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Al Nassr in Finanzkrise: Schulden über 800 Millionen Riyal bremsen die Transfers und Saisonvorbereitung

Erfahren Sie, wie Schulden von mehr als 800 Millionen saudischen Riyal, Liquiditätsmangel und Berichte über nur teilweise gezahlte Gehälter Al Nassr belasten. Gestoppte Transfers, strengere PIF-Kontrolle und ein möglicher Investor gefährden die Saisonvorbereitung

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KI-Illustration: Al Nassr in Finanzkrise: Schulden über 800 Millionen Riyal bremsen die Transfers und Saisonvorbereitung Karlobag.eu / KI-Illustration

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Finanzkrise erschüttert Al Nassr: Schulden sollen 800 Millionen Saudi-Riyal überschritten haben

Al Nassr, der amtierende Meister Saudi-Arabiens und einer der bekanntesten Klubs außerhalb des europäischen Fußballs, ist unter erheblichem finanziellen Druck in die Vorbereitung auf die Saison 2026/27 gestartet. Berichten der saudischen Sportzeitung Arriyadiyah zufolge übersteigen die Gesamtverbindlichkeiten des Klubs aus Riad derzeit 800 Millionen Saudi-Riyal, während sich der Mangel an verfügbaren Barmitteln bereits auf das Tagesgeschäft auswirkt. Dieselbe Quelle gibt an, dass ein Teil der Spieler der ersten Mannschaft das Gehalt für Juni nicht vollständig erhalten habe und dass die Verhandlungen über neue Transfers ausgesetzt worden seien, bis die Vereinsführung zusätzliche Liquidität sicherstelle. Bis zum 26. Juli 2026 hatte der Klub keinen detaillierten Finanzbericht veröffentlicht, der die Struktur und die endgültige Höhe der Schulden bestätigt hätte, sodass die wichtigsten Angaben weiterhin auf Informationen ungenannter Quellen beruhen, die der Führung und dem saudischen Public Investment Fund nahestehen. Der Umfang der Maßnahmen, die dem Mehrheitseigentümer zugeschrieben werden, zeigt jedoch, dass das Problem im saudischen Fußball nicht mehr lediglich als vorübergehende Verzögerung bei Zahlungen betrachtet wird.

Der finanzielle Schlag kommt zu einem äußerst sensiblen Zeitpunkt. Al Nassr gewann im Mai erstmals seit sieben Jahren die Roshn Saudi League und soll seine Titelverteidigung am 13. August beginnen, wenn die neue Ligasaison startet. Gleichzeitig erhielt die Mannschaft mit Ange Postecoglou einen neuen Trainer, der einen Zweijahresvertrag unterschrieb und den Kader von Jorge Jesus übernahm. Statt eines ruhigen Übergangs nach der Meistersaison wurde der australische Fachmann mit Unsicherheit hinsichtlich Verstärkungen, der Nutzung des vorhandenen Kaders und der finanziellen Fähigkeit des Klubs zur Erfüllung seiner Verpflichtungen konfrontiert. Eine solche Situation erhöht den Druck auf die Führung, da Al Nassr seine sportliche Wettbewerbsfähigkeit in der heimischen Meisterschaft und in kontinentalen Wettbewerben aufrechterhalten und gleichzeitig die Ausgaben begrenzen muss, die saudischen Berichten zufolge zur aktuellen Krise beigetragen haben.

Für die Schulden von mehr als 800 Millionen Riyal gibt es weiterhin keine öffentlich bekannt gegebene Struktur

Arriyadiyah berichtete am 26. Juli, dass die Schulden von Al Nassr 800 Millionen Saudi-Riyal übersteigen und größtenteils aus finanziellen Entscheidungen hervorgehen, die während der vorherigen Sportsaison getroffen wurden. Aus den öffentlich verfügbaren Informationen geht nicht genau hervor, welcher Anteil auf Transfer-Raten, vertragliche Vergütungen, Gehälter, Verpflichtungen gegenüber Vermittlern, Lieferanten oder andere Betriebskosten entfällt. Ebenso ist nicht bekannt, ob der angegebene Betrag sämtliche langfristigen Verpflichtungen oder lediglich bereits fällige und kurzfristig fällig werdende Zahlungen umfasst. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil eine hohe Gesamtverschuldung nicht automatisch eine unmittelbare Zahlungsunfähigkeit bedeuten muss, ein Mangel an Barmitteln jedoch Gehälter, die Registrierung von Spielern und den regulären Betrieb des Klubs rasch gefährden kann. Gerade das Liquiditätsproblem, also der Mangel an Geld, das für sofortige Zahlungen zur Verfügung steht, wird in saudischen Berichten als dringendstes Risiko bezeichnet.

