Jamaika verstärkt die Offensive Richtung Lateinamerika und Europa: Flugverbindungen und Vertrieb im Fokus vor der ITB Berlin 2026.
Jamaika hat im Vorfeld des weltweit größten B2B-Tourismustreffens in Berlin eine neue Runde internationaler Promotion gestartet – im Zentrum stehen zwei Wörter, die in der Branche alles bedeuten: Luftverkehrskapazität und Verkauf. Laut Medienberichten aus dem Reisesektor führt Jamaikas Tourismusminister Edmund Bartlett eine mehrtägige Marketingmission durch Kolumbien und Panama an und wechselt anschließend nach Deutschland, um auf der ITB Berlin 2026 die Position des Landes unter den globalen Partnern zu festigen. In einem Tourismussektor, in dem Nachfrage oft schneller entsteht, als man Gäste physisch „heranbringen“ kann, werden Verhandlungen über Flüge und Pakete wichtiger als die Kampagnen selbst. Jamaika tritt daher mit einer klaren Botschaft auf: mehr Sitzplätze Richtung Karibik aus Lateinamerika, breitere Vertriebskanäle und stabilere Nachfragequellen. Dieser Ansatz passt zur Strategie der Marktdiversifizierung, über die das Tourismusministerium in den letzten Jahren spricht – mit dem Hinweis, die Abhängigkeit von traditionellen Märkten zu verringern und die Widerstandsfähigkeit des Sektors zu stärken.
Bogotá und Panama City: Gespräche mit Fluggesellschaften und ein „schnelles“ B2B-Format
Nach den veröffentlichten Informationen zum Reiseplan war Bartlett am 27. Februar 2026 in Bogotá, wo er mit dem Team des Jamaica Tourist Board (JTB) eine gezielte, dreitägige Promotionsaktion mit Fokus auf Kolumbien und Panama durchführte. Im Mittelpunkt standen Treffen mit Schlüsselakteuren des Luftverkehrs, denn über das Streckennetz entscheidet sich, ob sich das Interesse der Reisenden in reale Ankünfte verwandelt. Am Donnerstag, dem 26. Februar 2026, fanden Gespräche mit dem Senior-Management von Avianca und Wingo statt – mit Fokus auf die Stärkung der Anbindung an Jamaika und auf zusätzlichen Spielraum für weitere Frequenzen oder neue Routen. Am nächsten Tag, Freitag, 27. Februar 2026, wurden die Gespräche in Panama City fortgesetzt, wo Bartlett die Führung von Copa Airlines traf, einer Fluggesellschaft, die seit Jahren eine der wichtigsten „Brücken“ zwischen Südamerika und der Karibik ist. Der Schwerpunkt auf Panama ist kein Zufall: Es handelt sich um ein Drehkreuz, über das auf zahlreiche Ziele umgestiegen wird; jede zusätzliche Rotation hat daher einen multiplizierten Effekt auf die Erreichbarkeit. Solche Treffen sind meist eine Kombination aus kommerziellen und operativen Themen – vom Flugplan und Flugzeugtyp bis hin zu gemeinsamen Marketingaktivitäten und Unterstützung für Reiseveranstalter.
ANATO 2026 als zentrale Bühne für Lateinamerika
Zum Programm in Bogotá gehörte auch die Präsenz auf der Vitrina Turística de ANATO – einer Veranstaltung, die in Kolumbien als zentraler Business-Treffpunkt der Tourismusbranche gilt. Laut den offiziellen Informationen des Veranstalters findet die ANATO 2026 vom 25. bis 27. Februar 2026 im Corferias statt; das Format richtet sich an Fachleute, Meetings und Vertragsabschlüsse. Genau ein solches Umfeld, in dem Fluggesellschaften, Agenturen, Reiseveranstalter, Hotels und Tourismusorganisationen in einem Raum zusammenkommen, passt zu einer Strategie, die nicht nur auf „Brand“, sondern auch auf Distribution setzt. Für Jamaika bedeutet das: Verhandlungen über Pakete, Absatzförderung über Reisebüros sowie die Abstimmung des Angebots auf die Gewohnheiten lateinamerikanischer Reisender. In der Praxis verlangt der lateinamerikanische Markt oft eine andere Preisstruktur, flexiblere Pakete und bessere Anbindung über regionale Hubs. Deshalb geht es bei solchen Anlässen nicht nur um die Schönheit der Destination, sondern um die Bedingungen, unter denen sie verkauft wird. Jamaika versucht vor Ort die Sichtbarkeit zu erhöhen und zugleich die „Kette“ zu festigen, die in einer tatsächlichen Buchung endet.
