XXX. Tage des Antun Šoljan in Rovinj-Rovigno: eine zweitägige Veranstaltung, die der Literatur, ihren Veränderungen und einem Publikum aller Generationen gewidmet ist
Rovinj-Rovigno wird am Freitag, den 24. April 2026, und am Samstag, den 25. April 2026, Gastgeber der XXX. Tage des Antun Šoljan sein, einer literarischen und kulturwissenschaftlichen Veranstaltung, die in der Stadt seit Jahrzehnten Autorinnen und Autoren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Theater- und Musikschaffende sowie ein Publikum zusammenbringt, das Literatur nicht als geschlossenen Kreis, sondern als lebendiges öffentliches Thema versteht. Das Programm findet an mehreren Orten in der Stadt statt – in der Stadtbibliothek „Matija Vlačić Ilirik“, in der Bibliothek der Mittelschule Zvane Črnje, im MMC sowie im Theater „Antonio Gandusio“ – und bietet Inhalte vom Kinderstück und Workshop über die Präsentation der Arbeiten rovinjer Schülerinnen und Schüler bis hin zu einem literaturwissenschaftlichen Kolloquium und einem Abendkonzert. Veranstalter sind die Volksuniversität der Stadt Rovinj-Rovigno und der Kroatische Schriftstellerverband, mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Medien der Republik Kroatien, der Gespanschaft Istrien sowie der Stadt Rovinj-Rovigno. Für Besucherinnen und Besucher, die aus anderen Orten anreisen, ist es sinnvoll, rechtzeitig
Unterkünfte in Rovinj während der Veranstaltung zu prüfen, da sich das Programm über den ganzen Tag und auf mehrere Orte verteilt.
Die Veranstaltung trägt den Namen Antun Šoljans, eines der wichtigsten kroatischen Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und die diesjährige programatische Leitlinie betont zusätzlich eine Frage, die in den letzten Jahren sowohl in akademischen Kreisen als auch in der kulturellen Öffentlichkeit immer lauter gestellt wird: Was bedeutet das „Ende der Literatur“ in einer Zeit beschleunigter medialer und gesellschaftlicher Veränderungen. Das Thema des Kolloquiums „Ende der Literatur – Aspekte der Veränderungen“ vereint eine Reihe von Vorträgen, die von grundlegenden Fragen nach Sinn und Zweck der Literatur bis zur Analyse ihres Platzes in sozialen Netzwerken sowie des Verhältnisses von Poesie und zeitgenössischen Technologien reichen. Gerade diese Breite – von Kindern und Schule bis zum wissenschaftlichen und künstlerischen Dialog – ist einer der erkennbaren Werte der Tage des Antun Šoljan, die in der Praxis zeigen, dass Literatur kein isoliertes „Genre für Eingeweihte“ ist, sondern ein Raum für Gespräche über Gesellschaft, Sprache und Kultur.
Rovinj als Bühne der Literatur: mehrere Orte, ein Thema, verschiedene Publika
Im zweitägigen Ablauf sind die Orte nicht nur Logistik, sondern Teil des Konzepts. Die Stadtbibliothek und die Schulbibliothek verweisen auf eine Leserschaft, die von frühester Kindheit an aufgebaut wird und sich durch Bildung fortsetzt, während MMC und Theater Raum für performative und musikalische Formen öffnen. Eine solche Verteilung der Inhalte ist besonders wichtig in einer Stadt, die bereits eine starke kulturelle Identität und ein Publikum hat, das an Festivaldynamik gewöhnt ist, in der aber Gäste das Programm entlang der Stadtroute „lesen“ müssen. Daher ist es hilfreich, die Anreiseplanung auch mit praktischen Details zu verbinden – etwa mit der Prüfung von
Unterkünften in der Nähe der Veranstaltungsorte, damit man ohne Eile zu den Morgenprogrammen und Abendveranstaltungen gelangt.
