World Series of Darts Finals in Amsterdam gestartet: Van Gerwen scheidet zum Auftakt aus, Littler betritt am 18. September die Bühne
Die World Series of Darts Finals 2026 begann am 17. September in der AFAS Live in Amsterdam, wo sich über vier Tage 32 Spieler aus der Weltspitze des Darts versammeln. Zu den prominentesten Namen des Turniers gehören Luke Littler, Luke Humphries, Gerwyn Price, James Wade, Jonny Clayton und eine Reihe führender niederländischer Spieler, während Titelverteidiger Michael van Gerwen bereits am ersten Abend überraschend ausschied. Laut einem Bericht von Sky Sports verlor Van Gerwen in der ersten Runde mit 5:6 gegen Daryl Gurney, nachdem er bei einer 5:4-Führung sechs Matchdarts vergeben hatte. Damit nahm eine der wichtigsten Geschichten des Turniers eine unerwartete Wendung, noch bevor Littler überhaupt sein erstes Match gespielt hatte. Die Nummer eins der Welt laut PDC-Spielerliste startet am 18. September gegen Danny Noppert in das Turnier.
Das Turnier dauert bis zum 20. September, und die PDC hat die Endrunde so angesetzt, dass die erste Runde am Donnerstag und Freitag ausgetragen wird, die zweite Runde in zwei Samstags-Sessions, während Viertelfinale, Halbfinale und Finale für Sonntag vorgesehen sind. Laut offiziellem PDC-Spielplan ist die AFAS Live Gastgeber aller sechs Sessions, die am 17. und 18. September jeweils um 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit beginnen, während für das Wochenende Nachmittags- und Abendsessions vorgesehen sind. Die Veranstalter erwarten großes Zuschauerinteresse, was angesichts der niederländischen Tradition großer Darts-Veranstaltungen und der Tatsache, dass die Ausgabe 2025 laut Angaben der Halle selbst ausverkauft war, nicht überrascht. Für Besucher, die wegen des Turniers nach Amsterdam kommen, können auch Unterkunftsangebote in Amsterdam nützlich sein, insbesondere wegen der großen Zahl parallel stattfindender Veranstaltungen am Wochenende.
Van Gerwens Titelverteidigung endete in der ersten Runde
Das größte Ergebnis des ersten Abends gab es im Duell zwischen Michael van Gerwen und Daryl Gurney. Van Gerwen kam als Titelverteidiger und Nummer eins der Setzliste nach Amsterdam, doch nach elf gespielten Legs hatte er keine Möglichkeit mehr, die World Series of Darts Finals zum siebten Mal zu gewinnen. Sky Sports berichtet, dass der niederländische Spieler bei einer 5:4-Führung sechs Matchdarts hatte, diese jedoch nicht nutzte, woraufhin Gurney ein Entscheidungsleg erzwang und das Match mit 6:5 für sich entschied. Gurney rückte kurzfristig als Ersatz ins Turnier, nachdem Visaprobleme die philippinischen Spieler Lourence Ilagan und Alexis Toylo an einer Teilnahme gehindert hatten. Sein Weiterkommen unterstrich daher zusätzlich die Unberechenbarkeit des kurzen Erstrundenformats, in dem auf sechs gewonnene Legs gespielt wird.
Die Niederlage ist für Van Gerwen besonders bedeutsam, weil dieses Turnier zu den Wettbewerben gehört, bei denen er historisch eine seiner beeindruckendsten Bilanzen aufweist. Laut PDC gewann er die World Series of Darts Finals 2015, 2016, 2017, 2019, 2023 und 2025, und im vergangenen Jahr besiegte er Luke Littler im Finale in Amsterdam mit 11:7. Die PDC berichtete damals, dass der Niederländer vor heimischem Publikum seinen sechsten Titel gewann, nachdem er am Finaltag Luke Humphries, Josh Rock und Littler besiegt hatte. In diesem Jahr endete sein Auftritt jedoch bereits im ersten Match, wodurch sich der obere Teil der Auslosung für andere Spieler öffnet. Gurney trifft in der zweiten Runde auf Ross Smith, der Kevin Doets in der ersten Runde mit 6:3 besiegte.
