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Michael Johnson: Grand-Slam-Track-Athleten nach Finanzkollaps und Insolvenzverfahren der Liga ausgezahlt

Lesen Sie, wie Grand Slam Track von einer ambitionierten Saison 2025 in die Insolvenz und zu Auszahlungen an Athleten geriet. Michael Johnson sagt, die Sportler seien inzwischen bezahlt worden, wĂ€hrend Gerichtsunterlagen zeigen, dass einige anerkannte Forderungen nur teilweise erfĂŒllt wurden

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KI-Illustration: Michael Johnson: Grand-Slam-Track-Athleten nach Finanzkollaps und Insolvenzverfahren der Liga ausgezahlt Karlobag.eu / KI-Illustration

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Michael Johnson sagt, dass die Athleten von Grand Slam Track nach dem finanziellen Zusammenbruch der Liga endlich bezahlt wurden

Santa Monica, Kalifornien, USA – Michael Johnson, vierfacher Olympiasieger und GrĂŒnder von Grand Slam Track, sagt, dass die Athleten, denen seine Liga nach dem finanziellen Zusammenbruch 2025 noch Geld schuldete, inzwischen bezahlt wurden. In einem Interview, das er Anfang August 2026 The Telegraph gab und dessen wichtigste Aussagen von The Independent und Inside the Games aufgegriffen wurden, beschrieb Johnson den Zusammenbruch als Folge eines „katastrophalen Kapitalproblems“, nachdem eine erwartete Finanzierung gescheitert war. Er betonte, dass seine PrioritĂ€t darin bestanden habe, die Verbindlichkeiten gegenĂŒber den Athleten zu begleichen, bevor er GesprĂ€che ĂŒber eine mögliche Zukunft des Projekts beginne. Gerichtsunterlagen zeigen jedoch ein komplexeres Bild: Der bestĂ€tigte Reorganisationsplan sah vor, dass bestimmte Forderungen von Athleten mit ungefĂ€hr 70 Prozent ihres anerkannten Wertes beglichen werden, wĂ€hrend andere GlĂ€ubiger einen deutlich geringeren Anteil erhielten. Johnsons Aussage, die Athleten seien „bezahlt“ worden, muss daher von der Behauptung unterschieden werden, sĂ€mtliche ursprĂŒnglich vertraglich vereinbarten Forderungen aller GlĂ€ubiger seien vollstĂ€ndig beglichen worden.

Von einem Projekt, das eine VerÀnderung der Leichtathletik versprach, bis zum abgesagten Finale in Los Angeles

Grand Slam Track wurde mit der Idee ins Leben gerufen, professionellen LĂ€ufern zwischen großen Meisterschaften ein stabileres und großzĂŒgigeres Einkommenssystem zu bieten, und zwar in einer Sportart, in der viele Spitzenathleten weiterhin von SponsorenvertrĂ€gen, Preisgeldern einzelner Meetings und gelegentlichen Bonuszahlungen abhĂ€ngig sind. Nach offiziellen Mitteilungen der Liga gehörten zu ihrem Kern 48 unter Vertrag stehende „Racers“, darunter Sydney McLaughlin-Levrone, Gabby Thomas, Josh Kerr, Grant Fisher, Marileidy Paulino, Kenny Bednarek und Melissa Jefferson-Wooden, wĂ€hrend bei einzelnen Meetings zusĂ€tzliche Herausforderer hinzukamen. Das Format konzentrierte sich ausschließlich auf Laufdisziplinen, mit zwei Starts pro Athlet wĂ€hrend jedes „Slams“ und Preisgeldern, die zu den höchsten in der professionellen Leichtathletik gehören sollten. Im FrĂŒhjahr 2025 veranstaltete die Liga drei Wettbewerbe, in Kingston auf Jamaika, Miami in Florida und Philadelphia in Pennsylvania. Das abschließende Meeting war fĂŒr Ende Juni in Los Angeles geplant, doch Grand Slam Track gab am 12. Juni 2025 offiziell das Ende der Pilot-Saison und die Verschiebung der Veranstaltung in Los Angeles bekannt und erklĂ€rte, man wolle sich auf langfristige Nachhaltigkeit konzentrieren.

