Čvrljak startet ein Gespanschaftsprogramm: Bushaltestellen, Strände und öffentliche Flächen erhalten ein neues Gesicht
Die Bushaltestellen in Nin und Sukošan haben in den vergangenen Tagen eine Funktion erhalten, die über das Warten auf öffentliche Verkehrsmittel hinausgeht. Visuelle Gestaltungen, Slogans und Botschaften, die mit den natürlichen Besonderheiten, dem kulturellen Erbe und der lokalen Tradition verbunden sind, haben die Wartehäuschen in kleine Informationspunkte und eine Art Postkarten der jeweiligen Reiseziele verwandelt. Nach den am 28. Juli 2026 veröffentlichten Informationen sind die Maßnahmen Teil eines umfassenderen Programms des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zadar, das auf die Gestaltung der öffentlichen touristischen Infrastruktur von der Küste und den Inseln bis zum Hinterland ausgerichtet ist. Das Programm umfasst außerdem gärtnerische Arbeiten, die Ausstattung von Stränden, die Erneuerung der touristischen Beschilderung sowie die Gestaltung von Flächen, die täglich von Einwohnern und Besuchern genutzt werden. Es handelt sich um eine Reihe kleinerer Maßnahmen, die gemeinsam einen gepflegteren, funktionaleren und unverwechselbareren öffentlichen Raum schaffen sollen.
In Sukošan wurde das Kooperationsmodell der Öffentlichkeit bereits genauer vorgestellt. Der Kroatische Rundfunk berichtete, dass die dortige Gestaltung vom örtlichen Tourismusverband initiiert wurde, mit einer Kofinanzierung durch den Tourismusverband der Gespanschaft Zadar sowie in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sukošan und dem Kommunalunternehmen Zlatna luka. Die Wartehäuschen wurden visuell aufgewertet, damit sie sich besser in die Identität des Ortes einfügen und gleichzeitig das Warten auf den Bus angenehmer machen. Der Bürgermeister der Gemeinde Sukošan, Andrija Vanjak, erklärte, das Projekt zeige, wie gemeinsames Handeln den öffentlichen Raum verbessern und die Wiedererkennbarkeit eines Reiseziels stärken könne. Dieses Beispiel verdeutlicht auch den operativen Rahmen des gesamten Programms: Der regionale Tourismusverband stellt Unterstützung und Koordination bereit, während die lokalen Gemeinschaften ihre Bedürfnisse definieren und sich an der Umsetzung beteiligen.
Von Bushaltestellen bis zu Stränden und Wegweisern
Die ersten Maßnahmen beschränken sich nicht auf zwei Küstenorte. Nach den veröffentlichten Informationen wurden in Bibinje gärtnerische Arbeiten durchgeführt und öffentliche Flächen gestaltet, während in Kukljica neue Umkleidekabinen für Strandbesucher aufgestellt wurden. Die touristische Beschilderung wird im Gebiet von Biograd na Moru, auf den Inseln des Zadarer Archipels und im Hinterland von Zadar erneuert. Damit erstreckt sich das Programm auf unterschiedliche Arten von Räumen: Verkehrsknotenpunkte, Küstenzonen, Grünflächen und Routen, auf denen sich Besucher zwischen Ortschaften und Attraktionen bewegen. Der Gesamtwert des Programms, die einzelnen Investitionsbeträge und ein detaillierter Zeitplan für den Abschluss aller Maßnahmen wurden in den öffentlich zugänglichen Mitteilungen bislang nicht genannt. Der vollständige Umfang der Aktion wird daher erst mit dem Fortschreiten der Arbeiten deutlicher werden.
Die Gestaltung der Bushaltestellen ist ein besonders sichtbarer Schritt, da sich solche Einrichtungen an Orten befinden, an denen sich die örtliche Bevölkerung, Saisonarbeitskräfte und Gäste täglich begegnen. Eine gut durchdachte visuelle Gestaltung kann die grundlegende Geschichte eines Ortes vermitteln, ihr Wert hängt jedoch auch von der Funktionalität des Wartehäuschens selbst, von Sauberkeit, Schatten, Sicherheit und der Verfügbarkeit von Informationen über den öffentlichen Verkehr ab. Ähnliches gilt für Umkleidekabinen an Stränden und touristische Wegweiser: Es handelt sich um Elemente, die Nutzer häufig erst dann bemerken, wenn sie fehlen oder unklar sind. Kleine Investitionen können deshalb einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf das Erlebnis eines Reiseziels haben, insbesondere in kleineren Gemeinden, in denen die öffentliche Infrastruktur gleichzeitig den Einwohnern und einer großen Zahl saisonaler Besucher dient. Der Erfolg des Programms wird daher nicht nur am Erscheinungsbild gemessen werden, sondern auch an der Langlebigkeit, der Instandhaltung und dem tatsächlichen praktischen Nutzen.
