Laneway Festival: ein reisendes Musikfestival, das die gefragtesten Namen und die neue Szene verbindet
Das Laneway Festival (voller Name: St. Jerome’s Laneway Festival) ist eines der bekanntesten Sommerfestivals in Australien und Neuseeland und dafür bekannt, Lineups zu kuratieren, die zugleich den aktuellen globalen “buzz” einfangen und Künstlerinnen und Künstler pushen, die gerade erst kommen. Es entstand als kleineres Stadtevent in Melbourne in 2026 / 2027 und wuchs mit der Zeit zu einer Tour mit mehreren Stationen heran, die von Stadt zu Stadt zieht und in kurzer Abfolge Dutzende Acts unterschiedlicher Genres zusammenbringt — von Alternative- und Indie-Rock bis zu zeitgenössischem Pop, Elektronik und hybriden Projekten.
Gerade diese “tastemaker”-Identität macht das Laneway Festival relevant: Das Lineup wirkt oft wie ein Querschnitt dessen, was in den nächsten Monaten gehört und gesehen werden wird. Das Publikum erlebt es als Festival, bei dem man am selben Abend einen großen Headliner mit stadionreifer Produktion erwischen kann, aber auch Künstlerinnen und Künstler entdeckt, die auf kleineren Bühnen spielen und schon morgen Hallen füllen. In der Branche wird Laneway daher regelmäßig als Plattform genannt, die erfolgreich Mainstream-Energie und alternativen Kredit vereint.
Warum verfolgt das Publikum es live? Weil das Laneway Festival nicht nur eine Namensliste ist, sondern ein “stage-hopping”-Erlebnis: Das Programm ist so gebaut, dass es Bewegung zwischen den Bühnen fördert, und die Dynamik des Tages erzeugt das Gefühl, dass ständig etwas passiert. Selbst wenn man wegen eines Acts kommt, geht man sehr oft mit mehreren neuen Favoriten nach Hause. Dazu trägt auch bei, dass das Festival häufig Künstlerinnen und Künstler mit besonderen Sets oder exklusiven Auftritten auf dieser Route bringt, was das Interesse zusätzlich anheizt — bei einem Publikum, das neben der Musik auch den Kontext verfolgt: wo und wann was passiert und wie schnell die Tickets verschwinden.
Im aktuellen Festivalzyklus tourt das Laneway Festival erneut durch die wichtigsten Städte der Region und bringt ein Lineup, angeführt von
Chappell Roan, dazu eine Reihe von Acts, die ein breites Spektrum an Geschmäckern abdecken:
Wolf Alice,
PinkPantheress,
Wet Leg,
Yung Lean & Bladee,
Lucy Dacus,
Alex G,
BENEE,
Mt. Joy,
Cavetown und
The Dare, plus eine ganze Welle neuer Namen wie
Malcolm Todd,
Oklou,
Jensen McRae,
Geese,
Wisp und
Gigi Perez. Im regionalen Teil des Lineups stechen zudem australische Favoriten hervor:
Teen Jesus and the Jean Teasers,
Blusher,
Shady Nasty,
Armlock,
The Belair Lip Bombs und
Djanaba, während einzelne Acts nur in bestimmten Städten auftreten, was dem gesamten Ablauf eine zusätzliche “Jagd”-Komponente gibt.
In den letzten Jahren hat Laneway auch logistische Veränderungen vor Ort begleitet: Wegen Infrastrukturarbeiten im Zusammenhang mit Vorbereitungen auf große Sportprojekte in 2026 / 2027 wurde die Route angepasst, und die Queensland-Station verlegt sich von Brisbane an die Gold Coast. Außerdem erhalten einzelne Städte neue Festivalumgebungen, sodass Orte wie Southport Sharks an der Gold Coast, die Adelaide Showgrounds und die Arena Joondalupa in Perth herausstechen. Solche Veränderungen sind nicht nur “auf der Karte” — sie beeinflussen die Durchlässigkeit des Geländes, das Gefühl von Enge, die Distanzen zwischen den Bühnen und das Gesamterlebnis des Tages, was erfahrene Besucherinnen und Besucher genauso aufmerksam verfolgen wie das Lineup.
Warum solltest du das Laneway Festival live sehen?
- Das Laneway Festival ist als kuratiertes Abbild des Moments gedacht: An einem Tag kannst du Acts erwischen, die ganz oben in der globalen Nachfrage stehen, und solche, die ihre Geschichte erst aufbauen — das erzeugt das Gefühl, dass du die “Welle” rechtzeitig erwischt hast.
- Headliner-Auftritte bringen oft eine Produktion, die über ein Standard-Festivalset hinausgeht — bei Acts wie Chappell Roan wird eine starke visuelle Identität und eine Konzertdramaturgie erwartet, die an eine große Tour erinnert.
- Genrevielfalt ermöglicht es, am selben Tag den Fokus zwischen Indie-Rock, Pop und Elektronik zu wechseln, sodass das Erlebnis nach einem Auftritt nicht “ausgelaugt” ist.
- Die “stage-hopping”-Atmosphäre fördert das Entdecken neuer Namen: kurze Sets und paralleles Programm schaffen ideale Bedingungen, um einer Band oder einem Act eine Chance zu geben, den du zuhause sonst nicht auflegen würdest.
- Laneway bindet oft regionale und lokale Favoriten ein, sodass das Publikum auch den Kontext der Szene bekommt — nicht nur den “Import” großer Namen, sondern einen realen Querschnitt dessen, was aktuell auf australisch-neuseeländischem Boden lebt.
