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Destinations International beging den zweiten Tag der Destinationsprofis und betonte die Rolle der DMOs im Tourismus

Erfahre, wie Destinations International am 19. Februar den zweiten Tag der Destinationsprofis beging, begleitet von Proklamationen in Kanada und US-Bundesstaaten. Wir erklären, was Destinationsorganisationen hinter den Kulissen leisten und warum die Branche sie als Schlüssel für Entwicklung und nachhaltigen Tourismus sieht. Erfahre auch, was das für lokale Gemeinschaften und den Kongress- und Tagungstourismus bedeutet.

Destinations International beging den zweiten Tag der Destinationsprofis und betonte die Rolle der DMOs im Tourismus
Photo by: Domagoj Skledar - illustration/ arhiva (vlastita)

Destinations International beging den zweiten „Tag der Destinationsprofis“ mit wachsender Unterstützung von Politik und Branche

Destinations International (DI), ein globaler Berufsverband, der Destinationsorganisationen sowie Convention & Visitors Bureaus (CVB) vereint, beging am 19. Februar 2026 die zweite Ausgabe des „Destination Professionals Day“ – eines Tages, der den Menschen und Organisationen gewidmet ist, die hinter touristischer Wettbewerbsfähigkeit, dem Kongress- und Tagungsgeschäft sowie den breiteren wirtschaftlichen Effekten des Reisens stehen. Laut den Mitteilungen und Materialien des Verbandes selbst erhielt die Feier in diesem Jahr zusätzliches Gewicht durch offizielle Anerkennungen und Proklamationen politischer Amtsträger sowie durch Aktivitäten der Mitglieder auf lokaler Ebene.

Auch wenn Tourismus in der Öffentlichkeit meist anhand von Übernachtungs- und Ankunftszahlen betrachtet wird, agieren Destinationsorganisationen in einem deutlich breiteren Feld: von der Anwerbung internationaler Veranstaltungen und Kongresse über das Management von Besucherströmen und der Reputation eines Ortes bis hin zur Koordination lokaler Partner und zur Stärkung der Wirtschaft. DI betont, dass das Ziel des Tages – neben einem symbolischen Dank – auch darin besteht, langfristig einen Beruf anzuerkennen, der oft „hinter den Kulissen“ steht, aber für Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit von Destinationen entscheidend ist.

Warum gerade der 19. Februar: historische Wurzeln in Detroit

Der 19. Februar wurde als Erinnerung an den 19. Februar 1896 gewählt, als in Detroit eine Organisation gegründet wurde, die in der DI-Erzählung als erste moderne Destinationsorganisation gilt und damals auf die Anwerbung von Kongressen und Geschäftsveranstaltungen ausgerichtet war. Nach den Erklärungen von DI gilt dieser Moment als Beginn eines institutionalisierten „destinationsorientierten“ Ansatzes – der Idee, dass eine Stadt oder Region systematisch präsentiert und durch Veranstaltungen, Besuche sowie die Zusammenarbeit von öffentlichem und privatem Sektor entwickelt werden kann.

Die erste internationale Begehung des „Destination Professionals Day“ wurde 2025 gestartet, und die zweite Ausgabe fand 2026 statt – mit dem Schwerpunkt, die Bekanntheit über Fachkreise hinaus zu erweitern und formelle Bestätigungen durch lokale und staatliche Behörden zu erhalten.

Offizielle Anerkennungen: von Kanada bis zu US-Bundesstaaten

In der Kommunikation anlässlich der Begehung hebt DI hervor, dass in diesem Jahr mehr offizielle Anerkennungen verzeichnet wurden als zuvor. Als besonders hervorgehobenes Beispiel nennt DI einen Gruß des kanadischen Premierministers Mark Carney, der laut DI betonte, der Tag sei eine Gelegenheit, die Bedeutung von Tourismusfachleuten in den Gemeinden hervorzuheben und die „unermüdlichen Anstrengungen“ der im Sektor Tätigen anzuerkennen.

Neben Kanada nennt DI auch formelle Proklamationen von US-Bundesstaaten. Der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, erklärte den 19. Februar 2026 in diesem Bundesstaat zum „Destination Professionals Day“ und rief zu mehr Sichtbarkeit der Beiträge von Destinationsorganisationen und ihren Teams auf. Eine ähnliche Botschaft kam auch aus Wyoming: Gouverneur Mark Gordon habe laut DI die Einwohner dazu ermutigt, die Rolle von Fachleuten, Partnern und Tourismusorganisationen bei der Stärkung lokaler Wirtschaft und Gemeinden anzuerkennen.

DI erklärt in der Mitteilung, dass sich Organisationen in mehreren Ländern mit lokalen Veranstaltungen, Anerkennungsprogrammen, Bildungsaktivitäten und Kampagnen an Bürger und Stakeholder der Begehung angeschlossen haben. Der Schwerpunkt lag nicht nur auf der Vermarktung der Destination als Produkt, sondern auch darauf zu erklären, was Destinationsorganisationen leisten und wie sich ihre Arbeit auf Beschäftigung, Einnahmen und Lebensqualität auswirkt.