Der neue Direktor betont sichtbare Ergebnisse vor Ort
Das Programm ist eine der ersten öffentlich hervorgehobenen Maßnahmen von Vanja Čvrljak, seit er das Amt des Direktors des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zadar übernommen hat. Der Tourismusrats wählte ihn am 30. April 2026 für eine vierjährige Amtszeit, nachdem ihn die zuständige Kommission einstimmig vorgeschlagen und der Rat anschließend ebenfalls einstimmig ernannt hatte. Čvrljak war zuvor im Hotelsektor und im System der Tourismusverbände tätig, unter anderem als Direktor des Tourismusverbandes der Stadt Benkovac und des Tourismusverbandes des Gebiets Ravni kotari. Bei seinem Amtsantritt kündigte er einen stärkeren Schwerpunkt auf den Ganzjahrestourismus sowie auf ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Nachhaltigkeit an. Die aktuellen Arbeiten zeigen, dass ein Teil dieses Programms durch die direkte Zusammenarbeit mit Städten, Gemeinden und lokalen Tourismusverbänden umgesetzt werden soll.
"Der Tourismus entwickelt sich nicht nur durch große Werbekampagnen. Ebenso wichtig sind gepflegte öffentliche Räume, eine hochwertige Infrastruktur, eine klare Beschilderung und jedes Detail, dem ein Gast bei seiner Ankunft an einem Ort begegnet", erklärte Čvrljak.
Seinen Worten zufolge besteht das Ziel darin, dass die Tätigkeit des Tourismusverbandes der Gespanschaft vor Ort sichtbar ist und sowohl den Einwohnern als auch den Besuchern zugutekommt. Dieser Ansatz verlagert einen Teil des Schwerpunkts von der klassischen Werbung auf das Destinationsmanagement, also auf die alltäglichen Bedingungen, unter denen Tourismus stattfindet. Die lokale Ebene bleibt dabei entscheidend, da Städte, Gemeinden und ihre Tourismusverbände die Probleme einzelner Standorte am besten kennen, vom Fehlen von Wegweisern bis zur Notwendigkeit, Strandangebote oder öffentliche Grünflächen zu gestalten. Eine regionale Institution kann diese Bedürfnisse miteinander verbinden, einheitlichere Standards gewährleisten und Gemeinden unterstützen, die nicht über dieselben finanziellen oder fachlichen Kapazitäten verfügen. Čvrljak kündigte die Fortsetzung gleichmäßig verteilter Investitionen im gesamten Gebiet der Gespanschaft an, konkrete künftige Projekte und die Kriterien für die Verteilung müssen jedoch noch ausführlicher vorgestellt werden.
Das Programm fügt sich in das neue Modell des Destinationsmanagements ein
Den breiteren Kontext dieser Investitionen bildet das kroatische Tourismusgesetz, das seit dem 1. Januar 2024 in Kraft ist. Das Ministerium für Tourismus und Sport erklärt, dass das Gesetz den Tourismusverbänden neue Aufgaben im Destinationsmanagement übertragen und ihre Umwandlung in Organisationen vorangetrieben habe, die nicht nur Werbung betreiben, sondern auch die Entwicklung koordinieren, Nachhaltigkeitsindikatoren überwachen und Besucherströme steuern. Zu den wichtigsten Instrumenten gehören Destinationsmanagementpläne, die touristische Ziele mit Raumordnungsplänen, dem kulturellen Erbe, der kommunalen Infrastruktur und den Bedürfnissen der örtlichen Bevölkerung verknüpfen sollen. In diesem Sinne ist die Erneuerung von Haltestellen, Beschilderungen und Strandausstattung mehr als ein ästhetischer Eingriff: Sie gehört zum Bereich konkreter Dienstleistungen, die die Aufenthaltsqualität und den Alltag in touristischen Orten prägen. Gleichzeitig verlangt der neue Rahmen messbare Ergebnisse, weshalb Daten über Nutzung, Barrierefreiheit, Instandhaltung und Nutzerzufriedenheit wichtig sein werden.
