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Vodnjanština erleben: kostenlose Führung durch Peroj, St.-Spyridon-Kirche und historische Küste Portić

Die kostenlose Führung durch Peroj am 16. Mai 2026 führt zur St.-Spyridon-Kirche, zur St.-Stephans-Kirche, zum Hafen Portić und zur Geschichte der montenegrinisch-orthodoxen Gemeinschaft. Dieser praktische Guide zeigt, was man sehen sollte, wann man kommt, wie man den Besuch plant und warum Peroj mehr ist als ein Badeort

· 10 Min. Lesezeit

Ein kostenloser Spaziergang durch Peroj eröffnet einen neuen Zyklus des Programms „Erlebe die Gegend von Vodnjan“

Der Tourismusverband der Stadt Vodnjan organisiert am Samstag, dem 16. Mai 2026, eine kostenlose Führung „Erlebe die Gegend von Vodnjan – Lerne Peroj kennen“, die einer der bekanntesten Siedlungen im Gebiet von Vodnjan gewidmet ist. Laut dem Veranstaltungskalender des Tourismusverbandes der Stadt Vodnjan beginnt die Führung um 11 Uhr und dauert bis 12.30 Uhr; der Treffpunkt ist vor der Kirche des heiligen Spyridon in Peroj angekündigt. Das Programm steht Besucherinnen und Besuchern sowie der lokalen Bevölkerung offen und ist als interpretativer Spaziergang durch Geschichte, sakrales Erbe und Identität eines Ortes gedacht, der sich in Istrien durch seine außergewöhnlich vielschichtige Vergangenheit auszeichnet. Die Teilnahme ist kostenlos, wodurch diese Führung allen zugänglich ist, die Peroj jenseits des üblichen touristischen Blicks auf Küste und Strände kennenlernen möchten.

Peroj liegt im südwestlichen Teil Südis­triens, in der Nähe von Vodnjan und Fažana, in einem Raum, der mediterrane Landschaft, Meer, sakrale Denkmäler und Spuren verschiedener historischer Epochen miteinander verbindet. In der Ankündigung des Programms wird betont, dass die erste diesjährige Tour des Zyklus „Erlebe die Gegend von Vodnjan“ gerade Peroj gewidmet ist, einer Siedlung, die über die Jahrhunderte ihre eigene kulturelle und religiöse Identität geformt hat. Diese Wahl ist kein Zufall: Peroj ist bekannt für seine montenegrinische orthodoxe Gemeinschaft, die Kirche des heiligen Spyridon, die alte Kirche des heiligen Stephan und den Küstenraum, der über Jahrhunderte mit Seefahrt und Handel verbunden war. Interessierte Besucher, die einen längeren Aufenthalt in der Umgebung planen, können dabei auch nach Unterkünften in der Nähe von Peroj und Vodnjan suchen, besonders wenn sie die Führung mit einer Besichtigung der weiteren Gegend von Vodnjan verbinden möchten.

Eine Siedlung, deren Schichten von der Vorgeschichte bis zur venezianischen Zeit gelesen werden können

Nach touristischen und kulturellen Beschreibungen der Gegend von Vodnjan reichen die Wurzeln von Peroj tief in die Vergangenheit, und Spuren des Lebens in diesem Gebiet werden mit der vorgeschichtlichen und römischen Zeit in Verbindung gebracht. In den ursprünglichen Beschreibungen des Ortes wird angeführt, dass der Raum in römischer Zeit unter den Namen Praetoriolum beziehungsweise Casale Petriolo bekannt war, während seine Erwähnung im historischen Kontext auch mit der Rižana-Versammlung aus dem Jahr 804 verbunden wird. Solche Angaben weisen darauf hin, dass Peroj nicht erst als neuzeitliche Siedlung entstanden ist, sondern als Raum langanhaltender Kontinuität, in dem sich wirtschaftliche, religiöse und demografische Einflüsse abwechselten. Gerade deshalb ist die geführte Besichtigung nicht nur ein Spaziergang von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, sondern eine Gelegenheit, zu verstehen, wie lokale Identität durch mehrere historische Schichten entstanden ist.