Airlift als Erfolgsmaß: Sitze, Frequenzen und ein stabiler Gästefluss
In Berichten über die Tour heißt es, Jamaika wolle die Luftverkehrskapazität aus Südamerika bereits für die Saisons 2026 und 2027 erhöhen – ein typischer Zeithorizont, in dem Fluggesellschaften Flotte und Netzwerk planen. In denselben Berichten wird hervorgehoben, dass Jamaika 2025 einen Zuwachs der Ankünfte aus Lateinamerika um 75,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete, mit besonders guten Ergebnissen in einzelnen Märkten wie Peru, Argentinien und Chile. Solche Zahlen – sofern sie in offiziellen Statistiken und Branchenreports bestätigt werden – sind in Verhandlungen mit Carriern oft ein Argument: Hohe Nachfrage bedeutet geringeres Risiko für neue Strecken. Gleichzeitig ist mehr „Airlift“ nicht nur eine Tourismusfrage, sondern auch eine der Gesamtwirtschaft, weil Investitionen, Lieferketten und Beschäftigung beeinflusst werden. Jamaika verknüpft diese Logik offen mit dem Ziel, dass Tourismus einem breiteren Kreis der Bevölkerung zugutekommt; das Tourismusministerium verbindet dies in seinen Mitteilungen häufig mit „inklusivem Wachstum“ und Infrastrukturinvestitionen. Unterm Strich wird die Tourismusgeschichte 2026 immer häufiger an Kapazität und Zuverlässigkeit der Verbindung gemessen – und weniger an der Reichweite einer Social-Media-Kampagne.
Konkrete Signale aus dem Markt: Copa baut Flüge nach Montego Bay aus
Zusätzliche Bedeutung erhalten die Gespräche in Panama dadurch, dass Copa ihre Präsenz im jamaikanischen Markt bereits verstärkt. Nach Berichten des Jamaica Gleaner kündigte Minister Bartlett im Dezember 2025 an, dass Copa Airlines die Zahl der Flüge nach Montego Bay auf 10 pro Woche erhöhen werde, was die Luftanbindung Jamaikas an Südamerika stärkt. Dieselbe Quelle berichtet, dass die gesamten Copa-Operationen nach Jamaika 15 wöchentliche Flüge erreichen sollen, darunter fünf Flüge nach Kingston, und dass Montego Bay als wichtigstes touristisches Eingangstor zur Insel gilt. In dieser Dynamik zeigt sich, warum der diplomatisch-marktseitige „Blitz“ genau auf der Achse Kolumbien–Panama stattfindet: Es sind Märkte und Hubs, die die Erreichbarkeit der Destination direkt beeinflussen. Der Artikel im Jamaica Gleaner erwähnt zudem, dass Jamaika in diesem Zeitraum mit rund 70 Prozent der verfügbaren Beherbergungskapazität arbeitete, bei Erwartungen weiteren Wachstums 2026 – womit die Geschichte erneut auf das Gleichgewicht zwischen Zimmerangebot und Sitzplatzangebot zurückkommt. Wenn diese beiden Parameter nicht zusammenpassen, kann der Destination selbst bei starker Nachfrage der „Platz“ für Wachstum ausgehen. Daher werden Gespräche über Flüge häufig parallel mit Hoteliers und Investoren geführt, mit dem Ziel, dass Wachstum nachhaltig und nicht kurzfristig ist.
