Das Zagreber Tanzensemble eröffnet 2026 im Zagreber Tanzzentrum: Rückkehr von „Dort, wo alle Seelen hingehen“ und Reprisen von „Petricore“
Der Anfang des Jahres 2026 im Zagreber Tanzzentrum (ZPC) bringt die Rückkehr zweier Vorstellungen des Zagreber Tanzensembles (ZPA), die in der vergangenen Saison stark beim Publikum und in der Fachwelt widerhallten. Bereits am 22. und 23. Januar stehen die Reprisen von „Dort, wo alle Seelen hingehen“ im Konzept und der Choreografie von Miloš Isailović auf dem Spielplan, während „Petricore“, ein Werk des Autorenduos Igor x Moreno (Igor Urzelai Hernando und Moreno Solinas), am 18. und 19. Februar auf die Bühne zurückkehrt. Für Besucher außerhalb von Zagreb sind diese Aufführungen ein zusätzlicher Anlass für ein Kulturwochenende in der Stadt, mit praktischen Optionen wie
Unterkunft in Zagreb oder
Unterkunft in der Nähe des Aufführungsortes.
Das ZPA, eine der wichtigsten heimischen professionellen Organisationen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes, bestätigt mit diesen Titeln die Kontinuität des Repertoires, aber auch die strategische Offenheit gegenüber verschiedenen Autorenpoetiken: von einer intimen, emotionalen Tanz-„Freske“, die den Körper als Feld innerer und gesellschaftlicher Spannungen betrachtet, bis hin zu einer präzise konstruierten kollektiven Aufführung, die Gemeinschaft als Erfahrung gleichzeitigen Trostes und Unbehagens untersucht.
Termine und grundlegende Informationen: zwei Titel, vier Aufführungen
Beide Vorstellungen spielen im Abendtermin in den Räumlichkeiten des Zagreber Tanzzentrums, in der Ilica 10/1. Das ZPC betont im Januar das Reprisenprogramm von Erfolgsstücken neben verstärktem Publikumsinteresse, und die Rückkehr der ZPA-Vorstellungen fügt sich in eine solche Programmlogik ein: neben bewährtem künstlerischem Wert erweitern Reprisen die Reichweite des Publikums und verlängern das Leben des Titels über den Premierenzyklus hinaus. Für diejenigen, die Anreise und Logistik planen, ist es praktisch, im Voraus
Unterkunftsangebote in Zagreb zu prüfen, besonders wenn die Aufführungen mit anderen kulturellen Inhalten im Stadtzentrum kombiniert werden.
- „Dort, wo alle Seelen hingehen“ – 22. und 23. Januar 2026 (ZPC)
- „Petricore“ – 18. und 19. Februar 2026 (ZPC)
Das ZPC weist auf seinen Programmseiten auf den Kartenkauf hin und gibt auch die Öffnungszeiten der Kasse an (Dienstag–Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr). Es ist üblich, dass sich das Interesse an Reprisen gerade in den Wochen verstärkt, wenn das Publikum nach der Feiertagspause in die Stadtsäle zurückkehrt, daher ist die Empfehlung, die Verfügbarkeit von Karten auf den offiziellen Kanälen zu verfolgen. Besucher, die aus anderen Teilen Kroatiens oder der Region kommen, wählen oft
Unterkunft im Zentrum von Zagreb, um den Saal zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
„Dort, wo alle Seelen hingehen“: der Körper als Ort inneren Konflikts und kollektiver Bahnen
„Dort, wo alle Seelen hingehen“ von Miloš Isailović baut sich um Fragen auf, die einfach klingen, sich aber auf der Bühne in eine vielschichtige Aufführungsstruktur verwandeln: Wohin geht die „Seele“, wenn sie die Liebe verlässt, was geschieht mit Menschen ohne Seele, gibt es einen Ort des Lichts, nach dem alle streben, und was sind wir, wenn wir einer verwandten Seele begegnen. In der Ankündigung der Vorstellung wird betont, dass es um das Verfolgen verschiedener Geschichten mehrerer völlig unterschiedlicher Menschen geht – jener, die bereit und nicht bereit für die Liebe sind, Starker und Schwacher – die sich trotz Unterschieden auf demselben Weg zum selben Ziel wiederfinden.