- Diskussionen über das Festival drehen sich häufig um Tickets und Kapazitäten, weil das Interesse extrem groß sein kann; schon diese Tatsache zeigt, wie sehr das Event Teil des Jahresrhythmus eines Publikums geworden ist, das “dort sein will, wo es passiert”.
Laneway Festival — wie bereitet man sich auf den Auftritt vor?
Das Laneway Festival ist ein typisches Open-Air-Eintagesfestival mit mehreren Bühnen, so konzipiert, dass das Programm über Nachmittag und Abend läuft, mit Überschneidungen der Sets und ständiger Bewegung des Publikums. In der Praxis heißt das: Das Erlebnis ist nicht “hinsetzen und schauen”, sondern ein aktiver Tag — du entscheidest, welche Sets du komplett sehen willst, und wo du nur einen Teil mitnimmst und dann zur nächsten Bühne wechselst. Wenn du zum ersten Mal da bist, ist es hilfreich, dir vorher ein grobes Bild von Acts zu machen, die du nicht kennst — genau dort belohnt Laneway oft am stärksten.
Erwarte ein gemischtes Publikum: von Fans, die gezielt wegen der Hauptnamen kommen, bis zu jenen, die das Festival als jährliches Ritual erleben und “alles mitnehmen” wollen. Deshalb ist es klug, früher zu kommen, damit du ohne Hektik in den Rhythmus des Geländes findest, die logistischen Punkte entdeckst und die Distanzen zwischen den Bühnen einschätzen kannst. Bei neuen Locations gilt das besonders, weil sich die Bewegungsdynamik von dem unterscheiden kann, woran langjährige Besucherinnen und Besucher gewöhnt sind.
Für die Anreiseplanung gelten die klassischen Regeln für Open-Air-Events: Denk über Anreise und Rückweg nach, особенно wenn die Location außerhalb des dichtesten Stadtzentrums liegt. Wenn du aus einer anderen Stadt anreist, sind Unterkunft und frühere Ankunft oft der Unterschied zwischen einem angenehmen Festival und unnötigem Stress. Kleidung und Schuhe sollten dazu passen, dass du viel läufst und stehst; bei solchen Events gewinnt Komfort meistens gegen Ästhetik, auch wenn das Laneway-Publikum einen ausdrucksstarken Stil liebt, besonders bei Pop-Acts mit starker visueller Identität.
Wie holst du das Maximum heraus? Am besten funktioniert eine Kombination aus Plan und Flexibilität. Wähle ein paar “must-see”-Auftritte, und lass den Rest des Tages offen für Entdeckungen. Wenn du mehreren Acts folgst, hilft es, dich mit ihren aktuellen Veröffentlichungen und bekanntesten Songs vertraut zu machen, damit du Schlüsselstellen im Set erkennst. Laneway ist ein Festival, über das oft noch lange gesprochen wird, nachdem die Scheinwerfer ausgehen — daher lohnt es sich, mit etwas Kontext zu kommen, aber auch mit der Bereitschaft, dich vom Programm überraschen zu lassen.
Interessantes über das Laneway Festival, das du vielleicht nicht wusstest
Das Laneway Festival begann als kleines Event in einer echten Stadtgasse in Melbourne in 2026 / 2027 und ist heute zu einem Multi-City-, Multi-Stage-Erlebnis gewachsen, das zwischen Australien und Neuseeland wandert. Gerade diese Transformation — von einer “Straßenparty” zur großen Produktion — wird oft als Beispiel genannt, wie sich eine unabhängige Idee entwickeln kann, ohne ihre Identität zu verlieren, denn das Festival pflegt weiterhin den Ruf einer Auswahl, die nicht zufällig, sondern durchdacht ist.
Eine weitere Besonderheit ist, wie stark Laneway auf das Konzept der Exklusivität setzt — im Sinne davon, dass bestimmte Acts nur auf dieser Route oder nur in einzelnen Städten auftreten. Das erzeugt eine besondere Dynamik unter Fans: Man diskutiert, wo ein Act im Programm steht, wer nur in einem bestimmten Bundesstaat oder einer Stadt spielt, und wie die Slots angeordnet sind. Zudem betonten die Organisatoren in den letzten Saisons eine außergewöhnlich hohe Auslastung — es war von Hunderttausenden Besucherinnen und Besuchern über ausverkaufte Termine in 2026 / 2027 die Rede — was bestätigt, dass Laneway kein “Nischenfestival” im klassischen Sinn ist, sondern ein großer kultureller Fixpunkt, der sich weiterhin aus der Energie des Entdeckens speist.
Was ist beim Auftritt zu erwarten?
Das Laneway Festival funktioniert meist wie ein Marathon angenehm kontrollierten Chaos: Du betrittst das Gelände, wählst die erste Bühne, und der Tag wird zu einer Reihe von Entscheidungen — bis zum Ende bleiben oder zum nächsten Set wechseln, eine bessere Position suchen oder für mehr Komfort zurückgehen, den größten Andrang beim Headliner mitnehmen oder einen kleineren Auftritt mit mehr Luft entdecken. Darin liegt der Reiz: Das Programm ist dicht genug, dass du immer die “nächste Sache” hast, aber vielfältig genug, dass es nicht eintönig wirkt.
Wenn du der aktuellen Route folgst, erwarte die größten Menschenmengen bei den Auftritten der größten Namen wie Chappell Roan, während Acts wie Wolf Alice, Wet Leg oder PinkPantheress ein Publikum anziehen, das die Mischung aus “Hits” und Live-Energie sucht. Elektronische und hybride Sets haben ihre Höhepunkte in einem anderen Rhythmus — stärker auf Atmosphäre und Puls ausgerichtet, weniger auf die klassische Bandstruktur. Parallel dazu sind neue Namen oft der Ort, an dem dieser laneway-typische “wer ist das und warum ist das so gut?”-Moment spürbar wird.