Erholung nach Hurrikan Melissa und eine neue Phase internationaler Promotion
Jamaika setzt 2026 das Thema Resilienz nicht nur als Marketingbotschaft, sondern als praktische Erfahrung aus einer jüngsten Krise. In einer Mitteilung des jamaikanischen Tourismusministeriums vom Januar 2026 heißt es, die globale Marketingkampagne sei intensiviert worden, um den Tourismussektor nach dem Durchzug von Hurrikan Melissa wieder aufzubauen und „neu zu positionieren“. In derselben Mitteilung wird betont, dass die Aktivitäten auf die Stärkung des Besuchervertrauens, der Beziehungen zu Vertriebskanälen und Medien sowie die Beschleunigung der Erholung ausgerichtet sind – mit dem Hinweis, dass „Leben und Vertrauen“ wiederhergestellt werden, nicht nur Zahlen. Dieser Kontext erklärt, warum Jamaika gleichzeitig an mehreren Fronten arbeitet: von den USA und Europa über Iberoamerika bis nach Lateinamerika. Nach großen Störungen stellen Destinationen in der Regel zuerst ihre bestehenden Märkte wieder her und suchen dann neue, um das Risiko einer zu starken Konzentration zu verringern. Jamaika versucht nun genau diese zweite Phase zu beschleunigen – gestützt auf Partnerschaften mit großen Veranstaltern, aber auch auf wachsende regionale Carrier. Wenn Erholung mit zusätzlichen Flügen verbunden wird, ist die Botschaft an den Markt klar: Die Destination ist operativ bereit, und Lieferketten sowie Dienstleistungen sind stabilisiert.
Zahlen, die die Geschichte tragen: Sitzplatzkapazität, neue Hubs und ambitionierte Ziele
Die wirtschaftliche Seite wird auch durch Daten zur Luftkapazität untermauert, die regelmäßig als Indikator für das Vertrauen der Carrier dienen. Eine аналитische Übersicht von NCB Capital Markets, unter Berufung auf das Jamaica Tourist Board, nennt für den Zeitraum September 2025 bis Februar 2026 einen prognostizierten Anstieg der Sitzplatzkapazität um 4,4 Prozent an drei wichtigsten Flughäfen des Landes: Sangster (Montego Bay), Norman Manley (Kingston) und Ian Fleming (Ocho Rios). In derselben Übersicht heißt es, Sangster solle ein Wachstum der geplanten Sitze um 5,6 Prozent verzeichnen, Kingston 1,3 Prozent und Ian Fleming sogar 37 Prozent – was auf eine Ausweitung der Erreichbarkeit auch über kleinere Zugänge hindeutet. Die Quelle erinnert zudem daran, dass 2024 ein starkes Jahr mit 4,3 Millionen Besuchern und rund 4,3 Milliarden US-Dollar Einnahmen war und dass die USA etwa drei Viertel der „Stopover“-Ankünfte ausmachen. Genau deshalb spricht Jamaika von Diversifizierung: Wenn eine Region den Großteil der Ankünfte hält, wirkt sich jede Störung dort auf die gesamte Wirtschaft der Destination aus. NCB Capital Markets erwähnt außerdem die Aufnahme der ersten Direktflüge Lissabon–Montego Bay mit World2Fly Portugal, was zu den Bemühungen passt, die europäische Nachfragekomponente zu stärken. Solche Projekte sind auch ein Signal an den Markt, dass die Destination nicht von einem einzigen Korridor abhängt, sondern ein Netzwerk der Erreichbarkeit aufbaut.
ITB Berlin 2026: 60 Jahre Messe und Glaubwürdigkeitstest der Strategie
Der Höhepunkt der Tour verlagert sich nach Deutschland – zu einem Zeitpunkt, an dem die ITB Berlin ihr 60-jähriges Bestehen feiert. Auf der offiziellen ITB-Berlin-Website steht, dass die Messe vom 3. bis 5. März 2026 am Berlin ExpoCenter City stattfindet und ein B2B-Event ist, das neben dem Ausstellungsbereich auch die ITB Berlin Convention umfasst. Die ITB betont 2026 eine besondere Jubiläumsdimension und thematische Vielfalt – von Abenteuer- und Geschäftsreisen bis zu Travel-Technologie – was für Destinationen wie Jamaika eine Gelegenheit ist, gleichzeitig mit Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften und Technologiepartnern zu sprechen. In einer ITB-Pressemitteilung heißt es, die Convention 2026 werde unter dem Leitmotiv „Leading Tourism into Balance“ stehen – mit mehr als 400 Sprecherinnen und Sprechern und 17 thematischen Tracks; im Fokus stehen nachhaltige Geschäftsmodelle, das Management von Overtourism, Klimaanpassungen sowie die Rolle von Daten und Künstlicher Intelligenz. Das ist auch für Jamaika wichtig, weil „Resilienz“ heute immer weniger nur mit Krisenprotokollen verbunden ist, sondern zunehmend mit der Fähigkeit einer Destination, Wachstum zu steuern, Ressourcen zu schützen und die Erlebnisqualität zu erhalten. Für Minister Bartlett, der in früheren Auftritten und Mitteilungen Resilienz oft als Schlüsselwort betont hat, ist Berlin eine Gelegenheit, dieses Thema mit konkreten Maßnahmen zu verbinden: Konnektivität, Investitionen und Risikomanagement.