Was Destinationsorganisationen tun und warum ihre Rolle wächst

In der Praxis fungieren Destinationsorganisationen (in verschiedenen Ländern als DMO, CVB oder Tourismusverbände bezeichnet) als „Knotenpunkte“ zwischen lokalen Behörden, der Tourismuswirtschaft, Kultureinrichtungen, Verkehrsträgern, Veranstaltern und Bürgern. DI betont, dass die moderne Rolle dieser Organisationen weit über reines Marketing hinausgeht: Ziel ist es zugleich, die wirtschaftliche Wirkung von Besuchen zu erhöhen und die negativen Folgen übermäßigen Drucks auf Raum und Infrastruktur zu verringern.

Zu den Aufgaben, die DI häufig hervorhebt, gehören:
  • die Anwerbung von Kongressen sowie Sport- und Kulturveranstaltungen, die Kapazitäten außerhalb der Hauptsaison auslasten
  • die Vernetzung von Privatwirtschaft und öffentlichen Institutionen rund um gemeinsame Ziele der Destinationsentwicklung
  • die Beobachtung von Trends und die Nutzung von Daten im Management von Besucherströmen
  • die Kommunikation mit Bürgern und die Gestaltung einer „sozialen Lizenz“ für Tourismus, insbesondere in Städten unter dem Druck von Massentourismus
  • das Management der Reputation der Destination in Krisensituationen – von Sicherheits- bis zu Klima- und Gesundheitsherausforderungen
DI betont in seinen Materialien außerdem die Rolle von Destinationsorganisationen bei der Anziehung von Investitionen und Talenten, da Lebensqualität, Veranstaltungen und internationale Bekanntheit zunehmend als Teil einer breiteren Standortwettbewerbsfähigkeit betrachtet werden.

Tourismus als globaler Wirtschaftsmotor und Herausforderung, die Steuerung erfordert

Der Kontext, in dem DI die Bedeutung des Berufs hervorhebt, wird zusätzlich durch globale Kennzahlen sichtbar. Nach Angaben des World Travel & Tourism Council (WTTC) trugen Reisen und Tourismus 2024 rund 10% zum weltweiten BIP bei (etwa 10,9 Billionen US-Dollar) und unterstützten insgesamt 357 Millionen Arbeitsplätze, was WTTC als ungefähr jeden zehnten Arbeitsplatz weltweit beschreibt. Solche Zahlen helfen zu erklären, warum Destinationsorganisationen zunehmend den Rahmen der „Werbung“ verlassen und in Bereiche der öffentlichen Politik, der Arbeitsmarktentwicklung und des Raummanagements vorstoßen.

Auf der anderen Seite bringen Wachstum und Erholung des Tourismus auch Spannungen mit sich. UN Tourism (ehemals UNWTO) gibt an, dass der internationale Tourismus 2024 praktisch auf das Niveau vor der Pandemie zurückgekehrt ist, mit einer Schätzung von rund 1,4 Milliarden internationalen Ankünften bzw. etwa 99% des vorpandemischen Niveaus. Diese Rückkehr der Nachfrage erhöht den Druck auf Städte und Regionen, die mit Infrastruktur, Wohnraum und Nachhaltigkeit kämpfen, und in diesem Umfeld versuchen Destinationsorganisationen, die Interessen von Besuchern, lokaler Wirtschaft und Bewohnern auszubalancieren.

DI sieht genau darin ein Argument für eine stärkere Anerkennung des Berufs: Wenn Tourismus erheblich zu Einnahmen und Beschäftigung beiträgt, dann ist die Steuerung seiner Wirkungen – positiver wie negativer – eine Frage von Kapazitäten, Wissen und Koordination. In diesem Sinne dient der „Destination Professionals Day“ auch als Plattform, um die Komplexität einer Arbeit zu erklären, die in der Öffentlichkeit oft auf Slogans und Kampagnen reduziert wird.

Botschaft von DI: „Destinationsprofis“ als Infrastruktur der Entwicklung

Der Präsident und Chief Executive Officer von DI, Don Welsh, beschrieb Destinationsprofis laut Verband als „Katalysatoren“ wirtschaftlicher Chancen und der Abstimmung innerhalb der Gemeinschaft. Im selben Kontext betont DI, dass offizielle Anerkennungen durch nationale sowie bundesstaatliche Amtsträger die These stützen, Destinationsorganisationen seien ein wichtiger Teil der „Infrastruktur“ wirtschaftlicher Entwicklung, der Talentgewinnung und globaler Wettbewerbsfähigkeit.

Diese Sprache ist kein Zufall: DI und ähnliche Organisationen versuchen in den letzten Jahren, die Wahrnehmung des DMO/CVB-Sektors von „Marketingkosten“ hin zu einem Instrument zu verschieben, das messbare Effekte erzeugt – von Auslastung der Unterkünfte und Ausgaben im Gastgewerbe bis zum Wachstum des Kongress- und Tagungstourismus, der in der Regel höhere Ausgaben pro Besucher und eine stärkere Wirkung entlang der gesamten Wertschöpfungskette bringt.

