Erfolgreiche Promotion Kroatiens auf der Roadshow „DMC dal Mondo“ in Italien: starker B2B-Start ins Tourismusjahr
Die Werbeaktivitäten des kroatischen Tourismus auf dem italienischen Markt im Jahr 2026 begannen mit der Präsentation des touristischen Angebots auf der Roadshow „DMC dal Mondo“, einer itinerant B2B-Veranstaltung für Reisebüros und Reiseveranstalter. Die Kroatische Zentrale für Tourismus (HTZ) gab bekannt, dass die Business-Workshops an fünf Tagen in Turin, Mailand, Verona, Venedig Mestre und Bologna stattfanden und 35 Aussteller sowie mehr als 250 Reisebüros versammelten. Die HTZ betont, dass das Interesse an Istrien und der Kvarner-Bucht besonders ausgeprägt war, aber auch an Zagreb und südlichen Destinationen wie Split, Zadar und Dubrovnik, wobei die gute Verkehrsanbindung Kroatiens an Italien als wichtiger komparativer Vorteil hervorgehoben wird.
Die Roadshow diente nach Einschätzung der kroatischen Seite als Plattform zur Stärkung der Sichtbarkeit auf einem Markt, auf dem Reiseentscheidungen oft schnell getroffen werden, gleichzeitig aber immer mehr klar strukturierte Programme gefragt sind. In einem solchen Umfeld werden „Eins-zu-eins“-Geschäftstreffen zu einem Schlüsselinstrument für den Verkauf der Saison: Agenten erhalten an einem Ort Informationen über Produkte, Verfügbarkeit und Logistik, und Aussteller gewinnen Einblick in die Veränderungen der Nachfrage und die Erwartungen der italienischen Gäste. Für die kroatischen Partner ist dies eine Gelegenheit, neben dem Meer und der Küste stärker Inhalte zu kommunizieren, die die Saison verlängern und die Ausgaben pro Gast erhöhen.
Der italienische Markt: Nähe, schnelle Entscheidungen und wachsende Nachfrage nach dem „Fertigprodukt“
Italien ist für den kroatischen Tourismus ein spezifischer Markt, da die geografische Nähe häufige Kurzreisen, eine flexible Planung und einen hohen Anteil an Anreisen mit dem eigenen Auto ermöglicht, insbesondere in Richtung der nördlichen Adria. Gleichzeitig zeigt das von der HTZ veröffentlichte Profil des italienischen Marktes, dass neben dem klassischen Sommerurlaub immer stärker City-Break-Programme, Themenreisen, Gastronomie und Aktivurlaub gefragt sind, wobei sich das Interesse immer häufiger über den Höhepunkt im Juli und August hinaus ausweitet. Eine solche Änderung der Nachfrage bedeutet für Agenturen und Reiseveranstalter einen größeren Druck auf die „Paketierbarkeit“: Die Reise muss eine klare Struktur, eine vorhersehbare Logistik und Inhalte haben, die in verschiedenen Saisons und Preisklassen verkauft werden können.
Genau deshalb drängen sich B2B-Events wie Roadshows als effektiv auf: Italienische Agenten wollen schnelle, konkrete Informationen über das Produkt, aber auch Argumente, die sie an den Kunden weitergeben können. In der Praxis umfasst dies Routen, empfohlene Übernachtungszahlen, Verfügbarkeit von Unterkünften, Ausflugsmöglichkeiten und lokale Erlebnisse sowie zuverlässige Anreiseoptionen. Kroatien tritt in Italien dabei mit dem besonderen Vorteil eines nahen Marktes auf, auf dem ein Teil der Nachfrage auch über das „Last-Minute“-Segment aktiviert werden kann, aber auch mit einer Herausforderung: Der Wettbewerb im Mittelmeerraum wird immer stärker und die Kunden sind sensibler für das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Was ist „DMC dal Mondo“ und warum das Format wichtig ist
Die Roadshow „DMC dal Mondo“ ist als reisendes Branchentreffen konzipiert, bei dem der Schwerpunkt auf direkten Gesprächen und operativen Vereinbarungen liegt, anstatt auf dem klassischen Messemonell. Das italienische Fachmedium Qualitytravel.it gab an, dass die zweite Edition der Roadshow vom 26. bis 30. Januar 2026 mit fünf Etappen in Norditalien stattfand und dass die Veranstaltung das internationale Tourismusangebot mit dem italienischen „Trade“ durch praktische Treffen verband. Genau dieser „Workshop“-Ansatz ermöglicht es den Agenten, in kurzer Zeit mehrere Angebote zu vergleichen, Fragen zu Details zu stellen und sofort zu beurteilen, was sie in den Katalog oder den Online-Verkauf aufnehmen können.
