Rekordjahr 2025 in der Gespanschaft Krapina-Zagorje: Wachstum bei Ankünften und Übernachtungen, Investitionen in den Thermen sowie Ausbau des Angebots über Wochenendausflüge hinaus
Die Gespanschaft Krapina-Zagorje blickt auf ein weiteres Rekordjahr im Tourismus zurück – direkt nach dem bereits rekordverdächtigen Jahr 2024. Die Daten für 2025 wurden am Freitag, dem 9. Januar 2026, auf einer Pressekonferenz im Hotel Well in den Terme Tuhelj vorgestellt, wo die Leitung der Tourismusgemeinschaft der Gespanschaft, Vertreter der Destinationsgemeinschaften und führende Vertreter der Gespanschaft über Ergebnisse, Gästestruktur und Investitionen sprachen, die das Wachstum begleitet haben.
Nach Angaben der Tourismusgemeinschaft der Gespanschaft Krapina-Zagorje wurden im Jahr 2025 insgesamt 214.210 Touristenankünfte verzeichnet, das sind 5,63% mehr als 2024, sowie 468.202 Übernachtungen, also 9,25% mehr als im Vorjahr. Ein solches Ergebnis deutet auf einen stabileren, ganzjährigen Trend hin: Es wächst nicht nur die Zahl der Besuche, sondern auch das Angebotsniveau, das längere Aufenthalte fördert. Für eine kontinentale Destination, die sich auf die Nähe zu Zagreb, thermale Ressourcen und ein immer vielfältigeres Ausflugsangebot stützt, ist gerade das Verhältnis von Ankünften zu Übernachtungen einer der wichtigsten Indikatoren für eine echte Veränderung.
Was die Zahlen sagen: stärkeres Wachstum der Übernachtungen als der Ankünfte
Auf der Konferenz wurde hervorgehoben, dass das Wachstum der Übernachtungen von 9,25% das Wachstum der Ankünfte von 5,63% übertrifft, was darauf hindeutet, dass ein Teil der Gäste länger bleibt oder dass der Anteil jener Beherbergungssegmente wächst, die den Aufenthalt von Natur aus verlängern, wie etwa Hotelarrangements in Thermen und Ferienhäuser. Die Leiterin der Tourismusgemeinschaft der Gespanschaft Krapina-Zagorje, Sanja Škrinjar, betonte, dass das Verhältnis von inländischen und ausländischen Gästen nahezu ausgeglichen sei und dass sich dies sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen zeige.
Der Anteil ausländischer Gäste an den Gesamtankünften betrug 49,63%, während der Anteil ausländischer Gäste an den Gesamtübernachtungen 50,86% ausmachte. Eine solche Struktur bedeutet in der Praxis, dass die Destination nicht von einem einzigen Markt oder einer einzigen Reiseart abhängt. Inländische Gäste füllen häufig kurze Zeitfenster, Wochenenden und Feiertage, während ausländische Märkte zusätzliche Ausgaben und eine Verlängerung der Saison bringen können, insbesondere wenn es um thermale und Wellness-Angebote geht, die nicht vom Wetter abhängen.
Woher die Gäste kommen: die Region bleibt entscheidend, aber das Interesse nördlicherer Märkte wächst
Unter den ausländischen Gästen dominieren weiterhin Länder aus der unmittelbaren Nachbarschaft und traditionell wichtige Quellmärkte. Die meisten Touristen kamen 2025 aus Slowenien, Deutschland, Polen, Bosnien und Herzegowina, Tschechien, Italien und Österreich. Interessant ist auch ein Hinweis, den die Tourismusfachleute der Gespanschaft hervorhoben: Immer mehr Gäste in Ferienhäusern kommen aus nördlicheren Ländern wie den Niederlanden, Belgien und Dänemark, was häufig mit der Nachfrage nach Privatsphäre, Natur, authentischer Gastronomie und Unterkünften höheren Standards in Verbindung gebracht wird.
Bei den inländischen Gästen ist das Bild klar: Die meisten kommen aus der Stadt Zagreb, gefolgt von den Gespanschaften Split-Dalmatien, Primorje-Gorski Kotar, Osijek-Baranja und Istrien. Das bestätigt, dass Zagorje neben den bekannten Thermen, Heiligtümern und Museumsangeboten zunehmend auch als Ziel für eine kurze Auszeit vom Alltag funktioniert – sei es für Familienbesuche, Wellness-Wochenenden oder Ausflüge, die mit einer Übernachtung fortgesetzt werden.