Für die Veranstalter ist es dabei wichtig, dass die Veranstaltung sowohl gegenüber der lokalen Gemeinschaft als auch gegenüber Gästen offen ist, und das Programm ist so zusammengestellt, dass man am selben Tag mehrere Inhaltstypen verfolgen kann: bildungsbezogene, künstlerische und wissenschaftliche. So erhalten die Tage des Antun Šoljan die Form eines städtischen kulturellen „Mosaiks“, in dem das Publikum nicht zwischen streng getrennten Welten wählen muss, sondern von der Bibliothek ins MMC, von der Diskussion zur Aufführung, vom Vortrag zum Konzert wechseln kann.
Programm am Freitag, den 24. April 2026: vom Kinderworkshop bis zum Theatergespräch
Der Freitag beginnt um 11:00 Uhr in der Stadtbibliothek „Matija Vlačić Ilirik“ mit einem Theaterstück und einem Workshop für Kinder der Grundschulen. Das Programm stützt sich auf Šoljans Erzählung „Papuančeve papuče“ aus dem Buch „Ovo i druga mora“, wodurch die Veranstaltung direkt an das literarische Erbe des Autors anknüpft, jedoch in einem Format, das für die Jüngsten zugänglich ist. Ein solcher Einstieg in die Veranstaltung ist keine protokollarische Geste, sondern eine klare Botschaft über die Kontinuität des Lesens: Literarische Tradition wird nicht nur durch akademische Interpretationen weitergegeben, sondern auch durch die Erfahrung von Geschichte, Spiel und kreativem Arbeiten.
Um 12:00 Uhr verlegt sich das Programm in die Bibliothek der Mittelschule Zvane Črnje, wo die Präsentation der Abschlussarbeit der Filmwerkstatt rovinjer Schülerinnen und Schüler zum Thema „Ende der Literatur“ vorgesehen ist. Damit wird vom Kinderpublikum zur adolescenten und schulischen Perspektive gewechselt, die das Thema oft persönlich und generationell erlebt: durch Veränderungen der Leseweisen, die Dominanz von Video und Kurzformaten sowie die wachsende Rolle digitaler Plattformen. Die Leiter der Werkstatt sind Eric Ušić, Michele Bulešić, Marino Morosin und Teo Morosin, und schon die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler das Thema der Veranstaltung in Filmsprache interpretieren, bestätigt zusätzlich, dass das „Ende der Literatur“ nicht unbedingt ein Verschwinden ist, sondern eine Umformung von Medien und Gewohnheiten.
Das Abendprogramm um 19:00 Uhr im MMC bringt „Das Theater von Boris Senker“, also ein Gespräch mit Boris Senker. Mit dem Autor sprechen Tomislav Brlek, Lada Čale Feldman und Ivica Matičević, während Petra Blašković Songs vorträgt. Dieses Format verbindet theoretische und szenische Aspekte, denn Senkers Wirken ist nicht auf ein Genre oder eine Rolle beschränkt – das Gespräch mit ihm ist zugleich ein literarisches und ein Theaterereignis. Für ein Publikum, das aus anderen Städten anreist, ist der Freitag ein Tag, an dem das Programm früh beginnt und bis in die Abendstunden dauert, daher ist es sinnvoll, im Voraus
Unterkunftsangebote in Rovinj für Besucher zu prüfen, die auch für das Samstagskolloquium und Konzert bleiben möchten.
Samstag, der 25. April 2026: Protokoll des Gedenkens und das zentrale Kolloquium über das „Ende der Literatur“
Der Samstagmorgen beginnt um 9:30 Uhr mit der Niederlegung eines Kranzes am Haus von Antun Šoljan, womit die Veranstaltung zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehrt: dem Gedenken an den Autor und an die Verbindung zwischen Ort und literarischer Identität. Ein solcher Akt hat bei Kulturveranstaltungen eine doppelte Funktion. Einerseits betont er den Respekt gegenüber dem Autor und der Tradition, andererseits gibt er den folgenden Diskussionen einen symbolischen Rahmen – denn selbst die abstraktesten Fragen nach dem Sinn der Literatur kehren immer zu konkreten Autoren, Werken und Lesegemeinschaften zurück.