Für Aussteller liegt der Vorteil in der Konzentration von Kontakten und dem schnellen Rückmeldungssignal vom Markt. Anstatt allgemeiner Botschaften wird über konkrete Itineraries, Kooperationsbedingungen, Termine und Zielsegmente gesprochen, von Familienreisen bis hin zu Aktivtourismus oder gastronomischen Programmen. Wenn solche Gespräche in mehreren Städten stattfinden, erhöht sich die Reichweite zu verschiedenen Quellgebieten und unterschiedlichen Agenturtypen, was für einen Markt von der Größe Italiens wichtig ist. Die Organisatoren der Roadshow betonen auf den offiziellen Seiten zudem die Kontinuität des Projekts und den Kommunikationsrahmen, der auf das „Incoming“-Angebot setzt, also auf Produkte, die realistisch am Markt verkauft werden können.
Kroatische Schwerpunkte: Erreichbarkeit aus Italien und ein Angebot, das das ganze Jahr über funktioniert
Nach Angaben der HTZ war der Auftritt der Vertretung in Italien auf eine gezielte Promotion und qualitativ vorbereitete Materialien ausgerichtet, mit der Botschaft, dass Kroatien eine attraktive, nahe und verkehrsgünstig gelegene Destination ist. In der Praxis bedeutet dies die Hervorhebung der Erreichbarkeit über die Straße in Richtung Nordadria, der Flugverbindungen zu größeren Städten sowie der Schiffsverbindungen, die die Organisation von Urlauben an der Küste und auf den Inseln erleichtern. Für Agenten ist die Verkehrskomponente oft der „erste Filter“, da es ohne zuverlässige Logistik schwierig ist, selbst den besten Inhalt zu verkaufen, besonders wenn der Kunde einen Kurzurlaub oder einen Wochenendtrip sucht.
In der Mitteilung der HTZ wurde betont, dass die Agenten ein besonders großes Interesse an Istrien und der Kvarner-Bucht zeigten, aber auch an Zagreb und südlichen Destinationen wie Split, Zadar und Dubrovnik, die vertrieblich auf eine Kombination aus Kulturerbe, Veranstaltungen und guten Verkehrsverbindungen setzen. In B2B-Gesprächen übersetzt sich ein solches Interesse meist in sehr konkrete Fragen: Wie stellt man ein Programm zusammen, was sind die empfohlenen Routen, welche Ausflugsmöglichkeiten gibt es, wie leicht lässt sich die Stadt mit der Umgebung kombinieren und wie flexibel ist das Angebot in der Vor- und Nachsaison. Kroatien trat dabei mit dem Argument der Vielfalt auf: von „schnellen“ Urlauben im Norden bis hin zu geplanten mehrtägigen Reisen in den Süden.
- Istrien und die Kvarner-Bucht werden in der italienischen Vertriebskette oft als Regionen für Kurzurlaube und „Auszeiten“ am Wochenende positioniert, mit Schwerpunkt auf Gastronomie, Eno-Touren, Wellness und Aktivurlaub.
- Zagreb wird immer häufiger als City Break verkauft, aber auch als Ausgangspunkt für kontinentale Itineraries und als Ergänzung zu Küstentouren.
- Split, Zadar und Dubrovnik bleiben ein starker Trumpf im Flugsegment und in Programmen, die urbanes Erbe mit Ausflügen auf die Inseln und entlang der Küste kombinieren.
