Paula Blasi gewann die Bergetappe der Volta a Catalunya Femenina und übernahm vor dem Finale die Führung
Paula Blasi bestätigte ihren Status als eine der stärksten Kletterinnen im professionellen Frauenpeloton mit ihrem Sieg auf der zweiten Etappe der Volta Ciclista a Catalunya Femenina, die am 20. Juni 2026 von Sant Vicenç de Castellet nach La Molina ausgetragen wurde. Nach den Ergebnissen von ProCyclingStats siegte die 23-jährige Fahrerin des UAE Team ADQ nach 130 Kilometern in 4:03:19, vor Célia Gery von FDJ United-SUEZ und Sidney Swierenga aus der Entwicklungsmannschaft Liv AlUla Jayco. Cyclingnews berichtete, dass Blasi nach einem entscheidenden Angriff am Schlussanstieg solo gewann und damit die Etappe sowie das Führungstrikot in der Gesamtwertung eroberte. Gery fuhr 1:20 hinter der Siegerin über die Ziellinie, während Swierenga mit 1:36 Rückstand Dritte wurde. In der Gesamtwertung nach der zweiten Etappe führt Blasi vor Gery mit 1:24 Vorsprung sowie vor Swierenga mit 1:42 Vorsprung, wie die veröffentlichten Ergebnisse zeigen.
Das Rennen in Katalonien erhielt den erwarteten sportlichen Verlauf an einem Tag, den der Veranstalter im Voraus als den wichtigsten für den Kampf um den Gesamtsieg bezeichnet hatte. Die offizielle Website der Volta Ciclista a Catalunya Femenina gab an, dass die zweite Etappe mit den Anstiegen Coll de la Batallola und Coll de la Creueta vor der Ankunft in La Molina entscheidend für das Aufbrechen des Rennens und die Formung der Gesamtwertung sein sollte. Genau das geschah: Nach einem kontrollierten Beginn und den ersten ernsthafteren Selektionen in den Bergen erhöhte UAE Team ADQ schrittweise den Druck, und Blasi setzte im Finale den entscheidenden Zug. Laut der von Cyclingnews veröffentlichten Rennbeschreibung war die Gruppe der Favoritinnen bereits vor den letzten 25 Kilometern deutlich geschrumpft, und nachdem ein Angriff von Julie Van de Velde neutralisiert worden war, fuhr Blasi knapp 14 Kilometer vor dem Ziel allein davon. Bis La Molina war ihr Vorsprung nicht mehr gefährdet.
Eine für Kletterinnen geformte Etappe und eine entschlossene Selektion an der Creueta
Die zweite Etappe hatte alle Elemente eines Tages, der das gesamte Rennen verändern kann: 130 Kilometer, rund 3000 Höhenmeter nach Angaben von ProCyclingStats und ein Finale in der Bergkulisse von La Molina, einem Skigebiet in den Pyrenäen. Die offizielle Etappenbeschreibung hob den Coll de la Batallola, einen Anstieg der dritten Kategorie, sowie den Coll de la Creueta hervor, einen mehr als 21 Kilometer langen Anstieg der Sonderkategorie, dessen Gipfel innerhalb der letzten zehn Kilometer der Etappe lag. Ein solches Profil begünstigte nicht das Warten auf einen Schlusssprint, sondern ein lang anhaltendes Tempo und Angriffe, durch die sich auf Bergetappen meist die Kandidatinnen für die Gesamtwertung absetzen. Deshalb war schon vor dem Start klar, dass Teams mit Ambitionen in der Gesamtwertung vor den Schlusskilometern Verantwortung übernehmen müssten. Blasi und UAE Team ADQ nutzten genau dieses Terrain, um das Rennen in einen Test aus Ausdauer, Positionierung und mentaler Stabilität zu verwandeln.
Laut dem Bericht von Cyclingnews gingen früh Sheyla Gutiérrez von Movistar und Victoire Joncheray von Team Abadie Magnan in die Flucht, doch der Vorsprung wurde für die Favoritinnen strategisch nie gefährlich. Die Ausreißerinnen wurden vor dem Gipfel der Batallola eingeholt, und rund 35 Kilometer vor dem Ziel folgte eine kurze Neutralisation wegen eines unsicheren Straßenabschnitts. Nach der Wiederaufnahme des Rennens stieg das Tempo erneut, und der Schlussanstieg dünnte die Spitzengruppe rasch aus. ProCyclingStats vermerkt in der Tageszusammenfassung, dass UAE Team ADQ am ersten Anstieg das Tempo erhöhte und eine reduzierte Gruppe zurückließ, woraufhin Blasi beschleunigte und solo zum Sieg fuhr. Diese Kombination aus Mannschaftskontrolle und individueller Stärke war entscheidend, weil die Konkurrentinnen auf der Straße auseinandergezogen wurden und keine wirksame Verfolgung organisieren konnten.