Um 10:00 Uhr beginnt im MMC das literaturwissenschaftliche Kolloquium „Ende der Literatur – Aspekte der Veränderungen“, mit Ivica Matičević als Moderator und mit einem Einführungswort, das ebenfalls Matičević hält. Die Liste der Vorträge zeigt den Anspruch, das Thema aus mehreren Blickwinkeln zu beleuchten: Antun Pavešković spricht über die Frage „Wozu Literatur?“, Tomislav Brlek stellt das Problem des Zwecks der Literatur, und Jasmina Vojvodić erörtert das „Ende der Literatur in der Literatur selbst“. Tvrtko Vuković befasst sich mit der „Verlockung der philologischen Aufgabe“ und dem Problem der Rückkehr zur Philologie, während Tea Rogić Musa die Frage des historischen Schreibens über Literatur als Zeugnis eines „stillen Sterbens“ eröffnet. Dubravka Crnojević Carić thematisiert die Art und Weise, wie Literatur in sozialen Netzwerken „wohnt“, und Lada Žigo Španić tritt mit dem Titel „Die Demokratisierung des Geschmacks ist geschmacklos“ in die Debatte über veränderte Kriterien und kulturelle Hierarchien ein.
Das Kolloquium umfasst auch Vorträge, die die heimische und die europäische literarische Perspektive verbinden: Slaven Jurić thematisiert Ujevićs „Dämmerung der Poesie“ in einem breiteren Kontext, Sven Kezele spricht über Josip Sever und das Ende des Modernismus, und Jakob Filić eröffnet die Frage der Produktion und des Konsums von Poesie „zwischen sozialen Netzwerken und künstlicher Intelligenz“. Pavle Bonča bringt das Motiv istrischer „Anabasen und Anabiosen“ ein, Tihomir Glowatzky stützt sich auf die provokative Idee, dass „Abgeschriebene länger leben“, und Magdalena Dyras gibt einen Überblick über den Zustand der polnischen Literatur heute anhand von Autoren, Preisen und Lesern. Der gemeinsame Nenner ist nicht ein einheitliches Fazit – denn ein solches gibt es in solchen Debatten oft nicht –, sondern die Kartierung von Veränderungen: von Lesegewohnheiten und Medien bis hin zu Institutionen und der Sprache der Kritik. Für diejenigen, die das Kolloquium von Anfang bis Ende verfolgen möchten, insbesondere wenn sie außerhalb Istriens anreisen, ist es sinnvoll, die Anreise mit
einer Unterkunft in der Nähe des MMC und des Zentrums von Rovinj zu organisieren, um unnötige Logistik zwischen dem Morgen- und Abendprogramm zu vermeiden.
Vorstellung der Ausgaben der Kleinen Bibliothek des DHK: Essays, Kanon und redaktionelle Arbeit
Das Samstagsprogramm umfasst auch die Vorstellung von Büchern aus der Kleinen Bibliothek des Kroatischen Schriftstellerverbands. Vorgestellt werden „Schriftsteller und Theaterleute“ von Boris Senker (Essayband, 2025) sowie „Das Manuskript der Welt. Ausgewählte Gedichte“ von S. S. Kranjčević (herausgegeben von Tomislav Brlek, 2025). Über die Bücher sprechen Boris Senker, Tomislav Brlek, Antun Pavešković und Ivica Matičević. Dieser Teil der Veranstaltung betont auch den verlegerischen Aspekt des literarischen Lebens: Literatur ist nicht nur ein Ereignis auf der Bühne oder ein Diskussionsthema, sondern auch kontinuierliche Arbeit am Text, an Auswahl, Redaktion und Interpretation. In diesem Sinne fügt sich die Vorstellung der Ausgaben der Kleinen Bibliothek des DHK in das breitere Thema der Veränderungen ein, weil sie daran erinnert, dass „Kanon“ und literarisches Gedächtnis immer wieder durch redaktionelle Entscheidungen, wissenschaftliche Zugänge und Leserinteressen neu geformt werden.
