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Destinations International eröffnet Bewerbungen für das Zertifikat Tourism for All und sechs Monate Online-Weiterbildung

Erfahre, was das neue Programm von Destinations International bietet: Eine sechsmonatige virtuelle Kohorte liefert Destinationsverantwortlichen Werkzeuge für zugänglicheren und inklusiveren Tourismus, stärkere Partnerschaften in der Gemeinschaft sowie die Ausarbeitung eines konkreten Aktions- und Implementierungsplans. Prüfe die Kohortentermine 2026 und für wen das Zertifikat gedacht ist.

Destinations International eröffnet Bewerbungen für das Zertifikat Tourism for All und sechs Monate Online-Weiterbildung
Photo by: Domagoj Skledar - illustration/ arhiva (vlastita)

Destinations International eröffnet Bewerbungen für das neue Zertifizierungsprogramm „Tourism for All“: sechs Monate virtuelles Lernen für inklusiveren, gemeinschaftsorientierten Tourismus

Destinations International (DI), ein globaler Berufsverband, der Destinationsorganisationen und Convention & Visitors Bureaus zusammenbringt, gab am 04. Februar 2026 bekannt, dass die Bewerbungen für das neue Zertifizierungsprogramm Tourism for All geöffnet sind. Es handelt sich um ein sechsmonatiges virtuelles Programm im Kohortenformat, das Destinationsverantwortliche mit praktischen Werkzeugen ausstattet, um einladendere, zugänglichere und gemeinschaftsorientierte Tourismuspolitiken aufzubauen. DI betont, dass das Programm den Teilnehmenden Instrumente zur Abstimmung von Stakeholdern, zur Stärkung von Partnerschaften in der Gemeinschaft und zur Entwicklung von Destinationen vermittelt, in denen sich sowohl Besucherinnen und Besucher als auch Einwohnerinnen und Einwohner willkommen fühlen können.

Zu einer Zeit, in der Tourismus in vielen Orten immer häufiger nicht nur an Ankunftszahlen, sondern auch an seinem Einfluss auf Lebensqualität, Zugänglichkeit des öffentlichen Raums und das Verhältnis zur lokalen Bevölkerung gemessen wird, präsentiert DI dieses Programm als Antwort auf den Bedarf an systematischem Management dessen, was es „Wettbewerbsvorteil der Willkommenskultur“ nennt. Laut DI gewinnen Destinationen, denen es gelingt, für einen breiteren Personenkreis ein Gefühl von Sicherheit, Respekt und Zugehörigkeit zu schaffen, einen Reputations- und Marktvorteil, reduzieren zugleich das Risiko von Konflikten mit der lokalen Gemeinschaft und stärken die Krisenresilienz. In dieser Logik ist „welcome“ keine Kampagne, sondern ein operativer Standard: die Art, wie eine Gemeinschaft Gäste empfängt, wie Organisationen mit Partnern zusammenarbeiten und wie Dienstleistungen an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden.

Was „Tourism for All“ ist und warum DI das Programm über ein Zertifikat ausweitet

Nach den offiziellen Materialien von Destinations International ist Tourism for All ein virtuelles, selbstbestimmtes Zertifizierungsprogramm, das auf einem Rahmenwerk basiert, das DI als erprobten Ansatz zum Aufbau gemeinschaftsgeführten und gastfreundlichen Tourismus beschreibt. Das Programm ist so strukturiert, dass die Teilnehmenden fachliche Online-Module und praktische Übungen durchlaufen und anschließend Aktionspläne sowie Umsetzungsstrategien entwickeln, die auf ihre eigene Destination zugeschnitten sind. DI betont den Übergang „von der Absicht zur Aktion“ und hebt die Rolle von Destinationsorganisationen als „Convener“ hervor, die den öffentlichen Sektor, private Akteure und die Gemeinschaft um gemeinsame Werte und umsetzbare Standards zusammenbringt.

Die Entwicklung von „Tourism for All“ wird auch mit früheren Initiativen in Verbindung gebracht. Branchenmedien und lokale Veröffentlichungen in den Vereinigten Staaten berichten, dass ein gleichnamiges Pilotprogramm 2022 vorgestellt wurde – in Partnerschaft mit dem Charlottesville Albemarle Convention & Visitors Bureau und in Zusammenarbeit mit Tripadvisor. In dieser Phase lag der Schwerpunkt auf der Ausarbeitung eines Pledge und eines Aktionsplans, der Entwicklung inklusiverer Tourismusprodukte und der Unterstützung von Partnern in der Destination, um gastfreundlicher und zugänglicher zu werden. DI operationalisiert dieses Konzept nun über ein Zertifikat, einen klareren Zeitplan und die Verpflichtung zur Erstellung umsetzbarer Aktionspläne, mit dem Ziel, dass das Modell in unterschiedlichen Umfeldern konsequent angewendet und anhand konkreter Umsetzung messbar gemacht werden kann.