UN Tourism und „Emerging Destinations“: politischer Rahmen, dem kommerzielle Verträge folgen
Parallel zum Business-Teil der Messe läuft in Berlin auch ein politisches Programm, das Reputation und Investitionsrahmen von Destinationen beeinflussen kann. UN Tourism kündigt für die ITB Berlin 2026 eine Veranstaltung mit dem Titel „Empowering Emerging Destinations: From Potential to Performance“ an, mit Aktivitäten vom 2. bis 5. März 2026, einschließlich eines ministeriellen Formats und eines Dialogs zwischen öffentlichem und privatem Sektor. Das Thema ist für karibische Destinationen relevant, weil es die Frage aufwirft, wie „Potenzial“ in messbare Ergebnisse übersetzt werden kann – bei gleichzeitig inklusivem und resilientem Wachstum. In der Praxis dienen solche Foren oft auch dazu, bilaterale Treffen zu bestätigen und gemeinsame Projekte zu vereinbaren – von technischer Hilfe bis zu Investitionsinitiativen. In Berichten über Bartletts Programm in Berlin werden auch ein geplanter bilateraler Termin mit dem Generalsekretär von UN Tourism sowie die Teilnahme am Ministergipfel erwähnt, was zu den angekündigten Rahmen von UN Tourism und ITB Navigator passt. Wenn politische Sichtbarkeit mit B2B-Verhandlungen zusammenfällt, erhält eine Destination die Chance, gleichzeitig Image aufzubauen und operative Deals „abzuschließen“. Deshalb ist Berlin nicht nur als Messe wichtig, sondern als Woche, in der Tourismus durch Geopolitik, Technologie und Investitionen betrachtet wird.
World Tourism Network: Roundtable und Dinner am 2. März – Networking außerhalb der Messehallen
Am Tag vor der Eröffnung der ITB Berlin, am 2. März 2026, organisiert das World Tourism Network (WTN) sein erstes ITB-Networking-Dinner in Berlin und kündigt Minister Bartlett als Ehrengast an. Laut WTN beginnt das Dinner um 19 Uhr und findet im Alpha House nahe dem Wittenbergplatz statt, in Zusammenarbeit mit dem International Institute for Peace Through Tourism, dem African Tourism Board und eTurboNews. Die Organisatoren betonen ein entspannteres Format und Gespräche über Themen wie Resilienz, Marktdiversifizierung und Innovation – Schlüsselwörter der jamaikanischen Strategie in dieser Phase. Solche „Off-Site“-Treffen haben in der Tourismusbranche oft große Wirkung, weil sie Entscheidungsträger außerhalb des formellen Messeprotokolls zusammenbringen. Zudem ermöglichen sie Destinationen, direkt mit Medien, Distributoren und kleineren, aber agilen Unternehmern zu sprechen, die schnell neue Verkaufskanäle eröffnen können. Für Jamaika, das einen stärkeren Zugang zu lateinamerikanischen Strömen sucht, können genau diese Kanäle entscheidend sein: kleinere Operatoren und spezialisierte Agenturen testen den Markt oft zuerst und „ziehen“ dann größere Systeme nach. Bartletts Rolle als Ehrengast bestätigt symbolisch den Fokus auf Resilienz, bietet aber zugleich praktisch eine Plattform für Gespräche, die am nächsten Tag auf der Messe zu Verhandlungen werden.