Humphries, Rock und Van Veen am ersten Abend weiter
Die erste Session brachte mehrere weitere wichtige Ergebnisse. Luke Humphries besiegte Jermaine Wattimena mit 6:4, obwohl die Schlussphase der Partie für ihn nicht einfach war. Laut Sky Sports vergab Humphries bei einer 5:3-Führung acht Matchdarts und anschließend im nächsten Leg weitere drei, konnte eine mögliche vollständige Wende aber dennoch verhindern. In der zweiten Runde wartet Dirk van Duijvenbode auf ihn, der gegen Viktor Tingström einen 1:4-Rückstand aufholte und mit 6:4 gewann. Van Duijvenbode rückte nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Man Lok Leung nachträglich ins Turnier, sodass auch sein Weiterkommen ein weiteres Beispiel dafür ist, wie stark sich das Teilnehmerfeld in den Tagen vor dem Beginn verändert hat.
Auch Josh Rock setzte sich nach einem Entscheidungsleg durch und besiegte Stephen Bunting mit 6:5. Laut den offiziellen Ergebnissen, die Sky Sports veröffentlicht, gewann Rock die letzten drei Legs der Partie, nachdem Bunting Chancen zum Sieg vergeben hatte, und trifft in der nächsten Runde auf Ryan Searle. Searle besiegte zum Auftakt Rob Cross deutlich mit 6:2. Gian van Veen, nach Van Gerwens Ausscheiden eine der wichtigsten niederländischen Hoffnungen, bezwang Chris Dobey mit 6:2, während Karel Sedláček Ben Robb mit 6:4 besiegte. Damit steht nach dem ersten Abend bereits die Hälfte der Teilnehmer an der zweiten Runde fest.
Littler gegen Noppert im Mittelpunkt des Programms am 18. September
Die zweite Hälfte der ersten Runde wird am 18. September gespielt, wobei das Duell zwischen Luke Littler und Danny Noppert die größte Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die PDC führte Littler vor dem Turnier als Weltranglistenersten und Nummer drei der Setzliste bei den World Series of Darts Finals, während Noppert zu den erfahrenen niederländischen Vertretern gehört, die in Amsterdam auf starke Unterstützung des Publikums hoffen können. Littler gewann dieses Turnier 2024 und erreichte ein Jahr später das Finale, in dem ihn Van Gerwen stoppte. Nach dem Ausscheiden des Titelverteidigers bleibt seine Hälfte der Auslosung unverändert, doch das Gesamtbild des Turniers hat sich bereits verändert, weil die Nummer eins der Setzliste vor dem Samstagsprogramm ausgeschieden ist.
Am Freitag spielen außerdem Gerwyn Price gegen Brody Klinge, James Wade gegen Damon Heta sowie Jonny Clayton gegen Maik Kuivenhoven. Wade kommt nach Amsterdam, nachdem er im August die Australian Darts Masters gewonnen hat, während Clayton früher in der Saison bei den New Zealand Darts Masters triumphierte. Die Übersicht der PDC über die qualifizierten Spieler zeigt Price als Nummer zwei der Setzliste, Littler als Nummer drei, Humphries als Nummer vier, Van Veen als Nummer fünf, Clayton als Nummer sechs, Wade als Nummer sieben und Stephen Bunting als Nummer acht. Genau diese Setzordnung sollte den Rahmen für die Schlussphase bilden, doch Bunting und Van Gerwen sind bereits ausgeschieden. Freitag ist daher nicht nur die Fortsetzung der ersten Runde, sondern auch ein Abend, der die gesamte untere Hälfte der Auslosung definieren wird.
Das Programm am 18. September eröffnen Adam Leek und Jim Long, danach folgen Motomu Sakai gegen Callan Rydz, Wessel Nijman gegen Simon Whitlock sowie Nathan Aspinall gegen Raymond Smith. Anschließend betreten Wade und Heta, Price und Klinge, Littler und Noppert sowie Clayton und Kuivenhoven die Bühne. Laut Spielplan der PDC und PDPA beginnt die Session um 19 Uhr Ortszeit in Amsterdam. Alle Partien der ersten Runde werden über maximal 11 Legs gespielt, das heißt, Sieger ist der Spieler, der zuerst sechs Legs gewinnt. Dieses Format lässt weniger Spielraum, einen schwachen Start in ein Match zu korrigieren, und brachte bereits am ersten Abend zwei Duelle hervor, die erst im letzten Leg entschieden wurden.