Interesse der Agenten: Was sie suchen und wie sich die Verkaufslogik ändert
Wenn die HTZ von „außerordentlich großem Interesse“ spricht, bedeutet dies im vertrieblichen Sinne meist, dass die Agenten konkrete Informationen suchten: Was gibt es Neues in der Destination, wie stellt man ein Programm zusammen, welche Unterkunftsmöglichkeiten gibt es, wie löst man den Transfer und was kann der Gast außerhalb der Hauptsaison unternehmen. Für Istrien und die Kvarner-Bucht ist der Vorteil die Kombination aus Nähe, ausgebauter Infrastruktur und einem Angebot, das für die Übergangsmonate geeignet ist, wenn das Erlebnis aufgrund des geringeren Drucks auf die Destinationen oft hochwertiger ist. Für den Agenten ist die „Story“, die sich überzeugend verkaufen lässt, wichtig, und das sind meist Gastronomie, Wein und lokale Kultur, zusammen mit klaren Empfehlungen für Routen und Erlebnisse.
Zagreb erscheint in den Gesprächen mit italienischen Partnern immer häufiger als Produkt, das ohne große logistische Hindernisse verkauft werden kann: Der Stadteurlaub verträgt einen kürzeren Aufenthalt und bietet dem Gast eine Konzentration von Inhalten auf kleinem Raum. Südliche Destinationen bleiben stark anerkannt, aber für den Verkauf ist die Verkehrsanbindung besonders wichtig: Wenn das Ziel schnell und zuverlässig erreicht werden kann, bauen Agenten leichter Programme mit mehr Übernachtungen, organisierten Ausflügen und der Kombination von Stadt und Inseln auf. In solchen Paketen suchen Agenturen meist einen stabilen Rahmen, aber auch die Möglichkeit der Anpassung, von privaten Touren bis hin zu Themenprogrammen, ein Trend, der auf den Märkten im gesamten Mittelmeerraum immer deutlicher zu sehen ist.
Kroatischer Tourismus in Zahlen: Rekordjahr 2025 und Wettbewerbstest im Jahr 2026
Die Promotion auf Märkten wie Italien findet nach den starken Ergebnissen des kroatischen Tourismus im Jahr 2025 statt. Die HTZ gab Anfang Januar 2026 bekannt, dass Kroatien nach den Daten des eVisitor-Systems (einschließlich integriertem eCrew für nautischen Charter) im Jahr 2025 mehr als 21,8 Millionen Ankünfte und 110,1 Millionen Übernachtungen verzeichnete, was ein Wachstum gegenüber 2024 darstellt. Solche Zahlen bieten eine starke Grundlage für die Promotion, erhöhen aber gleichzeitig die Erwartungen für das neue Jahr, in dem die Wettbewerbsfähigkeit immer mehr an der Servicequalität, der Angebotsstruktur und der Fähigkeit zur Saisonverlängerung gemessen wird.
Für die kroatischen Partner ist die Roadshow in Italien daher auch eine Art „Frühindikator“ für 2026: Das Interesse der Agenten zeigt, welche Regionen und Produkte das größte Verkaufspotenzial haben, aber auch, wo zusätzliche Investitionen in Inhalte und Logistik erwartet werden. Wenn der Markt stark auf nahe Regionen wie Istrien und die Kvarner-Bucht reagiert, bestätigt dies die Bedeutung von Kurzreisen, während das Interesse an Zagreb und südlichen Destinationen darauf hindeutet, dass Raum für eine breitere geografische und produktbezogene Verteilung der Nachfrage besteht. In diesem Kontext ist die Fähigkeit entscheidend, das Angebot an verschiedene Segmente anzupassen, vom Wochenendreisenden bis zum Kunden, der mehrtägige Programme mit einem klaren Itinerary sucht.