Der veröffentlichte Destinationsmanagementplan für das Gebiet der Gespanschaft Zadar bis 2029 betont ausdrücklich die Notwendigkeit, den Küsten-, Insel- und Festlandteil zu einem unverwechselbaren, aber ausgewogenen touristischen Produkt zu verbinden. Das Dokument, das von der Fakultät für Tourismus- und Hospitality-Management der Universität Rijeka für den Tourismusverband der Gespanschaft Zadar erarbeitet wurde, warnt vor der räumlichen und zeitlichen Ungleichverteilung des Tourismus, Umweltbelastungen, den Auswirkungen des Klimawandels, dem Arbeitskräftemangel sowie der Notwendigkeit, die Lebensqualität der Bevölkerung zu bewahren. Zu den strategischen Prioritäten zählen die Verbesserung der touristischen Infrastruktur, die Gestaltung und Ausstattung von Stränden sowie die Verbesserung der Beschilderung und anderer Einrichtungen, die für besondere Formen des Tourismus erforderlich sind. Der Plan hebt außerdem hervor, dass die Entwicklung auf der Zusammenarbeit der Gespanschaft, der lokalen Selbstverwaltungseinheiten, der Tourismusverbände, des Privatsektors, der Vereine und der Einwohner beruhen sollte. Das aktuelle Programm öffentlicher Maßnahmen kann daher als einer der ersten praktischen Tests eines solchen koordinierten Modells betrachtet werden.
Eine große Zahl von Gästen erhöht die Bedeutung der alltäglichen Infrastruktur
Die Notwendigkeit systematischer Investitionen wird auch durch den Umfang des touristischen Verkehrs bestätigt. Eine statistische Analyse des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zadar zeigt, dass im Jahr 2025 insgesamt 2.222.139 touristische Ankünfte verzeichnet wurden, rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden 15.526.914 Übernachtungen registriert, etwa ein Prozent mehr als 2024. Von der Gesamtzahl der Ankünfte entfielen mehr als 1,84 Millionen auf ausländische Gäste, während der ausländische Anteil bei den Übernachtungen 11,7 Millionen überstieg. Diese Daten veranschaulichen, wie viele Menschen im Laufe des Jahres Verkehrswege, Strände, Promenaden, öffentliche Flächen und Informationssysteme in der gesamten Gespanschaft nutzen.
Der offizielle Managementplan führt an, dass im Gebiet der Gespanschaft 246 Strände, 91 Wanderwege, 139 Radwege sowie 293 Informationstafeln und Elemente der touristischen Beschilderung erfasst sind. Ein derart weit verzweigtes Netz erfordert eine kontinuierliche Instandhaltung, die Vereinheitlichung der Kennzeichnung und die Anpassung an verschiedene Nutzergruppen. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass sich der touristische Verkehr nicht nur auf Zadar und einige große Küstenzentren konzentriert, sondern auch die Inseln, kleinere Küstenorte, Ravni kotari, das Gebiet des Velebit und andere Orte im Hinterland umfasst. Besucher, die eine Rundreise durch mehrere Orte planen, treffen ihre Entscheidungen häufig anhand der Klarheit der Wegweiser, der Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel und der grundlegenden Infrastruktur am Zielort. Bei Reisen, die einen längeren Aufenthalt in verschiedenen Teilen der Region umfassen, kann auch eine rechtzeitige Prüfung des Unterkunftsangebots in der Gespanschaft Zadar hilfreich sein. Die Qualität des Gesamterlebnisses wird jedoch in hohem Maße gerade von den öffentlichen Einrichtungen abhängen, die allen zur Verfügung stehen.
Kleinere Gemeinden erhalten die Gelegenheit, ihre eigene Identität hervorzuheben
Eines der wichtigeren Elemente des Programms ist die angekündigte gleichmäßigere Verteilung der Investitionen. Kleinere Gemeinden und Inselgemeinschaften verfügen häufig über bedeutende natürliche und kulturelle Ressourcen, haben jedoch nicht die gleichen Möglichkeiten, eine visuelle Identität zu gestalten, die Beschilderung zu erneuern oder öffentliche Flächen regelmäßig auszustatten. Regionale Unterstützung kann diese Unterschiede verringern, wenn sie auf klar ermittelten Bedürfnissen beruht und die Projekte mit der örtlichen Bevölkerung abgestimmt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass eine visuelle Gestaltung an einer Bushaltestelle in Nin nicht bloß Dekoration sein sollte, sondern eine prägnante und unverwechselbare Interpretation des lokalen Erbes. Ebenso sollte die Beschilderung im Hinterland zu tatsächlich vorhandenen Angeboten führen und für internationale Gäste verständlich sein. Authentizität entsteht dabei nicht durch die Wiederholung identischer grafischer Lösungen, sondern durch die Verbindung einer gemeinsamen regionalen Identität mit den Besonderheiten jedes einzelnen Ortes.