Ein großer Wendepunkt in der Geschichte von Peroj ereignete sich nach der Zeit der Epidemien und der Entvölkerung, die Teile Istriens erfassten. Im ursprünglichen Text wird angegeben, dass dieses Gebiet nach der großen Pest von 1561 dank Initiativen venezianischer Verwalter allmählich wieder besiedelt wurde. In der Zeit vom Ende des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts kamen Familien griechisch-orthodoxen Glaubens aus Montenegro nach Peroj, wobei besonders die Ansiedlung im Jahr 1657 hervorgehoben wird, die in der Kultur des Ortes dauerhafte Spuren hinterließ. Nach Angaben des Tourismusverbandes Vodnjan zur Kirche des heiligen Spyridon hatten die orthodoxen Montenegriner, die sich 1657 in Peroj niederließen, anfangs keine Erlaubnis zum Bau einer eigenen Kirche, sondern nutzten für religiöse Riten die griechisch-orthodoxe Kirche des heiligen Nikolaus in Pula.

Der heilige Spyridon als Zentrum der geistlichen Identität von Peroj

Der zentrale Punkt des Treffens am Samstag wird die Kirche des heiligen Spyridon sein, eines der wichtigsten Symbole Perojs und seiner orthodoxen Gemeinschaft. Nach Angaben des Tourismusverbandes Vodnjan erhielten die Bewohner von Peroj erst 1788, nach 130 Jahren, von der Republik Venedig die Genehmigung zum Bau einer eigenen Kirche, während die Kirche des heiligen Spyridon ihre heutige Gestalt im Jahr 1834 erhielt. Diese Zeitspanne zeigt, wie stark die Frage der Kirche mit der Stellung der zugewanderten Familien, ihrer religiösen Praxis und dem Bedürfnis verbunden war, in der neuen Heimat ein eigenes geistliches Zentrum zu errichten. Deshalb kann die Kirche nicht nur als sakrales Bauwerk betrachtet werden, sondern auch als historisches Dokument über Migrationen, Anpassung und Bewahrung der Identität.

In der Kirche werden, laut der offiziellen Beschreibung des Tourismusverbandes Vodnjan, Ikonen und eine Ikonostase aus dem 16. Jahrhundert mit Darstellungen griechischer Heiliger aufbewahrt. Der heilige Spyridon, dem die Kirche geweiht ist, wird in der Überlieferung als Wundertäter und Beschützer der Seeleute erwähnt, und mit seinem Namen ist die Legende von der Beruhigung eines Sturms verbunden, damit Schiffe sicher in den Hafen gelangen konnten. Eine solche Überlieferung ist besonders verständlich in einem Küstenraum, in dem Meer, Schifffahrt und kleine Häfen eine wichtige Rolle im Alltag spielten. Neben der Kirche befindet sich ein Glockenturm mit Kuppel aus dem Jahr 1860, und dahinter liegt ein orthodoxer Friedhof, der zusätzlich von der Besonderheit Perojs innerhalb der istrischen religiösen und kulturellen Landschaft zeugt.

Die Kirche des heiligen Stephan: ein Denkmal mit sichtbaren Spuren einer bewegten Geschichte

Ein weiterer wichtiger Punkt der Führung wird die Kirche des heiligen Stephan sein, die am Rand der alten Siedlung liegt. Im ursprünglichen Text heißt es, dass angenommen wird, sie sei zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert erbaut worden, während in Restaurierungsberichten hervorgehoben wird, dass konservatorische und archäologische Untersuchungen auf das 11. Jahrhundert als Entstehungszeit hinweisen. Die Kirche war ursprünglich ein einschiffiges Bauwerk mit drei quadratischen Apsiden an der Ostseite, was sie für das Verständnis frühmittelalterlicher Sakralarchitektur in Istrien außerordentlich interessant macht. Ihre Geschichte verlief jedoch nicht geradlinig: Nach Veränderungen im religiösen und gesellschaftlichen Leben Perojs verlor das Gebäude mit der Zeit seine ursprüngliche sakrale Funktion.

