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ITA Airways tritt der Star Alliance bei, während Eurowings außerhalb des Bündnisses bleibt: was das für Passagiere und die Lufthansa Group bedeutet

Erfahre, was die Mitgliedschaft von ITA Airways in der Star Alliance ab dem 1. April für Passagiere, den italienischen Markt und die Expansion der Lufthansa Group bedeutet. Wir geben einen Überblick über die Gründe, warum ITA dem globalen Bündnis beitritt, während Eurowings trotz desselben Eigentümers außerhalb dieses Netzwerks bleibt.

ITA Airways tritt der Star Alliance bei, während Eurowings außerhalb des Bündnisses bleibt: was das für Passagiere und die Lufthansa Group bedeutet
Photo by: Domagoj Skledar - illustration/ arhiva (vlastita)

Star Alliance erweitert ihr Netzwerk in Italien: ITA Airways wird am 1. April 26. Mitglied, während Eurowings außerhalb des Bündnisses bleibt

Der Beitritt von ITA Airways zur Star Alliance stellt eine der wichtigeren Veränderungen auf dem europäischen Luftverkehrsmarkt vor der Sommersaison 2026 dar. Die italienische nationale Fluggesellschaft, die Anfang 2025 auch formell in die Eigentümerstruktur der Lufthansa Group eingetreten ist, wechselt am 1. April unter das Dach des weltweit größten Luftfahrtbündnisses und festigt damit die Position der Gruppe auf dem italienischen Markt zusätzlich. Es handelt sich um einen Prozess, der bereits nach der Übernahme einer Minderheitsbeteiligung an ITA Airways angekündigt wurde, der nun aber auch seine volle operative Bedeutung erhält: ein breiteres Umsteige-Netzwerk, eine größere Zahl gemeinsamer Vorteile für Passagiere und eine stärkere Integration von Rom und Mailand in das europäische und interkontinentale Netzwerk der um die Star Alliance versammelten Fluggesellschaften.

Für die Star Alliance ist diese Veränderung nicht nur eine formale Erhöhung der Mitgliederzahl. ITA Airways bringt dem Bündnis zusätzliche tägliche Flüge und stärkt die Präsenz in Italien, einem Land, das seit Jahren zu den strategisch wichtigsten Märkten der Lufthansa Group gehört. Nach früheren offiziellen Ankündigungen im Zusammenhang mit der Integration soll die Einbindung von ITA Airways das Netzwerk des Bündnisses auf 26 Mitglieder erweitern, mit mehr als 18.000 täglichen Flügen und Verbindungen in 192 Länder. Gleichzeitig wird auf den offiziellen Seiten des Bündnisses weiterhin das bestehende Netzwerk mit 25 Mitgliedern angegeben, was darauf hindeutet, dass der Übergang formell erst mit Beginn des April und nicht früher abgeschlossen wird. Mit anderen Worten: Es handelt sich um einen im Voraus vorbereiteten und zeitlich sehr präzise abgestimmten Beitritt, der nun in den täglichen Betrieb übergeht.

Warum ITA Airways für die Lufthansa Group wichtig ist

Die Lufthansa Group hat die Übernahme einer 41-prozentigen Beteiligung an ITA Airways nach regulatorischen Genehmigungen und der Umsetzung vereinbarter Maßnahmen zur Wahrung des Wettbewerbs abgeschlossen. Damit wurde die italienische Fluggesellschaft zur fünften Netzwerk-Airline der Gruppe, neben Lufthansa Airlines, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines. In der geschäftlichen Logik der Gruppe ist das weit mehr als eine finanzielle Investition. Italien ist einer der wichtigsten internationalen Märkte der Lufthansa Group, und Rom Fiumicino wurde als sechstes großes Drehkreuz der Gruppe und als ihr südlichstes Hub positioniert.

