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Schweiz und Olympische Winterspiele 2038: nationale Bewerbung nach St. Moritz mit Unterstützung des Bundesrats

Die Schweiz ist nach der Unterstützung des Bundesrats in eine neue Phase ihrer Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 eingetreten. Das Projekt verbindet bestehende alpine Anlagen, öffentlichen Verkehr, ein dezentrales Landesmodell, vorsichtige Finanzierung und das Erbe von St. Moritz 1928 und 1948

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KI-Illustration: Schweiz und Olympische Winterspiele 2038: nationale Bewerbung nach St. Moritz mit Unterstützung des Bundesrats Karlobag.eu / KI-Illustration

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Die Schweiz hat einen entscheidenden Schritt in Richtung Winterspiele 2038 gemacht: Nach St. Moritz 1928 und 1948 will sie eine dritte Austragung

Die Schweizer Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 ist in eine neue politische Phase eingetreten, nachdem der Schweizer Bundesrat am Montag, dem 22. Juni 2026, die Unterstützung für das Projekt Switzerland 2038 offiziell bestätigt hat. Laut einer Mitteilung des Bundesamts für Sport BASPO kam die Regierung nach der Vernehmlassung zum Schluss, dass der Plan weitgehend positiv aufgenommen wurde, und überwies dem Parlament eine Botschaft und einen Entwurf für die Planungsunterstützung. Damit hat die Schweiz die Spiele nicht erhalten, aber sie hat einen der wichtigsten innenpolitischen Schritte in einem Prozess gemacht, der, wenn er alle Prüfungen besteht, mit der Rückkehr des olympischen Winterereignisses in das Land erstmals seit 1948 enden könnte.

Im Zentrum des Entscheids steht der Vorschlag eines Bundesbeitrags von höchstens 200 Millionen Schweizer Franken, mit der klaren Begrenzung, dass der Bund keine Verantwortung für ein allfälliges Defizit übernimmt. Laut BASPO würde dieses Geld für die Mitfinanzierung der Paralympischen Spiele, die günstigere Nutzung des öffentlichen Verkehrs für Besucher, weitere Kosten der Trägerorganisation sowie eine begrenzte Reserve für Ausgaben verwendet, die derzeit nicht präzise vorhergesehen werden können. Gleichzeitig macht der Bundesrat die Unterstützung davon abhängig, dass Kantone und Gemeinden zusammen mindestens mit demselben finanziellen Betrag an den Kosten für Planung und Durchführung beteiligt sind. Im Schweizer Modell ist die politische Frage der Finanzierung deshalb eng mit lokalen, regionalen und nationalen Staatsebenen verbunden.

Warum der Entscheid wichtig ist

Gemäß der offiziellen Begründung des Bundesrats führt das Internationale Olympische Komitee mit der Schweiz einen privilegierten Dialog für die Austragung der Winterspiele 2038. Das bedeutet, dass die Schweiz bis Ende 2027 ihr Kandidaturdossier ohne Konkurrenz anderer interessierter Gastgeber für dieselbe Ausgabe ausarbeiten kann. Wenn das Dossier die Anforderungen des IOC in Bezug auf Veranstaltungskonzept, Finanzierung, Vermächtnis und Nachhaltigkeit erfüllt, könnte die Schweiz laut Angaben des BASPO das Recht zur Organisation der Spiele erhalten. Ein solcher Status bedeutet keine automatische Vergabe, verändert aber die Dynamik der Kandidatur wesentlich, weil er ihr exklusive Zeit zur Weiterentwicklung des Projekts gibt.

Die Schweizer Geschichte der Winterolympia-Gastgeberschaften ist kurz, aber symbolisch stark. Nach Angaben des BASPO hat das Land die Olympischen Winterspiele bisher zweimal ausgerichtet, beide Male in St. Moritz, 1928 und 1948. Seitdem wurden verschiedene Schweizer Kandidaturen geprüft oder lanciert, endeten jedoch nicht mit einer neuen Austragung. Das Projekt Sion 2026 zum Beispiel endete, nachdem die Stimmberechtigten im Kanton Wallis 2018 den damit verbundenen Vorschlag abgelehnt hatten, hält BASPO in der Dokumentation zu dieser Kandidatur fest. Die Kandidatur für 2038 wird deshalb als Versuch dargestellt, das Muster früherer Misserfolge zu ändern, jedoch mit einer anderen Architektur der Austragung, der Kosten und der politischen Verantwortung.