Diversifizierung ohne Illusionen: was neben neuen Flügen noch „passen“ muss
Auch wenn Luftkapazität oft als schnellster Weg zu Wachstum gilt, weiß die Branche, dass zusätzliche Sitzplätze allein keine Erfolgsgarantie sind. Damit neue Strecken Bestand haben, muss die Destination stabile Nachfrage, zuverlässige operative Leistung und ausreichende Beherbergungskapazitäten nachweisen – besonders wichtig in der Erholungsphase nach Naturkatastrophen. In diesem Sinne wirkt Jamaikas Fokus auf „Verkauf“ neben „Airlift“ wie der Versuch, zwei Systeme zu synchronisieren: Reiseveranstalter brauchen Produkte und Preise, Fluggesellschaften brauchen gefüllte Sitze, Hotels brauchen Planbarkeit. Jamaica Gleaner erinnerte im Kontext der Copa-Ausweitung auch an die Frage der Zimmerkapazität und daran, dass ein Teil des Angebots noch in den Vollbetrieb zurückkehrte – was bedeutet, dass die Destination Wachstum sorgfältig steuern muss. Deshalb sind neben Flugverhandlungen auch Gespräche über Pakete, Promotion über Reisebüros und die Qualität des Erlebnisses vor Ort ebenso wichtig. In Tourberichten heißt es, JTB plane, mit regionalen Roadshows, Messeauftritten, digitalen Influencer-Kampagnen, Pressereisen und Trainingsprogrammen für Vertriebskanäle fortzufahren – Instrumente, die in der Praxis die Nachfrage über das Jahr stabil halten. Wenn diese Elemente zusammenspielen, kann Jamaika kurzfristiges Interesse in einen langfristigen Gästefluss aus Regionen verwandeln, die bisher nicht im Vordergrund standen.
Was der März in Berlin bringt: Test für Abschlüsse und die Resilienz-Botschaft
Wenn die Pläne wie angekündigt verlaufen, endet Bartletts Tour genau in der Woche, in der sich in Berlin die wichtigsten Akteure des globalen Tourismus versammeln – von Ministern bis zu den größten Konzernen und Distributoren. Die ITB Berlin 2026 bietet neben ihrem 60-jährigen Jubiläum auch einen Kontext, in dem Reisen durch einen „Balance“-Rahmen zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit betrachtet werden – ein Rahmen, den Jamaika durch die Betonung von Resilienz und inklusiver Entwicklung ausfüllen will. Gleichzeitig erinnern die Treffen mit Fluggesellschaften in Bogotá und Panama City daran, dass „Balance“ im Tourismus sehr konkret beginnt: mit der Anzahl der Flüge, dem Flugplan und dem Sitzpreis. Für Jamaika ist Berlin daher der Ort, an dem sich zeigt, ob die Gespräche aus Lateinamerika als Verträge weitergeführt werden und ob europäische Märkte zusätzliche Gründe für Rückkehr und Ausbau bekommen. In den kommenden Wochen wird das tatsächliche Erfolgsmaß durch Ankündigungen neuer Strecken, erhöhter Frequenzen und Vertriebspartnerschaften sichtbar – aber auch daran, wie schnell die Destination das Angebot nach Störungen stabilisieren kann. In einer Branche, die sich zunehmend auf Daten und Risikomanagement stützt, hat Jamaika signalisiert, zu jenen gehören zu wollen, die Krisen in Chancen verwandeln – diese Aussage muss es jedoch mit Zahlen nach der Messe belegen.
Quellen:- ITB Berlin – offizielle Termine und Informationen zur ITB Berlin 2026. (itb.com)
- ITB Berlin – Pressemitteilung zur ITB Berlin Convention 2026 und zum Thema „Leading Tourism into Balance“. (itb.com)
- UN Tourism – Veranstaltung „ITB: Empowering Emerging Destinations: From Potential to Performance“ (ITB Berlin 2026, 2.–5. März 2026). (untourism.int)
- World Tourism Network – Ankündigung des ITB Networking Dinner am 2. März 2026 sowie Informationen zu Ort und Programm. (wtn.travel)
- Jamaikas Tourismusministerium – Mitteilung zur Intensivierung des internationalen Marketing-„Blitzes“ nach Hurrikan Melissa (Januar 2026). (mot.gov.jm)
- Jamaikas Tourismusministerium – Mitteilung zur Konnektivität Jamaikas und zu Investitionen in den Tourismus (September 2025). (mot.gov.jm)
- Jamaica Gleaner – Bericht über die Ausweitung von Copas Service nach Montego Bay (Dezember 2025). (jamaica-gleaner.com)
- NCB Capital Markets (Quelle: Jamaica Tourist Board) – Schätzungen zum Wachstum der Luftkapazität für September 2025–Februar 2026. (ncbcapitalmarkets.com)
- ANATO – offizielles Fact Sheet und Termine der Vitrina Turística ANATO 2026 in Bogotá (25.–27. Februar 2026). (vitrinaturistica.anato.org)
- eTurboNews – Bericht über die Marketingmission von Minister Bartlett in Kolumbien, Panama und Deutschland sowie das Berliner Programm vor der ITB. (eturbonews.com)
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Erstellungszeitpunkt: 2 Stunden zuvor