Zum Zeitpunkt dieser Mitteilung sprach die Organisation öffentlich von einer „transformativen“ ersten Saison und von PlĂ€nen fĂŒr eine RĂŒckkehr 2026, doch die finanziellen Probleme wurden bald zum Hauptthema. Johnson rĂ€umte spĂ€ter ein, dass dem Projekt entscheidendes erwartetes Kapital fehlte und dass der RĂŒckzug eines Investors eine LĂŒcke hinterlassen hatte, die die Liga mit regulĂ€ren Einnahmen nicht mehr schließen konnte. Nach Unterlagen und Berichten aus dem Insolvenzverfahren hatte Grand Slam Track hohe Kosten im Zusammenhang mit Preisgeldern, Reisen, UnterkĂŒnften, Fernsehproduktion, der Anmietung von SportstĂ€tten und anderen operativen Verpflichtungen, wĂ€hrend die Einnahmen nicht mit dem geplanten Ausgabenniveau Schritt hielten. Associated Press berichtete Anfang 2026, dass mehr als 300 Athleten, Unternehmen und andere GlĂ€ubiger Forderungen in Höhe von rund 40 Millionen Dollar geltend machten, wĂ€hrend die Association of Athletics Managers zuvor gewarnt hatte, dass die gesamten unbezahlten Verbindlichkeiten 30 Millionen Dollar ĂŒberstiegen. Die Finanzkrise ĂŒberschattete damit sehr schnell den sportlichen Teil des Projekts, einschließlich der Tatsache, dass es der Liga innerhalb weniger Monate gelungen war, eine große Zahl amtierender Olympiasieger und Weltmeister zusammenzubringen.

Insolvenz nach Chapter 11 und ein Plan, der den Athleten nicht die vollstÀndige Begleichung ihrer Forderungen garantierte

GST, Inc., die juristische Person hinter Grand Slam Track, stellte am 11. Dezember 2025 beim Insolvenzgericht fĂŒr den District of Delaware freiwillig einen Antrag auf Schutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts. Laut dem offiziellen Fallportal des Verfahrensverwalters Stretto wurde das Verfahren unter dem Aktenzeichen 25-12188 vor Richterin Karen B. Owens gefĂŒhrt, mit dem Ziel, das Unternehmen zu reorganisieren, die Finanzen zu stabilisieren und zu versuchen, die Möglichkeit einer FortfĂŒhrung des Unternehmens zu erhalten. Chapter 11 bedeutet nicht automatisch eine Liquidation: Ein Schuldner kann seine TĂ€tigkeit fortsetzen, wĂ€hrend er unter gerichtlicher Aufsicht mit den GlĂ€ubigern verhandelt und einen Plan zur Verteilung der verfĂŒgbaren Mittel vorlegt. FĂŒr Grand Slam Track war dies besonders wichtig, weil sich unter den GlĂ€ubigern auch die Athleten selbst befanden, deren Namen und unbezahlte BetrĂ€ge Teil der öffentlichen Unterlagen wurden. AP berichtete im Januar, dass zu den grĂ¶ĂŸeren individuellen Forderungen von Athleten jene von Sydney McLaughlin-Levrone, Gabby Thomas, Marileidy Paulino und Melissa Jefferson-Wooden gehörten.