Abendlicher Höhepunkt im Theater: Konzert von Ernst Reijseger und Mario Forte
Um 20:00 Uhr findet im Theater „Antonio Gandusio“ das Konzert „Ernst Reijseger & Mario Forte“ statt, bei dem Ernst Reijseger am Violoncello und Mario Forte an der Violine auftreten. Laut den angekündigten Informationen in öffentlichen Veranstaltungshinweisen handelt es sich um ein Programm im Rahmen der XXX. Tage des Antun Šoljan, und das Konzert wird als Gastspiel international anerkannter Musiker sowie als eines der attraktiveren Abendangebote der Veranstaltung vorgestellt. Ein Teil der Medienankündigungen nennt, dass der Eintritt zum Konzert kostenlos ist, jedoch mit verpflichtender Reservierung über das System der Veranstalter, was eine wichtige Information für das Publikum ist, das seine Anreise plant, insbesondere in einer Stadt, in der sich im April die Zahl der Gäste erhöht. Wer bis zum Abendtermin bleiben oder das Konzert mit dem Besuch des Kolloquiums verbinden möchte, sollte rechtzeitig auch die praktischen Details planen, einschließlich
einer Unterkunft für Besucher in der Nähe des Theaters, damit man das Ereignis ohne Zeitdruck erleben kann.
Für die Veranstaltung ist es bedeutsam, dass das Programm gerade mit einem Konzert endet: Dadurch wird das literarische Thema in eine andere künstlerische Sprache übersetzt, und das Publikum erhält die Möglichkeit, das „Ende der Literatur“ nicht als Schließung, sondern als Öffnung hin zur Interdisziplinarität zu verstehen. In der Praxis bestätigt ein solcher Abschluss oft, dass die Kulturszene am meisten gewinnt, wenn Literatur, Wissenschaft und Musik nicht als getrennte Sektoren behandelt werden, sondern als Formen öffentlicher Kommunikation, die einander ergänzen.
Organisation, Kontakt und Förderer
Die XXX. Tage des Antun Šoljan finden am 24. und 25. April 2026 an mehreren städtischen Orten in Rovinj-Rovigno statt. Veranstalter sind die Volksuniversität der Stadt Rovinj-Rovigno und der Kroatische Schriftstellerverband. Der Kontakt der Veranstalter ist über das Telefon +385 (0)52 830 300 und die E-Mail info@pour.hr angegeben, und weitere Informationen sowie Reservierungen sind laut öffentlichen Ankündigungen der Veranstaltung auf den offiziellen Seiten der Veranstalter verfügbar. Förderer sind das Ministerium für Kultur und Medien der Republik Kroatien, die Gespanschaft Istrien, die Stadt Rovinj-Rovigno und der Kroatische Schriftstellerverband, was der Veranstaltung einen institutionellen Rahmen gibt und ihre kulturelle Relevanz in einem breiteren Kontext bestätigt.
Quellen:- Volksuniversität der Stadt Rovinj-Rovigno (POUR) – offizielle Ankündigung und Programm der XXX. Tage des Antun Šoljan ( link )- Kroatischer Schriftstellerverband (DHK) – Seite über die Veranstaltung Tage des Antun Šoljan ( link )- Rovinj Tourism (offizielles Tourismusportal) – Veranstaltungskalender und Beschreibung der Veranstaltung ( link )- Glas Istre – Ankündigung des Konzerts von Ernst Reijseger und Mario Forte im Rahmen der XXX. Tage des Antun Šoljan ( link )- IstraIN – zusätzliche Informationen zum Konzertprogramm und zum Projekt „Fata Morgana“ ( link )
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Erstellungszeitpunkt: 1 Stunden zuvor