Sport

Schweiz deklassiert Ungarn 9:0 bei der Eishockey-WM mit Rekord-Hattrick von Roman Josi

Die Schweiz besiegte Ungarn bei der Eishockey-WM in Zürich klar mit 9:0. Roman Josi prägte das Spiel mit einem Rekord-Hattrick, während Leonardo Genoni erneut ohne Gegentor blieb. Der Gastgeber bestätigte seine offensive Tiefe und seine hohen Ambitionen vor dem Gruppenfinale

· 11 Min. Lesezeit
Schweiz deklassiert Ungarn 9:0 bei der Eishockey-WM mit Rekord-Hattrick von Roman Josi Karlobag.eu / Illustration

Die Schweiz überrollte Ungarn mit 9:0 und setzte ihre perfekte Serie bei der heimischen Weltmeisterschaft fort

Die Schweizer Eishockeynationalmannschaft der Männer erzielte einen der überzeugendsten Siege des bisherigen Verlaufs der Weltmeisterschaft, indem sie Ungarn in der Swiss Life Arena in Zürich mit 9:0 besiegte. Der Gastgeber des Turniers setzte damit seine perfekte Serie in Gruppe A fort und festigte zusätzlich seine Position unter den stärksten Mannschaften des Wettbewerbs. Laut dem offiziellen Bericht der Internationalen Eishockey-Föderation wurde die Partie am 23. Mai 2026 in der Vorrunde ausgetragen, und die Schweiz hatte nach sechs Auftritten sechs Siege und eine Tordifferenz von 35:5. Ungarn blieb hingegen am Tabellenende der Gruppe, mit drei gewonnenen Punkten und einer immer schwierigeren Aufgabe in der Schlussphase der ersten Runde. Das Ergebnis von 9:0 war nicht nur eine Bestätigung des Qualitätsunterschieds, sondern auch ein Hinweis auf die Breite des Schweizer Angriffs, denn Spieler aus mehreren Angriffsreihen trugen sich in die Torschützenliste ein.

Roman Josi prägte die Partie mit einem Rekord-Hattrick

Die zentrale Figur des Duells war der Schweizer Kapitän Roman Josi, der drei Tore erzielte und laut IIHF-Bericht den Hattrick in nur vier Minuten und 45 Sekunden komplettierte. Damit brach er den früheren Rekord, den 2007 der Kanadier Shane Doan aufgestellt hatte, dessen Hattrick bei der Weltmeisterschaft sechs Minuten und 35 Sekunden gedauert hatte. Josi eröffnete die Partie mit einem Treffer in der Schlussphase des ersten Drittels, und dann lenkte er zu Beginn des zweiten Abschnitts mit zwei schnellen Toren die Begegnung praktisch in Richtung eines überzeugenden Schweizer Sieges. Seine Leistung hatte auch eine historische Dimension, denn laut IIHF kam er auf 53 Punkte in 70 Spielen bei Weltmeisterschaften und kletterte damit auf den dritten Platz unter den produktivsten Verteidigern in der Geschichte dieses Wettbewerbs. Für den Spieler der Nashville Predators war es eine Partie, in der individuelle Klasse, Kapitänsverantwortung und die große Dominanz der Mannschaft vor heimischem Publikum zusammenkamen.

Josi traf erstmals in der 19. Minute, nachdem die Schweiz den ungarischen Widerstand lange gebrochen hatte. Der ungarische Torhüter Adam Vay hielt seine Nationalmannschaft im ersten Drittel im Spiel, und Ungarn gelang es auch, einen Schweizer Treffer nach einer Challenge wegen Abseits aberkennen zu lassen. Dennoch öffnete Josi bei 18:09 mit einer Einzelaktion Raum für einen Schuss und schickte den Puck hinter Vay. Bereits nach 29 Sekunden des zweiten Drittels führte die Schweiz mit 2:0, erneut durch Josi, und den dritten Treffer erzielte der Kapitän in einer Überzahlsituation. Danach kam die Partie in einen Rhythmus, dem Ungarn nicht mehr folgen konnte.