Modell des ganzen Landes statt einer Stadt

Das Projekt Switzerland 2038 basiert auf einem dezentralisierten Konzept. Laut den offiziellen Kandidaturunterlagen besteht die Idee nicht darin, dass eine Stadt oder eine Region die gesamte Veranstaltung trägt, sondern dass Wettbewerbe und zentrale Funktionen auf bestehende Standorte in verschiedenen Landesteilen verteilt werden. Die Organisatoren geben an, dass es sich um ein Modell handelt, in dem die Schweiz als Gastgeberstaat und nicht als klassische olympische Gastgeberstadt auftreten würde. Ein solcher Ansatz steht im Zusammenhang mit neueren Regeln und Erwartungen der olympischen Bewegung, die in den vergangenen Jahren immer stärker die Nutzung bestehender Infrastruktur, Kostenkontrolle und langfristigen Nutzen für den Gastgeber betont.

Laut der Website Switzerland 2038 ist der Plan der Austragungsorte als nationales Netzwerk sportlicher und organisatorischer Funktionen gedacht. Die Kandidatur nennt die Unterstützung von 14 Städten und 10 Kantonen, und in offiziellen Erklärungen wird hervorgehoben, dass verschiedene Sprachregionen einbezogen sind. Für die internationale Öffentlichkeit ist dieses Element wichtig, weil die Schweiz die Kandidatur nicht nur auf dem Ruf eines alpinen Sportlandes aufbaut, sondern auch auf der politischen Idee, unterschiedliche Teile des Bundesstaates durch ein großes Sportprojekt miteinander zu verbinden. Gleichzeitig wirft die Dezentralisierung praktische Fragen auf: wie das Gefühl gemeinsamer Spiele bewahrt werden kann, wie Verkehr, Sicherheit und Unterbringung koordiniert werden können und wie Nutzen und Kosten zwischen den Standorten verteilt werden sollen.

Die Organisatoren behaupten, dass gerade die bestehende Infrastruktur eines der Schlüsselargumente der Kandidatur ist. In den Projektunterlagen heißt es, dass der Plan auf Sportanlagen, Verkehrskapazitäten und der Erfahrung Schweizer Gastgeber großer Wettbewerbe beruht. Switzerland 2038 erwähnt in seinen Veröffentlichungen jüngste und geplante internationale Wettbewerbe als Beleg für die organisatorische Erfahrung der Sportverbände und Städte, die am Projekt beteiligt sind. Ein solcher Rahmen hat eine klare Kommunikationsfunktion: Der Öffentlichkeit und dem IOC soll gezeigt werden, dass die Spiele ohne eine große Bauwelle und ohne ein Modell durchgeführt werden können, das in der Vergangenheit wegen der Kosten oft Widerstand auslöste.

Finanzierung unter der Lupe

Der sensibelste Teil des Projekts bleibt das Geld. Laut BASPO sieht der Bundesrat höchstens 200 Millionen Schweizer Franken an Bundesunterstützung vor, jedoch ohne Übernahme einer Defizitgarantie. Davon sind 60 Millionen für die Mitfinanzierung der Paralympischen Spiele vorgesehen, 50 Millionen für die Vergünstigung der Nutzung des öffentlichen Verkehrs für Besucher, 80 Millionen für weitere Kosten der Trägerorganisation und 10 Millionen für mögliche Kosten, die noch nicht sichtbar sind. Sicherheitsaufgaben, die der Bund ohnehin im Rahmen seiner regulären Zuständigkeiten übernimmt, sind in diesem Betrag nicht enthalten, hält BASPO fest.

Die gesamten Organisationskosten betragen nach Schätzung der Trägerorganisation 2,2 Milliarden Schweizer Franken. Laut Mitteilung des Bundesrats würden die Einnahmen aus öffentlichen Beiträgen, Sponsoring, Warenverkauf, Eintrittskarten und einem beträchtlichen Beitrag des IOC stammen. Der Organisationsverein sieht auch eine privat finanzierte Defizitgarantie von 200 Millionen Schweizer Franken vor. Switzerland 2038 gibt zusätzlich an, dass 82 Prozent des Organisationsbudgets privat finanziert werden sollen. Eine solche Finanzierungsstruktur ist darauf ausgelegt, das politische Risiko für die Steuerzahlenden zu verringern, doch ihre Umsetzbarkeit wird einer der Schlüsselpunkte der parlamentarischen Debatten sein.