Laut dem Bericht von Regional Express über den Abschluss der Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten war die Kirche des heiligen Stephan während des 17. und 18. Jahrhunderts vernachlässigt, und die österreichische Herrschaft nationalisierte und verkaufte sie später. Das Gebäude wurde anschließend umgebaut und an eine wirtschaftliche Nutzung angepasst, sodass es fast zwei Jahrhunderte lang als Stall und Lagerraum diente. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es als Kulturdenkmal registriert, und das Kaufverfahren wurde im Jahr 2000 abgeschlossen, als es Eigentum der Stadt Vodnjan wurde. Diese Angabe ist wichtig für das Verständnis der heutigen Erneuerung: Es handelt sich um ein Denkmal, das Vernachlässigung, Umnutzungen und bauliche Veränderungen überstanden hat, aber gerade deshalb einen außergewöhnlich vielschichtigen historischen Wert bewahrt hat.

Die Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten brachten laut demselben Bericht neue Erkenntnisse über das ursprüngliche Aussehen der Kirche, unter anderem über einen möglichen Glockenturm an der Fassade und über Reste von Wandmalereien in zwei Schichten. In der Kirche sind Fragmente von Fresken erhalten, und im ursprünglichen Text werden auch Reliefs, Wandmalereien sowie ein gemauertes Grab innerhalb des Gebäudes selbst erwähnt. Die Arbeiten wurden von 2008 bis 2013 durchgeführt, danach wurde die Kirche erneut als Kulturobjekt geöffnet. Die Besonderheit der Erneuerung lag darin, dass die Spuren späterer Umnutzungen nicht ausgelöscht wurden, sondern verschiedene Schichten der Vergangenheit erhalten blieben, sodass Besucher heute sowohl den sakralen Kern als auch die Folgen einer langen Phase der Entsakralisierung sehen können.

Die Küste von Peroj, Portić und die maritime Verbindung mit Vodnjan

Peroj lässt sich nicht ohne seine Küste, Kalksteinfelsen, Kiesstrände und kleinen Buchten verstehen, die sich in Richtung Portić und Marić erstrecken. Im ursprünglichen Text wird hervorgehoben, dass der kleine Hafen Portić über Jahrhunderte ein wichtiger Hafen Vodnjans war, über den mit Venedig und anderen adriatischen Städten Handel betrieben wurde. Dieses Detail verbindet das Hinterland der Gegend von Vodnjan mit dem Meer und zeigt, dass die Geschichte des Ortes nicht nur mit Kirchen und Besiedlung verbunden ist, sondern auch mit Wirtschaft, Verkehr und den alltäglichen Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung. Das Meer war in diesem Raum Nahrungsquelle, Verkehrsweg und Verbindung zu größeren politischen und Handelssystemen.

Eine solche Küstenlage verleiht den Legenden über den heiligen Spyridon als Beschützer der Seeleute zusätzlichen Kontext, erklärt aber auch, warum sich Peroj als Ort entwickelte, an dem sich ländliche und maritime Identität begegnen. Der Spaziergang durch die Siedlung und ihre sakralen Punkte kann daher zur Küste fortgesetzt werden, wo Geschichte in der Landschaft ebenso lesbar ist wie in der Architektur. Kalksteinfelsen, mediterrane Vegetation und kiesige Küstenabschnitte sind heute Teil des touristischen Bildes des Ortes, doch in der Vergangenheit waren sie Teil des Arbeitsraums der Bewohner, die von Land, Meer und Handel lebten. Gerade diese Verbindung von Raum und Geschichte ist einer der Werte interpretativer Führungen, wie sie der Tourismusverband der Stadt Vodnjan organisiert.