- Insgesamt 2025: 214.210 Ankünfte und 468.202 Übernachtungen
- Wachstum gegenüber 2024: +5,63% Ankünfte und +9,25% Übernachtungen
- Anteil ausländischer Gäste: 49,63% Ankünfte und 50,86% Übernachtungen
- Häufigste Auslandsmärkte: Slowenien, Deutschland, Polen, BiH, Tschechien, Italien, Österreich
Beherbergung: Hotels tragen fast 70% der Übernachtungen, und auch die Bettenzahl steigt
Die Beherbergungsstruktur zeigt, warum Zagorje den Verkehr auch außerhalb der saisonalen Spitzen aufrechterhalten kann. Nach den vorgelegten Daten wurden in Hotels 326.826 Übernachtungen erzielt, also 69,81% der Gesamtzahl. Campingplätze verzeichneten 33.494 Übernachtungen, während in anderen Beherbergungsbetrieben 107.882 Übernachtungen registriert wurden. Diese Verteilung zeigt, dass das Hotelsegment – vor allem mit Thermen und größeren Komplexen verbunden – weiterhin das Rückgrat der Übernachtungen bildet, aber auch, dass Privatunterkünfte und andere Kategorien eine bedeutende Rolle spielen, insbesondere beim Wachstum des Angebots an Ferienhäusern.
Im eVisitor-System sind 4.404 Betten registriert, was einem Anstieg von 3,97% gegenüber 2024 entspricht. Die meisten Betten befinden sich in Hotels (1.319), danach in Ferienhäusern (1.153) und in Unterkünften in Privathaushalten (1.042). Es handelt sich um eine Kombination, die der Destination Flexibilität verleiht: Hotels tragen eine stabile ganzjährige Nachfrage, während Ferienhäuser und Unterkünfte in Privathaushalten häufig Familien und kleinere Gruppen anziehen, die Privatsphäre, ihr eigenes Tempo und Annehmlichkeiten wie Garten, Pool oder die Nähe zu Ausflugszielen suchen.
Wo der meiste Verkehr entsteht: Destinationen, die mehrere Gemeinden und Städte verbinden
Nach Zahl der Ankünfte und Übernachtungen zählen zu den hervorgehobenen Gebieten die Tourismusgemeinschaften der Gebiete Biser Zagorja, Gupčev kraj und Srce Zagorja, gefolgt von Destinationen wie Stubičke Toplice, Oroslavje und Krapina. Gerade eine solche Struktur spricht für eine Veränderung, die in den letzten Jahren immer sichtbarer wurde: Der Gast kommt nicht nur wegen einer Attraktion, sondern wegen eines Erlebnispakets, das sich über mehrere Tage zusammensetzt – von Thermen und Wellness über Museen und Aussichtspunkte bis hin zu Gastronomie und bäuerlichen Betrieben.
Terme Tuhelj erzielten die höchste Zahl an Übernachtungen in der Gespanschaft und damit auch im Gebiet der Tourismusgemeinschaft Biser Zagorja, die die Gemeinde Tuhelj, die Stadt Klanjec und die Gemeinde Veliko Trgovišće umfasst. Die Direktorin dieser Gemeinschaft, Tatjana Petranović Capar, erklärte, dass sie 2025 86.040 Ankünfte und 217.087 Übernachtungen erreicht hätten. Über den Anteil von Biser Zagorja am Gesamtverkehr werden in der Öffentlichkeit unterschiedliche Zahlen genannt, vor allem wegen unterschiedlicher Definitionen von „Verkehr“ und Abgrenzungen, doch die Botschaft der Präsentation war klar: Es handelt sich um ein Gebiet, das den größten Teil der Beherbergungsergebnisse trägt und parallel Infrastruktur und Inhalte entwickeln muss, um Standard und Wachstumstempo zu halten.