Das Finanzierungsmodell zeigt zugleich, wie sehr sich das Projekt 2038 von früheren Schweizer Kandidaturen unterscheidet. In der Dokumentation zu Sion 2026 nannte BASPO deutlich höhere mögliche Bundesbeträge und eine andere Risikoverteilung, während der Bundesrat nun den begrenzten Beitrag, das Fehlen einer Bundesgarantie für ein Defizit und die stärkere Abstützung auf private Quellen betont. Damit versucht die Regierung, Fragen zu beantworten, die in der Schweiz traditionell entscheidend für große Sportprojekte sind: Wer zahlt, wer übernimmt das Risiko und wer entscheidet, wenn die Kosten steigen. Laut BASPO wäre der geplante Bundesbeschluss nicht dem fakultativen Referendum unterstellt, weil der Bundesrat ihn nicht als Entscheid von “großer Tragweite” betrachtet, doch dort, wo die Wettbewerbe stattfinden werden, bleibt Raum für die Beteiligung lokaler Parlamente und der Bevölkerung.

Der politische Kalender verlagert sich nun ins Parlament

Nach dem Entscheid des Bundesrats führt die nächste große Etappe zum Schweizer Parlament. Laut der Veröffentlichung von Switzerland 2038 werden die Beratungen im Nationalrat und im Ständerat während der Herbst- und Wintersession 2026 erwartet. Ein politischer Entscheid bis Ende des Jahres ist wichtig, weil er mit der Schlussphase des privilegierten Dialogs mit dem IOC zusammenfällt. Wenn die parlamentarische Unterstützung bestätigt wird, erhält die Kandidatur nach Angaben der Organisatoren ein stärkeres Mandat für abschließende Verhandlungen, finanzielle Vereinbarungen und die technische Ausarbeitung des Dossiers.

Der Verein Switzerland 2038 begrüßte den Entscheid des Bundesrats als wichtige Bestätigung der Glaubwürdigkeit des Projekts. Co-Präsidentin Ruth Wipfli Steinegger erklärte laut der Mitteilung des Vereins, dass die positive Botschaft der Regierung für die Schlussphase des privilegierten Dialogs bedeutend sei. Geschäftsführer Frédéric Favre sagte, der Entscheid sende ein starkes Signal an den Sport und das Parlament und erinnerte an die Unterstützung der am Projekt beteiligten Sportverbände, Kantone und Städte. Swiss-Olympic-Präsidentin Ruth Metzler-Arnold bewertete die Unterstützung des Bundes als Zeichen dafür, dass das Projekt Sport, Politik und Gesellschaft um eine gemeinsame Vision zur langfristigen Stärkung des Sports vereine.

Diese Aussagen sind auch als Teil einer breiteren Überzeugungskampagne zu lesen. Die Schweizer Kandidatur muss gleichzeitig das IOC, nationale politische Akteure, lokale Behörden, Sportverbände, den Unternehmenssektor und die Bevölkerung überzeugen. Jeder dieser Kreise hat andere Kriterien: Das IOC verlangt Machbarkeit und internationale Überzeugungskraft, die öffentlichen Behörden verlangen Risikokontrolle, Sportorganisationen betrachten die langfristige Entwicklung des Sports, und die Bevölkerung interessiert sich am meisten für das Verhältnis von Nutzen, Kosten und Belastungen. Genau deshalb ist der Entscheid des Bundesrats wichtig, schließt die Debatte aber nicht ab.

Öffentliche Unterstützung ist vorhanden, aber auch die Skepsis ist nicht verschwunden

Laut einer Umfrage des Instituts gfs.bern, die Switzerland 2038 veröffentlicht hat, unterstützen 61 Prozent der Befragten die Schweizer Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038. In derselben Umfrage äußerten 33 Prozent der Befragten starke Unterstützung, 28 Prozent mäßige Unterstützung, während 21 Prozent vollständig dagegen und 13 Prozent teilweise dagegen sind. Die Organisatoren betonen außerdem, dass 79 Prozent der Befragten glauben, die Schweiz verfüge über die notwendige Infrastruktur und Mobilität für eine große internationale Veranstaltung, während 74 Prozent das dezentralisierte Modell als Vorteil betrachten, weil es auf bestehenden Strukturen und Erfahrungen beruht. Die Umfrage wurde im Auftrag des Vereins Switzerland 2038 durchgeführt, was bei der Interpretation der Ergebnisse wichtig zu erwähnen ist.

