Kvarner eröffnet das Jahr der Europäischen Region der Gastronomie 2026 in Matulji: Die Carnival Edition verbindet den „pusni“-Tisch und regionale Identität
Kvarner wird im Jahr 2026 den internationalen Titel der Europäischen Region der Gastronomie tragen, und die erste Programmeröffnung vor Ort wird mit der Karnevalszeit und den Bräuchen des liburnischen Hinterlands verbunden sein. Die Veranstaltung unter dem Titel
Carnival Edition – Festival pusne hrani findet am Donnerstag,
15. Januar 2026, im Restaurant
Villa Plasa in Zaluki (Gemeinde Matulji) statt, Beginn um
10:30. Laut Ankündigung wird die Eröffnung Gastgeber und Gäste aus dem gesamten Kvarner-Gebiet zusammenbringen und durch traditionelle Gerichte und Bräuche das lokale gastronomische Erbe vorstellen. Im Fokus steht, was Kvarner seit Jahren als Wiedererkennbarkeit aufbaut: Essen ist nicht nur touristischer Inhalt, sondern Teil der kulturellen Identität und der täglichen Gewohnheiten der Gemeinschaft.
Matulji ist dabei eine symbolische Wahl: Es ist ein Raum, in dem die Karnevalstradition intensiv gelebt wird, und die Küche des „fünften Jahreszeit“ hat einen festen Platz in lokalen Erzählungen. Praktisch bedeutet das, dass man im Januar und Februar nicht nur über Masken und Umzüge spricht, sondern auch über Speisen, die aus verfügbaren Zutaten, Wintervorräten und Wissen über Lebensmittelkonservierung entstanden sind. Für Besucher, die aus anderen Regionen anreisen und mehrere Tage bleiben möchten, lohnt es sich schon jetzt,
Unterkünfte in Matulji für Festivalbesucher zu prüfen, denn die Karnevalsveranstaltungen im weiteren Raum Rijeka erstrecken sich traditionell auch über mehr als nur einen Abend.
Was der Titel Europäische Region der Gastronomie bedeutet und warum er wichtig ist
Den Titel Europäische Region der Gastronomie vergibt IGCAT – International Institute of Gastronomy, Culture, Arts and Tourism, eine internationale Organisation, die in ihren Programmen Gastronomie mit Kultur, Kunst und nachhaltigem Tourismus verbindet. Kvarner erhielt die Auszeichnung nach einer Evaluierung der regionalen Strategie und der Zusammenarbeit zahlreicher Akteure; in der Mitteilung zur Vergabe betonte IGCAT den Wert der lokalen Gastronomie, des kulturellen Erbes und des Ansatzes einer nachhaltigen Entwicklung. Schon die Tatsache, dass die Entscheidung Ende 2024 veröffentlicht wurde, das Programm jedoch operativ Anfang 2026 „eröffnet“ wird, zeigt, dass das Projekt langfristig betrachtet wird und konkrete Ergebnisse erwartet werden – nicht nur kurzfristige Publicity.
In der Praxis bedeutet ein solcher Titel meist ein erhöhtes Tempo an Veranstaltungen, Schulungen und Projekten, die kurze Lieferketten stärken, die Sichtbarkeit lokaler Produzenten erhöhen und die Gastronomie mit authentischen Zutaten verknüpfen sollen. Auf der Plattform der Europäischen Region der Gastronomie wird Kvarner 2026 über die Idee der Vielfalt und der Verbindung von Essen und Erbe präsentiert, mit der Botschaft, dass in einer Region Inseln, Küste und Gebirge zusammentreffen. Genau diese „Geografie auf dem Teller“ verschafft Kvarner einen Vorteil: Unter derselben Marke können Fischereitradition, Inselaromen, Küstenküche und winterliche Menüs aus dem Gorski kotar koexistieren, ohne die Region auf ein einziges Stereotyp zu reduzieren.