Das Publikum beim Laneway kennt in der Regel die Songs, ist aber nicht verschlossen: Erwarte einen Mix aus Fans, die laut mitsingen, jenen, die den besten Sound “jagen”, und denen, die das Festival als gesellschaftliches Ereignis erleben. Nach einem Tag an mehreren Bühnen ist der Eindruck, den die meisten mitnehmen, nicht nur eine Liste gesehener Sets, sondern das Gefühl, einen Live-Querschnitt einer Saison erwischt zu haben — mit Geschichten über die besten Auftritte, Überraschungen und Namen, die du danach viel öfter auf Plakaten und in Gesprächen sehen wirst, während sich die Festivallandschaft weiter verändert und ausdehnt während sich die Festivallandschaft weiter verändert und ausdehnt, und Laneway dabei schafft, ein “Kompass” für ein Publikum zu bleiben, das spüren will, was in zeitgenössischer Musik wirklich wichtig ist, und nicht nur das, was gerade am lautesten ist. Dieser Eindruck verstärkt sich besonders in Jahren, in denen das Festival gleichzeitig global gefragte Namen und Acts bringt, die erst in die größere Geschichte eintreten: An einem Tag kannst du einen Auftritt mit großer Pop-Dramaturgie sehen und direkt danach vor einer Bühne landen, auf der eine Band spielt, die noch keine enorme Radio-Reichweite hat, aber Energie und Songs besitzt, über die man sprechen wird.
Einer der Gründe, warum das Laneway Festival oft eine Art “Pilgerreise” auslöst, ist sein reisendes Format: Die gleiche Idee und Identität ziehen durch mehrere Städte, aber jede Stadt bringt ihre eigene Nuance mit. In der neueren Routenplanung umfasst die Tour Auckland im Areal Western Springs, dann die Gold Coast mit Southport Sharks als neuer Station, Sydney im Centennial Park, Melbourne im Flemington Park, Adelaide auf den Adelaide Showgrounds sowie Perth in der Arena Joondalup. Diese geografische “Mini-Tour” in kurzer Zeitspanne erzeugt das Gefühl, dass es sich um ein großes Ereignis handelt, das über die Region gestreckt ist, und das Publikum erlebt es sowohl als logistische Herausforderung als auch als kulturelles Ritual — besonders wenn mit dem Festival auch zusätzliche Shows der Acts in Hallen oder Clubs verbunden sind, die manchmal rund um denselben Zeitraum angekündigt werden.
Wenn man über das aktuelle Lineup spricht, ist interessant, dass die Programms pitze als Querschnitt unterschiedlicher Publika gedacht ist. Chappell Roan zieht jene an, die einen starken Pop-Moment mit klarer Persönlichkeit und einer erkennbaren visuellen Story suchen, während Wolf Alice und Wet Leg eine andere Art “Band”-Energie tragen, die man live am besten hört und spürt. PinkPantheress ist ein gutes Beispiel für eine Künstlerin, deren Songs sich digital verbreiten, aber ein Festivalset gibt ihnen eine neue Dimension — Rhythmus und Dynamik bekommen Körper durch die PA, das Publikum und Bewegung. Auf demselben Event bieten Namen wie Lucy Dacus und Alex G einen anderen Fokus: mehr Gewicht auf Atmosphäre, Arrangement-Nuancen und emotionalen Ton, was beim Festival auch eine Erfrischung zwischen lauteren Sets sein kann.
Eine besondere Kategorie sind Acts, die mit einem Publikum kommen, das sie als “Subkultur” begleitet, gleichzeitig aber groß genug sind, um den Festivalraum zu übernehmen. Yung Lean & Bladee werden oft als “Welt für sich” erlebt, und im Festival-Kontext können solche Auftritte zu den spannendsten gehören, weil das Publikum beinahe rituell reagiert: Ein Teil der Leute kommt ausschließlich wegen dieses Sets, während andere erstmals auf eine Ästhetik treffen, die aus Internetkultur und spezifischer Club-Energie gewachsen ist. In solchen Momenten zeigt Laneway, warum Kuratieren wichtig ist — es geht nicht nur darum, “einen großen Namen zu haben”, sondern eine Geschichte zu bauen, in der sich unterschiedliche Welten berühren können, ohne sich gegenseitig aufzuheben.
Der untere Teil des Lineups, oft von jenen unterschätzt, die das Festival nur über die Headliner verfolgen, ist in Wahrheit das Herz von Laneway. BENEE ist ein Beispiel für eine Künstlerin, die sich zwischen Pop und Indie-Sensibilität bewegt, und ein Festivalset erlaubt ihr größere Bögen und stärkeren Kontakt mit dem Publikum. Mt. Joy und Cavetown bieten unterschiedliche Varianten eines “Gitarren”-Ansatzes — vom wärmeren, hymnischen Sound bis zum intimeren, beichtenden Ton — während man bei neueren Namen wie Gigi Perez oder Jensen McRae nach potenziellen Sprüngen sucht, die oft genau auf großen Bühnen passieren, wenn Songs ein Publikum bekommen, das sie zum ersten Mal in der Masse hört.