Gerade dieser Rahmen ermöglicht es der Choreografie, den Körper als „Terrain“ zu behandeln, auf dem sich private und kollektive Linien brechen: persönliche Erinnerungen, emotionale Brüche, aber auch gesellschaftliche Muster, die die Art und Weise bestimmen, wie wir lieben, verlieren und erneut versuchen, Nähe herzustellen. Nach der Beschreibung, die im Kontext der Rezeption der Vorstellung übertragen wird, hob die Kritikerin Jelena Mihelčić die visuelle Eindrücklichkeit und emotionale „Rohheit“ hervor sowie die Art und Weise, wie die Vorstellung mit starker choreografischer Sprache den Körper als Raum inneren Konflikts und Schnittpunkt persönlicher und kollektiver Bahnen erforscht. Ein solcher kritischer Schlüssel lenkt den Zuschauer zusätzlich: es wird keine narrative „Geschichte“ im klassischen Sinne erwartet, sondern eine intensive, physische Dramaturgie, die von Bild zu Bild, von Konflikt zu Konflikt führt.
Besetzung und Autorenteam
An der Aufführung nehmen Tänzerinnen und Tänzer teil, deren Bühnenpräzision ein wichtiger Teil der Identität des ZPA ist: Lara Kapeloto, Luna Lilek, Nika Lilek, Silvija Musić, Endi Schrotter und Linda Tarnovski. In den offiziellen Daten werden auch die wichtigsten Mitarbeiter genannt, die das Ganze formen: die Musik zeichnet Ana Krstajić, die Kostüme Vera Damjanović, die Szenografie Andreja Rondović und die Lichtgestaltung Anton Modrušan. Gerade das Licht im zeitgenössischen Tanz ist oft die „zweite Sprache“ der Choreografie: es dient nicht nur dazu, dass der Körper gesehen wird, sondern um den Raum emotional „einzustimmen“, das Gefühl von Übergängen, Brüchen und Stille zu verstärken.
Die Vorstellung selbst entstand im Koproduktionskontext mit dem Adria-Tanzfestival in Budva, was eine wichtige Erinnerung an regionale kulturelle Verbindungen ist: zeitgenössischer Tanz stützt sich in diesem Teil Europas stark auf Zusammenarbeit und Vernetzung, denn ein solches Modell ermöglicht sowohl die Mobilität von Titeln als auch den Austausch von Publikum. Für das Publikum, das den Besuch der Aufführungen in Zagreb plant, kann ein solcher internationaler Kontext eine zusätzliche Motivation für Reise und Aufenthalt sein, mit Optionen wie
Unterkunft für Besucher in Zagreb.
Wer ist Miloš Isailović und warum ist dieser Titel im Repertoire wichtig
Das ZPC bringt in der Beschreibung der Vorstellung auch einen breiteren biografischen Rahmen von Miloš Isailović: es handelt sich um einen Autor, geboren 1988 in Loznica, ausgebildet im Ballett- und zeitgenössischen Tanzsystem, mit professioneller Erfahrung, die die Arbeit in institutionellen Ensembles, aber auch Zusammenarbeit mit international relevanten Namen umfasst. Ein solches Profil bringt oft eine spezifische Balance: gleichzeitig stützt es sich auf die technische Disziplin der klassischen Schule und auf die Offenheit des zeitgenössischen Tanzes gegenüber dem „Unausgesprochenen“, gegenüber dem Körper als Ort der Fragen, nicht der Antworten.
Gerade deshalb kann „Dort, wo alle Seelen hingehen“ im Repertoire des ZPA als Titel funktionieren, der Publikum unterschiedlicher Erwartungen verbindet: jene, die wegen der Virtuosität der Ausführung kommen, und jene, die wegen emotionaler und gedanklicher Spannung kommen, wegen des Themas Liebe, Verlust und der Suche nach Sinn. Solche Vorstellungen erhalten nicht selten ein „zweites Leben“ in Reprisen, da Zuschauer erneut kommen und neue Zuschauer in die Vorstellung mit einem Ruf eintreten, der ihr vorausgeht.