Mehr als klassischer Tourismus: Thermen, Marija Bistrica und Museen überschreiten in der Gesamtsumme zwei Millionen Besuche
Neben den Zahlen zu Ankünften und Übernachtungen betonten die Redner auch ein breiteres Bild der Besuchszahlen, das in der Beherbergungsstatistik nicht sichtbar ist. Der Gespan und Präsident der Tourismusgemeinschaft der Gespanschaft, Željko Kolar, erinnerte daran, dass die Ergebnisse heute um ein Vielfaches höher sind als zu Beginn seiner ersten Amtszeit im Jahr 2013, als 161.446 Übernachtungen und 71.805 Ankünfte verzeichnet wurden. Er hob hervor, dass fast jede dritte Übernachtung im Cluster Nordwestkroatiens gerade in der Gespanschaft Krapina-Zagorje erzielt wird, und nannte anschließend auch die Besucherzahlen der wichtigsten Attraktionen: 795.000 Pilger in Marija Bistrica, 785.748 Besucher von Wasserparks sowie rund 280.000 Museumsbesucher. Wenn diese Segmente zusammengerechnet werden, ergibt sich ein Gesamtbild von über zwei Millionen Besuchen, ohne zusätzliche Ausflugsbesuche zu OPGs, Restaurants und Veranstaltungen.
Im Segment der Wasserparks wurden 322.770 Besucher in Tuheljske Toplice, 204.118 in Donja Stubica, 152.378 in Krapinske Toplice sowie 106.482 in Stubičke Toplice verzeichnet. Für die Gespanschaft ist auch bedeutsam, dass die Wasserparks 2025 auf dem Niveau von 2024 lagen, was auf eine stabile Nachfrage hindeutet. Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Bistrica besuchten 2025 795.000 Menschen, was einem Wachstum von 3,25% gegenüber 2024 entspricht, und diese Angabe bestätigt zusätzlich die Bedeutung des religiösen Tourismus für die Gesamtidentität der Destination.
- Wasserparks: 785.748 Besucher im Jahr 2025
- Marija Bistrica: 795.000 Besucher im Jahr 2025, mit einem Wachstum von 3,25% gegenüber 2024
- Museen: rund 280.000 Besucher laut den auf der Konferenz präsentierten Daten
Investition in den Terme Tuhelj: 27 Millionen Euro und rekordverdächtige Geschäftsergebnisse
Im Fokus der Präsentation stand auch der Investitionszyklus in den Terme Tuhelj. Gespan Kolar hob besonders die Investition im Wert von 27 Millionen Euro hervor, mit der – wie gesagt wurde – ein neues Familienhotel gebaut und das Angebot an Pools sowie Wellness- und Spa-Inhalten zusätzlich verbessert wurde. Die Botschaft war, dass die Wettbewerbsfähigkeit kontinentaler Destinationen durch Investitionen in Infrastruktur und Inhalte aufgebaut wird, denn nur so können Stammgäste gehalten und neue gewonnen werden.
Der Direktor der Terme Tuhelj, Vasja Čretnik, führte aus, dass sie 2025 Einnahmen von 17,8 Millionen Euro erzielt hätten, was etwa vier Millionen mehr als 2024 sei. Er betonte auch, dass sie erstmals 200.000 Übernachtungen im Hotel und auf dem Campingplatz überschritten hätten. Das größte Wachstum sei seinen Worten zufolge auf dem slowenischen Markt erzielt worden: mehr als 40%, also rund 16.000 Übernachtungen mehr als im Vorjahr. Damit nimmt der slowenische Markt etwa 30% Anteil am Gesamtverkehr der Terme Tuhelj ein, während inländische Gäste weiterhin an erster Stelle stehen, mit einem bedeutenden Anteil von Gästen aus Deutschland, Bosnien und Herzegowina sowie anderen Ländern. Als Illustration der Verkehrsdichte nannte Čretnik, dass zum Zeitpunkt der Konferenz mehr als 700 Gäste im Hotel waren, während einzelne Dezembertage auch über 880 Übernachtungen brachten.
Tourismus und Investitionen in die lokale Infrastruktur: Gehwege, Beleuchtung, Straßen und Veranstaltungen
Das Wachstum der Besucherzahlen bleibt nicht ohne Folgen für die lokalen Gemeinschaften, und in Tuhelj wurde besonders die Verbindung zwischen touristischen Investitionen und kommunalen Projekten hervorgehoben. Der Bürgermeister der Gemeinde Tuhelj, Mladen Hercigonja, erklärte, dass die Gemeinde 2025 rund 1,2 Millionen Euro in die kommunale Infrastruktur investiert habe, wobei er den Bau von Gehwegen, öffentlicher Beleuchtung und Straßen erwähnte. Das seien Investitionen, die – wie er betonte – die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung direkt erhöhen, zugleich aber den Standard der Destination heben und die Bewegung der Gäste erleichtern. In diesem Zusammenhang hob er besonders die Veranstaltung Summer Fest Tuhelj hervor, die erfolgreich durchgeführt und außerordentlich gut besucht gewesen sei, und schloss, dass Synergie und Zusammenarbeit entscheidend seien, damit sich Touristen willkommen fühlen und den Einwohnern bessere Lebensbedingungen gesichert werden.