Das ist auch wegen der Struktur des Reiseverkehrs wichtig. Der italienische Markt verbindet traditionell eine starke inländische und europäische Nachfrage mit einem hohen Anteil an Geschäfts- und Urlaubsreisenden nach Nordamerika, Südamerika, in den Nahen Osten und nach Asien. In einem solchen Umfeld hat eine Netzwerk-Airline, die Umsteigeverbindungen, gemeinsame Tickets, integrierte Treueprogramme und koordinierte Flugpläne anbieten kann, einen deutlich höheren strategischen Wert als ein Unternehmen, das ausschließlich nach dem Modell direkter Punkt-zu-Punkt-Verbindungen arbeitet. Genau deshalb hat ITA Airways für die Lufthansa Group ein anderes Gewicht als andere Marken innerhalb derselben Gruppe.

Die Integration beschränkt sich nicht nur auf die Eigentumsverhältnisse. Die Lufthansa Group hatte bereits zuvor angekündigt, dass Nutzer ab Ende März Zugang zu einem Teil der gegenseitig abgestimmten Flüge haben werden, und ab dem 1. April tritt ITA Airways auch Miles & More als offiziellem Treueprogramm bei. Das bedeutet, dass sich für Passagiere nicht nur das Logo im Hintergrund des Buchungssystems ändert, sondern auch das konkrete Nutzererlebnis: eine einfachere Kombination von Routen, das Sammeln von Meilen in einem einheitlicheren Ökosystem und die schrittweise Angleichung von Vorteilen im Netzwerk der Fluggesellschaften innerhalb der Gruppe und des Bündnisses.

Was die Star Alliance durch den Beitritt der italienischen Fluggesellschaft gewinnt

Die Star Alliance verfügt bereits jetzt über eine starke Präsenz in Italien durch Mitglieder der Lufthansa Group und andere Fluggesellschaften, doch ITA Airways bringt das mit, was Allianzen am meisten schätzen: eine eigene inländische Basis in einem großen Markt. In offiziellen Mitteilungen, die während des Integrationsprozesses veröffentlicht wurden, wurde hervorgehoben, dass ITA Airways Hunderte zusätzlicher täglicher Flüge einbringt, insbesondere über Rom und Mailand, die bereits jetzt zu den wichtigsten Punkten für die Ein- und Ausreise von Passagieren aus Italien gehören.

Für Passagiere bedeutet das mehr als nur eine bloße Erhöhung der Zahl angebotener Ziele. In der Praxis bedeutet die Mitgliedschaft in einem globalen Bündnis einfachere Umstiege zwischen mehreren Fluggesellschaften, eine größere Interoperabilität bei Tickets und Check-in, eine bessere Abstimmung von Abflug- und Ankunftszeiten sowie einen klareren Rahmen für die Nutzung von Lounges und Statusvorteilen. Für Geschäftsreisende sind auch die Stabilität von Firmenverträgen und die Vorhersehbarkeit des Service wichtig, wenn eine Reise mehrere Fluggesellschaften umfasst. Für das touristische Segment ist noch wichtiger, dass Italien weiter als einer der wichtigsten südeuropäischen Zugangspunkte im Netzwerk des Bündnisses gestärkt wird.

Im weiteren Sinne zeigt der Beitritt von ITA Airways auch, wie sich der europäische Luftverkehrsmarkt erneut um große Gruppen konsolidiert. Nach Jahren der Restrukturierung, der Aufgabe alter Modelle und der Suche nach einem tragfähigen Nachfolger für Alitalia erhält ITA Airways nun einen stabileren internationalen Rahmen. Damit verändert sich auch die Wahrnehmung der italienischen Fluggesellschaft: von einem Unternehmen, das einen langfristigen strategischen Partner suchte, hin zu einer Airline, die Teil eines breiteren und klar definierten Netzwerks wird.

Der regulatorische Hintergrund und warum Brüssel wichtig war

Das Geschäft zwischen der Lufthansa Group und dem italienischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen war nicht nur eine gewöhnliche Unternehmenstransaktion. Die Europäische Kommission genehmigte den Erwerb der gemeinsamen Kontrolle über ITA Airways unter der Bedingung, dass Maßnahmen umgesetzt werden, die den Wettbewerb auf einzelnen Strecken und an bestimmten Flughäfen schützen sollten. Später genehmigte die Kommission auch die sogenannten Abnehmer der Abhilfemaßnahmen, zu denen easyJet, IAG und Air France-KLM für einzelne Elemente der vorgeschlagenen Lösungen gehörten.