Von der globalen World-Series-Tour bis zum Finale in Amsterdam
Die World Series of Darts Finals sind kein eigenständiges Ereignis ohne vorherigen Kontext, sondern der Abschluss einer internationalen Serie, die die PDC auf mehreren Kontinenten organisiert. Laut PDC-Liste für 2026 traten führende Spieler und regionale Vertreter während der Saison bei World-Series-Turnieren in Bahrain, Saudi-Arabien, Dänemark, den Vereinigten Staaten, Neuseeland und Australien an. In Amsterdam kommen die bestplatzierten Spieler dieses Zyklus, zusätzliche Spieler aus der PDC-Rangliste sowie Qualifikanten des Tour Card Holder-Turniers zusammen. Dieses System verleiht dem Finale ein international breiteres Teilnehmerfeld als eine klassische Liste der bestplatzierten Spieler. Im diesjährigen Feld waren Vertreter aus Europa, Ozeanien, Asien und Nordamerika vertreten, obwohl drei späte Änderungen die endgültige Zusammensetzung beeinflussten.
Die PDC gab am 25. August bekannt, dass das gesamte Preisgeld des Turniers 450.000 britische Pfund beträgt, davon 100.000 Pfund für den Sieger. Laut derselben Mitteilung gewann Van Gerwen in der regulären World-Series-Saison die Bahrain Darts Masters und Nordic Darts Masters, Littler die Saudi Arabia Darts Masters, Humphries die US Darts Masters, Clayton die New Zealand Darts Masters und Wade die Australian Darts Masters. Diese Ergebnisse erklären, warum das Turnier in Amsterdam mehr ist als nur ein Abschlusswochenende: Es bringt Sieger von verschiedenen Kontinenten zusammen und kombiniert sie mit Spielern, die sich ihren Platz über die Gesamtwertung und zusätzliche Qualifikationsturniere gesichert haben. Für einige Spieler ist es die Gelegenheit, die internationale Saison mit einem Titel abzuschließen, während Amsterdam anderen eine seltene Bühne vor einem großen Fernsehpublikum bietet. Die Ergebnisse des ersten Tages zeigen, dass ein gesetzter Status keinen langen Verbleib in der Auslosung garantiert.
Das Format wird im Verlauf des Turniers anspruchsvoller
Nach Angaben der Professional Darts Players Association wird die erste Runde über maximal 11 Legs gespielt, während die zweite Runde und das Viertelfinale auf ein Format mit zehn zum Sieg benötigten Legs beziehungsweise maximal 19 Legs wechseln. Halbfinale und Finale werden über maximal 21 Legs gespielt, sodass für einen Sieg 11 Legs erforderlich sind. Diese Struktur reduziert schrittweise den Einfluss kurzer Serien und zufälliger Schwankungen, je näher der Kampf um den Titel rückt. Nach Freitag bleiben 16 Spieler übrig, und der Samstag ist in eine Nachmittags- und eine Abendsession der zweiten Runde aufgeteilt. Am Sonntagnachmittag finden vier Viertelfinals statt, während beide Halbfinals und das Finale für die Abendsession am 20. September vorgesehen sind.
Auch das Preisgeld steigt von Runde zu Runde. Die PDPA gibt an, dass in der ersten Runde ausgeschiedene Spieler jeweils 5.000 Pfund erhalten, Verlierer der zweiten Runde 10.000, Viertelfinalisten 17.500, Halbfinalisten 30.000, der Finalist 60.000 und der Sieger 100.000 Pfund. Der Gesamtwert des Preisgeldes beträgt 450.000 Pfund und stimmt damit mit der Turnierankündigung der PDC überein. Es handelt sich um ein wichtiges TV-Ereignis der Kategorie PDC Premier, doch die Ergebnisse werden nicht auf dieselbe Weise behandelt wie bei klassischen Ranglistenturnieren, deren Preisgeldergebnisse direkt in die Hauptrangliste einfließen. Für die Spieler ist der Wert des Turniers jedoch nicht nur finanzieller Natur: Das World-Series-Finale ist eine der sichtbarsten internationalen Bühnen außerhalb der Weltmeisterschaft und der anderen größten TV-Wettbewerbe.
AFAS Live erwartet ein sehr verkehrsreiches Wochenende im Südosten Amsterdams
AFAS Live befindet sich im Gebiet Amsterdam-Zuidoost, in unmittelbarer Nähe der Johan Cruijff Arena und des Ziggo Dome, und die Halle selbst hat vor erhöhtem Verkehrsaufkommen am 19. September gewarnt. Laut Informationen von AFAS Live finden am selben Tag in der Umgebung außerdem das Spiel Ajax gegen Excelsior sowie eine Veranstaltung im Ziggo Dome statt, weshalb die Organisatoren eine frühere Anreise und eine rechtzeitige Verkehrsplanung empfehlen. Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, bedeutet dies eine mögliche stärkere Belastung von Straßen und Parkplätzen, während öffentliche Verkehrsmittel eine wichtige Alternative für die Anreise in diesen Teil der Stadt darstellen. Am Samstag und Sonntag öffnet die Halle ihre Türen jeweils eine Stunde vor Beginn der jeweiligen Session. Besucher, die während der Schlussphase in der Stadt bleiben möchten, können einen Überblick über Unterkünfte in der Nähe der AFAS Live und im weiteren Gebiet von Amsterdam nutzen.