Ein früherer Bericht derselben Zeitung, der Mitte Juli veröffentlicht wurde, erklärte, dass mehreren Spielern der ersten Mannschaft lediglich ein Teil ihres Juni-Gehalts ausgezahlt worden sei und die Vereinsführung versuche, den Rest zu begleichen. Al Nassr hat weder die Namen der von der Verzögerung betroffenen Spieler noch die Höhe der offenen Verpflichtungen oder die Frist, innerhalb derer die Zahlungen abgeschlossen werden sollen, öffentlich bekannt gegeben. Es gibt auch keine offizielle Bestätigung dafür, dass die Gehälter sämtlicher Beschäftigten oder Mitglieder des Trainerstabs in gleicher Weise betroffen sind. Daher muss zwischen der bestätigten Tatsache, dass ein saudisches Medium Angaben über unvollständige Auszahlungen veröffentlicht hat, und der Behauptung unterschieden werden, der Klub habe die Nichtzahlung offiziell eingeräumt, was bis zum 26. Juli nicht geschehen war. Das Ausbleiben einer öffentlichen Stellungnahme vergrößert den Raum für Spekulationen zusätzlich, insbesondere weil Al Nassr über einen der teuersten und international meistbeachteten Kader im asiatischen Fußball verfügt.

PIF prüft drei Wege zur Stabilisierung des Geschäftsbetriebs

Einer Quelle aus dem Umfeld des saudischen Public Investment Fund zufolge hat PIF mit der Umsetzung dringender Maßnahmen begonnen, um das Wachstum der Verpflichtungen zu begrenzen und eine strengere Kontrolle über den Geschäftsbetrieb der Klubgesellschaft einzuführen. Der erste Weg umfasst Berichten zufolge eine Einschränkung eines Teils der finanziellen Befugnisse der derzeitigen Geschäftsführung. In der Praxis würde dies bedeuten, dass die Führung keine neuen Verträge mit Spielern oder Trainern abschließen könnte, wenn dafür nicht im Voraus Liquidität aus Sponsorenverträgen, kommerziellen Einnahmen und anderen eigenen Quellen des Klubs gesichert ist. Eine solche Regel bedeutet eine Abkehr von einem Modell, in dem sportliche Entscheidungen in der Erwartung getroffen werden, dass der Eigentümer die Kosten nachträglich deckt. Dem Bericht von Arriyadiyah zufolge besteht das Ziel darin, einen weiteren Anstieg der Schulden zu stoppen und neue Ausgaben an tatsächlich verfügbares Geld zu koppeln.

Der zweite Weg sieht die Beauftragung unabhängiger Finanz-, Wirtschafts- und Rechtsberater vor. Ihre Aufgabe wäre es, die Ausgaben zu analysieren, einen Zeitplan für die Stabilisierung zu erstellen und Möglichkeiten zur Steigerung der Einnahmen aus Sponsoring, Partnerschaften, dem Verkauf von Klubprodukten, Spielen und der internationalen kommerziellen Reichweite vorzuschlagen. Die globale Popularität, die Cristiano Ronaldo mit sich bringt, garantiert für sich allein nicht, dass die Mittelzuflüsse mit der Höhe der vertraglich vereinbarten Kosten Schritt halten. Die Berater müssten daher einschätzen, wo Ausgaben reduziert werden können und wie schnell sich neue Einnahmen vereinbaren lassen. Ihre Namen und die Frist für die Vorlage des Plans wurden noch nicht bekannt gegeben.

Der dritte Weg betrifft einen möglichen Einstieg privaten Kapitals. Arriyadiyah berichtet, dass PIF zwei ernsthafte Angebote zum Erwerb eines Anteils an Al Nassr vorgelegt worden seien und dass der Fonds einen teilweisen gegenüber einem vollständigen Verkauf bevorzuge. Die Namen der potenziellen Investoren, der Wert der Angebote und die Größe des angebotenen Anteils wurden offiziell nicht bekannt gegeben. Die Möglichkeit einer solchen Transaktion fügt sich in die umfassendere saudische Strategie zur Privatisierung von Sportklubs ein, bei der staatliches Kapital schrittweise mit privatem Eigentum, professionellerer Führung und größerer kommerzieller Verantwortung kombiniert werden soll. PIF unterzeichnete im April 2026 eine verbindliche Vereinbarung über den Verkauf von 70 Prozent der Klubgesellschaft von Al Hilal an die Kingdom Holding Company, was zeigt, dass die Übertragung großer Anteile an führenden Klubs nicht mehr nur eine theoretische Möglichkeit ist.