Das war wichtig, weil Italien ein sensibles Marktumfeld ist, insbesondere auf Strecken nach Mitteleuropa und über den Mailänder Flughafen Linate. Ohne das regulatorische grüne Licht wäre der Einstieg der Lufthansa Group bei ITA Airways in der heutigen Form nicht möglich gewesen. Deshalb sollte die heutige Einbindung von ITA Airways in die Star Alliance auch als Abschlussphase eines viel umfassenderen Prozesses betrachtet werden: von einer politisch und regulatorisch sensiblen Übernahme bis hin zur vollständigen kommerziellen Integration in den europäischen Luftverkehrsblock.

Für italienische Passagiere und die Wirtschaft eröffnet das eine doppelte Perspektive. Einerseits kann die Integration in eine starke Gruppe und Allianz eine größere Netzwerkanbindung und eine stabilere Entwicklung der Fluggesellschaft bedeuten. Andererseits wird ein Teil des Marktes die Auswirkungen auf den Wettbewerb weiterhin aufmerksam beobachten, insbesondere auf Strecken, auf denen die Zahl starker Akteure begrenzt ist. Mit anderen Worten: Die Geschichte von ITA Airways ist nicht nur eine Geschichte über eine Marke und eine Mitgliedschaft, sondern auch über das Gleichgewicht zwischen der Stärkung der Marktposition und der Erhaltung eines wettbewerblichen Umfelds.

Warum Eurowings trotz Eigentümerverbindung nicht Teil der Star Alliance ist

Während ITA Airways gleichzeitig der Star Alliance beitritt, bleibt Eurowings außerhalb des Bündnisses, und das ist weder eine Ausnahme noch ein vorübergehendes Versehen, sondern eine logische Folge seiner Position innerhalb der Lufthansa Group. Offizielle Materialien der Gruppe und des Unternehmens Eurowings selbst beschreiben es klar als Value- beziehungsweise Point-to-Point-Fluggesellschaft, die auf direkte europäische und benachbarte Strecken ausgerichtet ist, mit Schwerpunkt auf preissensible und flexible Passagiere. Ein solches Modell unterscheidet sich von Netzwerk-Airlines, die auf Drehkreuze, Umsteigeverbindungen und Allianzpartnerschaften setzen.

Gerade Netzwerk-Airlines profitieren am meisten von einer tiefen Integration in ein globales Bündnis. Allianzen wie die Star Alliance sind in erster Linie auf die Koordination breiter internationaler Netzwerke, die Abstimmung von Statusvorteilen, Lounge-Zugängen, Transferprozessen und den gemeinsamen Vertrieb von Tickets über mehrere Unternehmen hinweg ausgelegt. Eurowings dagegen arbeitet mit anderen Prioritäten: Der Fokus liegt auf dem Direktverkehr innerhalb Europas, auf einem einfacheren Produkt und auf einem Marktsegment, in dem Anpassungsgeschwindigkeit, Preis und operative Flexibilität oft wichtiger sind als die klassische Allianz-Infrastruktur.

Das bedeutet nicht, dass Eurowings nicht von der Zugehörigkeit zur Lufthansa Group profitiert. Im Gegenteil: Das Unternehmen nutzt die Infrastruktur der Gruppe, gemeinsame kommerzielle und operative Verbindungen und fügt sich in die breitere Strategie der Gruppe ein. Doch seine Rolle ist nicht dieselbe wie die von Lufthansa Airlines, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines oder nun ITA Airways. Während diese Unternehmen das Rückgrat des Multi-Hub-Netzwerks der Gruppe bilden, deckt Eurowings das Segment des direkten und preissensibleren Verkehrs ab. Deshalb reicht die Tatsache, dass Lufthansa Eigentümer ist, für sich allein nicht aus, damit das Unternehmen automatisch Mitglied der Star Alliance wird.

