und einer Vorlage, was die Breite der Schweizer Offensivleistung zeigt. Lettland gelang es in der Schlussphase dennoch, den Rückstand zu verkürzen. Balcers stellte 14 Sekunden vor dem Ende, bei 59:46, mit seinem zweiten Treffer der Partie nach Vorlagen von Vilmanis und Smirnovs den Endstand von 4:2 her, doch dieses Tor konnte den Ausgang nicht mehr ändern.

Die Statistik bestätigte Schweizer Kontrolle, aber auch lettische Widerstandsfähigkeit

Der offizielle Spielbericht zeigt, dass die Schweiz in fast allen Hauptkennzahlen dominanter war. Der Gastgeber hatte 43 Schüsse auf das Tor, Lettland 23, und die Schweiz spielte besonders im zweiten Drittel stark, in dem das Schussverhältnis 22:6 betrug. Im Überzahlspiel nutzten beide Mannschaften jeweils eine Gelegenheit: Die Schweiz traf aus fünf Minuten und acht Sekunden Powerplay, während Lettland aus fünf Minuten und 17 Sekunden Überzahlspiel traf. Dieses Verhältnis zeigt, dass Sondersituationen nicht die einzige Quelle des Unterschieds waren, sondern dass die Schweiz das Ergebnis durch konstanten Druck, eine größere Zahl an Angriffen und bessere Kontrolle der neutralen Zone aufbaute. Lettland war andererseits in den seltenen Angriffsphasen effektiv und hielt sich länger im Spiel, als man allein aus der Zahl der Schüsse schließen könnte.

Sandro Aeschlimann parierte laut Spielbericht 21 von 23 Schüssen und verbuchte den Sieg bei seinem ersten Weltmeisterschaftseinsatz seit 2022, wie die IIHF anführt. Seine Paraden waren nicht so zahlreich wie jene von Gudļevskis, aber sie waren wichtig in Momenten, in denen Lettland aus isolierten, aber gefährlichen Situationen drohte. Besonders stach die Parade gegen Artūrs Andžāns gegen Ende des zweiten Drittels hervor, die die IIHF in ihrem Bericht als Aktion herausstellte, die zusätzlich an Wert gewann, nachdem Kukan zu Beginn des dritten Abschnitts zum 3:1 getroffen hatte. Gudļevskis war trotz der Niederlage eine der auffälligsten Figuren der Partie. Der lettische Verteidiger Oskars Batņa lobte laut IIHF seine Erfahrung, Ruhe und sein Selbstvertrauen und betonte, dass der Torhüter seine Qualitäten gut kenne.

Aussagen der Schweizer Spieler betonten Kampfgeist und Geduld

Nach der Partie hoben die Schweizer Spieler den Kampfgeist als Schlüssel zum Sieg hervor. Simon Knak sagte gegenüber der IIHF, entscheidend sei die Intensität in den Zweikämpfen gewesen und die Schweiz habe den Puck überall auf dem Eis haben wollen und am Ende einen Weg zu wichtigen Toren gefunden. Diese Aussage fasst den Schweizer Ansatz gut zusammen: Der Gastgeber brach Lettland nicht mit einem schnellen Ansturm, sondern durch wiederholten Druck, das Gewinnen freier Pucks und Beharrlichkeit in der Angriffszone. Janis Moser betonte gegenüber der IIHF ebenfalls, dass das Ergebnis das Wichtigste gewesen sei und die Schweiz die Partie größtenteils unter Kontrolle gehabt habe. Er fügte hinzu, dass Spiele gegen solche Gegner immer anspruchsvoll seien und es entscheidend sei, das eigene Spiel über alle 60 Minuten zu spielen.

Diese Aussagen sind wichtig, weil die Schweiz bei diesem Turnier nicht nur ein Ergebnisziel trägt, sondern auch die zusätzliche Last der Gastgeberrolle. Das Spielen in Zürich bringt starke Unterstützung, aber auch höhere Erwartungen, besonders nach dem Auftaktsieg gegen die USA. Gegen Lettland war gerade die Geduld eines der Zeichen der Reife der Heimmannschaft. Das torlose erste Drittel und die schnelle lettische Antwort nach Meiers Tor hätten die Partie in eine nervösere Richtung lenken können, doch die Schweiz konnte ihre Struktur halten. Nationaltrainer Jan Cadieux erhielt Beiträge aus mehreren Reihen, und das ist im Turnierformat besonders wichtig, weil der Spielplan in der Vorrunde Kaderbreite, eine gute Verteilung der Minuten und Stabilität in Sondersituationen verlangt.