Ein Programm, das Bewohner, Besucher und lokales Erbe verbindet

Der Zyklus „Erlebe die Gegend von Vodnjan“ fügt sich in den breiteren Trend geführter kultureller Spaziergänge ein, durch die lokales Erbe über Erzählung, unmittelbaren Kontakt mit dem Raum und fachkundige Deutung nähergebracht wird. Laut der Ankündigung des Tourismusverbandes der Stadt Vodnjan ist die Führung durch Peroj Teil eines Programms, mit dem die reiche Geschichte, Tradition und das kulturelle Erbe der Gegend von Vodnjan nähergebracht werden sollen. Solche Inhalte haben besonderen Wert in Reisezielen, die nicht nur durch eine einzige Attraktion definiert sind, sondern durch ein Netz kleinerer, aber inhaltlich starker Lokalitäten. Im Fall von Peroj macht gerade die Kombination aus orthodoxem Erbe, frühmittelalterlicher Kirche, Küste und montenegrinischer historischer Schicht die Siedlung wiedererkennbar.

Für Besucher ermöglicht der geführte Spaziergang das Verständnis von Details, die bei einer selbstständigen Besichtigung leicht übersehen werden: warum die Kirche des heiligen Spyridon für die Identität des Ortes wichtig ist, warum die Kirche des heiligen Stephan auch nach Jahrhunderten der Vernachlässigung wertvoll ist, wie Portić mit dem Handel Vodnjans verbunden ist und weshalb Peroj oft als einer der authentischsten Orte Südis­triens beschrieben wird. Für die lokale Bevölkerung können solche Programme eine Erinnerung an die historischen Schichten sein, die sich in unmittelbarer Umgebung befinden. Zugleich öffnet sich Raum für eine nachhaltige Präsentation des Erbes, bei der der Schwerpunkt nicht auf Massenbesuch liegt, sondern auf Verständnis und Bewahrung.

Praktische Informationen für Teilnehmende der Führung

Die Führung „Erlebe die Gegend von Vodnjan – Lerne Peroj kennen“ findet am Samstag, dem 16. Mai 2026, mit Beginn um 11 Uhr statt. Laut Veranstaltungskalender des Tourismusverbandes der Stadt Vodnjan ist die vorgesehene Dauer des Programms bis 12.30 Uhr, und der Treffpunkt befindet sich vor der Kirche des heiligen Spyridon in Peroj. Die Teilnahme ist kostenlos, und das Programm richtet sich an alle, die Geschichte, Tradition und Besonderheiten der Siedlung durch einen geführten Spaziergang kennenlernen möchten. Da die Führung im Freien stattfindet und die Besichtigung des Siedlungsraums umfasst, wird bequemes Schuhwerk empfohlen sowie die Planung, einige Minuten vor Beginn anzukommen.

Peroj ist im touristischen Angebot der Gegend von Vodnjan gerade deshalb interessant, weil es auf relativ kleinem Raum Küstenlandschaft, sakrale Denkmäler und lebendige Erinnerung an die Ansiedlung vereint. Das Programm am Samstag wird nicht nur eine Vorstellung einzelner Sehenswürdigkeiten sein, sondern ein Spaziergang durch die Geschichte eines Ortes, dem es laut verfügbaren offiziellen und lokalen Quellen gelungen ist, über mehr als dreieinhalb Jahrhunderte seit der Ansiedlung montenegrinischer Familien eine erkennbare Identität zu bewahren. Die Kirche des heiligen Spyridon, die Kirche des heiligen Stephan, Portić und die Küste von Peroj bilden zusammen einen Rahmen für das Verständnis einer Siedlung, in der Geschichte nicht nur in Archivdaten zu finden ist, sondern auch im Raum, den man täglich durchquert.

Quellen:
- Tourismusverband der Stadt Vodnjan – Veranstaltungskalender mit dem Termin des Programms „Erlebe die Gegend von Vodnjan – Lerne Peroj kennen“ (Link)
- Tourismusverband der Stadt Vodnjan – Beschreibung der Kirche des heiligen Spyridon, der Geschichte der Ansiedlung, der Ikonostase und des Glockenturms (Link)
- Visit Vodnjan / Kroatische Zentrale für Tourismus – touristische und kulturelle Beschreibung von Peroj und seines orthodoxen Erbes (Link)
- Istra.hr – Überblick über das sakrale Erbe Istriens und die Kirche des heiligen Stephan in Peroj (Link)
- Regional Express – Bericht über die Restaurierung der Kirche des heiligen Stephan in Peroj und konservatorische Befunde (Link)

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