Der Insolvenzplan wurde schließlich am 16. April 2026 bestĂ€tigt und trat laut offizieller Mitteilung am 29. Mai in Kraft. Nach dem bestĂ€tigten Plan konnten Athleten, die der Kategorie „Critical Athlete Claims“ zugeordnet waren, unter den vorgeschriebenen Bedingungen eine Barauszahlung in Höhe von ungefĂ€hr 70 Prozent ihrer anerkannten Forderung erhalten, jedoch nicht mehr als 70 Prozent. Dies ist ein wichtiges Detail bei der Einordnung von Johnsons aktueller Aussage, die Teilnehmer seien bezahlt worden: Der gerichtliche Plan versprach nicht allen eine hundertprozentige Erstattung des im Insolvenzverfahren erfassten Betrags. Laut einem Bericht von Front Office Sports nach der BestĂ€tigung des Plans waren fĂŒr Athleten rund 4,9 Millionen Dollar zur Verteilung auf ungefĂ€hr sieben Millionen Dollar entsprechender Forderungen vorgesehen, wĂ€hrend Lieferanten und andere ungesicherte GlĂ€ubiger einen deutlich kleineren Prozentsatz ihrer Forderungen erhalten sollten. Daher lĂ€sst sich sagen, dass das Insolvenzverfahren einen wesentlichen Teil der offenen Verpflichtungen gegenĂŒber den Athleten regelte, nicht jedoch, dass der finanzielle Zusammenbruch ohne Verluste fĂŒr alle beseitigt wurde, die mit der Liga GeschĂ€fte gemacht hatten.

Johnson: „Ich habe dafĂŒr gesorgt, dass die Athleten bezahlt wurden“, doch die Gerichtsakten enthalten eine wichtige Nuance

Im August 2026 maß Johnson seinen Erfolg vor allem daran, dass die Athleten seinen Angaben zufolge nicht lĂ€nger auf ihr Geld warteten. Berichte ĂŒber sein Interview geben wieder, er habe gesagt, dass es ihm gelungen sei, „dafĂŒr zu sorgen, dass die Athleten bezahlt wurden“, und dass den Athleten wĂ€hrend der gesamten Lebensdauer des Projekts insgesamt rund 11 Millionen Dollar ausgezahlt worden seien, was er als außergewöhnlich hohe Summe fĂŒr die professionelle Leichtathletik darstellte. Diese Zahl bezieht sich auf sĂ€mtliche Zahlungen an Athleten wĂ€hrend des Bestehens von Grand Slam Track und nicht nur auf die abschließende Verteilung im Rahmen des Insolvenzplans. Öffentliche Unterlagen zeigen zugleich, dass einige Forderungen im Rahmen der Reorganisation nur teilweise beglichen wurden, weshalb die Formulierung, die „Athleten seien bezahlt worden“, eher den Abschluss eines offenen Verfahrens und einen akzeptierten Kompromiss beschreibt als die vollstĂ€ndige ErfĂŒllung jeder ursprĂŒnglich vertraglich vereinbarten Verpflichtung in ihrem Nominalbetrag. Gerade dieser Unterschied ist entscheidend fĂŒr das VerstĂ€ndnis des Endes eines der finanziell ambitioniertesten privaten Projekte in der jĂŒngeren Geschichte der Leichtathletik.

FĂŒr die Athleten selbst waren verspĂ€tete Zahlungen nicht bloß eine buchhalterische Angelegenheit. Associated Press beschrieb in einem Bericht ĂŒber die Folgen der Insolvenz das Beispiel des amerikanischen HĂŒrdenlĂ€ufers Eric Edwards Jr., dem die Liga nach den damaligen Unterlagen noch mehr als 19.000 Dollar schuldete, einen wichtigen Betrag zur Deckung von Wohn-, Transport- und Trainingskosten. Sein Fall zeigte, wie unterschiedlich sich eine Verzögerung bei BetrĂ€gen von einigen Zehntausend oder mehreren Hunderttausend Dollar auf Athleten auswirken kann, abhĂ€ngig von ihren SponsorenvertrĂ€gen und anderen Einnahmequellen. WĂ€hrend die grĂ¶ĂŸten Stars der Leichtathletik ĂŒber grĂ¶ĂŸeren kommerziellen Spielraum verfĂŒgen, um einen finanziellen RĂŒckschlag aufzufangen, besitzen viele Spitzensportler keine mehrjĂ€hrigen VertrĂ€ge, die ihnen Sicherheit garantieren. Deshalb entwickelte sich der Streit um Grand Slam Track ĂŒber die Frage einer einzelnen privaten Liga hinaus und löste eine breitere Diskussion darĂŒber aus, wie nachhaltig ein Modell mit hohen Preisgeldern ist, wenn dahinter keine stabilen und rechtzeitig verfĂŒgbaren Kapitalquellen stehen.