Termine, Format und Preis: zwei Kohorten im Jahr 2026

Auf der offiziellen Programmseite gibt Destinations International an, dass die Registrierung für die erste Kohorte geöffnet ist, mit den folgenden Terminen und Fristen:
  • Kohorte 1: 3. März – 31. August 2026.
  • Öffnung der Bewerbungen für Kohorte 1: 3. Februar 2026 (die Bewerbungen waren auch am 04. Februar 2026 geöffnet.)
  • Kohorte 2: 5. Juni – 30. November 2026.
  • Öffnung der Bewerbungen für Kohorte 2: 5. Mai 2026.
Das Programm ist virtuell und selbstbestimmt, wird jedoch als Kohortenerlebnis organisiert. In der Praxis bedeutet das, dass die Teilnehmenden neben asynchronem Lernen strukturierte Etappen, gemeinsame Austauschpunkte und die Erwartung haben, Aufgaben und Pläne in einem bestimmten Rhythmus zu erarbeiten. DI hebt insbesondere den Zugang zu einem Peer-Netzwerk, virtuelle und physische Treffen sowie kontinuierliche Unterstützung und Ressourcen durch die Zusammenarbeit mit „Impact Experts“ hervor. Ein solches Design ist wichtig für Destinationsorganisationen, die häufig mit begrenzten Teams arbeiten: Statt allgemeiner Empfehlungen ist das Programm so angelegt, dass die Teilnehmenden während der Weiterbildung parallel einen Umsetzungsplan ausarbeiten – mit einer klaren Verbindung zwischen Lernen und Implementierung.

Beim Preis unterscheidet DI zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern und betont, dass das Programm allen offensteht:
  • Mitglieder von Destinations International: 795 US-Dollar
  • Nichtmitglieder: 995 US-Dollar
DI verknüpft den Preis mit einer Kombination aus Schulung und einem „Train-the-Trainer“-Modell, bei dem die Teilnehmenden nach Abschluss des Programms die Materialien behalten, um die Moderation in ihrer Gemeinschaft durchführen zu können. Im Vergleich zu klassischen mehrtägigen Präsenzprogrammen senkt das virtuelle Format Reise- und Logistikkosten, erfordert jedoch interne Unterstützung und Disziplin, um das Programm abzuschließen. Genau deshalb führt DI die Pflicht zur Erstellung eines Aktionsplans und eines Implementierungsplans als zentrales Kriterium für den Erhalt des Zertifikats ein.

Vier Säulen: wie DI den „erprobten Rahmen“ der Willkommenskultur definiert

Das Rückgrat des Programms bilden vier Säulen, die DI als grundlegende Praktiken für den Aufbau einer Destination präsentiert, in der Willkommenskultur nicht auf einen Slogan reduziert wird, sondern in Arbeitsplätze, Dienstleistungen, Partnerschaften und Promotion eingebettet ist. Laut DI ist der Rahmen so konzipiert, dass er Destinationen hilft, Stakeholder um gemeinsame Werte auszurichten und Bedingungen für langfristiges Wohlergehen der Gemeinschaft sowie nachhaltiges Tourismuswachstum zu schaffen. Die Säulen sind als miteinander verbunden gedacht, weil Zugänglichkeit und Inklusion nicht nur über Promotion aufgebaut werden können, sondern auch über die Art, wie gearbeitet, zusammengearbeitet und Dienstleistungen erbracht werden.
  • Arbeitsplätze (Workplaces): sicherstellen, dass Arbeitsumgebungen sicher, unterstützend und einladend für Beschäftigte und Kolleginnen und Kollegen sind. DI verknüpft diese Säule mit einer Kultur des Respekts, der Sicherheit und der Zugehörigkeit, was Voraussetzung für Servicequalität und Mitarbeiterbindung ist. Im Tourismus, wo häufig saisonal und unter dem Druck hoher Gästezahlen gearbeitet wird, beeinflussen Standards des Arbeitsumfelds direkt die Zufriedenheit der Beschäftigten und indirekt das Besuchererlebnis.
  • Besuchererlebnis (Visitor Experience): die Destination als sicheren, zugänglichen und einladenden Raum für Besucherinnen und Besucher sowie Mitglieder der Gemeinschaft gestalten. DI spricht von Zugänglichkeit in einem breiteren Sinn – von physischer Infrastruktur bis zu verständlichen Informationen und einem Gefühl der Sicherheit. In der Praxis umfasst dies die Prüfung der „User Journey“, von Planung und Anreise über die Bewegung in der Destination, die Nutzung von Dienstleistungen bis hin zu Rückmeldungen.
  • Partnerschaften in der Gemeinschaft (Community Partnerships): Kooperationen aufbauen, die lokales Wohlergehen und wirtschaftliche Vitalität stärken. DI betont, dass Tourismus ohne Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmern, Verbänden, Institutionen und Bewohnern nicht nachhaltig sein kann. Diese Säule umfasst auch Vertrauensaufbau und die Abstimmung touristischer Ziele mit lokalen Prioritäten, damit die Vorteile des Tourismus erkannt und gerechter verteilt werden.
  • Marketing und Promotion (Marketing & Promotion): Strategien entwickeln, die die Gemeinschaft authentisch darstellen und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Fähigkeiten anziehen. DI betont hier die Bedeutung realistischer und inklusiver Botschaften, die Vermeidung von Stereotypen sowie die Konsistenz zwischen dem, was eine Destination kommuniziert, und dem, was sie vor Ort tatsächlich bietet.
DI veröffentlicht in öffentlichen Materialien keine detaillierten Inhalte jeder Lektion, doch die Architektur der „vier Säulen“ deutet darauf hin, dass das Programm Inklusion als Governance-Thema betrachtet. In der Praxis entstehen Barrieren bei Zugänglichkeit und Willkommenskultur häufig an der Schnittstelle von Infrastruktur, Verfahren, Kommunikation und Erwartungen, weshalb Lösungen koordiniert aufgebaut werden müssen. DI betont daher, dass Destinationsorganisationen die Rolle des „Conveners“ übernehmen sollten – also derjenigen, die Stakeholder zusammenbringt und auf gemeinsame Standards und messbare Schritte ausrichtet.