Gruppe A bleibt anspruchsvoll, es folgen Spiele gegen Deutschland

Laut offiziellem IIHF-Spielplan warten nach dieser Begegnung auf beide Nationalteams Duelle mit Deutschland. Lettland spielt am 17. Mai 2026 um 20:20 Uhr in der Swiss Life Arena gegen Deutschland, während die Schweiz am 18. Mai 2026 um 20:20 Uhr am selben Ort das deutsch-schweizerische Duell bestreitet. Das bedeutet, dass Lettland nach einer schweren Partie, in der es den größten Teil des Abends unter Druck verbrachte, nicht viel Zeit zur Erholung hat. Für Lettland ist die Begegnung mit Deutschland eine Gelegenheit, in den Kampf um die Plätze einzugreifen, die ins Viertelfinale führen, insbesondere weil es nach der Niederlage gegen die Schweiz bei null Punkten blieb. In einer Gruppe, in der auch Finnland, die USA, Österreich, Großbritannien und Ungarn stehen, kann jedes direkte Duell mit Konkurrenten aus der Tabellenmitte entscheidend sein.

Die Schweiz hat andererseits nach zwei Siegen eine bessere Ausgangsposition, aber auch genügend Gründe zur Vorsicht. Nach den von der IIHF angeführten Turnierregeln bringt ein Sieg in der regulären Spielzeit drei Punkte, und die vier besten Nationalteams aus jeder Gruppe ziehen ins Viertelfinale ein, wo mit der anderen Gruppe überkreuz gespielt wird. Frühe Punkte bedeuten deshalb nicht nur einen sichereren Weg in Richtung K.-o.-Phase, sondern können auch über den Gegner im Viertelfinale entscheiden. Die Schweiz zeigte gegen Lettland, dass sie eine Partie kontrollieren kann, in der der Gegner tief verteidigt und sich auf einen gut aufgelegten Torhüter stützt, was eine wichtige Botschaft für die Fortsetzung des Turniers ist. Lettland erhielt trotz der Niederlage die Bestätigung, dass es auch gegen eine Nationalmannschaft, die zu Hause spielt, konkurrenzfähig bleiben kann, wird für die ersten Punkte aber die Zahl der zugelassenen Schüsse reduzieren und längere Phasen mit Puckbesitz im Angriffsdrittel finden müssen.

Was der Sieg für die Fortsetzung des Turniers bedeutet

Die Schweiz tat mit dem 4:2-Sieg das, was vom Gastgeber erwartet wurde, aber die Art und Weise, wie sie dazu kam, gibt einen breiteren Einblick in ihren derzeitigen Zustand. Die Mannschaft war offensiv aktiv, erhielt Wirkung von wichtigen Stürmern und behielt die Ruhe, nachdem Lettland schnell ausgeglichen hatte. Besonders wichtig ist die Tatsache, dass das zweite Schweizer Drittel eine große Zahl an Schüssen und zwei Tore hervorbrachte, weil solche Druckphasen bei Turnieren im kurzen Format oft entscheidend sind. Der Gastgeber zeigte zugleich, dass er genügend Lösungen für geschlossene Spiele hat, einschließlich Toren bei Fünf gegen Fünf und im Powerplay. Wenn die Schweiz dieses Druckniveau in den weiteren Verlauf der Gruppe überträgt, wird sie eine realistische Grundlage für den Kampf um eine hohe Platzierung in Gruppe A haben.

Lettland kann aus der Niederlage mehrere klare Schlüsse ziehen. Gudļevskis bestätigte, dass er die Mannschaft tragen und sie gegen einen ausgesprochen offensiven Gegner im Spiel halten kann, Balcers zeigte mit zwei Treffern Abschlussqualität, und Vilmanis und Smirnovs waren wichtig bei der Entstehung der lettischen Tore. Doch die offizielle Schussstatistik und lange Phasen Schweizer Kontrolle zeigen ein Problem, das Lettland bereits in den nächsten Spielen lösen muss. Ohne längeren Puckbesitz und eine größere Zahl an Angriffen ist es schwer, ein stabiles Punktesammeln gegen Gegner zu erwarten, die ständig Druck ausüben können. In Zürich verzögerte Lettland die Schweizer Feier lange, aber am Ende rechtfertigte der Gastgeber die Favoritenrolle und blieb nach den ersten zwei Auftritten bei maximaler Ausbeute.

Quellen: - IIHF – offizieller Spielbericht Schweiz - Lettland und Aussagen der Beteiligten (link) - IIHF – offizieller Spielplan, Ergebnisse und Tabellen der Weltmeisterschaft 2026 (link) - IIHF – offizielle Spielzusammenfassung, Torschützen, Torhüter und Statistik (link) - IIHF – Regeln des Wettbewerbsformats und der Punktevergabe bei der Weltmeisterschaft 2026 (link)

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Schlagwörter Schweiz gegen Lettland Eishockey-Weltmeisterschaft Eishockey Zürich Swiss Life Arena Damien Riat Timo Meier Dean Kukan Lettland Schweiz
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