Regionale Namen erklären zusätzlich, warum Laneway nicht nur ein Import globaler Trends ist. Teen Jesus and the Jean Teasers, Blusher, Shady Nasty, Armlock, The Belair Lip Bombs und Djanaba repräsentieren unterschiedliche Punkte der lokalen Szene, von punkiger Geschwindigkeit bis zu pop-elektronischem Glanz und zeitgenössischem R&B. Für Besucherinnen und Besucher von außerhalb ist das die Chance zu spüren, wie die breitere australisch-neuseeländische Szene jenseits der bekanntesten Acts klingt und aussieht; für das lokale Publikum ist es die Bestätigung, dass das Festival weiterhin in sein eigenes Ökosystem investiert und nicht nur in “Welt-Namen”.
Wichtig ist auch, wie die Locations gewählt werden, denn der Raum bestimmt das Erlebnis genauso wie das Programm. Neue oder veränderte Festivalgelände bedeuten oft eine andere Anordnung der Bühnen, andere Staupunkte und eine Veränderung der Bewegungsweise des Publikums. Die Gold Coast als Station statt Brisbane verändert auch die “Reiselogik” des Publikums aus Queensland, während die Verlegung der Perth-Station in die Arena Joondalup den Kontext der Anreise und das Raumgefühl verändert. Die Adelaide Showgrounds bringen wiederum einen typischen “Messe”-Charakter mit, der gut zu einem Open-Air-Festival passt: Weite, Offenheit und die Möglichkeit, das Programm ohne zu großes Gedränge zu verteilen. Solche Änderungen spürt das Publikum schon am Eingang: wie schnell man in den Rhythmus kommt, wo natürliche Treffpunkte sind, wie leicht man zwischen den Bühnen wechseln kann, und ob die größten Auftritte “greifbar” sind oder man mit Engpässen kämpfen wird.
Genau deshalb gehört zur Laneway-Erfahrung auch eine Bewegungsstrategie. Wenn du den Headliner nah sehen willst, wirst du oft früher eine Position einnehmen und akzeptieren, dass du dich in den Stunden davor weniger bewegst. Wenn dein Ziel ist, so viel wie möglich zu sehen, ist es klüger, etwas weiter hinten zu stehen, einen besseren Überblick zu haben und leichter zu wechseln. Es gibt kein Universalrezept: Manche leben für die erste Reihe und das Gefühl, “mittendrin” zu sein, andere wollen gut hören, genug sehen und Platz zum Atmen haben. Laneway belohnt in diesem Sinn jene, die ihre eigenen Gewohnheiten kennen — und jene, die bereit sind, sie unterwegs zu ändern.
Eine weitere Sache, die man erwarten sollte, ist, dass der Festivaltag seine “Wellen” hat. Die frühen Stunden sind oft von Entdeckungen geprägt: kleinere Namen, neugieriges Publikum, mehr Raum. Je mehr es Richtung Abend geht, desto größer wird die Dichte der Menschen und damit auch die Intensität: mehr Mitsingen, mehr Filmen, mehr Gespräche darüber “wer wohin geht”. Im Finale, wenn die größten Sets kommen, wird das Festival zu einem gemeinsamen Erlebnis vieler Menschen, die im selben Moment Refrains und Reaktionen teilen. Dieser Übergang von Neugier zu kollektivem Höhepunkt ist einer der Hauptgründe, warum Laneway auch bei Besucherinnen und Besuchern einen starken Eindruck hinterlässt, die einen großen Teil des Lineups nicht kennen.
Praktisch bedeutet das Open-Air-Format, dass du mit Wetterbedingungen rechnen musst, besonders im australischen Sommer. Der Tagesabschnitt kann körperlich fordernd sein: Sonne, Wärme und viel Gehen verlangen kluges Dosieren der Energie. Deshalb lohnt es sich, an grundlegende Gewohnheiten zu denken, die nicht “glamourös” sind, aber den Tag retten: Pausen planen, einen ruhigeren Teil des Geländes finden, wenn man Luft braucht, und nicht alle Kräfte verbrauchen, bevor die Auftritte kommen, auf die man am meisten wartet. Viele erfahrene Besucherinnen und Besucher sagen, ein Festival ist ein Marathon, kein Sprint — und genau diese Haltung macht oft den Unterschied zwischen einem großartigen Erlebnis und Erschöpfung, die die besten Momente überdeckt.
Sound ist der andere große Faktor. Offene Flächen können dankbar sein, aber auch herausfordernd: Wind, Entfernung und Publikumsanordnung verändern manchmal den Eindruck, und einzelne Bühnen klingen von bestimmten Punkten aus besser. Wenn du beim Sound wählerisch bist, lohnt es sich zu beobachten, wo sich Menschen natürlich gruppieren; das ist oft ein guter Hinweis auf den “sweet spot”. Wenn du empfindlich auf Lautstärke reagierst, sollte man Gehörschutz nicht unterschätzen — auf Festivals steigt die Lautstärke weiterhin auf ein Niveau, das aufregend ist, aber über den ganzen Tag anstrengend sein kann, besonders wenn man nahe an der PA steht.
Das Laneway Festival ist auch ein gesellschaftliches Ereignis: Das Publikum kommt oft in Gruppen, daher plant man, wo man sich trifft, wie man sich bewegt und wer die Gruppe zu welchen Sets “zieht”. In dieser Dynamik entstehen häufig kleine Mikroregeln: “zuerst gehen wir dahin”, “später treffen wir uns dort”, “wenn wir uns verlieren, treffen wir uns an diesem Punkt”. Das klingt banal, aber bei großen Open-Air-Events helfen solche Dinge, dass der Tag entspannt bleibt, besonders wenn die Menge wächst und das Handynetz schwächer ist als sonst.