Warum gerade Karneval: der Moment, in dem Essen und Bräuche sich natürlich treffen
Die Eröffnung unter dem Namen Carnival Edition ist logisch in die Zeit gelegt, in der Kvarner in den Zyklus der Karnevalsveranstaltungen, Umzüge und lokalen Festlichkeiten eintritt. In diesem Kontext ist Essen keine nebensächliche Kulisse, sondern Teil eines sozialen Rituals: gemeinsamer Tisch, Hausküchen, bäuerliche Haushalte und gastronomische Interpretationen von Rezepten, die genau zu dieser Jahreszeit zubereitet werden. „Pusni“-Bräuche (Karneval) haben am Kvarner eine starke Symbolik und Wiedererkennbarkeit, und das Modell der Europäischen Region der Gastronomie nimmt gerade diese Verbindung von Essen und Identität als Schlüsselwert. Wenn Gastronomie als Teil eines lebendigen Brauchs betrachtet wird, verändert sich auch das touristische Erlebnis: Der Besucher „konsumiert kein Produkt“, sondern lernt die Geschichte eines Ortes kennen.
Das Festival pusne hrani in Matulji hat dabei Kontinuität: In öffentlichen Berichten und Programmdokumenten des Tourismusverbands der Gemeinde Matulji wird die Veranstaltung als Ereignis beschrieben, das „pusna“ Tradition und Gastronomie verbindet und die Rolle des Essens bei der Weitergabe immateriellen Erbes betont. In früheren Ausgaben wurden Gerichte und Süßspeisen hervorgehoben, die mit der Karnevalszeit verbunden sind, mit typischen winterlichen Zutaten und Rezepten, die in Familien weitergegeben werden. Solche Beispiele sind wichtig – sowohl als kultureller Marker als auch als Botschaft, dass lokales Wissen zeitgemäß interpretiert werden kann, ohne seinen Sinn zu verlieren.
Zvončari und UNESCO: immaterielles Erbe als Teil der gastronomischen Identität
Matulji und das weitere Kastav–liburnische Gebiet sind untrennbar mit der Tradition der Zvončari (Glockenträger) verbunden. UNESCO nahm das Element
Annual carnival bell ringers’ pageant from the Kastav area in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf und beschreibt die Karnevalsumzüge im Januar als soziale Praxis, die die Gemeinschaft stärkt, Beziehungen innerhalb des Ortes erneuert und Wissen sowie Bräuche weitergibt. In offiziellen Beschreibungen werden die erkennbaren Elemente betont – Schaffellumhänge, Glocken um die Hüfte, charakteristische Kopfbedeckungen und Gruppen, die auf traditionellen Routen durch Dörfer ziehen. Doch ebenso wichtig ist, was oft übersehen wird: Solche Bräuche haben immer auch eine „alltägliche“ Infrastruktur, und die Küche ist einer ihrer Schlüsselbestandteile.
Genau deshalb ist es logisch, dass eine der ersten Eröffnungen des Projekts Kvarner – Europäische Region der Gastronomie 2026 an die Karnevalstradition anknüpft. Hier treffen Kultur, Tourismus und Essen am selben Ort zusammen – und das ist auch der klarste Weg zu erklären, was der Titel eigentlich bedeutet. Für Besucher, die in kurzer Zeit mehrere Orte besuchen möchten, sind Matulji auch logistisch dankbar: Opatija und Rijeka sind nah, und Karnevalsveranstaltungen in diesem Gebiet bieten üblicherweise Programme sowohl werktags als auch am Wochenende. Wer ein paar Tage bleiben möchte, kann vorab
Unterkünfte in der Nähe von Matulji und der Opatija-Riviera prüfen, um die Ereignisse ohne Eile und ohne Tagesmarathon zu verfolgen.
Villa Plasa in Zaluki: ein Ort, der „Hausgemachtes“ und traditionelle Rezepte betont
Die Eröffnung der Carnival Edition findet im Restaurant Villa Plasa in Zaluki statt, im Hinterland von Matulji. Laut Informationen des Tourismusverbands der Gemeinde Matulji handelt es sich um einen Landtourismusbetrieb, der auf heimische traditionelle Rezepte ausgerichtet ist und eine Küche bietet, die sich auf das lokale Umfeld stützt. Dieses Ambiente passt gut zur Idee des Projekts Kvarner 2026, das in öffentlichen Materialien lokale Zutaten, kurze Beschaffungsketten und die Aufwertung traditioneller Geschmäcker betont, aber auch das Erlebnis des Raums – von der Landschaft bis zu den Geschichten der Menschen hinter dem Essen.