Die umstrittenen 500.000 Dollar: Johnson weist den Vorwurf einer geheimen Zahlung an sich selbst zurĂŒck

Einer der sensibelsten Teile des gesamten Falls betraf rund 500.000 Dollar, die Johnson im Juni 2025 erhielt, wenige Tage nach dem letzten ausgetragenen Meeting und unmittelbar vor dem formellen Ende der ersten Saison. Der Ausschuss der ungesicherten GlĂ€ubiger behauptete in einem Gerichtsschriftsatz vom MĂ€rz 2026, Johnson habe sich zu einem Zeitpunkt, als sich das Unternehmen in einer schweren finanziellen Lage befand, vor andere GlĂ€ubiger gestellt. Johnson wies diese Darstellung entschieden zurĂŒck. In seinem Interview mit The Telegraph, ĂŒber das The Independent berichtete, erklĂ€rte er, dass die Firmenkreditkarte von Grand Slam Track ihr Limit erreicht habe und dass er mit seiner eigenen Karte Reisen und UnterkĂŒnfte fĂŒr Athleten und Begleitpersonen bei den Veranstaltungen in Miami und Philadelphia finanziert habe. Nach seiner Darstellung war die umstrittene Summe von 500.000 Dollar weder eine geheime persönliche Auszahlung noch ein Bonus, sondern die Erstattung eines Teils der Kosten, die er zuvor privat ĂŒbernommen hatte, damit die Veranstaltungen ĂŒberhaupt stattfinden konnten.

Johnson erklĂ€rte außerdem, er habe dem Unternehmen persönlich rund zwei Millionen Dollar geliehen und auf sein eigenes Gehalt verzichtet, damit die verfĂŒgbaren Mittel fĂŒr Athleten und operative Kosten verwendet werden konnten. Die Insolvenzunterlagen verzeichneten tatsĂ€chlich eine Forderung in Millionenhöhe im Zusammenhang mit seinem Darlehen, und AP hatte zuvor berichtet, dass Grand Slam Track ihm mehr als 2,2 Millionen Dollar schuldete. Gleichzeitig erklĂ€rte sich Johnson im Rahmen des Kompromisses, der die Reorganisation ermöglichte, bereit, 500.000 Dollar an die Insolvenzmasse zurĂŒckzuzahlen beziehungsweise deren RĂŒckfĂŒhrung sicherzustellen, damit sie an die GlĂ€ubiger verteilt werden konnten, ohne ein Fehlverhalten einzugestehen. Diese Tatsache bestĂ€tigt nicht die Behauptung der GlĂ€ubiger, er habe rechtswidrig gehandelt, zeigt jedoch, dass die umstrittene Transaktion zu einem wichtigen Bestandteil der Verhandlungen ĂŒber den endgĂŒltigen Plan wurde. FĂŒr Johnson war dies nach eigenen Angaben auch der persönlich schwierigste Vorwurf, weil er der Ansicht war, in der Öffentlichkeit sei ein Eindruck entstanden, der seinem Versuch entgegenstand, die Liga mit eigenem Geld am Leben zu erhalten.