Arbeitskräfte und der Kampf um Talente: warum die Begehung auch eine Rekrutierungsstrategie ist

Ein Thema, das sich durch DI-Materialien zieht, ist die Personalfrage. WTTC warnt in seinen Analysen, dass der Reise- und Tourismussektor im nächsten Jahrzehnt eine große Zahl neuer Arbeitskräfte benötigen wird – bei dem Risiko eines ernsthaften Fachkräftemangels. In Berichten und Mitteilungen von WTTC wird eine Projektion genannt, wonach der Sektor bis 2035 Dutzende Millionen neuer Arbeitsplätze unterstützen könnte, aber auch, dass ohne Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Arbeitskräften eine Lücke zwischen Nachfrage und Angebot entstehen könnte, die sich in Dutzenden Millionen Menschen misst.

Für DI ist das ein weiteres Argument, den Beruf sichtbarer zu machen. Der „Destination Professionals Day“ wird damit auch zu einem Instrument, um neue Generationen anzusprechen: Jungen Menschen soll erklärt werden, dass Karrieren in Destinationsorganisationen Datenanalyse, Nachhaltigkeit, Veranstaltungsmanagement, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeit mit der lokalen Gemeinschaft und öffentliche Politik umfassen – und nicht nur „Tourismuswerbung“.

Lokale Wirkung: von gemeinsamen Kampagnen bis zum Management von Belastungen

DI betont, dass die Begehung des Tages nur Sinn ergibt, wenn sie auf die Ebene der Gemeinschaft übertragen wird. Deshalb bietet der Verband seinen Mitgliedern Kommunikationswerkzeuge und Vorlagen – von Social-Media-Botschaften bis zu Proklamationsvorschlägen –, damit Städte und Regionen den Bürgern erklären können, was genau „hinter den Kulissen“ des touristischen Erfolgs geschieht.

In der Praxis wird die lokale Wirkung von Destinationsorganisationen oft erst sichtbar, wenn ein Problem auftritt: etwa wenn Besuche aus überlasteten Zonen umverteilt werden müssen, wenn bessere Informationen über Verhaltensregeln in sensiblen Gebieten nötig sind oder wenn die Gemeinschaft eine klarere Kontrolle über Kurzzeitvermietungen und den Druck auf den Wohnungsmarkt verlangt. In solchen Situationen werden Destinationsorganisationen nicht selten zu Vermittlern zwischen einer Wirtschaft, die Wachstum will, und Bürgern, die den Schutz der Lebensqualität einfordern.

DI versucht in diesem Kontext, das Gespräch zu erweitern: Die Frage ist nicht nur, wie viele Besucher kommen, sondern wie Tourismus in die Entwicklung der Gemeinschaft passt und wie seine Wirkung verteilt wird. Der „Destination Professionals Day“ wird als Anlass genutzt, dieses Gespräch öffentlich zu führen – mit Schwerpunkt auf Zusammenarbeit und Transparenz.

Was nach der zweiten Begehung folgt

Nach der zweiten Ausgabe teilt DI mit, dass der Verband die internationale Bekanntheit des Tages weiter ausbauen und die Mitglieder zu stärkerer Zusammenarbeit mit gewählten Amtsträgern ermutigen wird. Ein besonderer Fokus liegt auf formellen Anerkennungen, weil sie in vielen Umfeldern die Interessenvertretung für Haushaltsmittel, Partnerschaften und Politiken erleichtern, die Tourismus als Entwicklungsinstrument behandeln und nicht ausschließlich als saisonale Aktivität.

Für DI ist der 19. Februar nicht nur ein Datum im Kalender: Die Idee ist, einmal im Jahr öffentlich zu zeigen, wer die Menschen sind, die Kongresse organisieren, Veranstaltungen holen, Daten analysieren, Interessen abstimmen und versuchen, Tourismus nachhaltig zu gestalten. In einer Welt, in der Reisen wieder hohe Niveaus erreichen und lokale Gemeinschaften immer offener über Grenzen des Wachstums diskutieren, wird die Rolle dieser Fachleute sichtbarer – und politisch relevanter – als noch vor wenigen Jahren.

Quellen:
- Destinations International – offizielle Seite „Destination Professionals Day“ mit Basisinformationen und dem Datum der Begehung (link)
- Destinations International – „Destination Professionals Day Toolkit“ und Kontext der Gründung der ersten Destinationsorganisation am 19. Februar 1896 (link)
- Yahoo Finance – Nachricht über die Begehung der zweiten Ausgabe des Destination Professionals Day (19. Februar 2026) und Angaben zu offiziellen Anerkennungen (link)
- World Travel & Tourism Council (WTTC) – „Economic Impact Research“-Daten zum Beitrag des Tourismus zum globalen BIP und zur Beschäftigung (link)
- UN Tourism – Information zur Erholung des internationalen Tourismus auf Vor-Pandemie-Niveau im Jahr 2024 (link)

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