Was Setlists und Programm betrifft, bedeutet Festival per Definition, dass die meisten Acts kürzere Sets spielen als bei Solokonzerten. Das führt meist zu einem “Best-of”-Ansatz: mehr Singles, erkennbare Songs und stärkste Momente, weniger Experiment und lange Übergänge. Bei Bands wie Wolf Alice oder Wet Leg heißt das oft eine kompakte Fahrt mit klaren Höhepunkten, während bei Pop-Acts der Fokus häufig auf Dramaturgie liegt — vom Einstieg und dem Hochfahren der Energie bis zum Moment, auf den das Publikum wartet. Bei Singer-Songwriter- und “atmosphärischen” Acts kann das Festivalset etwas direkter sein als in der Halle, aber ein gutes Festival hat den Vorteil, dass auch solche Momente ein besonderes Gewicht bekommen, wenn sie am Abend passieren, mit dem Wechsel von Licht und Stimmung der Masse.
Spannend ist, wie sich Laneway über die Zeit auch als Spiegel der breiteren Industrie profiliert hat. Während viele Festivals in der Region verschwanden, pausierten oder ihr Format wegen wirtschaftlicher Drucks änderten, behielt Laneway Kontinuität und Wiedererkennbarkeit. Das heißt nicht, dass es immun gegen Probleme ist, sondern dass es eine ausreichend starke Identität und Publikumsbasis aufgebaut hat, die es als “sichere Wette” für einen guten Live-Tag erlebt. Wenn das Publikum über Tickets im Kontext von Laneway spricht, geht es meist nicht nur um den Preis, sondern um Verfügbarkeit und Timing — denn das Interesse kann groß sein, und die Menschen wollen sich einen Platz bei einem Event sichern, das in ihrer Stadt einmal pro Zyklus stattfindet und diesen spezifischen Mix aus “groß” und “Entdecken” trägt.
Wenn du zu denen gehörst, die das Festival auch journalistisch verfolgen, ist es zudem interessant zu beobachten, wie sich Trends im Lineup lesen lassen. Die Präsenz von Acts, die aus Internetplattformen, “TikTok”-Popularität oder spezifischen Online-Communities herausgewachsen sind, zeigt, wie sehr der digitale Kontext Teil der Live-Szene geworden ist. Gleichzeitig erinnert die Präsenz von Bands und Singer-Songwritern, die auf das klassische Konzertformat setzen, daran, dass der Kern des Erlebnisses weiterhin einfach ist: ein guter Song, eine gute Performance, ein guter Moment. In diesem Sinn funktioniert das Laneway Festival als Querschnitt von Generationen und Gewohnheiten: Manche kommen wegen Refrains, die sie auswendig können, andere wegen des Gefühls, “am richtigen Ort” zu sein, bevor alle anderen dasselbe entdecken.
Für Besucherinnen und Besucher von außerhalb der Region hat Laneway auch einen zusätzlichen Wert: Es ermöglicht, auf einer Reise mehrere Städte und mehrere unterschiedliche Festivalräume mitzunehmen, bei identischer Grundidentität des Events. Auch wenn es nicht zwingend ein “Touristenfestival” im klassischen Sinn ist, ermutigt die Tatsache, dass es durch mehrere Locations zieht, Menschen dazu, Reisen zu planen, Erlebnisse zu vergleichen und über Unterschiede zu sprechen: wo die beste Atmosphäre ist, wo das Gelände am angenehmsten ist, wo es am besten klingt, wo die Gedränge am stärksten sind. In solchen Gesprächen bestätigt sich oft, was man vor Ort sieht: Dass dasselbe Festival je nach Stadt unterschiedlich aussehen kann und dennoch im Kern dasselbe bleibt.
Am Ende des Tages bleibt vom Laneway Festival meist eine Kombination aus Euphorie und einer “Liste der Dinge, die ich nicht geschafft habe”. Selbst wenn du perfekt planst, gibt es immer einen Auftritt, den du verpasst hast, weil du an einer anderen Bühne warst, immer einen Namen, den du spät entdeckt hast und den du früher gern gesehen hättest. Diese kleine Frustration ist paradoxerweise Teil des Charmes: Sie zeigt, dass das Programm Breite hat, dass Entscheidungen nicht leer waren und dass das Festival mit vollen Lungen gelebt hat. Wenn sich die Geschichten setzen, bleiben Erinnerungen an ein paar Schlüsselsets, ein paar neue Songs, die plötzlich zum “Soundtrack” deiner nächsten Wochen werden, und das Gefühl, Teil eines Ereignisses gewesen zu sein, das nicht nur ein weiterer Konzerttag ist, sondern ein kuratierter Querschnitt eines Moments, der im Gedächtnis bleibt und der in Gesprächen weiter erzählt, verglichen und ausgebaut wird — über Eindrücke von Raum, Lineup und der Energie des Publikums, die von Stadt zu Stadt wie derselbe Funke getragen wird, nur in etwas anderer Form, während sich schon im Hintergrund die nächste Welle an Namen und Geschichten abzeichnet, die genauso gut auf dieser Bühne, in diesem Rhythmus und dieser Atmosphäre auftauchen könnte, sobald sich die Karten der Live-Saison wieder neu mischen und sobald das Publikum wieder anfängt zu suchen, wo es dieses Etwas erwischen kann, das man nicht über Kopfhörer bekommt, sondern nur dort, in der Menge, vor der Bühne, in dem Moment, wenn ein Song “einrastet” und der ganze Raum für eine Sekunde zu einem gemeinsamen Refrain wird, der einen weiterträgt das man nicht über Kopfhörer bekommt, sondern nur dort, in der Menge, vor der Bühne, in dem Moment, wenn ein Song “einrastet” und der ganze Raum für eine Sekunde zu einem gemeinsamen Refrain wird, der einen weiterträgt, in eine neue Erinnerung, die man später an den ersten Takten, dem Geruch der Luft und diesem spezifischen Gefühl erkennt, dass man an dem Ort war, an dem die Szene wirklich passiert. Genau an dieser Stelle macht das Laneway Festival den Unterschied: groß genug, um wie ein “großes Event” zu wirken, aber fokussiert genug, um sich immer noch wie die Empfehlung einer Freundin anzufühlen, die weiß, was es zu sehen lohnt.