Transfers sind gestoppt, bis der Klub Geld findet

Die derzeit unmittelbarste sportliche Folge der Krise ist die Blockade neuer Geschäfte auf dem Spielermarkt. Saudische Quellen behaupten, dass die Geschäftsführung keine Genehmigung zum Abschluss von Verträgen erhalten werde, wenn sie nicht zuvor Mittel aus eigenen Einnahmen sicherstellt. Frühere Pläne zur Verpflichtung eines Mittelfeldspielers, der den Abgang von Marcelo Brozović ausgleichen sollte, liegen deshalb laut Arriyadiyah auf Eis. Der Klub hat weder offiziell bestätigt, mit welchen Spielern er verhandelt hat, noch bekannt gegeben, dass eine Vereinbarung ausschließlich wegen fehlender Barmittel gescheitert sei. Das Verbot, ohne finanzielle Deckung neue Verpflichtungen einzugehen, kann den Handlungsspielraum im sommerlichen Transferfenster jedoch erheblich einschränken, insbesondere wenn mehrere Positionen gleichzeitig besetzt werden müssen.

Für Postecoglou ist eine solche Situation besonders anspruchsvoll, da sein Spielstil üblicherweise Intensität, eine breite Auswahl an Spielern und klar definierte Rollen erfordert. Der neue Trainer hat den Meister und nicht eine Mannschaft in einer Phase des langfristigen Neuaufbaus übernommen, weshalb seine Arbeit von Beginn an anhand der Ergebnisse beurteilt werden wird. Das offizielle Portal der Saudi Pro League veröffentlichte, dass Postecoglou einen Vertrag über zwei Spielzeiten unterschrieben habe und Al Nassr seine Titelverteidigung am 13. August beginne. Bis dahin muss der Klub die Vorbereitung abschließen, den Zustand der Spieler nach ihren Verpflichtungen in den Nationalmannschaften beurteilen und feststellen, ob der vorhandene Kader der Belastung mehrerer Wettbewerbe standhalten kann. Jede Woche ohne finanzielle Lösung verkürzt die Zeit für die Integration möglicher Verstärkungen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Trainer mit einer kleineren Auswahl als geplant in die Saison startet.

Die Krise kann sich auch auf ausgehende Transfers auswirken. Wenn ein Klub seine Liquidität schnell erhöhen muss, wird der Verkauf oder die Ausleihe von Spielern zu einer der wenigen Möglichkeiten, einen sofortigen Mittelzufluss zu erzielen, doch ein erzwungener Verkauf schwächt häufig die Verhandlungsposition. Potenzielle Käufer könnten einen niedrigeren Preis erwarten, wenn sie wissen, dass der Verkäufer dringend Geld benötigt. Eine Entlastung des Gehaltsbudgets könnte dennoch zur Stabilisierung der Bilanz beitragen. Es wurde nicht bestätigt, dass Al Nassr einen Schlüsselspieler ausschließlich zur Bedienung seiner Schulden verkauft.

Die Krise brach unmittelbar nach dem Gewinn der Meisterschaft aus

Die finanzielle Unsicherheit steht in starkem Gegensatz zu dem Bild, das der Klub in der Saison 2025/26 auf dem Spielfeld vermittelte. Dem offiziellen Bericht der Saudi Pro League zufolge gewann Al Nassr nach einem 4:1-Sieg gegen Damac den Titel und beendete die saudische Meisterschaft erstmals seit 2019 wieder an der Spitze. Unter Jorge Jesus entwickelte die Mannschaft einen der effizientesten Angriffe der Liga, wobei Ronaldo, João Félix, Kingsley Coman und weitere herausragende Spieler eine wichtige Rolle spielten. Ein solches Ergebnis hätte dem Klub einen stabileren Start in die neue Saison, größeres Interesse von Sponsoren und eine bessere kommerzielle Position ermöglichen sollen. Stattdessen wurde die Nachhaltigkeit der Ausgaben nur wenige Wochen nach den Feierlichkeiten mit der Trophäe zum Hauptthema.