Programmstruktur: Onboarding, „Train the Trainer“ und lokale Facilitation

DI beschreibt das Programm als Weg, der mit der Weiterbildung von Destinationsverantwortlichen beginnt und damit endet, dass sie zu Facilitators von Veränderungen in ihrem eigenen Umfeld werden. Laut DI umfassen die ersten sechs Monate Onboarding und das Modell Train the Trainer: Die Teilnehmenden schließen zentrale Module ab, entwickeln lokale Aktionspläne und bereiten sich darauf vor, das Programm innerhalb ihrer Gemeinschaften zu leiten. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen Destinationsverantwortliche einen Aktionsplan und einen Umsetzungsplan in der Gemeinschaft einreichen und laut DI eine Genehmigung erhalten – womit die Zertifizierung an ein konkretes und anwendbares Dokument gebunden wird.

Nach sechs Monaten folgt die Phase der lokalen Facilitation. DI gibt an, dass die zertifizierte Führungskraft anschließend lokale Unternehmen und Partner durch den Rahmen „Tourism for All“ führt und die vier Säulen auf konkrete Situationen in der Destination anwendet. Wichtig ist auch, dass die Führungskräfte den Zugang zu den Programmmaterialien behalten, um sie in der Weiterbildung und Abstimmung der Partner nutzen zu können. Dieses Design zielt auf einen multiplikativen Effekt: Statt dass Wissen in einer Organisation verbleibt, soll es Teil der Arbeitsstandards des breiteren touristischen Ökosystems werden – von Dienstleistungsbranchen bis zu öffentlichen und kulturellen Institutionen, die das Erleben eines Ortes prägen.

Darüber hinaus hebt DI Vernetzung und kontinuierliche Ressourcen hervor. Die Teilnehmenden erhalten Zugang zu einem Peer-Netzwerk, virtuellen und physischen Treffen sowie zusätzlichen Materialien und Unterstützung, was die langfristige Umsetzung erleichtern soll. In der Praxis entscheidet gerade diese „Post-Programm“-Komponente häufig darüber, ob Weiterbildung in Veränderungen von Verhalten und Prozessen mündet oder auf der Ebene guter Absichten und Erklärungen bleibt.

Für wen das Programm gedacht ist und welche Veränderungen in Destinationen erwartet werden

DI gibt an, dass das Programm für Destinationsverantwortliche und Organisationen gedacht ist, die die Entwicklung des Angebots, die Promotion und die Zusammenarbeit mit Stakeholdern in der Destination steuern. Gleichzeitig betont DI klar, dass die Endnutzer des Rahmens lokale Unternehmen und Partner sind, da zertifizierte Führungskräfte das Programm für moderiertes Lernen in der Gemeinschaft nutzen werden. In der Praxis bedeutet das, dass sich die Destinationsorganisation als „Community Leader“ und „Trusted Convener“ positioniert, was DI besonders hervorhebt: Die Rolle besteht nicht nur darin, Gäste anzuziehen, sondern auch Kapazitäten lokaler Stakeholder aufzubauen und die Erwartungen der Besucherinnen und Besucher mit den realen Möglichkeiten und Prioritäten der Gemeinschaft abzugleichen.

