Barcelona besiegte Füchse Berlin in Köln und gewann den Titel der EHF Champions League
Barcelona besiegte Füchse Berlin im Finale der Männer-EHF-Champions-League im Handball mit 37:34 und gewann in der Lanxess Arena in Köln den europäischen Titel nach einem Spiel, in dem die Mannschaft von Anfang bis Ende die Führung hielt. Das Finale wurde am Sonntag, dem 14. Juni 2026, im Abschluss des Turniers TruckScout24 EHF FINAL4 2026 ausgetragen, mit dem die Saison 2025/26 im stärksten europäischen Vereinswettbewerb beendet wurde. Laut dem offiziellen Bericht der Europäischen Handballföderation führte Barcelona zur Halbzeit mit 20:16, und die deutsche Mannschaft kam in der Schlussphase mehrmals bis auf zwei Tore Rückstand heran, schaffte aber keinen Ausgleich. Im ursprünglichen Ergebnisrahmen wurde das Spiel als Begegnung Füchse Berlin – Barcelona 34:37 vermerkt, doch der offizielle Spielbericht der EHF führt Barcelona als Heimmannschaft des Finales und verzeichnet das Endergebnis mit 37:34. Für den Klub aus Katalonien war dies die Rückkehr an die europäische Spitze nach der Niederlage in der Endphase der vorherigen Saison, während Füchse Berlin zum zweiten Mal in Folge im Finale der Champions League ohne Trophäe blieb.
Ein Finale, in dem Barcelona ständig einen Schritt voraus war
Laut dem EHF-Spielbericht eröffneten beide Mannschaften das Finale in hohem Rhythmus und erzielten bereits in den ersten zehn Minuten zusammen 15 Tore. Barcelona erarbeitete sich früh einen Vorsprung von drei Toren und stützte sich dabei auf schnellen Übergang, präzise Verwertung und einen Abwehrblock, der Füchse Berlin zu schwierigeren Würfen zwang. Die deutsche Mannschaft verkürzte Mitte des ersten Abschnitts den Abstand auf nur ein Tor, aber Barcelona beschleunigte erneut und zog in der 22. Minute erstmals auf fünf Tore davon. Die EHF gibt an, dass Torhüter Emil Nielsen in diesem Zeitraum einer der Schlüsselgründe für den katalanischen Vorsprung war, weil er Würfe aus klaren Situationen stoppte und seiner Mannschaft ermöglichte, das Tempo zu kontrollieren. Berlin verringerte vor dem Gang in die Pause den Rückstand, aber der Treffer von Mathias Gidsel nach einem Abpraller von der Latte änderte nicht das Grundbild der ersten Halbzeit, die Barcelona mit einer 20:16-Führung abschloss.
- Wettbewerb: Machineseeker EHF Champions League 2025/26
- Phase: Finale, TruckScout24 EHF FINAL4 2026
- Ort: Lanxess Arena, Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
- Datum: Sonntag, 14. Juni 2026
- Ergebnis: Barcelona – Füchse Berlin 37:34, Halbzeit 20:16
Nielsen stoppte den Ansturm, Frade und Gidsel führten die Torschützen an
Der offizielle EHF-Text hebt besonders den Auftritt des dänischen Torhüters Emil Nielsen hervor, der in den ersten 24 Minuten acht Paraden und eine Quote von 42 Prozent gehaltener Würfe hatte. Nielsen war laut demselben Bericht auch in der Schlussphase entscheidend, als er etwas weniger als zwei Minuten vor dem Ende einen freien Wurf von Tim Freihöfer parierte und damit praktisch den letzten großen Versuch einer Berliner Rückkehr stoppte. Im Angriff Barcelonas war Luís Frade mit sieben Toren aus sieben Versuchen am effektivsten, während Aleix Gómez und Blaz Janc laut dem Vereinsbericht des FC Barcelona ebenfalls wichtige Beiträge leisteten, jeder mit sechs Toren. Domen Makuc, der laut EHF zum wertvollsten Spieler des Abschlussturniers ernannt wurde, erzielte im Finale fünf Tore, ebenso viele wie beim Halbfinalsieg gegen Aalborg. Auf der anderen Seite war Mathias Gidsel mit acht Toren aus 11 Versuchen bester Torschütze der Füchse, und die EHF bestätigte nach dem Finale, dass er die Saison mit einer Rekordgesamtleistung von 161 Toren in der Champions League beendete.