World Athletics hatte die Liga zuvor öffentlich unter Druck gesetzt, zunÀchst alte Verpflichtungen zu begleichen

Die Finanzkrise von Grand Slam Track blieb nicht nur eine Angelegenheit zwischen dem Unternehmen und privaten GlĂ€ubigern. World Athletics, der internationale Leichtathletik-Weltverband, kritisierte Anfang Februar 2026 öffentlich die Idee, Mittel fĂŒr die Rekrutierung von Athleten fĂŒr einen möglichen neuen Wettbewerbszyklus auszugeben, solange alte Verpflichtungen aus dem Jahr 2025 noch nicht geregelt waren. Laut Associated Press unterstĂŒtzte der Verband die Position der Association of Athletics Managers, die sich dagegen wandte, Gelder fĂŒr kĂŒnftige Verpflichtungen bereitzustellen, bevor Athleten, Lieferanten und Dienstleister bezahlt worden waren. World Athletics erklĂ€rte damals, es wĂ€re nicht akzeptabel, die Liga neu zu starten, ohne die bestehenden finanziellen Verpflichtungen zu regeln. Obwohl Grand Slam Track kein Wettbewerb im Besitz von World Athletics war, fanden seine Ergebnisse und Auftritte innerhalb des breiteren internationalen Systems statt, weshalb die Frage der finanziellen ZuverlĂ€ssigkeit unmittelbare Auswirkungen auf die Beziehung zum fĂŒhrenden Verband der Sportart hatte.

Johnson sagt nun, die Regelung der Verpflichtungen gegenĂŒber den Athleten sei eine Voraussetzung fĂŒr jede Diskussion ĂŒber die Zukunft gewesen. In seinen jĂŒngsten Äußerungen gab er kein festes Versprechen ab, dass Grand Slam Track in derselben Form, unter demselben Namen oder in einem genau bestimmten Jahr zurĂŒckkehren werde. Der Ton ist vorsichtiger als 2025, als die Organisation noch öffentlich von einer RĂŒckkehr 2026 sprach. Bis zum 11. August 2026 gibt es keinen bestĂ€tigten Zeitplan fĂŒr eine neue Saison von Grand Slam Track, weshalb die Zukunft des Projekts offen bleibt.

Hohe Preisgelder zeigten das Potenzial, aber auch das Risiko eines von Investorenkapital abhÀngigen Modells

Das grĂ¶ĂŸte Paradox von Grand Slam Track besteht darin, dass das Projekt gleichzeitig zeigte, wie stark ein attraktives finanzielles Angebot SpitzenlĂ€ufer anziehen kann und wie schnell ein solches System untragbar werden kann, wenn das geplante Kapital nicht rechtzeitig eintrifft. Die Liga bot BetrĂ€ge an, die fĂŒr viele Athleten höher waren als die bei den meisten regulĂ€ren Meetings verfĂŒgbaren Preisgelder, und Johnson erklĂ€rte, er habe erkennbare direkte Duelle, hĂ€ufigere Fernsehauftritte der Stars und eine klarere saisonale ErzĂ€hlstruktur schaffen wollen. Aus sportlicher Sicht konnten die Organisatoren auf eine Reihe von Rennen mit amtierenden Olympia- und WM-Medaillengewinnern sowie auf volle TribĂŒnen wĂ€hrend Teilen des Programms in Philadelphia verweisen. Aus geschĂ€ftlicher Sicht erforderten jedoch hohe Fixkosten, Produktion, Logistik und zugesagte Preisgelder eine finanzielle Sicherheit, die die junge Liga nicht aufrechterhalten konnte. Als das erwartete Kapital ausblieb, blieben die Verpflichtungen gegenĂŒber Athleten und Partnern bestehen, wĂ€hrend nur sehr wenig Raum fĂŒr eine schnelle Anpassung vorhanden war.

Der Fall bleibt daher eine wichtige Lehre fĂŒr private Sportprojekte, die die wirtschaftlichen Strukturen traditioneller Disziplinen schnell verĂ€ndern wollen. Hohe Investitionen in Athleten können deren Verhandlungsmacht erhöhen, jedoch nur, wenn die Finanzierungsquellen mit langfristigen vertraglichen Verpflichtungen und realistischen Einnahmen abgestimmt sind. Andernfalls können gerade jene Athleten, die das neue System schĂŒtzen soll, zu dessen ungesicherten GlĂ€ubigern werden. Johnsons Behauptung, die Athleten seien endlich bezahlt worden, schließt einen der umstrittensten Punkte der Geschichte ab, beseitigt jedoch nicht die Fragen nach dem Risikomanagement und danach, ob ein Ă€hnliches Projekt mit einer glaubwĂŒrdigeren Kapitalstruktur erneut aufgebaut werden kann.