Das Lineup als Querschnitt von Zeit und Geschmack
Wenn man das aktuelle Lineup betrachtet, ist klar, dass das Laneway Festival nicht versucht, alle gleichzeitig zufriedenzustellen, sondern mehrere Publika zusammenbringt, die sonst selten am selben Ort landen. Chappell Roan ist ein natürlicher Magnet für einen breiteren Kreis von Menschen, die Pop als Bühnenstory verfolgen — mit einer Identität, die nicht nur auf den Song reduziert ist, sondern auch auf Auftritt, Visuals, Charakter. Auf der anderen Seite ziehen Wolf Alice und Wet Leg das “Konzert”-Publikum an, das Band, Energie und das Gefühl will, dass Dinge live passieren, ohne übermäßige Distanz. In so einer Kombination konkurrieren Sets nicht nur um Lautstärke, sondern um Wirkung: einmal bist du in Euphorie, dann in einem Gitarrenschub, dann in einem ruhigeren, introspektiven Moment, der im offenen Raum eine unerwartete Wärme bekommt.
In der Mitte des Lineups stehen Acts, die gerade auf einem Festival am besten funktionieren: PinkPantheress, Role Model, BENEE, aber auch Namen wie The Dare oder Mt. Joy. Das sind Sets, die das Publikum “in Bewegung” halten und als ideale Brücke zwischen den größten Auftritten und den Entdeckungen in kleineren Slots dienen. Besonders interessant ist, wie Laneway zugleich zulässt, dass im Programm auch Sounds auftauchen, die aus Internetkultur und “Mikro-Communities” stammen — gut sichtbar am Beispiel von Yung Lean & bladee: So ein Auftritt ist nicht nur ein Konzert, sondern auch ein Treffen von Fans, die Ästhetik, Sprache und eine Art des Musikerlebens teilen.
Unterhalb dieser “Hauptschicht” passiert das, was Laneway oft besonders macht: Dort sind Lucy Dacus und Alex G als Namen mit starkem Autorinnen-/Autorenstatus und einem Publikum, das ihnen wegen Songs, Ton und Story folgt, und dann Cavetown, Oklou, Malcolm Todd, Jensen McRae, Geese, Wisp und Gigi Perez als Spannbreite neuer Stimmen und Ansätze. Einige ziehen Menschen an, die einen emotionalen, singer-songwriterigen Moment suchen, einige jene, die etwas Seltsameres und Kantigeres wollen, und einige ein Publikum, das einen tanzbaren Impuls und atmosphärischen Sound will, der sich am besten über die PA und die Masse erleben lässt.
Ein wichtiger Punkt ist, dass das Lineup je nach Stadt variiert. Manche Acts spielen nur an den östlichen Terminen, während sich ein Teil des Programms an bestimmte Locations bindet. Auckland hat zum Beispiel auch eine besondere Schicht lokaler Namen, die nur dort auftauchen, wie 9lives, Lontalius, MOKOTRON, Ringlets und Womb. Solche Unterschiede erzeugen einen doppelten Effekt: Einerseits bekommt das Publikum in jeder Stadt “sein” Festival, andererseits haben reisende Fans das Gefühl, etwas erleben zu können, das sich nicht identisch an jeder Station wiederholt. Das verstärkt wiederum das Interesse an Tickets, weil in Gesprächen oft nicht nur gefragt wird “gehe ich”, sondern “welches Datum ergibt für mich am meisten Sinn”.
Städte und Orte als Teil der Geschichte
Das Laneway Festival trägt in seinem reisenden Format immer dieselbe DNA, aber Raum und Städte geben ihm Farbe. Auckland eröffnet den Rhythmus in Western Springs, das diese klassische Dimension eines großen Open-Air-Treffens hat: Das Publikum kommt im Bewusstsein, dass es der “Start” der gesamten Route ist, was oft zusätzliche Energie und ein Gefühl von Erwartung erzeugt. Außerdem wird dort die Altersgrenze betont, sodass das Event anders strukturiert ist als an einem Teil der australischen Stationen; das beeinflusst auch Atmosphäre und Publikumsdynamik.
Gold Coast als neue Station bringt eine interessante Verschiebung, weil es Gewohnheit und Geografie des Publikums aus Queensland verändert. Die Location Southport Sharks führt einen neuen Kontext ein: Das Publikum ist nicht mehr im gleichen Raum, den es aus den letzten Saisons kennt, daher ändert sich auch das Gefühl “wohin man geht” und wie man dort ankommt. Solche Veränderungen sind immer ein Test für ein Festival, aber auch eine Chance: Ein neuer Raum kann ein flüssigeres Layout, bessere Sichtlinien, eine andere Bühnenanordnung und weniger “Engstellen” bedeuten, die die größten Andrang-Situationen prägen können.