Berlin kam zurück, fand aber keinen Ausgleich
Füchse Berlin war mit der Ambition nach Köln gekommen, den ersten Titel in der EHF Champions League zu gewinnen, suchte gegen Barcelona jedoch zu lange nach Stabilität im Angriff. Laut EHF erzielte Gidsel sein erstes Tor im Finale erst nach 25 Spielminuten, als seine Mannschaft bereits fünf Tore zurücklag, was die Probleme der Berliner Rückraumreihe im ersten Teil der Begegnung gut beschreibt. Im weiteren Verlauf erhöhte die deutsche Mannschaft den Druck, besonders nachdem Ludovic Fàbregas Mitte der zweiten Halbzeit die rote Karte erhalten hatte, sodass Barcelonas Vorsprung schrumpfte und die Schlussphase wieder offen wurde. Dennoch blieb Barcelona auch in den angespanntesten Momenten ausreichend ruhig, und die EHF gibt an, dass Berlin kein einziges Mal zum Ausgleich kam, obwohl es mehrfach nur zwei Tore Rückstand hatte. Sieben Minuten vor dem Ende erhielt auch Max Darj die rote Karte, was den Versuch der Füchse zusätzlich erschwerte, die Partie mit abschließendem Druck vollständig zu drehen.
Trophäe, Statistiken und die Bedeutung von Barcelonas Erfolg
Die EHF veröffentlichte in ihrem offiziellen Bericht, dass Barcelona mit diesem Triumph die 12. Trophäe in dem Wettbewerb gewann, den sie als EHF Champions League führt, wodurch der Status des erfolgreichsten Klubs in der modernen Geschichte dieses Turniers zusätzlich gefestigt wurde. Der FC Barcelona führt denselben Erfolg in seiner eigenen Vereinsmitteilung als 13. Titel eines europäischen Handballmeisters, wobei auch die breitere historische kontinentale Reihe seiner Handballsektion mitgezählt wird. Ein solcher Unterschied in der Statistik ist im europäischen Handball nicht ungewöhnlich, weil Titel aus der Zeit der heutigen EHF Champions League und Titel aus älteren europäischen Formaten manchmal getrennt dargestellt werden. Für den sportlichen Kontext des Finales selbst ist wichtiger, dass Barcelona in Köln seine Kontinuität an der Spitze bestätigte und unter der Leitung von Trainer Carlos Ortega einen weiteren großen Titel gewann. Der Vereinsbericht des FC Barcelona führt zusätzlich an, dass die Saison für die Mannschaft perfekt beendet wurde, mit sieben gewonnenen Trophäen in sieben Wettbewerben, was diesen europäischen Titel in eine der erfolgreichsten Spielzeiten der Handballsektion des Klubs einordnet.
Gómez erreichte eine historische Marke, Makuc MVP des Abschlussturniers
Einer der symbolischen Momente des Finales war das Tor von Aleix Gómez in der 30. Minute, mit dem er laut EHF der erste Spieler mit 100 Toren beim Männer-EHF-FINAL4-Turnier wurde. Diese Angabe unterstreicht zusätzlich die Dauerhaftigkeit von Barcelonas Präsenz in den Endphasen des Wettbewerbs, aber auch die Bedeutung der Spieler, die jahrelang das Spiel der Mannschaft in Hochdruckpartien getragen haben. Die individuelle Auszeichnung des Abschlussturniers ging an Domen Makuc, den slowenischen Spielmacher, der laut EHF am Ende der Saison Barcelona in Richtung THW Kiel verlässt. Makuc betonte in einer von der EHF wiedergegebenen Erklärung, dass ihm die Auszeichnung viel bedeute, fügte aber hinzu, dass der Sieg das Ergebnis einer Mannschaftsleistung sei und dass mehrere Mitspieler dieselbe Auszeichnung hätten erhalten können. Für ihn war es der vierte Titel in der EHF Champions League mit Barcelona, nach den Trophäengewinnen 2021, 2022 und 2024, wodurch das Abschlussturnier in Köln auch eine persönliche Abschiedsdimension erhielt.