Neue Tourismusprodukte: Qualitätsstandards, Aktivtourismus, Eno-Gastro und Promotion
Neben den Ergebnissen in Zahlen wurden auch Aktivitäten vorgestellt, die das Tourismusjahr begleitet haben. Zu den bedeutendsten gehören das Programm zur Qualitätskennzeichnung von Familienunterkünften
True Zagorje Home, das Aktivtourismusprodukt
Zagorje Outdoor, das Projekt
Weinberge mit Aussicht sowie der Gastronomiestandard
Geschmäcker der kroatischen Tradition – Geschmäcker Zagorjes. Im Jahr 2025 wurden auch die Aktivitäten der Online- und Offline-Werbung, Auftritte auf Messen und Präsentationen sowie Studienreisen fortgesetzt, mit dem Ziel, die Destination als ganzjährige Wahl zu präsentieren und nicht nur als Wochenendausflug.
Im Gebiet Biser Zagorja betonte Direktorin Petranović Capar, dass sie durch Mittel der Kroatischen Zentrale für Tourismus mehr als 40% des Gesamtbudgets erreicht hätten – bereits das zweite Jahr in Folge – und dass sich ein Teil dieser Investition in konkreten Projekten zeige. Genannt wurden unter anderem der Park der traditionellen Spielzeuge, der Labyrinthpark und die Aussichtspunkte Oči Zagorja, von denen es insgesamt sieben gibt. Auch der Pfad „Wald-Baden“ wurde gestaltet, und für 2026 wurden ein Gesundheitspfad, eine Rad- und Wanderroute sowie eine organisierte tägliche Tour zu den Oči Zagorja angekündigt, bei der Besucher durch das Abgehen aller Punkte und das Sammeln von Stempeln eine symbolische Belohnung erhalten würden. Angekündigt wurde auch ein neuer Nachtmarsch nach Cesargrad, wodurch das Angebot an Erlebnissen, die Natur, Erholung und lokales Erbe verbinden, weiter ausgebaut wird.
Destinationsmanagementplan: Wachstum, das Koordination und Nachhaltigkeit erfordert
Im Kontext der künftigen Schritte wurde die Bedeutung des Destinationsmanagementplans der Gespanschaft Krapina-Zagorje für den Zeitraum 2025–2029 hervorgehoben, als Dokument, das die koordinierte Entwicklung, Promotion und Verwaltung der Destination mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit lenken sollte. Solche Pläne sind immer wichtiger in dem Moment, in dem das Wachstum der Besucherzahlen Fragen nach Kapazitäten, Verkehr, Raumerhalt und der Abstimmung der Interessen der Bewohner und des Tourismussektors aufwirft. Wenn 2025 ein Jahr der Bestätigung des Trends war, wird die nächste Herausforderung laut den verfügbaren Informationen darin bestehen, dieses Wachstum so zu steuern, dass es höhere Qualität, längere Aufenthalte, eine breitere Verteilung der Besucher in der Gespanschaft und eine stärkere Einbindung lokaler Produzenten, Gastronomen und Familienbetriebe bringt.
Quellen:- Gespanschaft Krapina-Zagorje – offizielle Mitteilung über die Tourismusergebnisse 2025 und die Konferenz in den Terme Tuhelj (link)
- Radio Hrvatsko zagorje Krapina (RHZK) – Bericht von der Präsentation der Tourismusergebnisse 2025 (link)
- Zagorje.com – zusätzliche Details zu den Ergebnissen der Terme Tuhelj und dem Umsatzwachstum 2025 (link)
- Kroatisches Radio und Fernsehen (HRT) – Nachricht über die Investition von 27 Millionen Euro in den Terme Tuhelj (link)
- Kroatische Zentrale für Tourismus – Programm zur Qualitätskennzeichnung von Familienunterkünften True Zagorje Home (link)
- Tourismusgemeinschaft der Gespanschaft Krapina-Zagorje (Visit Zagorje) – Entwurf des Destinationsmanagementplans 2025–2029 (link)
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Erstellungszeitpunkt: 3 Stunden zuvor