Zaluki und Matulji sind zugleich ein symbolischer „Kontaktpunkt“ der kvarnerischen Mikroregionen: nah genug am Meer, um den mediterranen Rhythmus zu spüren, und doch ausreichend im Hinterland, um die goranske und kontinentale Logik des winterlichen Tisches zu verstehen. Genau dieses Mosaik hebt Kvarner als seine Stärke auf der Plattform der Europäischen Region der Gastronomie hervor: Vielfalt, die man auf dem Teller als Kontinuität erleben kann, nicht als Sammlung unverbundener Fragmente. Für Gäste und Medien sendet die Standortwahl die Botschaft, dass das Projekt nicht nur auf große Städte und „Hauptadressen“ reduziert werden soll, sondern auch kleinere Orte einbeziehen will, die Rezepte und Bräuche bewahren.
Wer kommt: die Opatija-Riviera als Gastgeber, ganz Kvarner als Gast
Gastgeber der Veranstaltung sind die Tourismusverbände der Opatija-Riviera – Matulji, Opatija, Lovran, Ičići und Mošćenička Draga – während als Gäste die Tourismusverbände von Rijeka und dem Rijekaner Ring, der Crikvenica–Vinodol-Riviera, des Gorski kotar sowie der Inseln Krk, Cres, Lošinj, Rab und Lopar teilnehmen. Eine solche Liste zeigt die Absicht, das Projekt von Beginn an als gemeinsamen kvarnerischen Rahmen aufzusetzen, nicht als Einzelpromotion einer Destination oder einer Küche. Im Jahr 2026 wird Koordination entscheidend sein: Wenn sich Kvarner als gastronomische Region positionieren will, dann muss die Geschichte verbunden sein und die Inhalte komplementär.
Das Format „Gastgeber und Gäste“ hat auch eine praktische Funktion. Es ermöglicht den Austausch von Rezepten, Produkten und Ansätzen zur Interpretation des Erbes, aber auch die Sichtbarkeit jener, die in der Kette meist im Schatten stehen – kleiner Produzenten und lokaler Zulieferer. Im Herbst 2025 wurden öffentlich Schulungen und Workshops für Akteure in Gastronomie, Tourismus und Produktion vorgestellt, mit Schwerpunkt auf Vernetzung und der Entwicklung von Inhalten im Zusammenhang mit dem Projekt Kvarner 2026. In diesen Auftritten wird das Projekt häufig mit bereits bestehenden Initiativen zur Markenbildung authentischer Angebote verknüpft, etwa mit Systemen zur Kennzeichnung und Promotion kvarnerischer Geschmäcker in Restaurants und bei Produzenten.
Was bei der Eröffnung zu erwarten ist: Verkostungen, Produkte und Geschichten hinter den Gerichten
Laut Ankündigung versammelt das Programm in der Villa Plasa Gastgeber und Gäste aus ganz Kvarner und präsentiert den Reichtum des gastronomischen Erbes durch traditionelle Gerichte und Bräuche. In einem solchen Konzept ist eine Verkostung nicht nur „Probieren“, sondern auch Interpretation: Welche Zutaten sind es, woher kommen sie, warum werden sie in dieser Jahreszeit zubereitet und wie passen sie in den Karnevalskalender. Der „pusni“-Tisch ist in der lokalen Tradition oft mit Gerichten verbunden, die im Winter „die Gemeinschaft sättigen“ können, und stützt sich auf fermentierte und eingelegte Lebensmittel, saisonales Gemüse, Fleischwaren und Süßspeisen, die den festlichen Teil des Karnevals begleiten. Werden solche Gerichte in einen größeren Rahmen gestellt, erhält der Besucher eine klarere Antwort auf die Frage, warum Gastronomie überhaupt Thema öffentlicher Politik und touristischer Entwicklung ist.
Zugleich sendet die Eröffnung der Europäischen Region der Gastronomie 2026 im „pusni“-Schlüssel die Botschaft, dass Kvarner über Essen aus der Perspektive der Gemeinschaft sprechen will – nicht nur aus der Perspektive der Restaurantangebote. Das Festival pusne hrani wird so zur Bühne, auf der traditionelle Rezepte zusammen mit der Karnevalsatmosphäre und der Symbolik der Zvončari erlebt werden, nicht isoliert. Für jene, die von außerhalb kommen und in kurzer Zeit mehrere kvarnerische Orte besuchen möchten, lohnt es sich, vorab
Unterkunftsangebote am Kvarner zu suchen, denn während 2026 werden sich erwartungsgemäß Veranstaltungen in mehreren Mikroregionen aneinanderreihen – von den Inseln bis ins Gebirge.