Gidsels Rekord blieb ohne Mannschaftstrophäe
Mathias Gidsel beendete die Saison als bester Torschütze der EHF Champions League und stellte dabei mit 161 Toren einen neuen Wettbewerbsrekord auf, wie die EHF nach dem Finale bekanntgab. Den bisherigen Rekord hielt Mikkel Hansen, der in der Saison 2015/16 für Paris Saint-Germain 141 Tore erzielte, sodass Gidsels Leistung eine der ausgeprägtesten individuellen Angriffssaisons in der jüngeren Geschichte des Wettbewerbs darstellt. Die EHF gibt an, dass der dänische rechte Rückraumspieler bereits mit einem klaren Vorsprung in der Torschützenwertung nach Köln gekommen war und am Finalwochenende neun Tore im Halbfinale und acht im Finale hinzufügte. Nach der Niederlage hob er laut EHF hervor, dass er wegen des verlorenen Finales die individuelle Anerkennung nicht sofort genießen könne und dass er sie lieber gegen eine große Trophäe eintauschen würde. Diese Aussage fasst die Stimmung der Berliner Mannschaft gut zusammen, die in zwei Spielzeiten zweimal das Endspiel erreichte, aber beide Male ohne Titel blieb.
Final Four 2026 brachte vier Spiele und eine Rekordatmosphäre
Das Abschlussturnier TruckScout24 EHF FINAL4 2026 fand am 13. und 14. Juni in der Lanxess Arena in Köln statt, einer Halle, die offizielle EHF-Mitteilungen häufig als zentralen Ort der Endphase des europäischen Klubhandballs beschreiben. Laut den allgemeinen Informationen der EHF über die Veranstaltung versammelte das Turnier Barcelona, Füchse Berlin, Aalborg Håndbold und den SC Magdeburg, und während zweier Tage wurden zwei Halbfinals, das Spiel um Platz drei und das Finale ausgetragen. Füchse Berlin erreichte das Finale mit einem 40:35-Sieg gegen den SC Magdeburg, während Barcelona im zweiten Halbfinale Aalborg nach Verlängerung mit 37:32 besiegte. Im Spiel um Platz drei besiegte Magdeburg Aalborg mit 32:26 und beendete den Wettbewerb mit Bronze. Die EHF gab bekannt, dass die Veranstaltung in der Lanxess Arena eine Rekordkulisse von 20.122 Zuschauern anzog, was den Status des Kölner Wochenendes als einen der wichtigsten festen Termine im Kalender des europäischen Handballs bestätigt.
Barcelona erledigte die Aufgabe in der Schlussphase
Obwohl der endgültige Abstand von drei Toren den Eindruck eines kontrollierten Sieges hinterließ, hatte das Finale genügend dramatische Momente, um zu bestätigen, wie sehr kleine Details über den europäischen Meister entschieden. Barcelona baute den Vorsprung über den größten Teil der Begegnung durch Nielsens Paraden, schnelle Tore nach Ballverlusten und eine breite Verteilung der Angriffsverantwortung auf, während Füchse Berlin in der Schlussphase versuchte, von der Energie Gidsels, Lasse Anderssons und der Flügel zu leben, die jeden Raum bestraften, wenn er sich öffnete. Laut dem Vereinsbericht des FC Barcelona spielte auch eine Abwehraktion von Đorđe Cikusa in den Schlussminuten eine wichtige Rolle, nach der Barcelona auf 36:33 davonzog und bis zum Ende die Kontrolle behielt. Die EHF betonte dabei, dass die katalanische Mannschaft Berlin nicht näher als zwei Tore herankommen ließ, was in einem Spiel dieses Tempos entscheidend für den Ausgang war. Der Schlusspfiff in der Lanxess Arena markierte Barcelonas neue europäische Krone und eine weitere Niederlage der Füchse Berlin in einem Finale, das der deutschen Mannschaft erneut den Eindruck hinterließ, nahe dran gewesen zu sein, aber nicht nahe genug für die Spitze des europäischen Handballs.
Quellen:
- Europäische Handballföderation (EHF) – offizieller Bericht des Finales Barcelona – Füchse Berlin und Schlüsseldaten zum Spiel (link)
- Europäische Handballföderation (EHF) – allgemeine Informationen über das TruckScout24 EHF FINAL4 2026, Spielplan, Ergebnisse und Daten zur Veranstaltung in Köln (link)
- Europäische Handballföderation (EHF) – Mitteilung über den Rekord von Mathias Gidsel und die MVP-Auszeichnung für Domen Makuc (link)
- FC Barcelona – Vereinsbericht vom Finale und Daten zu Barcelonas Torschützen (link)
- Lanxess Arena Köln – Informationen des Hallenveranstalters zur Veranstaltung TruckScout24 EHF FINAL4 2026 (link)