„Petricore“: Gemeinschaft, die Einzigartigkeit nicht auslöscht
Wenn „Dort, wo alle Seelen hingehen“ von Fragmenten intimer Geschichten und inneren Brüchen ausgeht, lehnt sich „Petricore“ stark an das kollektive Bild an. Bereits in der Beschreibung der Vorstellung wird ihre Grundidee hervorgehoben: „Petricore feiert die Kraft der Gemeinschaft und die Komplexität des Zusammenlebens“, wobei sich fünf Darstellerinnen „wie eins bewegen“. Aber dieses „eins“ ist nicht eindimensional; ein Paradox wird betont: Gemeinschaft, die niemals die Einzigartigkeit auslöscht, und Einzigartigkeit, die erst durch das Kollektiv sichtbar wird.
Der Titel „Petricore“ verweist auf Petrichor – den Geruch von Regen auf trockener, rissiger Erde – und in der poetischen Deutung der Vorstellung wird dieser Geruch zur Metapher der Erneuerung: was geschieht, wenn Körper sich begegnen, wenn unter Menschen erneut Empathie hergestellt wird, wenn die „Menschlichkeit“ in anderen erkannt wird. Diese Metapher gibt der Vorstellung eine klare emotionale Signatur, lässt aber gleichzeitig Raum für Lesarten: Petrichor kann Trost sein, aber auch Erinnerung an die Dürre, die ihm vorausgeht.
Autorensignatur Igor x Moreno und internationaler Produktionskontext
„Petricore“ zeichnen die Choreografen Igor Urzelai Hernando und Moreno Solinas, die unter dem Künstlernamen Igor x Moreno tätig sind. In der Beschreibung der Vorstellung wird hervorgehoben, dass ihre Arbeiten aus der Faszination für Menschen und dem, was uns zu „besonderen Tieren“ macht, hervorgehen, und dass sie Choreografie und nonverbale Sprache nutzen, um Erfahrungen zu schaffen, die überraschen, energetisieren und sogar verstören können. Dieses „verstörende“ Element ist keine Provokation um der Provokation willen, sondern Folge präziser Aufführungskonstruktion: wenn der Körper an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht wird, beginnt der Zuschauer seine eigenen Grenzen zu spüren.
Das ZPA betont auch die Entstehungsweise der Vorstellung: der Prozess wurde durch Arbeitsphasen in Zagreb, Svetvinčenat und Sassari geformt, wo sich Darstellerinnen und Choreografen trafen, Vertrauen aufbauten und die Vorstellung entwickelten. Ein solcher Prozess – verteilt auf mehrere Umgebungen – ist oft entscheidend für zeitgenössischen Tanz, denn er ermöglicht intensive Laborbedingungen, Abstand von der Routine, aber auch verschiedene räumliche und kulturelle „Auslöser“, die in das endgültige Bühnenbild eingehen.
Darstellerinnen und Bühnensprache, die „Fragen stellt“
Auf der Bühne sind Dora Brkarić, Lara Kapeloto, Iva Katarinčić, Silvija Musić und Linda Tarnovski. Die kritische Rezeption der Vorstellung hebt ihre „energetische Spannung“ hervor und die Art und Weise, wie die Ausführung die Saison mit direkten Fragen eröffnet, indem sie einen Zustand des Gefragtseins durch Körperlichkeit, Blick und kollektive Bewegung formt. Das ist ein wichtiges Detail: zeitgenössischer Tanz wird oft durch Bewegung erlebt, aber hier wird explizit auch der „Blick“ als gleichberechtigte Komponente hervorgehoben – als Mittel der Kommunikation und des Drucks, als Art, das Publikum in eine Beziehung einzuführen, und nicht nur in die Beobachtung.
In einem solchen Rahmen funktioniert „Petricore“ als Vorstellung, die sich nicht in einer Emotion erschöpft. Im selben Atemzug kann man die Anziehungskraft des Konformismus und die Freude der Gemeinschaft spüren, aber auch die Reibung der Verschiedenheit. Gerade in dieser Reibung befindet sich das politische und gesellschaftliche Potenzial der Vorstellung: ohne direktes Dozieren spricht die Choreografie über das zeitgenössische Leben, in dem Gemeinschaft nicht gegeben ist, sondern ständig neu verhandelt wird.