Das zweite Drittel wurde zu einer Schweizer Machtdemonstration

Der entscheidende Unterschied entstand im zweiten Drittel, in dem die Schweiz gleich sechs Tore erzielte. Laut dem offiziellen Text der IIHF ist der Gastgeber bei dieser Meisterschaft besonders in den mittleren Spielabschnitten effizient, und gegen Ungarn war dieses Muster am deutlichsten ausgeprägt. Nach Josis Treffern trafen auch Timo Meier, Denis Malgin, Calvin Thurkauf, Sven Andrighetto und, in der Schlussphase der Partie, Simon Knak ins Netz. Die ungarische Abwehr kam nur schwer aus dem eigenen Drittel heraus, und die Erschöpfung war zusätzlich sichtbar, nachdem die Nationalmannschaft am Vortag eine Begegnung gegen Deutschland gespielt hatte. Der ungarische Stürmer Istvan Terbocs räumte gegenüber der IIHF ein, dass es gegen solche Gegner besonders schwer sei, dem Druck im zweiten Drittel standzuhalten, wenn die Mannschaft oft in der Defensivzone gefangen bleibe und Energie verliere.

Der Torhüterwechsel stoppte den Schweizer Ansturm nicht. Adam Vay verließ Mitte des zweiten Drittels das Tor und wurde durch Bence Balizs ersetzt, doch Ungarn fand auch danach keine Stabilität. Die Schweiz kreiste weiter um das ungarische Tor, wechselte schnell die Angriffsseiten und nutzte jeden Fehler beim Herausspielen aus der Zone. Denis Malgin erhöhte die Führung weiter, Andrighetto beendete die Partie mit fünf Punkten, einem Tor und vier Vorlagen, und Thurkauf wurde zum 15. Schweizer Spieler, der bei diesem Turnier traf. Eine solche Angabe zeigt gut, wie sehr die Schweizer Leistung nicht nur auf einer Reihe oder einigen Stars beruhte, sondern auf der Tiefe des gesamten Kaders.

Leonardo Genoni hielt sein Netz sauber

Obwohl der Schweizer Angriff die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog, war der defensive Teil der Arbeit ebenso überzeugend. Torhüter Leonardo Genoni parierte zehn ungarische Schüsse und kam zu seinem zweiten aufeinanderfolgenden Shutout mit 9:0, nachdem die Schweiz zuvor Österreich mit demselben Ergebnis besiegt hatte. Die IIHF gibt an, dass dies Genonis 14. Shutout bei Weltmeisterschaften war, womit er seinen Status als einer der zuverlässigsten Torhüter im Nationalmannschaftseishockey weiter festigte. Ungarn war einem Ehrentreffer in der Schlussphase am nächsten, als Marton Nemes die Chance hatte, den Rückstand zu verkürzen, aber Genoni stoppte auch diesen Versuch. Der Schweizer Torhüter hatte keine große Zahl von Paraden, blieb aber in den seltenen Momenten konzentriert, in denen Ungarn zu ernsthafteren Chancen kam.

Die Schweizer Abwehr hielt Ungarn über weite Strecken der Partie weit von den gefährlichen Zonen entfernt. Der Gastgeber presste hoch, schloss schnell die Räume an der Bande und zwang den Gegner zu unkontrollierten Puckbefreiungen. Unter solchen Umständen gelang es Ungarn nicht, längere Angriffe zu entwickeln, und jeder verlorene Puck eröffnete einen neuen Schweizer Gegenstoß. Besonders wichtig war, dass die Schweiz auch bei hoher Führung ihre Spielstruktur nicht verlor. Statt nachzulassen, kontrollierte sie weiter den Rhythmus und verhinderte damit jeden Versuch einer ungarischen Rückkehr oder wenigstens einer Abmilderung der Niederlage.

Der Turniergastgeber bestätigte seine Ambitionen vor der Schlussphase der Gruppe

Die Weltmeisterschaft 2026 findet vom 15. bis 31. Mai in der Schweiz, in Zürich und Fribourg, statt, und die heimische Nationalmannschaft trägt ihre Spiele der Gruppe A in der Swiss Life Arena aus. Nach den offiziellen Wettbewerbsdaten hatte die Schweiz nach dem Sieg gegen Ungarn die maximalen 18 Punkte aus sechs Spielen, während Finnland vor der Fortsetzung des Programms ebenfalls mit der maximalen Ausbeute aus fünf Begegnungen an der Spitze der Gruppe stand. Das machte das Duell zwischen der Schweiz und Finnland, angekündigt für die Schlussphase der Vorrunde, zu einem direkten Kampf um den ersten Platz in der Gruppe. Für den Gastgeber war der Sieg über Ungarn nicht nur punktemäßig wichtig, sondern auch psychologisch, weil er nach einer Reihe überzeugender Auftritte kam und bestätigte, dass die Schweiz mit dem Druck des Ausrichters und Favoriten gut zurechtkommt.