DI definiert „Willkommenskultur“ über Sicherheit, Zugänglichkeit und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Dieser Ansatz legt nahe, dass Destinationen an operativen Standards arbeiten sollen: von der internen Kultur und dem Umgang mit Beschäftigten bis hin dazu, wie Dienstleistungen gestaltet und Informationen kommuniziert werden. In einem digitalen Umfeld, in dem der Eindruck durch Bewertungen und Erfahrungen entsteht, die Reisende öffentlich teilen, wird die Konsistenz zwischen dem Kommunizierten und dem tatsächlich Gebotenen entscheidend. DI positioniert das Programm als Werkzeug, das Destinationen helfen kann, Praktiken zu harmonisieren und die „Lücke“ zwischen Versprechen und Erlebnis zu verringern, wodurch Reputationsrisiken sinken und Vertrauen gestärkt wird.

Die Rolle der „Impact Experts“ und Partner: von gesellschaftlicher Wirkung bis zur Zugänglichkeit

DI betont, dass die Teilnehmenden Unterstützung durch „Impact Experts“ erhalten, also Partner mit Erfahrung in den Themen Inklusion, Zugänglichkeit und gesellschaftliche Wirkung. In DIs Pressemitteilung im Zusammenhang mit ihren Branchenveranstaltungen wird genannt, dass sich am virtuellen Programm im Jahr 2026 Partner beteiligen werden, darunter HospitableMe, Tourism Cares, The Culturist Group, Wheel the World und Tripadvisor. DI legt damit nahe, dass das Programm die Perspektive des Destinationsmanagements mit praktischen Erfahrungen von Organisationen verbinden möchte, die an Zugänglichkeit, sozialer Inklusion und verantwortlicherem Tourismus arbeiten.

Die Partnerliste weist auch auf einen Wandel der Markterwartungen hin. Zugänglichkeit und Inklusion sind zunehmend keine Randthemen mehr, sondern Kriterien, nach denen Reisende Sicherheit und Qualität einer Destination beurteilen. Gleichzeitig verspüren Destinationen immer häufiger den Bedarf, in der Praxis zu zeigen, wie sie das Wachstum des Tourismus steuern und wie sie die lokale Gemeinschaft einbeziehen. Das DI-Programm versucht in diesem Sinne, einen strukturierten Weg von der Weiterbildung bis zur lokalen Umsetzung anzubieten – mit Werkzeugen und Unterstützung, die dazu beitragen sollen, dass „welcome“ Teil des standardmäßigen Destinationsmanagements wird und nicht nur eine gelegentliche Initiative.

Bewerbungen sind geöffnet: die erste Kohorte startet im März, die zweite im Juni

Nach DIs offiziellen Informationen sind die Bewerbungen für die erste Kohorte seit dem 3. Februar 2026 geöffnet, und das Programm läuft vom 3. März bis 31. August 2026. Die zweite Kohorte ist für den Zeitraum vom 5. Juni bis 30. November 2026 angekündigt, mit Bewerbungsstart am 5. Mai 2026. DI teilt mit, dass das Programm als umfassendere Strategie für die Gemeinschaft eingeführt und lokalen Partnern als Ressource angeboten werden kann, die nachhaltiges Wachstum und „gemeinsamen Erfolg“ unterstützt. In welchem Maß einzelne Destinationen die Zertifizierung in sichtbare Veränderungen vor Ort übersetzen können, hängt von den Kapazitäten der Organisation, der Unterstützung lokaler Stakeholder und der Kontinuität der Umsetzung nach dem Ende des sechsmonatigen Zyklus ab.

Quellen:
- Destinations International – offizielle Programmseite „Tourism for All“ mit Terminen, Preisen, Beschreibung und Struktur ( destinationsinternational.org )
- Destinations International – Pressemitteilung zu Initiativen und zur Einbindung von „Impact Experts“ im Jahr 2026 ( destinationsinternational.org )
- Charlottesville Albemarle Convention & Visitors Bureau – Kontext des Pilotprogramms und Entwicklung der Initiative „Tourism for All“ ( visitcharlottesville.org )
- PhocusWire – Branchenbericht zur Ankündigung des Pilotprogramms und zur Partnerschaft mit Tripadvisor ( phocuswire.com )
- ConventionSouth – Branchenkontext zur Entwicklung des Programms „Tourism for All“ und zur Zusammenarbeit mit dem lokalen CVB ( conventionsouth.com )

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