Blasi baute ihren Angriff schrittweise auf, ohne in der frühen Phase des längsten Anstiegs plötzlich Energie zu verschwenden. Cyclingnews übermittelte ihre Aussage, dass sie die letzten Kilometer gut kenne, weil sie häufig auf diesen Straßen trainiere, was dem Sieg zusätzliches emotionales Gewicht verlieh. In demselben Bericht heißt es, dass sie sich der Gefahr bewusst war, falls sie mit Célia Gery ins Ziel kommen würde, weil die französische Fahrerin in einem direkten Sprint sehr unangenehm werden könnte. Deshalb war die Entscheidung zu einem Alleingang sowohl taktisch als auch psychologisch: Es galt, ein Finale zu vermeiden, in dem eine schnellere Rivalin die gesamte Arbeit am Anstieg zunichtemachen könnte. Als sich die Lücke einmal geöffnet hatte, hielt Blasi sie bis ins Ziel, während Gery und Swierenga getrennte Kämpfe um die verbleibenden Podiumsplätze führten.
Wertung nach der zweiten Etappe: Gery und Swierenga die nächsten Verfolgerinnen
Die veröffentlichten Ergebnisse nach dem Ziel in La Molina zeigen, dass Blasi vor dem Schlusstag einen erheblichen Vorsprung gewann. Nach ProCyclingStats ging der zweite Platz der Etappe an Célia Gery, Fahrerin von FDJ United-SUEZ, mit einem Etappenrückstand von 1:20, während die Kanadierin Sidney Swierenga mit 1:36 Rückstand Dritte wurde. Évita Muzic, ebenfalls von FDJ United-SUEZ, belegte mit 2:26 Rückstand den vierten Platz, während Mireia Benito vom AG Insurance-Soudal Team im selben Zeitbereich im Verhältnis zu den Führenden in der Verfolgung Fünfte wurde. Diese Abstände sind wichtig, weil die zweite Etappe die größte Berglast im Rennplan trug und weil der überwiegende Teil der Unterschiede in der Gesamtwertung genau am Schlussanstieg entstand. Nach einem solchen Ausgang gewann Blasi nicht nur den Tag, sondern zwang ihre Rivalinnen, auf der letzten Etappe nicht nur Sekunden, sondern Minuten zu suchen.
Nach den von The-Sports.org veröffentlichten Daten führte Blasi nach der zweiten Etappe die Gesamtwertung mit einer Zeit von 6:18:36 an, während Gery und Swierenga mit den bereits genannten Rückständen die nächsten Verfolgerinnen waren. An der Spitze der Gesamtwertung befinden sich Fahrerinnen unterschiedlicher Profile: Gery bestätigte ihre Fähigkeit, auf einem langen Anstieg zu überleben und um einen hohen Platz in einem Etappenrennen zu kämpfen, während Swierenga als junge Fahrerin des Liv AlUla Jayco Women’s Continental Team ein Ergebnis erzielte, das über eine bloße Begleitung der Favoritinnen hinausgeht. Hinter ihnen blieben erfahrenere Kletterinnen und Bergspezialistinnen, darunter Muzic, Benito, Maud Oudeman und Quinty Schoens. Die Wertung zeigt daher sowohl die Tiefe der Konkurrenz als auch die Größe von Blasis Vorsprung nach dem schwersten Tag. Im Kontext eines dreitägigen Rennens gibt ein Abstand von mehr als einer Minute vor der Schlussetappe der führenden Fahrerin eine klare taktische Ausgangsposition.