Breiterer Kontext: warum Reprisen wichtig sind und was sie dem Publikum bedeuten
Reprisen-Aufführungen im Tanzbereich tragen oft einen zusätzlichen Wert. Die Premiere ist ein Moment konzentrierter Aufmerksamkeit, aber Reprisen sind ein Moment der Bestätigung: ein Indikator, dass die Vorstellung ein Publikum hat, dass über sie gesprochen wird, dass sie fähig ist, auch außerhalb der „Premieren-Euphorie“ zu kommunizieren. In Zagreb, wo das kulturelle Angebot dicht und wettbewerbsfähig ist, bedeutet die Rückkehr von Titeln im ZPC auch, dass die Institution Interesse erkennt und Kontinuität Raum gibt.
Für das Publikum bedeutet das auch einen praktischen Nutzen: wer die Vorstellung verpasst hat, bekommt eine neue Gelegenheit; wer sie bereits gesehen hat, kann sie in einer anderen Stimmung und mit einem anderen Fokus sehen. Und für die Stadt, besonders in den Wintermonaten, bedeutet das eine lebendige Abendszene, die sich nicht nur auf große institutionelle Häuser beschränkt. Besucher, die die Anreise aus anderen Städten planen, verbinden die Aufführung oft mit einem kurzen Aufenthalt, sodass sich als logische Option
Unterkunft für das Wochenende in Zagreb oder
Unterkunft in der Nähe des ZPC aufdrängt, da sich der Saal im absoluten Stadtzentrum befindet.
Praktische Informationen für Besucher: Standort, Karten und Anreiseplanung
Das Zagreber Tanzzentrum befindet sich in der Ilica 10/1. Die offiziellen Seiten des ZPC weisen auf den Kartenkauf bei einzelnen Terminen hin und geben auch die Öffnungszeiten der Kasse an (Dienstag–Samstag, 14:00–20:00 Uhr). Da die Termine „Dort, wo alle Seelen hingehen“ am 22. und 23. Januar sowie „Petricore“ am 18. und 19. Februar zeitlich klar definiert sind, ist die Empfehlung, die Anreise im Voraus zu planen, besonders für das Publikum, das von außerhalb Zagrebs anreist und Transport, den Abendtermin und eventuelle Rückkehr oder Übernachtung abstimmen möchte. In diesem Fall sind praktische Optionen wie
Unterkunft in Zagreb für Besucher von Vorstellungen, besonders im weiteren Zentrum wegen einfacherer Bewegung nach der Aufführung.
Bei allen Unterschieden in der Poetik ist diesen beiden Titeln der Fokus auf den Körper als Träger „wirklicher“ Fragen gemeinsam: Liebe, Verlust, Zugehörigkeit, Gemeinschaft, Ausdauer, Blick, Berührung, Kollektiv. Gerade deshalb wirken die Januar- und Februar-Reprisen nicht als bloße Wiederholung, sondern als Fortsetzung eines Gesprächs, das bereits begonnen hat – auf der Bühne und im Publikum.
Quellen:- Zagreber Tanzzentrum – offizieller Aufführungsplan für Januar 2026 (Link)
- Zagreber Tanzzentrum – offizielle Seite der Vorstellung „Dort, wo alle Seelen hingehen“ mit Terminen, Beschreibung und Daten zum Autorenteam (Link)
- Zagreber Tanzzentrum – offizielle Seite der Vorstellung „Petricore“ mit Terminen, Beschreibung und Daten zum Autorenteam (Link)
- Zagreber Tanzensemble – offizielle Seite der Vorstellung „Dort, wo alle Seelen hingehen“ (Link)
- Zagreber Tanzensemble – offizielle Seite der Vorstellung „Petricore“ (Link)
- Culturenet.hr – Ankündigung des Januarprogramms des Zagreber Tanzzentrums (Link)
- Plesna scena – kritischer Rückblick von Jasmina Fučkan auf die Vorstellung „Petricore“ (Link)
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Erstellungszeitpunkt: 2 Stunden zuvor