Sydneys Centennial Park hat nahezu die gegenteilige Rolle: Er ist zu einem wiedererkennbaren Gesicht des Festivals geworden — grün und weitläufig, mit dem Gefühl, dass die Musik in die Landschaft hineingeht, nicht umgekehrt. In so einem Raum teilen viele Besucherinnen und Besucher den Tag gern auf: einen Teil der Zeit näher an der Bühne, einen Teil etwas weiter hinten, mit mehr Luft und Platz, sodass sich das Erlebnis leichter dem eigenen Tempo anpasst. Melbourne kehrt in den Flemington Park zurück, was diese heimische, “institutionelle” Dimension trägt, besonders weil das Festival in Melbourne geboren wurde und oft als eine Stadt beschrieben wird, aus der eine spezifische Festivalidentität hervorging.
Die Adelaide Showgrounds und die Arena Joondalupa in Perth stehen für eine wichtige Veränderung: In beiden Fällen liegt der Schwerpunkt auf mehr Raum und besserer Produktion, was praktisch ist — sowohl beim Bewegen als auch beim Zuschauen. Größere Bühnen und bessere Produktionsbedingungen können verändern, wie du ein Set erlebst, besonders bei Acts mit starkem visuellen Layer oder komplexerem Sound. Außerdem bedeutet ein Locationwechsel oft auch eine Veränderung der “Publikumsgewohnheit”: wo man sich sammelt, wie man sich bewegt, wo man Pausen macht, wie man den Abend beendet. Das sind alles Details, die am Ende entscheiden, ob ein Festival “gut” oder “großartig” ist.
Warum sich die Route ändert und warum das für Besucherinnen und Besucher wichtig ist
Hinter den Locationwechseln stehen oft sehr konkrete Gründe. Ein Teil der Geschichte hängt mit Infrastrukturmaßnahmen und städtebaulichen Veränderungen zusammen, die beeinflussen, wo überhaupt ein Festival einer bestimmten Kapazität stattfinden kann. Wenn ein Festival umzieht, geht es nicht nur um Ästhetik oder einen “Neuanfang”, sondern um reale Bedingungen: Verfügbarkeit des Geländes, Logistik, Sicherheitsprotokolle, die Möglichkeit, bestimmte Produktion umzusetzen, und dass sich das Publikum ohne zu große Staus bewegen kann. Für Besucherinnen und Besucher ist das wichtig, weil ihr Erlebnis oft an praktischen Dingen hängt: wie viel Zeit sie im Gedränge verlieren, wie schnell sie zur Bühne kommen, wie leicht sie zwischen Auftritten wechseln können und wie sicher und angenehm sie sich fühlen.
In diesem Sinn ist das Laneway Festival interessant, weil es groß genug ist, um “industriell” zu denken, aber kuratiert genug, dass das Publikum weiterhin ein persönliches Erlebnis erwartet. Wenn die Organisatoren neue Räume einführen, versuchen sie oft, das zu behalten, was das Publikum liebt: einfaches Bewegen und das Gefühl, dass man jederzeit eine Wahl hat. In manchen Saisons wird auch eine zusätzliche Bühne für einen Teil der Termine erwähnt — das bedeutet mehr Acts, mehr parallele Momente und mehr Gründe, vorab über den eigenen Tagesplan nachzudenken. Das kann großartig sein для jene, die Breite wollen, aber auch herausfordernd для jene, die keine Sets verpassen mögen. Auf jeden Fall bleibt Laneway ein Festival, bei dem Planung Teil des Spaßes ist und nicht zwingend Pflicht.
Wie man den Tag erlebt, ohne dass das Programm einen “verschluckt”
Bei Eintagesfestivals ist das häufigste Problem nicht zu wenig Inhalt, sondern zu viel. Laneway Festival hat oft ein Programm, in dem man sich, wenn man neugierig ist, leicht verlieren kann: Es gibt immer noch ein Set “das man eigentlich sehen sollte”. Deshalb ist es hilfreich, den Tag mit drei Prioritätsebenen anzugehen. Die erste Ebene sind Auftritte, die du wirklich nicht verpassen willst. Die zweite Ebene sind jene, die du gern sehen würdest, wenn sie zu Bewegung und Energie passen. Die dritte Ebene sind “Entdeckungen”, die du unterwegs auswählst, je nach Stimmung, Sound und Atmosphäre rund um die Bühne. Dieser Ansatz senkt Stress und erhöht die Chance, dich dem Moment hinzugeben — was oft der beste Teil eines Festivals ist.
Wenn du wegen eines Pop-Headliners kommst, lohnt es sich zu überlegen, wie der Höhepunkt des Abends aussieht. Bei Laneway verdichtet sich in solchen Momenten das Publikum, und der Raum ändert seinen Charakter: weniger Bewegung, mehr Stehen, mehr kollektive Reaktion. Wenn du eine gute Sicht willst, ist ein früheres Positionieren Realität, aber das heißt oft, dass du einen Teil anderer Auftritte verpasst. Wenn dir das nicht wichtig ist, ist eine bessere Strategie, etwas weiter hinten zu bleiben, den Überblick zu behalten und Energie zu sparen. In beiden Fällen kann das Erlebnis stark sein — es ist nur die Frage, was du suchst: körperliche Nähe oder Komfort und Kontinuität des Tages.
Für jene, die wegen Bands kommen, bringt das Festival ein zusätzliches Element: Der Sound und der “Punch” einer Band ist manchmal etwas weiter hinten besser spürbar als in den ersten Reihen, wo sich der Mix stabilisiert. Bei Acts mit atmosphärischen oder geschichteten Arrangements, etwa singer-songwriterigen Namen, ist es manchmal sogar besser, eine ruhigere Zone zu finden, in der man mehr Details hört und nicht von der Masse geschoben wird. Laneway erlaubt in diesem Sinn unterschiedliche Arten des Schauens: Es kann ein “Party”-Erlebnis sein, aber auch ein Hörerlebnis — je nachdem, wo du stehst und was du wählst.