Was kommt nach dem finanziellen Zusammenbruch von Grand Slam Track?

FĂŒr Johnson stellten die vergangenen achtzehn Monate nach seiner Beschreibung eine der stressigsten Phasen außerhalb seiner Wettkampfkarriere dar. Er sagte, er habe schlaflose NĂ€chte gehabt und sich gefragt, ob die Athleten den negativen Schlagzeilen ĂŒber seine Entscheidungen glaubten, was zeigt, wie stark die Krise auch seinen persönlichen Ruf getroffen hat. Gleichzeitig gibt die Tatsache, dass der Reorganisationsplan bestĂ€tigt wurde und im Mai 2026 in Kraft trat, dem Unternehmen einen rechtlichen Rahmen fĂŒr den Ausstieg aus Chapter 11, garantiert jedoch fĂŒr sich genommen keine RĂŒckkehr des Wettbewerbs. FĂŒr einen neuen sportlichen Zyklus wĂ€ren neues Kapital, ein operativer Plan, das Vertrauen der Athleten und Lieferanten sowie ein VerhĂ€ltnis zu World Athletics erforderlich, das den Streit um alte Schulden nicht erneut eröffnen wĂŒrde. Johnson spricht derzeit ĂŒber die Zukunft in bedingter Form und nicht von einer bestĂ€tigten RĂŒckkehr.

Quellen:
- The Independent – Bericht vom 8. August 2026 ĂŒber Johnsons Interview, seine ErklĂ€rung des finanziellen Zusammenbruchs, das Darlehen ĂŒber zwei Millionen Dollar und die umstrittene Zahlung von 500.000 Dollar (Link)
- Inside the Games – Bericht vom 10. August 2026 ĂŒber Johnsons Behauptung, dass die Athleten von Grand Slam Track bezahlt worden seien, sowie seine ErklĂ€rung der Reise- und Unterkunftskosten (Link)
- U.S. Bankruptcy Court / Stretto – bestĂ€tigter Reorganisationsplan von GST, Inc., einschließlich der Behandlung der Forderungen von Athleten und einer Verteilung von ungefĂ€hr 70 Prozent fĂŒr die Kategorie Critical Athlete Claims (Link)
- Stretto – offizielles Portal des Insolvenzverfahrens GST, Inc. 25-12188 mit Einreichungsdatum, Gericht, Richterin und wichtigen Verfahrensfristen (Link)
- Grand Slam Track – offizielle Mitteilung vom 12. Juni 2025 ĂŒber das Ende der Pilot-Saison, drei ausgetragene Meetings und die Verschiebung der Veranstaltung in Los Angeles (Link)
- Associated Press – Bericht ĂŒber das Ausmaß der Schulden, die Folgen der Nichtzahlungen fĂŒr Athleten und Michael Johnsons Forderung gegenĂŒber der Liga (Link)
- Associated Press – Bericht ĂŒber die Reaktion von World Athletics und der Association of Athletics Managers auf die PlĂ€ne der Liga, wĂ€hrend Verpflichtungen aus dem Jahr 2025 noch offen waren (Link)
- Front Office Sports – Bericht ĂŒber die BestĂ€tigung des Reorganisationsplans und die geschĂ€tzten AusschĂŒttungen an Athleten und Lieferanten (Link)

Hinweis: Bei der Erstellung dieser Inhalte wurden Werkzeuge der kĂŒnstlichen Intelligenz verwendet. Die Inhalte wurden vor der Veröffentlichung redaktionell geprĂŒft.

Schlagwörter Michael Johnson Grand Slam Track Leichtathletik Athleten Insolvenz Finanzkollaps Auszahlungen World Athletics
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