AFAS Live weist außerdem darauf hin, dass im Gebäude bargeldlos mit Debit- oder Kreditkarten bezahlt wird und dass Zeitpläne Änderungen unterliegen können. Für Samstag sind Sessions um 13 und 19 Uhr vorgesehen, wobei dieselben Anfangszeiten auch am Sonntag gelten. Dadurch kann das Publikum an den letzten beiden Tagen eine deutlich größere Zahl längerer Matches verfolgen als an den Eröffnungsabenden. Organisatorisch ist dies ein anspruchsvoller Zeitplan, insbesondere am Sonntag, wenn der Titel mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale am selben Tag entschieden wird. Gerade dieser Schlussblock verleiht dem Turnier traditionell einen Rhythmus, in dem Form, Konzentration und körperliche Ausdauer in mehreren wichtigen Matches innerhalb kurzer Zeit auf die Probe gestellt werden.
Blick auf Sonntag: offene Auslosung nach frühem Ausscheiden der Nummer eins
Van Gerwens Niederlage hat den Titelverteidiger bereits aus einem Viertel der Auslosung entfernt, ändert aber nichts daran, dass sich im Turnier noch zahlreiche Spieler mit Erfahrung im Gewinn großer PDC-Trophäen befinden. Littler ist ehemaliger Sieger dieses Wettbewerbs, Price gewann den Titel 2020 und 2022, Clayton 2021 und Wade 2018. Humphries gehört zu den bestplatzierten Spielern der Welt, während Van Veen vor heimischem Publikum versucht, seine Chance nach einem souveränen Weiterkommen in der ersten Runde zu nutzen. Gurney, Rock, Searle, Ross Smith, Van Duijvenbode und Sedláček haben bereits gezeigt, dass sich die ursprüngliche Setzordnung schnell verändern kann. Daher wird erst nach dem Abschluss des Freitags klar zu erkennen sein, wie alle acht Paarungen der zweiten Runde am Samstag aussehen.
Am 18. September werden die größten Scheinwerfer auf Littler gerichtet sein, doch der Abend bietet mehrere weitere Matches, die den weiteren Turnierverlauf stark beeinflussen können. Price gegen Klinge bringt die Nummer zwei der Setzliste mit einem australischen Spieler zusammen, der in diesem Jahr das Finale der Australian Darts Masters erreichte, während Wade gegen Heta den aktuellen Sieger des australischen World-Series-Turniers mit einem der erfahrensten australischen Profis zusammenführt. Clayton muss sich gegen Kuivenhoven auf einen nach Toylos Rückzug geänderten Gegner einstellen, während Aspinall gegen Raymond Smith um einen Platz in jenem Abschnitt der Auslosung spielt, der zum Sieger des Duells Littler - Noppert führt. Nach dem ersten Tag steht eines bereits fest: Das viertägige Format in Amsterdam ließ keine Zeit für ein langsames Aufwärmen, und einer der größten Favoriten verschwand sofort zum Auftakt aus der Auslosung. Die endgültige Antwort auf die Frage nach dem neuen Champion fällt am 20. September, wenn in der AFAS Live Viertelfinale, Halbfinale und Finale auf dem Programm stehen.
Quellen:
- Professional Darts Corporation - offizielle Mitteilung zum Teilnehmerfeld, zu den gesetzten Spielern, zum Preisgeld und zu den Siegern der World-Series-Turniere 2026 (Link)
- Professional Darts Corporation - offizielle Auslosung und Spielplan der World Series of Darts Finals 2026 in Amsterdam (Link)
- Sky Sports - Ergebnisse des ersten Abends, Ausscheiden von Michael van Gerwen und Hintergrund zu den kurzfristigen Ersatzspielern in der Auslosung (Link)
- Professional Darts Players Association - aktualisierter Spielplan, Matchformat und Verteilung des Preisgeldes (Link)
- Professional Darts Corporation - Bericht zum Finale 2025 und historischer Kontext von Van Gerwens sechstem Titel (Link)
- AFAS Live - offizielle Informationen zu Terminen, Einlass, Verkehrsaufkommen, Bezahlung und praktischen Bedingungen für Besucher (Link)