Čvrljak erklärte, dass jede Stadt, jede Gemeinde und jede Ortschaft ihre eigene Geschichte habe, unabhängig davon, ob sie auf dem Meer und den Stränden, Kulturdenkmälern, Gastronomie, Tradition, Aktivurlaub oder den natürlichen Werten des Hinterlandes beruhe. Die Aufgabe des regionalen Tourismusverbandes bestehe seiner Darstellung zufolge darin, den lokalen Gemeinschaften dabei zu helfen, diese Werte hochwertig und unverwechselbar zu präsentieren und sie zu einem gemeinsamen touristischen Gesamtbild der Gespanschaft zu verbinden. Ein solcher Ansatz kann insbesondere außerhalb der Hauptsommersaison wichtig sein, wenn einzelne Orte versuchen, Besucher mit Angeboten rund um Kultur, Wandern, Radfahren, Gastronomie oder ländlichen Tourismus anzuziehen. Die Wiedererkennbarkeit wird jedoch nicht nur vom Design abhängen, sondern auch davon, ob die Angebote geöffnet, gut ausgeschildert und mit Verkehrsmitteln und Informationen verknüpft sind. Der öffentliche Raum wird erst dann zu überzeugender Werbung, wenn das Versprechen der visuellen Gestaltung mit dem tatsächlichen Erlebnis vor Ort übereinstimmt.
Die nächste Herausforderung werden Instandhaltung und Wirkungsmessung sein
Neue Ausstattung und gestaltete Flächen sind unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten am sichtbarsten, die langfristige Qualität hängt jedoch von der Instandhaltung ab. Visuelle Gestaltungen an Haltestellen sind Sonne, Salz, Wind und Vandalismus ausgesetzt, Umkleidekabinen an Stränden müssen regelmäßig gereinigt werden, und die Beschilderung muss auch nach Änderungen der Verkehrswege oder des touristischen Angebots lesbar und korrekt bleiben. Deshalb wird es wichtig sein, eindeutig festzulegen, wer für jedes Objekt zuständig ist, wie häufig Kontrollen durchgeführt werden und auf welche Weise Schäden gemeldet werden. Die Einbindung kommunaler Unternehmen, wie in Sukošan, kann einen wichtigen Bestandteil dieses Systems darstellen, die Zuständigkeiten unterscheiden sich jedoch von Ort zu Ort. Ohne ein stabiles Instandhaltungsmodell kann selbst das kleinste Projekt mit der Zeit die Funktion verlieren, die es erfüllen sollte.
Die Wirkung des Programms wird sich erst beurteilen lassen, wenn vollständigere Daten über die Zahl der gestalteten Standorte, die aufgewendeten Mittel, die Barrierefreiheitsstandards und die Nutzerzufriedenheit verfügbar sind. Der Destinationsmanagementplan bis 2029 sieht die Überwachung gesellschaftlicher, ökologischer, wirtschaftlicher und räumlicher Indikatoren vor, darunter die touristische Infrastruktur, die Barrierefreiheit und die Zufriedenheit von Einwohnern und Gästen. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, künftige Investitionen nicht nur nach ihrer Sichtbarkeit, sondern nach nachgewiesenem Bedarf und tatsächlicher Wirkung auszuwählen. Die Bushaltestellen in Nin und Sukošan, die Umkleidekabinen in Kukljica, die grüneren Flächen in Bibinje und die erneuerten Wegweiser in Biograd, auf den Inseln und im Hinterland sind derzeit die ersten sichtbaren Elemente einer umfassenderen Aktion. Ihr tatsächlicher Wert wird sich bestätigen, wenn sie Teil eines dauerhaft gepflegten, übersichtlichen und funktionalen Raumes werden, der den Menschen, die dort leben, ebenso gut dient wie denjenigen, die zu Besuch kommen.
Quellen:
- 023.hr - Informationen über das Investitionsprogramm, die Standorte der Maßnahmen und die Aussagen des Direktors des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zadar (Link)
- Kroatischer Rundfunk, Radio Zadar - Angaben zur Gestaltung der Bushaltestellen in Sukošan und zur Zusammenarbeit der lokalen Partner (Link)
- Zadarski list - Angaben zur Wahl von Vanja Čvrljak, zu seiner Amtszeit und seiner beruflichen Erfahrung (Link)
- Tourismusverband der Gespanschaft Zadar - Destinationsmanagementplan bis 2029, Analyse der Infrastruktur, der Ziele und der Entwicklungsprioritäten (Link)
- Tourismusverband der Gespanschaft Zadar - Statistische Analyse des touristischen Verkehrs für das Jahr 2025 (Link)
- Ministerium für Tourismus und Sport der Republik Kroatien - gesetzlicher Rahmen und Instrumente für die Steuerung der touristischen Entwicklung in Reisezielen (Link)