Warum Turin, Mailand, Verona, Venedig Mestre und Bologna eine strategische Wahl sind
Die Auswahl der Städte, in denen die Roadshow stattfindet, spiegelt die Karte der italienischen Quellgebiete und die Logik der Distribution von Tourismusprodukten wider. Turin und Mailand sind entscheidend für den Nordwesten und die wirtschaftlich stärksten Regionen, mit einer großen Basis an Reisenden und Agenturen, die sowohl Kurzreisen als auch längere Reisen verkaufen. Verona und das Gebiet um Venedig sind traditionell starke Quellgebiete für Reisen mit dem Auto und Bus in Richtung Nordadria, aber auch für Themenreisen, die mehrere Ziele kombinieren. Venedig Mestre fungiert in diesem Kontext als Verkehrs- und Business-Knotenpunkt, während Bologna die Reichweite in Richtung Mittelitalien und zu Märkten ermöglicht, die oft verschiedene Transportarten kombinieren.
Für Aussteller liegt der Vorteil einer solchen Aufteilung auch in der schnellen Abdeckung mehrerer Städte und Verkaufsteams in kurzer Zeit. Anstatt sich auf eine große Messe zu verlassen, erhalten Aussteller fünf Markt-„Punkte“ und die Möglichkeit, in jeder Stadt mit Agenten zu sprechen, die eine andere Kundenstruktur und Reisegewohnheiten haben. Dies erhöht die Chance, dass das kroatische Produkt präziser nach Regionen und Vertriebskanälen angepasst wird und nicht nur durch allgemeine Botschaften. Für italienische Agenturen ist dies ebenfalls nützlich, da sich in ihrem Verkauf oft Programme für Familien, Paare, Gruppenreisen und Themenreisen unterscheiden, was einen unterschiedlichen Ansatz und eine andere Argumentation erfordert.
Was folgt: Stärkung der Zusammenarbeit, Early Booking und Fokus auf konkrete Produkte
Die HTZ und das Ministerium für Tourismus und Sport betonen in öffentlichen Bekanntmachungen für 2026 die Fortsetzung intensiver Werbeaktivitäten, einschließlich Auftritten auf großen internationalen Messen, gezielten Kampagnen in den Märkten und einer intensiveren Zusammenarbeit mit Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern und Reiseplattformen. In der Praxis bedeutet dies, dass der Erfolg der Roadshow in Italien daran gemessen wird, wie viele kroatische Produkte in den Katalogen und Online-Angeboten für 2026 zu finden sein werden und ob sich die Nachfrage gleichmäßiger über das Jahr verteilt. Besonders wichtig wird sein, wie Produkte außerhalb der Hochsaison am Markt positioniert werden, da gerade diese Raum für stabilere Einnahmen und eine bessere Verteilung des touristischen Verkehrs schaffen.
Das auf der Roadshow „DMC dal Mondo“ verzeichnete Interesse deutet darauf hin, dass die Kombination aus Nähe, Vielfalt und Erreichbarkeit der kroatischen Destinationen für den italienischen Markt nach wie vor attraktiv ist. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass der Verkauf auf konkreten, gut definierten Programmen basiert, die auf die Erwartungen der Gäste reagieren können, von Gastronomie und Kultur bis hin zu Aktivurlaub und hochwertiger Unterkunft. Für den kroatischen Tourismus bedeutet dies die Fortsetzung der Arbeit an Produkten, die nicht ausschließlich an den Sommerurlaub gebunden sind, bei gleichzeitiger Stärkung der Logistik- und Partnerverbindungen zu den Märkten in der unmittelbaren Umgebung.
Quellen:- Kroatische Zentrale für Tourismus – Pressemitteilung über die Präsentation Kroatiens auf der Roadshow „DMC dal Mondo“ ( Link )- Kroatische Zentrale für Tourismus – Ergebnisse des Tourismusjahres 2025 nach dem eVisitor-System ( Link )- HRT – Bericht über die Tourismusergebnisse 2025 auf Basis der HTZ/eVisitor-Daten ( Link )- Qualitytravel.it – zweite Edition der Roadshow, Daten und Beschreibung des Formats ( Link )- DMC dal Mondo – offizielle Roadshow-Seite und Informationen zur Veranstaltung ( Link )- HTZ – „Italien: Ausgabe 2024“ (Profil des Quellmarktes; Nachfragekontext und Reisegewohnheiten) ( Link )
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Erstellungszeitpunkt: 2 Stunden zuvor