Dieselben Daten zeigen, dass die Ablehnung nicht unerheblich ist. Laut der Veröffentlichung von Switzerland 2038 äußern 57 Prozent der Befragten Besorgnis wegen finanzieller Risiken und der Möglichkeit, dass der öffentliche Sektor am Ende ein Defizit tragen muss. Außerdem haben 53 Prozent der Befragten Zweifel an der Nachhaltigkeit der Winterspiele im Kontext des Klimawandels, und ein Teil der Öffentlichkeit hinterfragt, ob das dezentralisierte Modell den olympischen Geist bewahren kann. Diese Einwände sind nicht nebensächlich, weil gerade Finanzen, Nachhaltigkeit und lokale Auswirkungen seit Jahren zu den häufigsten Gründen für Widerstand gegen olympische Kandidaturen in demokratischen Verfahren gehören.

Für Switzerland 2038 liegt die Antwort auf Skepsis in der Kombination bestehender Wettkampfstätten, des öffentlichen Verkehrs, privater Finanzierung und eines langfristigen Vermächtnisses. Die Organisatoren behaupten, dass die Spiele die Entwicklung junger Athletinnen und Athleten, Bildung, Kompetenzen in der Organisation großer Veranstaltungen und eine bessere Einbindung des paralympischen Sports fördern könnten. Laut ihrer Veröffentlichung sollte die breite Unterstützung der Wintersportverbände die Überzeugungskraft des Projekts zusätzlich stärken. Doch gerade in der parlamentarischen Phase werden diese Behauptungen konkretere Form annehmen müssen, besonders wenn über Verträge, Garantien, Sicherheitskosten und Verantwortung im Fall veränderter wirtschaftlicher oder klimatischer Umstände gesprochen wird.

Breitere Bedeutung für die olympische Bewegung

Die Schweizer Kandidatur ist auch außerhalb des nationalen Rahmens wichtig. Wenn sie bestätigt würde, wären die Spiele 2038 ein Beispiel für ein Modell, in dem die Austragung nicht in einer Stadt konzentriert ist, sondern sich auf das ganze Land und ein bestehendes Netzwerk von Standorten stützt. Dieser Ansatz entspricht den Veränderungen in der Art und Weise, wie die olympische Bewegung versucht, Kosten zu senken, unnötiges Bauen zu vermeiden und die Akzeptanz von Kandidaturen bei Bürgerinnen und Bürgern zu erhöhen. In diesem Sinne bietet die Schweiz nicht nur einen neuen Standort, sondern auch einen Test für eine andere Art der Organisation der Olympischen und Paralympischen Winterspiele.

Die Rückkehr der Spiele in die Schweiz hätte auch historisches Gewicht. St. Moritz 1928 und St. Moritz 1948 bleiben die einzigen zwei olympischen Winterepisoden, die in diesem Land ausgetragen wurden. Eine mögliche Ausgabe 2038 wäre keine Wiederholung dieses Modells, sondern der Versuch, fast ein Jahrhundert nach der ersten Austragung eine neue Formel zu präsentieren: dezentralisiert, politisch mehrebig und finanziell vorsichtiger. Bis dahin muss das Projekt den Schweizer parlamentarischen Filter durchlaufen, die Finanzierungsstruktur abschließen, das technische Dossier weiterentwickeln und die Anforderungen des IOC erfüllen. Erst nach diesen Schritten kann die Frage aus dem Titel, 1928, 1948 und 2038, von einer ambitionierten Projektion in die offizielle olympische Geschichte übergehen.

Quellen:
- Bundesamt für Sport BASPO – Mitteilung des Bundesrats vom 22. Juni 2026 über die Unterstützung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038, den Finanzrahmen, das parlamentarische Verfahren und die Referendumsbeurteilung (link)
- Switzerland 2038 – Veröffentlichung über die Unterstützung des Bundesrats, die parlamentarische Phase, die Unterstützung von Kantonen und Städten sowie Erklärungen von Vertretern der Kandidatur und von Swiss Olympic (link)
- Switzerland 2038 – offizielle Projektseite mit Beschreibung des privilegierten Dialogs, des dezentralisierten Konzepts und des Plans der Austragungsorte (link)
- Switzerland 2038 / gfs.bern – Veröffentlichung der Ergebnisse der Umfrage zur öffentlichen Unterstützung der Kandidatur, zu Unterstützungsargumenten und zu den wichtigsten Vorbehalten der Öffentlichkeit (link)
- Bundesamt für Sport BASPO – Archivdokumentation zur Kandidatur Sion 2026, zu früheren Schweizer Kandidaturen und zu den Austragungen der Olympischen Winterspiele 1928 und 1948 in St. Moritz (link)

Hinweis: Bei der Erstellung dieser Inhalte wurden Werkzeuge der künstlichen Intelligenz verwendet. Die Inhalte wurden vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

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