Laneway und die Karrieren der Acts
Einer der Gründe, warum das Laneway Festival immer wieder in Gesprächen auftaucht, ist seine Fähigkeit, den richtigen Moment in der Karriere eines Acts zu treffen. Manche kommen in der Phase der Popularitätsexplosion, manche in der Phase der Konsolidierung, manche in der Phase, in der sie gerade erst vom “Kult” in eine breitere Geschichte übergehen. Für das Publikum ist das spannend, weil es das Gefühl vermittelt, etwas “rechtzeitig” gesehen zu haben. Das ist besonders sichtbar, wenn ein Act, der bis вчера nur ein Name für ein kleineres Publikum war, plötzlich in die großen Slots rückt, oder wenn Songs, die ein Internetphänomen waren, zu einem kollektiven Live-Refrain werden.
In diesem Kontext ist auch interessant, wie Festivalauftritte manchmal an größere Tourneen gekoppelt sind. Einige Acts, wie Alex G, kündigen mitunter zur gleichen Zeit eine größere Konzertroute an, die auch Laneway-Termine einschließt, sodass das Festival Teil einer größeren Reise und Geschichte wird. Für das Publikum heißt das, dass derselbe Act in relativ kurzer Zeit zwei Arten von Auftritten haben kann: festivaltypisch, kürzer und “hitlastig”, und club- oder hallentypisch, länger und intimer. Auch wenn Laneway an sich keinen zusätzlichen Kontext braucht, verstärkt diese Verbindung mit Tourneen und Terminen das Gefühl, dass das Festival im Zentrum der Saison steht und kein isoliertes Ereignis ist, sondern Teil eines lebendigen Szenekalenders.
Was das Publikum обычно erinnert und warum man über das Festival spricht
Wenn das Laneway Festival erzählt wird, sagen die Menschen selten nur “es war gut”. Sie erzählen von konkreten Momenten: von einem Set, das besser war als erwartet, von einem Song, der plötzlich persönlich wurde, von dem Moment, als die ganze Masse wie eins reagierte. Bei solchen Events werden auch Kleinigkeiten groß: der Lichtwechsel in der Dämmerung, der Auftritt des Headliners, ein unerwarteter Übergang in einen Song, den alle kennen, oder ein kleinerer Act, der den Tag “gestohlen” hat. Laneway ist besonders stark in dieser “Entdeckungs”-Schicht: Selbst wenn du mit einem streng definierten Plan kommst, endest du oft mit einer Geschichte über jemanden, der nicht auf deinem Radar war.
Das Publikum erinnert auch die Atmosphäre des Wechselns: diese Zufriedenheit, wenn du es schaffst, zwei gute Sets hintereinander auf unterschiedlichen Bühnen zu erwischen, oder wenn du einen Platz mit gutem Sound findest und merkst, dass du “richtig gelegen” hast. Es erinnert auch die Gespräche: wer wohin gegangen ist, wer was verpasst hat, wer einen neuen Namen entdeckt hat. Laneway ist in diesem Sinn nicht nur eine Abfolge von Auftritten, sondern ein gesellschaftliches Ereignis, das für eine Weile eine gemeinsame Sprache schafft. Und genau hier kommen wir wieder zum Ticketinteresse: Menschen suchen nicht nur den Eintritt ins Gelände, sondern den Eintritt in ein Erlebnis, über das gesprochen wird.
Wenn man alles zusammenzählt, bleibt das Laneway Festival eines der wenigen Events, das es schafft, zugleich großes Spektakel und kluge kuratierte Auswahl zu sein. Es gibt dem Publikum große Momente, aber auch Raum für persönliche, kleine Momente, die genauso stark in Erinnerung bleiben. Seine Route durch Australien und Neuseeland, mit Locationwechseln und Nuancen je Stadt, unterstreicht zusätzlich, dass es sich um ein lebendiges Festival handelt, das sich anpasst, ohne sich zu verlieren. Und deshalb taucht Laneway beim nächsten Gespräch darüber, welches Festival wirklich den Puls der Saison trifft, fast immer als Referenz auf: nicht weil es das lauteste ist, sondern weil es weiß, wie es Szene, Publikum und Moment zu einem Tag verbindet, der sich so anfühlt, als hätte er länger gedauert, als er tatsächlich dauerte.
Quellen:
- Rolling Stone AU/NZ — Veröffentlichung von Lineup, Terminen und Städteliste sowie Informationen zur Auswahl der Acts
- ABC triple j — Überblick über das Lineup und Kontext der Locationwechsel, einschließlich Variationen je Stadt
- Urban List — Zusammenfassung neuer Locations und Erklärung der Routenänderungen mit Betonung auf Produktions-Upgrades
- Laneway Festival (offizielle Seite, Bereich zu früheren Lineups und Geschichte) — historischer Kontext des Ursprungs und Entwicklung der Festivalidentität
- Southport Sharks — Bestätigung der Gastgeberrolle und grundlegende Informationen zur Gold-Coast-Station des Events
- Wikipedia — allgemeiner historischer Überblick über das Festival, Ausweitung auf Städte und grundlegende Fakten zur Eventmarke
- Pitchfork — Kontext zu Tourplänen der Acts im Zusammenhang mit Laneway-Terminen