Der Gewinn des Titels löst ein Problem beim Geldfluss nicht automatisch. Die Einnahmen aus Prämien, Eintrittskarten, Sponsoren und dem Verkauf von Produkten können steigen, doch im Spitzenfußball erhöhen sich gleichzeitig auch Boni, Gehälter, Transfer-Raten und die Kosten für die Unterhaltung einer international konkurrenzfähigen Mannschaft. Wenn vertragliche Verpflichtungen zeitlich konzentriert sind, kann selbst ein erfolgreicher Klub in eine Phase geraten, in der mehr Zahlungen fällig werden, als durch laufende Einnahmen gedeckt werden können. Gerade deshalb stellt die angebliche Forderung von PIF, neue Verträge aus im Voraus gesicherten Quellen zu finanzieren, den Versuch dar, eine stärkere Verbindung zwischen sportlicher Planung und tatsächlicher Zahlungsfähigkeit herzustellen. Für Al Nassr wird die entscheidende Prüfung darin bestehen, ob der Klub seine Meistermannschaft halten kann, ohne das Ausgabenmodell fortzusetzen, das saudischen Berichten zufolge zum derzeitigen Umfang der Verpflichtungen geführt hat.

Ronaldo steht bis 2027 unter Vertrag, doch der Druck wegen der Ambitionen des Klubs wächst

Besondere Aufmerksamkeit gilt Cristiano Ronaldo, dem Kapitän und weltweit wichtigsten Gesicht des Projekts von Al Nassr. Der Klub gab offiziell bekannt, dass der portugiesische Stürmer seinen Vertrag bis 2027 verlängert hat, wodurch seine Zukunft formal auch während der neuen Saison an die Mannschaft gebunden ist. Seine sportliche und kommerzielle Bedeutung erschwert jede Verringerung der Ambitionen, da das Projekt von Al Nassr in den vergangenen Jahren auf dem Gewinn von Trophäen und internationaler Sichtbarkeit aufgebaut wurde. Für einen Spieler, der seit seiner Ankunft in Saudi-Arabien mehrfach öffentlich seinen Wunsch nach Titeln betont hat, stellen das gestoppte Transferfenster und verspätete Zahlungen eine potenzielle Quelle der Unzufriedenheit dar. Der Klub hat jedoch nicht offiziell bestätigt, dass Ronaldo aufgrund der aktuellen Krise mit einem neuen Boykott oder einer Verweigerung von Einsätzen gedroht habe.

Solche Behauptungen müssen von den Ereignissen im Februar 2026 getrennt werden, als internationale Medien berichteten, Ronaldo habe aus Unzufriedenheit mit dem winterlichen Transferfenster und der Verteilung finanzieller Unterstützung unter den führenden saudischen Klubs Spiele verpasst. Dieser Streit wurde damaligen Berichten zufolge später vorübergehend beigelegt, woraufhin Ronaldo in die Mannschaft zurückkehrte und ihr zum Gewinn der Meisterschaft verhalf. Die aktuelle Finanzkrise schafft einen ähnlichen Kontext, doch bislang gibt es keine glaubwürdige offizielle Bestätigung dafür, dass sich dasselbe Szenario wiederholt. Die verfügbaren Informationen besagen, dass der portugiesische Kapitän Erklärungen zur Vorbereitung und zur Bereitschaft des Klubs für die neue Saison verlangt habe, Einzelheiten dieser Gespräche wurden jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben. Daher sollte jede Ankündigung eines Boykotts als unbestätigt behandelt werden, bis sich der Spieler, der Klub oder seine bevollmächtigten Vertreter äußern.

Gleichzeitig ist Ronaldo zumindest indirekt ein wichtiger Teil einer möglichen finanziellen Lösung. Seine Anwesenheit steigert den Wert von Sponsoringpaketen, den weltweiten Verkauf von Klubprodukten, die Zuschauerzahlen und die Verhandlungsmacht von Al Nassr auf dem internationalen Markt. Die Einnahmeseite kann sich jedoch nur dann in einen langfristigen Vorteil verwandeln, wenn die kommerziellen Verträge groß genug, stabil und zeitlich auf die Ausgaben abgestimmt sind. Die Abhängigkeit von einem einzigen Star kann die Kontrolle der Verträge und einen realistischen mehrjährigen Haushalt nicht ersetzen. Das Verhältnis zwischen Ronaldos sportlichen Erwartungen und der neuen Finanzdisziplin wird deshalb eines der zentralen Themen vor der Saison sein.