Zwei unterschiedliche Strategien innerhalb derselben Gruppe

Gerade der Vergleich zwischen ITA Airways und Eurowings zeigt am besten, wie große Luftfahrtgruppen ihre Marken heute nach Funktion und nicht nach einem einheitlichen Unternehmensmuster verteilen. ITA Airways tritt der Lufthansa Group als Netzwerk-Airline mit starker nationaler Identität, eigenem Drehkreuz und Potenzial für interkontinentale Entwicklung bei. Eurowings bleibt ein Instrument für einen anderen Teil des Marktes: kürzere Strecken, Leisure- und City-Break-Verkehr, flexible Kapazitätssteuerung und der Wettbewerb um Passagiere, für die der Preis zu den wichtigsten Kriterien gehört.

Eine solche Aufteilung ist nicht nur Marketing. Sie bestimmt die Art und Weise, wie Partnerschaften geplant, Flotten verteilt, Treueprogramme entwickelt und Beziehungen zu Allianzen definiert werden. Für die Lufthansa Group bedeutet das, dass sie parallel ein Premium- und Netzwerkprodukt über die Star Alliance aufbauen und gleichzeitig einen separaten Kanal für den Point-to-Point-Markt behalten kann. Für Passagiere sorgt das manchmal für Verwirrung, insbesondere weil sich all diese Unternehmen unter demselben Unternehmensdach befinden, doch die geschäftliche Logik hinter diesem Unterschied ist ziemlich klar.

Deshalb ist die Nachricht über ITA Airways und die Star Alliance nicht nur eine Nachricht über einen neuen Mitgliedsausweis in der Welt der Luftfahrt. Sie ist ein Signal dafür, wie sich die Lufthansa Group in Europa, insbesondere auf dem italienischen Markt, weiter positioniert und dabei die getrennten Rollen ihrer Marken beibehält. ITA Airways wird ab dem 1. April Teil eines globalen Allianzsystems, das ihr ein breiteres internationales Netzwerk und eine tiefere Integration mit der Gruppe eröffnet. Eurowings bleibt dabei außerhalb der Star Alliance, nicht weil es weniger wichtig wäre, sondern weil sein Zweck ein anderer ist. In der Welt der Luftfahrt, in der Strategie an Netzwerken, Slots, Rentabilität und der Art der Passagiere gemessen wird, die eine Fluggesellschaft anspricht, ist das ein Unterschied, der erhebliches Gewicht hat.

Quellen:
- Star Alliance – offizielle Mitteilung über den Beginn der Integration von ITA Airways, die Zahl der täglichen Flüge und das erwartete Wachstum des Bündnisnetzwerks (Link)
- Lufthansa Group – offizielle Mitteilung über den Abschluss der Übernahme einer 41-prozentigen Beteiligung an ITA Airways und die Positionierung des Unternehmens als fünfte Netzwerk-Airline der Gruppe (Link)
- Europäische Kommission – Entscheidung zur Genehmigung des Erwerbs der gemeinsamen Kontrolle über ITA Airways unter Bedingungen zum Schutz des Wettbewerbs (Link)
- Europäische Kommission – Genehmigung der Abnehmer von Abhilfemaßnahmen im Kontext des Verfahrens zu ITA Airways (Link)
- Miles & More – offizielle Mitteilung, dass es ab dem 1. April 2026 das offizielle Treueprogramm für ITA Airways wird (Link)
- Lufthansa Group – Überblick über die Geschäftssegmente mit der Unterscheidung zwischen Netzwerk-Airlines und Eurowings als Point-to-Point-Fluggesellschaft (Link)
- Eurowings – offizielle Unternehmensseite zur Positionierung als Value-Carrier für Direktflüge in Europa (Link)
- ITA Airways – offizielle Seite zur Zusammenarbeit mit Lufthansa Group, Star Alliance und Partnerfluggesellschaften (Link)

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Erstellungszeitpunkt: 1 Stunden zuvor

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