In Gruppe A befinden sich die Schweiz, Finnland, Österreich, Deutschland, Lettland, die Vereinigten Staaten von Amerika, Ungarn und Großbritannien. Laut der IIHF-Tabelle vom 24. Mai führte die Schweiz mit sechs Siegen, während Ungarn nach fünf Spielen Siebter war, mit einem Sieg und vier Niederlagen. Eine solche Reihenfolge erhöht zusätzlich die Bedeutung der letzten ungarischen Spiele gegen die Vereinigten Staaten von Amerika und Lettland. In einem Wettbewerbssystem, in dem jeder Fehler in der Schlussphase der Gruppe die Platzierung und den Kampf um den Klassenerhalt beeinflussen kann, ließ die schwere Niederlage gegen die Schweiz Ungarn nur sehr begrenzten Spielraum zur Korrektur. Die Schweiz hingegen verbesserte mit diesem Sieg ihre Tordifferenz zusätzlich und sicherte sich eine starke Ausgangsposition für die K.-o.-Phase.

Swiss Life Arena als Zentrum der Schweizer Eishockeyeuphorie

Die Partie wurde in der Swiss Life Arena in Zürich ausgetragen, einer modernen Halle, die 2022 eröffnet wurde und sonst die Heimat der ZSC Lions ist. Nach verfügbaren Angaben zur Halle beträgt die Kapazität rund 12.000 Zuschauer, und die Arena ist während der Meisterschaft einer der beiden Hauptspielorte neben der BCF Arena in Fribourg. Die heimische Atmosphäre spielte eine wichtige Rolle im Rhythmus der Partie, besonders nach den schnellen Toren im zweiten Drittel, als die ungarische Abwehr unter dem Druck zu zerfallen begann. Die Schweiz spielte in diesem Umfeld mit großer Energie, und jeder neue Treffer hob die Stimmung zusätzlich. Für eine Nationalmannschaft, die seit Jahren zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten gehört, bringt der Auftritt vor heimischem Publikum auch zusätzliche Verantwortung mit sich, aber die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Mannschaft diesen Druck in einen Vorteil verwandelt hat.

Die Schweiz hat in den vergangenen Jahren den Status einer der stabilsten europäischen Nationalmannschaften aufgebaut. Die IIHF führt im Profil des Schweizer Verbands an, dass es sich um ein Land mit entwickelter Infrastruktur, einer großen Zahl registrierter Spieler und einer starken heimischen Liga handelt, was sich auch in den Ergebnissen der Nationalmannschaft widerspiegelt. Eine Mannschaft, die Spieler wie Josi, Meier, Malgin, Andrighetto und Nico Hischier im Kader hat, verfügt über eine Kombination aus NHL-Erfahrung, Tempo und technischer Qualität. Gegen Ungarn war dieser Unterschied in fast jedem Segment sichtbar: in der Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung, der Präzision der Pässe, der Bewegung ohne Puck und der Fähigkeit, Fehler des Gegners sofort in Tore umzuwandeln.

Ungarn unter Druck nach einer schweren Niederlage

Für Ungarn war die 0:9-Niederlage ein schwerer Schlag, aber auch ein realistischer Hinweis auf den Unterschied im Vergleich zu einer der stärksten Nationalmannschaften der Gruppe. Die Mannschaft zeigte in den ersten 20 Minuten Disziplin und Opferbereitschaft, doch nach dem ersten Schweizer Treffer fand sie immer schwerer einen Weg, den heimischen Druck zu stoppen. Die IIHF übermittelte in ihrem Bericht Terbocs' Einschätzung, dass gegen Spitzenmannschaften jede leichte Chance fast sicher mit einer Bestrafung ende. Genau das passierte Ungarn: mehrere verlorene Pucks, Müdigkeit in der Defensivzone und fehlende Zeit für Wechsel verwandelten sich in eine Serie von Toren, die die Partie bereits vor dem Ende des zweiten Drittels entschied. Im weiteren Verlauf der Meisterschaft musste Ungarn Punkte in Spielen suchen, die vom Profil der Gegner her direkter mit seinen Zielen verbunden waren.