Der Fall Al Nassr wird zum Test für das saudische Modell der Klubführung

Die Krise hat eine breitere Bedeutung, weil Al Nassr zu einer Gruppe führender saudischer Klubs gehört, die 2023 im Rahmen des staatlichen Projekts für Investitionen und die Privatisierung des Sports in Klubgesellschaften umgewandelt wurden. PIF wurde durch dieses Modell zum Mehrheitseigentümer von Al Nassr, Al Hilal, Al Ittihad und Al Ahli, während die Klubs stärkere finanzielle Unterstützung und die Möglichkeit erhielten, internationale Stars zu verpflichten. Das Modell beschleunigte das Wachstum der globalen Sichtbarkeit der Saudi Pro League, warf gleichzeitig jedoch Fragen zur langfristigen Nachhaltigkeit, zur Unabhängigkeit der Vereinsführungen und zur Kontrolle der Ausgaben auf. Arriyadiyah berichtet, dass Al Nassr nun unter verstärkter finanzieller Aufsicht der Liga stehe und die Führung an die Regeln angepasst werden müsse, die für mit demselben Eigentümer verbundene Sportunternehmen gelten. Dazu gehören die Notwendigkeit transparenterer Entscheidungen und die Vermeidung einer Situation, in der Eigentümerkapital automatisch jede neue Verpflichtung deckt.

Der Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an Al Hilal durch PIF im April zeigte, in welche Richtung sich das System entwickeln könnte. In seiner offiziellen Mitteilung hob der Fonds kommerzielle Einnahmen, Unternehmensführung, Infrastruktur und langfristige finanzielle Nachhaltigkeit als Hauptziele der Transformation der Klubs hervor. Sollte ein ähnliches Modell auf Al Nassr angewendet werden, könnte der Einstieg eines privaten Investors frisches Kapital und eine strengere geschäftliche Disziplin bringen, würde jedoch auch die Frage nach der Bewertung eines mit hohen Schulden belasteten Klubs aufwerfen. Ein potenzieller Käufer müsste einschätzen, welchen Wert die Marke Al Nassr nach dem Titelgewinn besitzt, wie nachhaltig die mit Ronaldo verbundenen Einnahmen sind und welche Verpflichtungen nach dem Auslaufen einzelner Verträge bestehen bleiben. Ohne eine veröffentlichte Struktur der Schulden lässt sich nur schwer beurteilen, ob ein teilweiser Verkauf das grundlegende Problem lösen oder lediglich eine kurzfristige Atempause verschaffen würde.

Für die unmittelbare Zukunft sind die Prioritäten klar: die Zahlungen an Spieler und Beschäftigte abschließen, den genauen Fälligkeitsplan der Verpflichtungen feststellen, die Registrierung der Mannschaft schützen und Postecoglou einen funktionsfähigen Kader zur Verfügung stellen. Es ist wichtig, Daten zu veröffentlichen, damit überprüfte Tatsachen von Gerüchten getrennt werden können. Al Nassr ist Meister, hat einen globalen Star bis 2027 unter Vertrag und verfügt über ein außergewöhnliches Marktpotenzial. Gerade deshalb birgt die aktuelle Krise jedoch ein größeres Reputationsrisiko: Sollte sich zeigen, dass selbst eine solche Kombination aus sportlichem Erfolg, Unterstützung des Eigentümers und globaler Reichweite keinen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb sicherstellen kann, wird der Druck für eine grundlegende Reform noch stärker werden. Die ersten tatsächlichen Anzeichen werden die Fähigkeit des Klubs liefern, vor dem 13. August seine Rückstände zu begleichen, die sportliche Planung wieder freizugeben und ein nachhaltiges Finanzierungsmodell für die Titelverteidigung vorzustellen.

Quellen:
- Arriyadiyah - Bericht über Schulden von mehr als 800 Millionen Saudi-Riyal, die Einschränkung der Befugnisse der Führung und drei mögliche Wege zur Stabilisierung (Link)
- Arriyadiyah - Angaben über die unvollständige Auszahlung der Juni-Gehälter und gestoppte Transfergeschäfte (Link)
- Saudi Pro League - offizieller Bericht über den Titelgewinn von Al Nassr in der Saison 2025/26 (Link)
- Saudi Pro League - Bestätigung des Zweijahresvertrags von Postecoglou und des Beginns seiner Amtszeit in Riad (Link)
- Saudi Pro League - offizieller Kalender der Saison 2026/27 und Startdatum der Meisterschaft am 13. August 2026 (Link)
- Al Nassr FC - offizielle Bestätigung der Vertragsverlängerung von Cristiano Ronaldo bis 2027 (Link)
- Saudischer Public Investment Fund - offizielle Mitteilung über den Verkauf von 70 Prozent der Klubgesellschaft von Al Hilal und die Ziele der Privatisierung (Link)

Hinweis: Bei der Erstellung dieser Inhalte wurden Werkzeuge der künstlichen Intelligenz verwendet. Die Inhalte wurden vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

Schlagwörter Al Nassr Finanzkrise Cristiano Ronaldo Saudi Pro League PIF Transfers Schulden Riad
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