Breiterer Kontext: die dritte Ausgabe des Etappenrennens und die wachsende Bedeutung des Frauenkalenders
Die Volta Ciclista a Catalunya Femenina 2026 findet vom 19. bis 21. Juni statt, und der Internationale Radsportverband, UCI, führt sie im Kalender als Rennen der Kategorie 2.1 für Elite-Frauen. Die offizielle Website des Veranstalters gibt an, dass es sich um die dritte Ausgabe des Frauen-Etappenrennens in diesem Format handelt, nach den Ausgaben 2024 und 2025. Das Rennen wurde mit einer Etappe mit Start und Ziel in Santa Susanna eröffnet, setzte sich mit einem Bergtag nach La Molina fort und endet am 21. Juni mit einer Etappe von Mataró nach Barcelona. Ein solcher Ablauf verleiht ihm die erkennbare Struktur eines kurzen, aber taktisch anspruchsvollen Rennens: Der erste Tag testet Positionierung und Sprint, der zweite Tag legt das Kräfteverhältnis in den Bergen offen, und das Finale lässt Raum für Kontrolle, Angriffe aus der Distanz oder Versuche, die Wertung auf anspruchsvollem Gelände in Richtung Barcelona zu verändern. Im internationalen Kontext spielen solche Rennen eine wichtige Rolle, weil sie zwischen den größten WorldTour-Ereignissen eine zusätzliche Wettkampfplattform bieten.
Die offizielle Route für 2026 bestätigt drei Renntage in Katalonien, wobei La Molina erneut die Rolle des Ortes erhielt, an dem entscheidende Unterschiede entstehen können. Der Veranstalter betonte in der Vorschau auf die zweite Etappe, dass das Finale in La Molina bereits vor zwei Jahren das Rennen entschieden hatte, was erklärt, warum die Rückkehr dieses Ortes schon vor dem Start sportliches Gewicht hatte. Für Teams wie UAE Team ADQ, FDJ United-SUEZ, Visma-Lease a Bike und AG Insurance-Soudal dient ein solches Rennen auch als Gelegenheit, Form, Hierarchie und Taktik in einem kleineren, aber sehr relevanten Wettkampfrahmen zu testen. Das katalanische Rennen fügt sich dabei in das breitere Wachstum des professionellen Frauenradsports ein, in dem der Kalender schrittweise mehr Etappenrennen, mehr Fernseh- und Medienpräsenz sowie eine größere Zahl von Teams erhält, die Rennen aktiv kontrollieren können. Blasis Sieg ist deshalb nicht nur ein lokaler sportlicher Moment, sondern auch ein Ergebnis, das im internationalen Peloton Widerhall findet.
Blasis Saison setzt sich im Siegesrhythmus fort
Der Erfolg in La Molina knüpft an eine Reihe von Ergebnissen an, wegen derer Paula Blasi im Jahr 2026 zu einem der meistbeachteten Namen des Frauenradsports wurde. Cyclingnews und AS heben in ihren Berichten über die Volta hervor, dass Blasi früher in der Saison bei La Vuelta Femenina und dem Amstel Gold Race gewonnen hatte, und Cyclingnews berichtete wenige Tage vor dem katalanischen Rennen auch über ihren Gesamtsieg bei der Tour Féminin des Pyrénées. Eine solche Serie von Ergebnissen ist besonders wichtig, weil sie unterschiedliche Renntypen umfasst: eintägige Klassiker, Bergetappen und Gesamtwertungen. In La Molina zeigte sie erneut die Fähigkeit, den Moment zu erkennen, in dem ein Rennen gebrochen werden kann, und den Angriff anschließend allein bis ins Ziel zu tragen. Das ist eine Qualität, die in Etappenrennen oft Fahrerinnen, die eine einzelne Etappe gewinnen können, von jenen unterscheidet, die eine gesamte Wertung steuern können.
Eine zusätzliche Dimension erhält ihr Sieg durch die Tatsache, dass Cyclingnews am Vortag über den Diebstahl ihres Rennrads nach der ersten Etappe in Santa Susanna berichtet hatte. Laut der von diesem Portal wiedergegebenen Mitteilung bat UAE Team ADQ die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Suche nach dem auffälligen Colnago Y1Rs in den Farben der Mannschaft, und der Vorfall wurde den spanischen Behörden gemeldet. Ein solches Ereignis hätte die Vorbereitung und den Fokus vor der wichtigsten Etappe stören können, doch das Ergebnis in La Molina zeigt, dass der sportliche Plan seine Kontinuität nicht verlor. Im professionellen Radsport, in dem Details der Ausrüstung, Routinen und Erholung oft große Bedeutung haben, unterstreicht ein solcher Sieg zusätzlich die Stabilität der Fahrerin und des Teams. Dennoch bleibt der sportliche Wert der Etappe im Vordergrund: Blasi gewann, weil sie am Anstieg die Stärkste war, und nicht, weil die Umstände der Geschichte einen dramatischeren Rahmen gaben.