Trotz der hohen Niederlage ist es für Ungarn wichtig, die Wettbewerbsstruktur zu bewahren und einen zusätzlichen Verlust des Selbstvertrauens zu vermeiden. In solchen Spielen wird der Unterschied in der individuellen Qualität oft besonders sichtbar, nachdem der Favorit zwei oder drei Tore Vorsprung herausgespielt hat. Gegen die Schweiz versuchte Ungarn, Schüsse zu blocken und das Spiel an der Bande zu verlangsamen, hatte aber nicht genug Scheibenbesitz und nicht genug Ausgänge aus der Zone, um den Druck auf die Torhüter zu verringern. Laut dem offiziellen Spielplan warteten nach dieser Begegnung Duelle mit den Vereinigten Staaten von Amerika und Lettland, was bedeutet, dass es nicht viel Zeit zur Erholung gab. In einem solchen Rhythmus war es am wichtigsten, die Niederlage schnell abzuhaken und sich auf die Spiele zu konzentrieren, in denen ein konkreterer Punkteertrag gesucht werden kann.

Schweizer Sieg als Botschaft an die Konkurrenz

Der 9:0-Sieg gegen Ungarn fügte sich in den breiteren Eindruck ein, dass die Schweiz auf heimischem Eis mit großem Selbstvertrauen und einer klaren Angriffsidee spielt. Laut IIHF-Statistik hatte sie nach sechs Spielen 35 erzielte und nur fünf kassierte Tore, was die Balance zwischen Angriffseffizienz und defensiver Disziplin zeigt. Besonders beeindruckend ist, dass die Mannschaft in mehreren Begegnungen die Gegner im zweiten Drittel brach, wenn meist die Tiefe des Kaders und die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung eines hohen Tempos sichtbar werden. Andrighetto hielt nach der Partie mit 13 Punkten die Spitze der Scorerwertung des Turniers, während Malgin, Meier, Hischier und Josi zusätzlich bestätigten, dass die Schweiz mehrere Gefahrenreihen hat. Eine solche Verteilung der Leistung wird in der Schlussphase entscheidend sein, wenn sich Gegner taktisch auf einen Star vorbereiten können, aber das gesamte Angriffssystem schwer ausschalten können.

Die Partie gegen Ungarn war daher nicht nur ein routinemäßiger Sieg des Favoriten gegen den Außenseiter. Sie war eine Bestätigung, dass die Schweiz genug Breite, Erfahrung und Qualität besitzt, um sich gleichberechtigt in den Kampf um die höchste Platzierung einzuschalten. Der Gastgeber gewann die Partie ohne Gegentor, mit einem Kapitän, der einen Rekordmoment schrieb, und mit einem Angriff, der zeigte, dass er aus fast jeder Situation bestrafen kann. Ungarn wird in den abschließenden Gruppenspielen eine Antwort suchen müssen, während auf die Schweiz ein direktes Kräftemessen mit Finnland und danach der Kampf in der K.-o.-Phase wartet. Nach einer solchen Vorstellung in Zürich ist klar, dass jede Nationalmannschaft, die die Schweiz stoppen will, einen Weg finden muss, ihren Druck im mittleren Drittel zu überstehen und gleichzeitig eine Abwehr zu überwinden, die bislang sehr wenig Raum lässt.

Quellen:
- IIHF – offizieller Bericht zum Spiel Schweiz – Ungarn, Angaben zu Torschützen, Rekorden von Roman Josi und Spielverlauf (link)
- IIHF – offizielle Seite der Weltmeisterschaft 2026, Spielplan, Tabellen und grundlegende Angaben zum Wettbewerb (link)
- Hockey Canada – Zusammenfassung des Spiels Ungarn – Schweiz, Datum, Ort, Wettbewerbsphase und Endergebnis (link)
- IIHF – Profil des Schweizer Eishockeyverbands und Angaben zum Schweizer Eishockey (link)
- Flashscore News – Überblick über die Austragungsorte der Weltmeisterschaft 2026 und Angaben zur Swiss Life Arena (link)

PARTNER

Zurich

Unterkünfte prüfen
Schlagwörter Schweiz Ungarn 9:0 Eishockey-WM Roman Josi Leonardo Genoni Swiss Life Arena Zürich IIHF Eishockey
EMPFOHLENE UNTERKUNFT

Zurich

Unterkünfte prüfen

Newsletter — Top-Events der Woche

Eine E-Mail pro Woche: Top-Events, Konzerte, Sportspiele, Preisalarme. Sonst nichts.

Kein Spam. Abmeldung mit einem Klick. DSGVO-konform.