Breitere Effekte: Gastronomie als Werkzeug für Ganzjahrestourismus und lokale Wirtschaft
Für den Tourismussektor birgt das Jahr 2026 das Potenzial, dass Gastronomie außerhalb der Sommersaison zu einem stärkeren Anreisemotiv wird. Das Modell der Europäischen Region der Gastronomie betont Nachhaltigkeit und lokale Wirtschaft: kurze Lieferketten, Sichtbarkeit der Produzenten, Bildung und Kooperation sowie die Entwicklung touristischer Produkte, die nicht ausschließlich an Sonne und Meer gebunden sind. In diesem Sinne hat Kvarner einen Vorteil, weil auf relativ kleinem Raum Insel-, Küsten- und Gorski-kotar-Gastronomie angeboten werden kann, sodass sich die Geschichte des Essens über das ganze Jahr verteilen lässt. Wenn das Programm sinnvoll umgesetzt wird, sind die Gewinner nicht nur Tourismusverbände und Gastronomen, sondern auch Landwirte, kleine Verarbeiter, Winzer und alle, die ihre Sichtbarkeit über eine gemeinsame Plattform erhöhen können.
Für lokale Gemeinschaften, besonders kleinere, können solche Projekte ein Anstoß sein, dass heimisches Wissen und Rezepte nicht in der Privatheit der Hausküche „eingeschlossen“ bleiben, sondern Teil eines interpretierten Angebots werden – bei Respekt vor dem ursprünglichen Kontext. Dazu gehört auch der Bedarf an klaren Qualitätsstandards, aber ebenso Raum für Innovation, die auf Tradition beruht. Gerade diese Kombination – Tradition als Fundament, zeitgemäße Interpretation als Werkzeug – bringt am häufigsten Ergebnisse, die auch nach dem Ende des „Titeljahres“ Bestand haben.
Matulji und Kvarner 2026: Beginn eines Programms, das am Inhalt gemessen wird
Die Eröffnung in Zaluki ist erst der Anfang einer breiteren Reihe von Veranstaltungen, die im Laufe des Jahres 2026 unter einer gemeinsamen Marke Kvarner als Destination der Geschmäcker und des Erbes präsentieren werden. Erwartet wird, dass Tourismusverbände, Gastronomen und Produzenten die Gelegenheit für einen gemeinsamen Auftritt nutzen, aber auch für den Ausbau von Kapazitäten – von Schulungen bis zur besseren Vernetzung des Angebots. Für Matulji ist die Carnival Edition auch eine Bestätigung, dass sich die Karnevalstradition durch Gastronomie so interpretieren lässt, dass sie für Besucher verständlich ist und zugleich dem lokalen Erleben treu bleibt.
In dieser Logik eröffnet das Festival pusne hrani nicht nur eine Karnevalssaison, sondern auch ein Jahr, in dem sich Kvarner als Europäische Region der Gastronomie 2026 mit konkreten Inhalten beweisen muss. Der Erfolg wird nicht von einer einzelnen Feier abhängen, sondern von Kontinuität: wie viel Raum lokale Produkte bekommen, wie sehr Geschichten über Essen an authentische Bräuche gebunden werden und ob Besucher Kvarner nach 2026 als Region in Erinnerung behalten, in der man Vielfalt tatsächlich schmecken kann – von den Inseln bis ins Gebirge.
Quellen:- IGCAT – Mitteilung zur Vergabe des Titels an Kvarner für 2026 (Link)
- European Region of Gastronomy Platform – Profil „Kvarner 2026“ und Rahmen des Programms (Link)
- Tourismusverband Kvarner – Informationsseite zum Projekt „Europäische Region der Gastronomie 2026“ (Link)
- Primorje-Gorski-Kotar-Gespanschaft – Mitteilung zur Schulung und Vorstellung des Projekts Kvarner 2026 (Link)
- Tourismusverband der Gemeinde Matulji – Profil des Landtourismus/Restaurants Villa Plasa in Zaluki (Link)
- UNESCO – offizielle Beschreibung des immateriellen Erbes „Annual carnival bell ringers’ pageant from the Kastav area“ (Link)
- Ministerium für Kultur und Medien der Republik Kroatien – Beschreibung des UNESCO-Elements der Zvončari aus dem Kastav-Gebiet (Link)
- HRT Radio Rijeka – früherer Bericht über das Festival pusne hrani und traditionelle Gerichte (Link)
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Erstellungszeitpunkt: 22 Stunden zuvor