Was der Sieg für den Schlusstag bedeutet
Nach der zweiten Etappe geht Blasi mit einem Vorsprung ins Finale, der ihr eine defensivere, aber nicht passive Strategie ermöglicht. Nach dem Rennkalender und dem Zeitplan, den der Veranstalter und Cyclingnews nennen, wird die dritte Etappe am 21. Juni 2026 von Mataró nach Barcelona gefahren, und ProCyclingStats vermerkte vor dem Start, dass die offiziellen Ergebnisse der Schlussetappe noch nicht verfügbar seien. Das bedeutet, dass zum Zeitpunkt der verfügbaren Daten die Wertung nach La Molina weiterhin der wichtigste Bezugspunkt für die Analyse des Rennens ist. Blasi müsste in einer solchen Situation die Angriffe der nächsten Rivalinnen, besonders Gery und Swierenga, verfolgen und technische Probleme, Stürze oder taktische Isolation im Finale vermeiden. Andererseits müssen die zurückliegenden Teams entscheiden, ob sie Podiumsplätze verteidigen oder mit Angriffen aus der Distanz riskieren wollen, um zu versuchen, die Spitze der Wertung zu verändern.
Ein Vorsprung von 1:24 auf Gery und 1:42 auf Swierenga ist nicht absolut unerreichbar, aber in einem dreitägigen Rennen sehr bedeutend, insbesondere nachdem der schwerste Bergtag bereits beendet ist. In der Praxis bedeutet das, dass Blasi einen Teil der Initiative den Teams überlassen könnte, die einen Etappensieg suchen, während UAE Team ADQ die gefährlichsten Angriffe kontrolliert. In einem solchen Szenario können Bonussekunden, die Positionierung in technischen Streckenabschnitten und die Fähigkeit der Mannschaft, die führende Fahrerin im sicheren Teil der Gruppe zu halten, eine wichtige Rolle spielen. Das Ergebnis der zweiten Etappe hat daher die Dynamik des Rennens verändert: Blasi ist nicht mehr nur die Favoritin auf dem Papier, sondern die führende Fahrerin, die die anderen angreifen müssen. Nach dem Solosieg in La Molina ist der Druck auf die Konkurrenz übergegangen.
Ergebnisse der 2. Etappe und die Spitze der Gesamtwertung
- 2. Etappe, Sant Vicenç de Castellet – La Molina, 130 km: 1. Paula Blasi (UAE Team ADQ) 4:03:19; 2. Célia Gery (FDJ United-SUEZ) +1:20; 3. Sidney Swierenga (Liv AlUla Jayco Women’s Continental Team) +1:36; 4. Évita Muzic (FDJ United-SUEZ) +2:26; 5. Mireia Benito (AG Insurance-Soudal Team) +2:26.
- Gesamtwertung nach der 2. Etappe: 1. Paula Blasi; 2. Célia Gery +1:24; 3. Sidney Swierenga +1:42; 4. Évita Muzic +2:34; 5. Mireia Benito +2:36.
Quellen:
- Cyclingnews – Bericht von der 2. Etappe der Volta a Catalunya Femenina 2026, Beschreibung von Blasis Angriff, Aussagen und Podiumsplatzierung (link)
- ProCyclingStats – offizielle Ergebnisübersicht der 2. Etappe, Zeiten, Abstände, Routendaten und Tageszusammenfassung (link)
- Volta Ciclista a Catalunya Femenina – offizielle Beschreibung der 2. Etappe, Route, Anstiege und Rennplan (link)
- Union Cycliste Internationale – Kalendereintrag der Volta Ciclista a Catalunya Femenina 2026 und Kategorie des Wettbewerbs (link)
- Cyclingnews – Bericht über den Diebstahl von Paula Blasis Fahrrad nach der 1. Etappe und die Reaktion von UAE Team ADQ (link)
- The-Sports.org – Übersicht über Ergebnisse und Gesamtwertung nach der 2. Etappe der Volta Ciclista a Catalunya Femenina 2026 (link)